[berlin / 14.12.2019] about blank: bewegungsfreiheit #17

die vierte und damit letzte ausgabe im jubiläumsjahr. gelohnt hat sich jede davon, wobei die schlagzahl gerade beim kurzen abstand zwischen den letzten beiden schon sportlich war. bei dem zweiten heimspiel haben wir tatkräftige unterstützung von mother’s finest, die das booking für die lobby komplett übernommen haben. sieht dann so aus:

mdf
01h00 decka
03h00 alexander kowalski
05h30 juho kusti
08h00 lily ackerman

lobby
23h00 don’t dj b2b ossia
02h00 dresvn
04h00 miriam schulte b2b franklin de costa
06h00 karima f

zelt
20h00 podiumsdiskussion: wir tschader – darum sind wir hier. zwischen heimweh und kampf ums bleiberecht!
23h00 eli pavel
02h00 dj nomad
05h00 frotteedämmerung
08h00 whø?
10h00 sylvie marks

eintritt
bis 23 uhr: spende
23 bis 7 uhr: 14 euro
ab 7 uhr: 10 euro

r.i.p. marie fredriksson

roxette gehören in meiner musiksozialisation klar in die phase der schon etwa ein, zwei jahre andauernden sturm-und-drang-zeit mit mtv. an „the look“ kam man damals aufgrund der heavy rotation nicht vorbei – komischerweise nervte das auch nie. das dazugehörige album („look sharp!“) bot dann wenigstens noch drei weitere hits, die heute noch bei den radiosendern mit der zielgruppe ab 30 jahren im blick gespielt werden („listen to your heart“ beispielsweise).
den erfolg wiederholten sie mit „joyride“ nicht nur, sondern übertrafen ihn. marie und per wirkten dabei stets auf augenhöhe. also nicht die klassische rollenverteilung bei den geschlechtern, dass er derjenige ist, der die hits aus dem ärmel schüttelt, während sie als frontfrau die rolle der performerin ausfüllen soll. eher war sie es, die den stücken ihre note aufdrückte und (mit dem rückblick auf fast 30 jahre) einen deutlichen anteil daran hatte, dass ihre musik generationenübergreifend immer noch relevant ist. klar, auch irgendwie ein relikt der ausgehenden 1980er-jahre, in denen so viel im umbruch war. aber trotzdem eingängig, zuweilen kitschig, ohne dabei peinlich zu werden. für mich also gutes songwriting.

bei ihr wurde anno 2002 ein hirntumor diagnostiziert, an dem sie nun mit 61 verstorben ist.

r.i.p.

[berlin / 16.11.2019] berghain: klubnacht

da wollte ich meinen lieblings-resident seit einer gefühlten mal wieder vor ort besuchen, und dann kommt der ablauf dazwischen. mal schauen, wie das zum 15-jährigen aussieht, weil da (spoiler) die letzte bewegungsfreiheit für dieses jahr ansteht.

klubnacht

berghain
00h00 so
04h00 pete
08h00 dustin zahn
12h00 cashu
16h00 nazira
20h00 kirilik live
21h00 dr. rubinstein
01h00 nur jaber

panorama bar
00h00 oren marzam
04h00 magda bytnerowicz
07h00 borusiade
10h00 nick höppner
14h00 turtle bugg
18h00 gerd janson
22h00 call super
02h00 tijana t

säule
19h00 the golden filter live

eintritt
18 euro
5 euro wiedereintritt

[münchen / 09.11.2019] rote sonne: staub x rote sonne

teil 2 der deutschland-tour.
immerhin noch im april das mma an dessen letzten wochenende mitgenommen und das relativ neue blitz inspiziert. aber auch die rote sonne gehört zu den läden, die ich wegen des in bester ultraschall-tradition stehenden bookings unter die augen nehmen wollte. dann eben durch fortgesetzte loyalität.

staub x rote sonne
emika
irakli
caleb esc
p-t2

start
23h00

eintritt
10 euro

[offenbach / 08.11.2019] robert johnson: staub x klinika x re:boot

um geographisch ein wenig in der ecke zu bleiben: wie chris liebing steht das robert johnson seit einigen jahren auf meiner liste der zu betanzenden orte. da lässt sich dieses datum ganz gut mit dem monatlichen stammtermin im exil verbinden. dies ist teil 1 der tour, teil 2 folgt samstag.

staub x klinika x re:boot
lokier
irakli
anna hjalmarsson
horkheimer
sandy b
re:boot

start
22 uhr

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
auch wenn es jammern auf hohem niveau ist, sowohl veranstalter als auch club nichts dafür können und es auch kein zu großer qualitativer abstand zwischen den beiden abenden ist: es war der schwächere von beiden.
das lag in erster linie am fehlenden andrang. richtig leer war es nicht, aber über 200 gäste kam der abend auch nicht wirklich hinaus. es kann am verregneten wetter gelegen haben oder daran, dass ata am darauf folgenden samstag spielte und einige deshalb ihre kräfte schonen wollten. vielleicht hat die anziehungskraft der staub auch nicht bis nach frankfurt bzw. offenbach gereicht. am ende müßig, die gründe zu suchen.
dabei ist das robert johnson so schlicht, wie man es von den bildern und schilderungen erwartet: weiße wände, an denen nur die 20 daran erinnert, dass hier vor kurzem ein jubiläum begangen worden ist. mir gefällt sehr, wenn ein raum nur eine minimalausstattung mitbringt, die von leuten mit atmosphäre gefüllt werden soll.
und die parameter, auf die es ankommt, stimmen einfach: ja, die anlage ist tatsächlich so gut, wie alle es behaupten. schön auch, dass man sich dank sitzfläche über der bassbox so schön hinfläzen kann. auch die tribüne am hinteren ende der tanzfläche ist für die übersicht schick und alleine wegen der aussicht von der terrasse sollte ich nochmal in den frühlings- oder gar sommermonaten nochmal vorbeischauen.

ein anderer grund bestand für mich darin, dass die eigentlich auf zwei floors ausgelegte nacht auf dem hauptfloor konzentriert war und es mir bis lokier wie zweigeteilt vorkam. bis zuvor gab es house oder auch breaks von simone ahà, der auch die instrumentals beim live-act von sandy b abspielte, zuvor aber das ziemlich geile mashup „party people“ von dj technics auf meine liste wandern ließ.
sandy b lässt sich wohl bei kwaito einordnen wobei ich das mit der bezeichnung des stils auch erst bei der nachträglichen recherche über youtube erfahren habe.
lokier direkt im anschluss mit viel ebm, was jedoch nicht zu meinem steckenpferd wird. irakli breakig mit deftigem industrial-einschlag und sich steigerndem härtegrad. u.a. fire at work – re-sample the future (hypnoskull arbeit und feuer mixz), gegen schluss mit „this is not a mindtrip“ von air liquide und einer seiner stammtracks: johannes heils „paranoid dancer“ im remix von dj hell.
anna hjalmarsson und horkheimer hatten dann noch eine halbe stunde, bis um 6h30 die putzlichter angingen. von ihnen blieb noch der villalobos-remix von shackletons „blood on my hands“ hängen.

für mich steht trotzdem fest: da muss ich nochmal hin. eventuell zu einer der normalen clubnächte, wenn in berlin partout nichts geboten wird und mir die laune nach frankfurt steht. war überhaupt einer der lerneffekte, dass neben tanzhaus und dem robert johnson eigentlich nur noch one-off-parties dort stattfinden, was für die großstadt, die ihren anteil an der etablierung des stils definitiv hatte, schon recht traurig ist.
falls die staub dort nochmal gastiert, können sie auch leute wie carsten jost oder sven von thülen mitnehmen, die mehr oder minder bereits zum stamminventar gehören und mit ihrer anschlussfähigkeit zu house auch schön zum club passen.

[berlin / 02.11.2019] berghain: klubnacht

voraussichtlich der erste von zwei november-terminen. mir fehlt in meiner 22-jährigen club-karriere aber tatsächlich noch chris liebing auf der liste derjenigen, die ich gesehen haben wollte. mit steve bicknell solo hat es bislang auch nicht geklappt, da kommen rolando und herr vynehall obendrauf noch sehr gelegen.

klubnacht

berghain
00h00 barker
04h00 karenn live
05h30 ben sims
08h30 steve bicknell
12h30 stefan goldmann
16h30 azf
19h30 rolando
22h30 chris liebing
02h30 ben klock

panorama bar
00h00 jonny rock
04h00 oceanic
08h00 orpheu the wizard
12h00 leon vynehall
15h00 david elimelech
19h00 virginia
23h00 heidi lawden
02h00 avalon emerson

eintritt
18 euro
5 euro bei wiedereintritt

[berlin / 27.10.2019] salon zur wilden renate: bewegungsfreiheit #16

richtig: das ist eine premiere. wir sind alle sehr gespannt darauf, wie das angenommen wird und haben einen sehr guten grund zum frühen auftauchen an den beginn gesetzt.
da es maral vor einem jahr in der fiesen remise so gut gefallen hat, dass sie einen floor bei einer der nächsten ausgaben kuratieren wollte, musste nicht lange überlegt werden. hier ist alles in richtung bassmusik zu erwarten.

grüner raum
16h00 lawrence
19h30 binh
22h00 barnt
00h00 magda el bayoumi
02h00 steffen bennemann
04h00 klex

roter raum
22h00 maral salmassi b2b nik nowak b2b nght drps

absynth bar
22h00 vic quintero
00h00 miss wreckingball

eintritt
bis 18 uhr auf spendenbasis, danach 12 euro

[berlin / 19.10.2019] griessmühle: mother’s finest

die kombination aus afrodeutsche und shed gab’s ja vor zwei monaten schon mal an anderer stelle. da war aber noch nicht raus, dass letzerer mit dem nächsten album zu ostgut ton zurückkehrt. dann noch die nachricht, dass der nächste wunschkandidat für ein album auf ilian tape auch ernst gemacht hat, aber da weiß ich noch nicht, ob ich bis zu ihm durchhalte.
wird also aller voraussicht nach auf zwei schichten hinauslaufen, aber da das direkt in die wax treatment übergeht, ist das auch vernünftiger.

mother’s finest

silo
22h00 mars leder
01h00 miriam schulte & franklin de costa
04h00 stenny

halle
00h00 kaletta
01h00 afrodeutsche
04h00 shed live
05h00 bjarki live
07h00 mareena

wintergarten
09h00 franklin de costa
10h00 anja zaube
14h00 kaletta