Jul 232017
 

es ist sicher kein zufall, dass das feature auf residentadvisor pünktlich zur veröffentlichung des vierten teils der kern-mix-serie auf tresor die startseite schmückt. das label gibt mit dj stingray direkt nach objekt eine richtung vor, die mir in kombination mit dem neuen album von porter ricks sehr gut gefällt. noch dazu las sich das line-up vor zwei wochen zur dazugehörigen veröffentlichungsparty (auf welcher der hauptprotagonist in kurz aufeinanderfolgenden slots im ohm, tresor und globus auflegte) so toll, dass ich mir das schon wochen zuvor als pflichttermin markiert hatte – um dann aufgrund der von diesem „sommer“ leicht angezählten gesundheit nicht hinzugehen.
gut, die tracklist des mixes liest sich so wie das, was man in seinen sets regelmäßig hört – aber da das dem aktuell herrschenden konsens immer noch in puncto präsentation und soundästhetik voraus ist, bin ich dessen noch nicht müde und sehe das in absehbarer zeit auch nicht kommen.

es sieht also danach aus, dass der mann nach mehr als zwei jahrzehnten als akteur im hintergrund das momentum nun auf seiner seite hat. und das sei ihm sowas von gegönnt.

foreign waters

Jul 222017
 

damit auch aufgelöst ist, was es mit der anstrengenden woche auf sich hat. letztes jahr hat es sich leider nicht ergeben, dabei sein zu können. dabei waren sich alle einig, dass es in der griessmuehle einfach passt. für den 2017er-jahrgang anvisiert: montag, freitag, sonntag. ich poste trotzdem das komplette line-up.

krake festival 2017

montag, 24.07.2017
day 1 – festival opening
these hidden hands live
anika live
phurpa live

silent green
gerichtstraße 35 (s-bhf humboldthain/wedding)
von 19 bis 24 uhr


mittwoch, 26.07.2017
day 2 – krake meets lunchmeat
shxcxchcxsh + pedro maia live a/v
søs gunver ryberg + cycles live a/v
hrtl + oxoo live a/v
citty + aeldryn live a/v
lofn + gabriela prochazka live a/v
kredenc
nina pixel
dash

griessmuehle
ab 22 uhr


freitag, 28.07.2017
day 3 – undertow
adult. live
group a live
beta evers live
kamikaze space programme + geso live a/v
alienata
newclear waves aka alessandro adriani
max durante
ian max mauch live
christian guntermann
ekserd
manuel münster
ezuri
marc ash
samuel gieben
luna violenta
misanthrop
elzo durt

+ labelboutique

urban spree
warschauer straße / revaler straße
labelboutique: ab 14 uhr
party: ab 22 uhr

 


samstag, 29.07.2017
day 4-5 – the kraken
ancient methods
luke vibert
radioactive man live
subhead live
clouds
dot product + renate knaup live
trepaneringsritualen live
sunil sharpe
emmanuel
charlton
rhyw
kondaktor
romance disaster live
how live
cem
mcmlxxxv
kate miller
mannella
kirsti
rifts
towlie
victor
tigerhead
talla
cristian marras
signal deluxe
cindy looper
uri

griessmuehle
workshop: ab 18 uhr
party: ab 22 uhr

Jul 212017
 

während sich halb berlin auf der nation of gondwana tummelt, verschlägt es mich zu altbekannten spielstätten. der csd ist ohnehin immer ein toller anlass, sich des subversiven zu erinnern, was in kombination mit dem hype der vergangenen jahre zu einer interessanten mischung an menschen und stimmungen führen kann.
außerdem ist es sehr lobenswert (aber irgendwie auch traurig) zu erwähnen, dass das line-up im sonst so männerdominierten berghain mehr als zur hälfte von damen geprägt wird. da bin ich mit am meisten auf lena willikens gespannt, die beim diesjährigen geburtstag des about blank (hier leider nicht besprochen, weil ich auch recht kurz da war) ein set ablieferte, das beispielhaft für konstanten mut zum risiko bei gleichzeitiger beibehaltung hoher qualität und musikalischer erziehung stand. schade nur, dass nd und discodromo so früh dran sind und ich sie aller voraussicht nach verpassen werde.

csd klubnacht

berghain
00h00 norman nodge
04h00 anetha
07h00 ben klock
11h00 lena willikens
14h00 bella sarris
17h00 relaxer live
18h00 courtesy
21h00 steffi
01h00 boris

panorama bar
00h00 nd_baumecker
04h00 looky looky live
05h00 discodromo
09h00 volvox
13h00 ash
16h00 kim ann foxman
19h00 i-f
22h00 massimiliano pagliara
02h00 virginia

garten
12h00 cormac
16h00 roi perez

eintritt
16 euro

Jul 202017
 

es ist ja nichts neues, welchen stellenwert ich „der klang der familie“ als buch beimesse. sven von thülen hat das prinzip des buches bereits 2014 bei das filter mit münchener protagonisten der ultraworld sowie des ersten und zweiten ultraschalls wiederholt und sich damit nachdrücklich als serientäter empfohlen. den artikel hatte ich auch schon mal gelesen, nur hatte ich damals nicht die eingebung, das auch hier als ausgelagerte version meiner lesezeichen zu erwähnen. nun hat der kanal blau-weiß ihn wieder zurück in meine aufmerksamkeit gespült, daher sei hiermit die lektüre aus- und nachdrücklich empfohlen.

der klang des ultraschall

Jul 022017
 

auftakt des 2017er-sommercamps, das insgesamt (krake mit eingerechnet) neun termine umfasst.

killekill summer camp: cynthia stern’s birthday bash
cynthia stern live
tobias schmidt live
the horrorist
jean-louis huhta
dj kali

eintritt
10 euro

start
23 uhr
zeigen

Jun 242017
 

und um dem terminkalender noch den monatlichen pflichtbesuch sowie dem wachsenden stapel an ausstehenden nachbetrachtungen ein weiteres stück hinzuzufügen, kommt hier noch das angebot, das ich im juni wirklich mit am ansprechendsten fand. erstaunlicherweise gilt das jedoch für die panorama bar, unten im berghain sind bis auf dvs1, setaoc mass, norman nodge und dustin zahn alles unbeschriebene blätter. das können aber ganz gute voraussetzungen für überraschungen sein.
einfinden werde ich mich jedoch zu beginn von kink und dann bis zu herrn janson bleiben.

klubnacht

berghain
00h00 kitkatone
04h00 boston 168 live
05h00 dustin zahn
09h00 insolate
13h00 amotik
17h00 setaoc mass
21h00 dvs1
01h00 norman nodge

panorama bar
00h00 soundstream
04h00 massimiliano pagliara
08h00 kink live
10h00 sven weisemann
14h00 nd_baumecker
18h00 gerd janson
22h00 l.b. dub corp
02h00 ryan elliott b2b evan baggs

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
es scheint bei mir wohl echt in der natur der sache zu liegen, dass mit so die besten besuche dann geschehen, wenn sich bei mir ein allgemeiner musikalischer verdruss eingestellt hat und ich die erwartungen an sets daher ungefähr so weit herunterschraube, dass ich bitte nicht eine stunde lang mit dem ewig gleichen stil gelangweilt werden möchte und in den darauf folgenden vier stunden gefühlt das gleiche erlebe.

es wurde dann tatsächlich länger: 7h45 bis 23h15, wobei die letzten vier stunden in der üblichen sonntagsfülle stattfanden, die ich mir dieses mal als zaungast angeschaut habe. erstaunlicherweise war oben in der panorama bar auf der galerie am balkon immer irgendwie platz und im berghain bei der dj-ecke. wie bereits im voraus anvisiert, waren die oberen gefilde für mich dieses mal der passendere hafen und die ausflüge nach unten jeweils eher kurz. aber auch wenn ich mich dort aufhielt, war es zumindest nicht schlecht. einzig setaoc mass bediente für meinen eindruck ziemlich das berghain-techno-klischee, aber dustin zahn war in der frühe bereits mit einigen detroitigen chords unterwegs, insolate trocken, geradeaus und mit „no limit“ von 2 unlimited zum schluss auch polarisierend, wobei das in dem augenblick stimmungstechnisch erstaunlich entkrampfend wirkte. war zudem wesentlich besser verpackt als der übergang mit der brechstange zu „rhythm is a dancer“ von tijana t letztes jahr.
amotik und tatsächlich auch dvs1 ziemlich melodisch. letzterer bedient sich zwar gerne bei tracks der trippigen sorte, die ich auf der hardwax-website immer durchskippe, aber der mangel an dynamik, den ich bei seinem spannungsaufbau in den letzten jahren so oft bemängelt habe, hat sich ganz stark verbessert.

verbessert ist auch die situation in der säule, wobei das nach dem überaus positiven ersteindruck jammern auf hohem niveau ist. als erstes war das licht auf den toiletten nachmittags nicht mehr so grell. noch viel wichtiger: es gibt am rande der tanzfläche sowie oben auf der galerie mehr pritschen. ist zwar immer noch so, dass man als pärchen welcher orientierung auch immer etwas freizügig sein muss, die holzbank ist dort immer noch nicht wirklich bequem (könnte an sich eine etage tiefer) und der slalomgang will oben auch erstmal absolviert werden. aber sonst war ich sonntagabend sehr erstaunt, wie der floor als rückzugsraum angenommen wird. leider sieht der garderobenbereich links vom eingang, der einst die plattencover beherbergte, immer noch trostlos aus.

oben in der panorama bar hatte kink kein schweres los, die leute auf seine seite zu ziehen. auch wenn er es durch sein set nicht geschafft hat, dass ich mir seine sachen blind kaufen möchte und er auch keine großen musikalischen wagnisse einging, muss man neidlos anerkennen: der mann beherrscht seinen technischen fuhrpark und bringt so viel grundwissen mit, dass er mit harmonien improvisieren kann. noch dazu zweifelt man keine sekunde daran, dass er richtigen spaß an seinem job hat. das alles in kombination mit den bekannten durch breaks konstruierten spannungsaufbau- und durch bass folgende erlösungsmomente machte mir bewusst, dass das mit dem spaß haben so einfach gehen kann, wenn man diese momente auch als das nimmt was sie sind: aus gutem grund etablierte standards.
sven weisemann sparte nicht an vocals und hits: „i can’t kick this feeling when it hits“ von moodymann, „let me show you love“ von romanthony, aber auch „phylyps trak 2“, „loop“ von fuse vs lfo und pop in form von „thriller“ und „sweet dreams“. damit machte er das beste aus dem tendenziell eher schwierigen slot, während dem sich das publikum auch gerne mal austauscht und es zu lücken auf der tanzfläche kommen kann.
nd_baumecker schaltete danach gleich gefühlt zwei gänge zurück und spielte für connaisseure. das mögen manche nach dem vorherigen feuerwerk durchaus als vollbremsung empfunden haben, aber da man sich wie bei ihm üblich um stilübergreifend fein kuratierte tracks keine sorgen machen musste, war das zum konzentrierten zuhören beim tanzen das richtige, anstatt dem vorgängerset auf teufel komm raus noch einen draufzusetzen. genug zeit für das zurückholen der stimmung auf das vorherige niveau bleibt in vier stunden ja eh, und das wusste er insbesondere zum schluss hin auch umzusetzen.
gerd janson fand ich (da ist wieder das meckern auf hohem niveau) bei meinem letzten besuch zwingender, machte seinem status als resident wie sein vorgänger jedoch alle ehre. einzig luke slater als l.b. dub corp empfand ich als zu trocken für mich. ich meine, die „mandu“ von losoul erkannt zu haben, aber für die gute halbe stunde, die ich ihn gehört habe, erhoffte ich mir etwas weniger austauschbare tracks. andererseits fiel so der aufbruch nicht schwer.

war also tatsächlich einer der sonntage, in denen das schlechte gewissen pause hatte, weil ich in puncto eines potentiellen sommertages nicht viel verpasst hätte. stattdessen gab es gute bis sehr gute musikalische unterhaltung: oben mit größerer vielfalt innerhalb der einzelnen sets, unten von set zu set unterschiedlich und innerhalb der einzelnen sets mit nuancen – eine revolution fand nicht statt, aber es ist dem spaß (wie eingangs erwähnt) auch nicht unbedingt förderlich, wenn man diese erwartet. addiert man noch ein echt gut gelauntes publikum, kommt eine der klubnächte dabei raus, die ich durchaus als beispiel heranziehen kann, weshalb der club immer noch seinesgleichen sucht.

Jun 232017
 

neun jahre sind es schon schon, seit es mittwochs in der berghain-kantine losging. der mittwoch kehrt als sommerlager in der griessmuehle auch zurück – juli und august sind die monate. obwohl ich die krake letztes jahr und einige parties dazwischen nicht mitnehmen konnte, scheint es dort sehr gut zu passen. ich gratuliere ab dem frühen morgen, wenn die colours afterhour sich nahtlos anschließt.

halle
22h00 fist van odor
01h00 hanno hinkelbein
03h00 sebastian kökow
05h00 monya live
06h00 kamikaze space programme
08h00 dj flush

silo
00h00 hang aoki
02h30 kuno
05h00 alienata
08h00 exterminador
10h00 senator live
11h00 fuca
13h00 lyoma
15h00 philipp drube

wintergarten
07h00 ceo of novafutures
09h30 distinctive jun
11h30 uri
13h30 tigerhead
15h30 benoit b
17h30 mathis ruffing
19h30 b2b2b2b

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
es wurde viel kürzer als gedacht, aber mit dem alter scheint wohl die spontaneität zu kommen – allerdings auch das freitagsbedürfnis nach schlaf. in kombination ergab dies ein eher als „vorbeischauen“ zu wertendes intermezzo von 11h00 bis 13h00.

dj flush war da gerade in der halle fertig, es blieben also fuca und uri, die ich auch genau in der reihenfolge mitgenommen habe. fuca spielte techno, wie er vor zehn jahren interessant war und immer noch ist – darunter etwas von dave tarrida, was ich noch identifizieren muss, „klonk“ von surgeon oder si beggs „test case“. uri bei tageslicht querbeet, aber dennoch inhaltlich kompatibel, so dass der weg von „rockin‘ down the house“ von adonis bis zu „work them“ von ramadanman auch selbstverständlich erschien.

das wetter spielte weniger mit als im letzten jahr, daher war im garten auch weniger los. das jedoch trug absolut nicht zu meinem spontanaufbruch bei, von dem ich ursprünglich annahm, dass der mich nicht länger als drei, vier stunden beanspruchen würde. da daraus aber mal eben neun stunden wurden, war der rest leider schon gelaufen. als ausgleich bleiben die krake sowie das sommercamp und der eindruck, dass killekill eisern die fahne in puncto „diversität“ hochhält. in dieser konsequenz muss man das erstmal neun jahre schaffen, daher bin ich gespannt, was die nächsten so zu bieten haben werden.

Jun 182017
 

wolkenloser himmel, angenehme temperaturen, da kann man auch mal vom blank-garten fremdgehen.

live at robert johnson – livesaver 3 tour

open air
12h00 tcb
15h00 vincent feit
17h00 chinaski live
18h00 ata
20h00 roman flügel

hütte
22h00 oliver hafenbauer
00h30 benedikt frey
03h00 orson wells & benjamin milz

eintritt
12 euro