r.i.p. françoise cactus

stereo total kamen anno 2002 durch den christopher-just-remix von „wir tanzen im viereck“ auf meinen schirm. mit dem konservieren des französisch-lakonischen in deutsche texte bei zeitgemäßen themen traf sie mit ihrem lebensgefährten einen nerv, auch wenn es für mich (bislang) nur beim kauf der oben genannten 12″ geblieben ist. und zwei eher nebenher erlebten auftritten bei der fusion, von der einer auf der damaligen hangarbühne einfach zu überlaufen war.

sie ist heute viel zu früh mit 57 jahren an brustkrebs in berlin verstorben.

r.i.p.

[stream / 13.02.2021] hör: bewegungsfreiheit

erst die compilation, dann die party zur veröffentlichung. so läuft das normalerweise und die neue normalität spielt sich seit geraumer zeit nachmittags / abends in fischaugen-optik auf weißen kacheln ab.
fahrplan und angebot sind dem bild zu entnehmen. und bevor mir klagen kommen: die zeichen stehen bei mir auf drum&bass und allem, was sich drumherum so integrieren lässt. und nach dem, was sich bei instagram so lesen lässt, wird maral in eine ähnlich experimentielle kerbe schlagen.

einfach überraschen lassen. die vorfreudige nervosität steigt bei mir jedenfalls von minute zu minute.
(der klick auf das line-up führt zu ihrem youtube-kanal.)

sanctuary vol. 1 – compiled by bewegungsfreiheit

seit heute ist amtlich bzw. auch für die allgemeinheit sichtbar, was seit einem dreivierteljahr vorbereitet worden ist. da jedoch der stream, der sektgarten-termin, koordination für unsere merchandising-artikel (der*die geneigte leser*in ahnt schon, dass der zug in richtung knallharte professionalisierung zu gehen scheint) und ja: auch so etwas wie ein privatleben den takt vorgaben, wurde es mit der veröffentlichung zum weihnachtsgeschäft nichts.

12 tracks sind versammelt, von mitstreiter*innen, die bereits bei uns gespielt haben oder es unserer meinung nach tun sollten. klasse statt masse wollten wir von vornherein, stilistische vielfalt ebenfalls. für solidarische 10 euro bei bandcamp zu haben. erstmal als komplettpaket zum vorbestellen, nach veröffentlichung am 26. februar 2021 gibt es die tracks auch einzeln. wird dann aber teurer.
apropos geld: sämtliche erlöse gehen wie bei der betterplace-kampagne an help4people und von dort aus an weitere initiativen sowie einzelfälle.

der klick auf’s cover führt zu bandcamp. anhörbeispiele sind bei soundcloud und hier eingebettet.

einkauf vom 4. januar 2021

(frisch auf wordpress 5.6 aktualisiert, wobei sich beim editor jetzt nicht so viel getan hat.)

allem voran: ein frohes und gesundes 2021 allen mitleser*innen. es kann ja eigentlich nur besser werden, wenn denn sowas wie eine strategie aufgeht. die von bandcamp besteht fort: von februar bis mai wird deren anteil an den ersten freitagen im monat weiterhin direkt weitergeleitet. ich kann nur spekulieren, warum der 1. januar als erster freitag in diesem jahr ausfiel – viel anlass zum neujahrskater gab es ja eigentlich nicht, uneigentlich bin ich aber auch nicht vom fach.

wie auch immer: seit dem 1. januar ist dies hier online:

richie hawtin
concept 1 96:12


es war 1995, kurz nach dem oklahoma-attentat, als herr hawtin nebst seinem bruder für einen gig in new york von kanada in die usa einreisen wollte. ohne arbeitserlaubnis seinerseits fanden die nach dem anschlag in kraft getretenen restriktionen anwendung – mit 18 monaten einreiseverbot als ergebnis. für richie ein (auch persönlicher) tiefschlag. ein plastikman-album wurde auf eis gelegt, gigs waren für ihn nur noch international möglich.
für ihn war es die initialzündung zur aufnahme neuen materials, das komplett in eigenregie hergestellt sowie vertrieben werden sollte. eine 12″ pro monat, jeweils auf 2.000 stück limitiert, begleitet von einem abonnement-service – die titelwahl erscheint damit auch heute noch mehr als plausibel.
am ende standen also zwölf einzel-vinyls und ein auf 1.000 stück limitierter schuber bei der letzten platte. ordnet mensch diese chronologisch, ergibt die rückseite das plus-8-logo. meine erste war die „11:96“, und es hat wenigstens 15 jahre gedauert, bis ich alle komplett hatte (ja, inklusive schuber – nein, nicht verkäuflich).

allen durch die isolation entstandenen nachteilen zum trotz (oder gerade deshalb) produzierte er in der zeit jedoch tracks, die es für meine begriffe mühelos mit den damals schon hoch im kurs stehenden plastikman-sachen aufnehmen konnten. er reduzierte die bereits entwickelte ästhetik noch weiter und zeigte bereits in richtung „consumed“. die kleine spitze kann ich mir daher nicht verkneifen: weit voraus ist das material dem meisten, was im zuge der auch von herrn hawtin ausgelösten und aufrecht erhaltenen mnml-welle der 2000er-jahre durch die clubanlagen gespült wurde.
1996 lässt sich in der rückschau bereits als das jahr bezeichnen, in dem die innovation im techno in der reduktion lag, nachdem die katerstimmung angesichts der immer noch rollenden kommerzialisierungswelle (wir erinnern uns: die erste love parade auf der straße des 17. juni fiel ebenfalls in dieses jahr) anhielt. wolfgang voigt setzte diesen bereits auf profan begonnenen weg der dubgeschwängerten reduktion mit studio 1 ebenfalls über das jahr verteilt um. basic channel reduzierten die melodien zugunsten noch größerer dub-hallräume mit der m-6 ähnlich wie herr hawtin hier – und sähkö machten einfach weiter wie bisher.

die nun so gut wie 25 jahre später eingetretene globale quasi-isolation hat herr hawtin zum anlass genommen, die gesamte reihe bei bandcamp zur verfügung zu stellen. das alles klingt schon in der vorschau so viel sauberer als die pressungen und inhaltlich immer noch zeitlos. wer sich die gesamtveröffentlichung zulegt, bekommt einen gut fünfminütigen bonus-track in schönster dubtechno-tradition obendrauf.
das ganze soll bis ende januar auf bandcamp bleiben und anschließend als dreifach-vinyl veröffentlicht sowie auf streaming-plattformen zugänglich gemacht werden. ich für meinen teil wollte das jedoch endlich in cd-qualität auf meiner festplatte wissen, da meine fortschritte bei der digitalisierung der serie bislang bescheiden waren.

einkäufe vom 4. dezember 2020

ja, ein erneuter platzhalter. ist der letzte bandcamp-freitag für dieses jahr und schon bei den letzten malen ging es mir so, dass ich in die niederungen meiner wunschliste vorgedrungen bin, damit es abgearbeitet ist. das beschreibt meine aktuelle gemütslage um alles, was sich um die sammlung dreht, leider ganz gut und schlägt sich auch hier nieder. es gäbe eine menge zeit, ordnung reinzubringen, die aber anderweitig nicht existiert. werde mir das dennoch nicht nehmen lassen. ihr wisst ja, wohin und so.

einkäufe vom 6. november 2020

das beste aus dem lockdown 2.0 machen und das heimbüro (oder den freien arbeitstag) für den vorletzten bandcamp-freitag in diesem jahr nutzen.
natürlich ein platzhalter, wieder einmal. um für etwas transparenz zu sorgen: ich bin immer noch dabei, meine interne buchführung auf den stand vom ersten quartal 2019 zu bringen und priorisiere das einfach. die tatsache, dass gelegenheiten wie diese dem stapel noch weitere schöne dinge hinzufügen, die bearbeitet werden wollen, macht das ganze auf der einen seite nicht einfacher, auf der anderen seite klatscht frohlockt der jäger und sammler am laufenden band.