stype

Jun 222019
 

für mich heißt das: telefon aufladen und shazam bei skee mask einfach laufen lassen. schöner coup in jedem fall, den die else da gelandet hat.

ablauf

open air
14h00 julietta
16h00 skee mask
18h00 shed
20h00 zenker brothers

hütte
22h00 stenny
02h00 andrea

eintritt
14 euro

nachbetrachtung
wie erwartet und dann doch zugleich überraschend. ersteres in bezug auf meine hoffnung, dass der nachmittag / abend der else gut zu gesicht steht. zweiteres, weil nicht etwa skee mask die wilden stilsprünge vollzog, wohl aber shed, der zu zwei dritteln jungle, footwork und artverwandtes gespielt hat. und auch die zenker brothers habe ich zuvor nicht so breakbeat-orientiert sowie abwechslungsreich gehört.
stenny und andrea haben die hütte anschließend gleich von beginn an im back2back bestritten und auch dabei (wie wiederum zu erwarten) das niveau der vorgänger locker gehalten. gab also musikalisch absolut nichts zu meckern, und das fehlende quentchen an lautstärke wird wahrscheinlich ein problem mit auflagen sein.

also: von vorne bis hinten zufrieden. kann gerne häufiger so stattfinden.

trackauswahl:
zeigen

Jun 202019
 

französischer house wird zwar eher mit i:cube / versatile, superdiscount und ja: auch daft punk assoziiert. etienne de crécy muss hier ebenfalls genannt werden, der zusammen mit philippe zdar als motorbass den stil prägte. ab ende der 1990er dürfte er mit cassius den größten bekanntheitsgrad erreicht haben.

in den letzten jahren machte er sich als produzent hochkarätiger acts einen namen. sogar einen grammy konnte er für „wolfgang amadeus phoenix“ einheimsen. gestern ist er in paris aus einem fenster gestürzt. er wurde 52 jahre alt.

r.i.p.

 Veröffentlicht von am 20.06.2019 um 10:53
Jun 142019
 

eine der chicago-legenden. hat auf dem von marshall jefferson produzierten „i’ve lost control“ die vocals beigesteuert und sich ansonsten im hintergrund gehalten.

man mag ja meinen, dass leute wie derrick harris (so sein bürgerlicher name) aufgrund ihres status nichts zu befürchten hätten. aber da sich die mitwirkung an der entstehung einer neuen musikalischen richtung wie acid house in den usa nicht ausgezahlt hat, gibt es bei ihm, der nie das rampenlicht gesucht hat, nun das andere extrem. nicht versichert, nun an nierenversagen gestorben und es gibt ein crowdfunding, damit die familie die beerdigung bezahlen kann.

r.i.p.

 Veröffentlicht von am 14.06.2019 um 21:19
Jun 142019
 

das wird der juni-termin. der juli ist aller voraussicht nach dem csd vorbehalten. in anbetracht des restpensums an diesem wochenende werde ich so gegen sonntagvormittag erscheinen, aber dafür länger bleiben können.

berghain
00h00 norman nodge
04h00 voiski live
05h30 efdemin
09h30 pangaea
14h00 peter van hoesen & atom tm present sync.
18h30 courtesy
22h30 nina kraviz
02h30 marcel dettmann

panorama bar
00h00 virginia
04h00 cormac
08h00 kosme
13h00 pause
19h00 roi perez
00h00 muallem

garten
12h00 justin van der volgen
16h00 gerd janson

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
klappt ja doch noch mit techno und meiner wenigkeit. war zwar leider erst gegen 13:30 uhr da (und konnte damit immerhin noch den guten rest von pangaea mitnehmen, der eine viertelstunde länger spielte, weil seine beiden nachfolger noch zeit zum einrichten brauchten), aber in den 16 darauf folgenden stunden zwei im garten, nicht mal eine in der panorama bar (insofern kein wort zu den dortigen djs), allerdings auch geraume zeit in der säule, wo man aber das geschehen im berghain sehr gut mitbekommt.
fülle und schlange bis zu ninas set nur moderat, was am parallelen whole-festival in gräfenhainichen gelegen haben dürfte. selbst kurz vor ihrem set-beginn reichte die stempel/gästelistenschlange bis zur ecke mit den toiletten und die normale schlange bis zum beginn der gitter. allerdings: es waren seit dem mittag / nachmittag einige geblieben, so dass das bis mitternacht nicht wirklich angenehm war. bei den letzten malen schon gelernt: vor den darkrooms links ist irgendwie immer platz. da komme ich bei kompletter fülle auch besser hin als zu meinem sonstigen stammplatz zwischen den beiden rechten boxentürmen. wird die nächsten male noch weiter getestet.

zur musik:

pangaea in der halben bis dreiviertelstunde sehr technoid. dabei mit aktuellen sachen, die mich jedoch ein paar mal zu shazam greifen ließen:
jerome sydenham & fatima njai – the red dragon
slam – stepback im oscar mulero remix, der das original zwar nicht in den schatten stellt, aber mir neben seinem sehr guten „perfect peace“-album letztes jahr vor augen führt, wie ich ihn als produzent unterschätzt habe.

bei sync. (ich bleibe der einfachheit halber dabei) dann meine skepsis: kann das mit einem vier-stunden-live-act was werden, wenn dem publikum keine bekannten schnipsel oder tracks vorgespielt werden, um sie bei laune zu halten?
zu meiner beruhigung: war nicht nötig. es schien anhand der live-bildschirme bei beiden zwar so, dass sie auch komplette tracks ins set eingewoben haben. aber erkannt habe ich davon nichts. klar war das set auch keine neuerfindung des rades, aber dafür ein sehr gutes beispiel für ab- und aufbau von dynamik. tat der stimmung jedenfalls keinen abbruch.

ich war zwischendurch aber trotzdem mal draußen, wo justin van der volgen u.a. italo-/disco spielte. bei gerd janson ist mir „acperience 1“ von hardfloor in erinnerung, wobei sich der rest des sets eher im (vocal-)house-bereich abspielte. dennoch der erwartet sichere treffer im garten.

bei courtesy (soviel sei vorweggenommen) gab es das rave-inferno. für techno-puristen eher nichts, weil sie keine scheu hat, trance und acid von mitte der 1990er neben neuartigen tracks beider genres und wiederum amtlichen techno-nummern zu verweben. aber das gibt dem ganzen neben der art, wie sie das alles präsentiert, eine lockere naivität zurück, die gerade im berghain so manchen abgeht.
auswahl:
zeigen



danach nina kraviz, die in ihren vier stunden für mich wesentlich schlüssiger / kohärenter spielte als beim letzten mal an ort und stelle. hat in ihren vier stunden neben ihrem dance mania-katalog jedenfalls gezeigt, dass sie eine weit gefächerte techno-sozialisierung mitbringt und den club gerade in ihrer letzten stunde nach allen regeln der kunst zerlegt.
auswahl:
zeigen
sie hat dann dankenswerterweise noch einen ambient-track als outro gespielt, der quasi als reset diente, bevor marcel sein set aufbauen konnte.

das machte er auch mit gewohnter klasse. als überehrgeiziges ziel hatte ich mir vorgenommen, bis zum ende zu bleiben, wobei die zugfahrt nach prag über allem stand und die kondition um 5 uhr früh mir deutlich zu verstehen gab, dass es jetzt langt. nichtsdestoweniger auch er mit geschichtsbewusster trackauswahl, u.a.:
zeigen

doch, ein überdurchschnittlich guter berghain-sonntag. da war ich mir am späten nachmittag bei sync. sicher, aber das hat sich mit fortschreitender stunde umso mehr verfestigt.

Jun 132019
 

zwei monate habe ich ausgesetzt. das muss langsam ein ende haben.

eintritt
10 euro

ablauf

mdf
14h00 zz333hz
15h00 at.avem
18h00 lega
20h00 alienata

garten
10h00 material_mbx
13h00 sn 1ø54.
15h00 rwin live
17h00 lenny posso
19h00 elliott litrowski & irakli

nachbetrachtung
fühlte sich gleich wie heimkommen an und ich mich in den gut acht stunden von halb 3 uhr nachmittags bis kurz vor 11 musikalisch gut bis sehr gut betreut.

hervorzuheben ist rwin, der mit einer akai mpc housig bis techhousig spielte, inklusive zitaten bekannter songs wie „don’t leave me this way“ oder „shine on you crazy diamond“. das set war m. gewidmet (siehe den berghain-eintrag vom märz), daher hatte das auch seine bedeutung. stellenweise flott um die 130 bpm, aber mit ganz viel soul.

auch die ausläufer von sn 1ø54. zuvor waren vielversprechend. lenny posso begann passend dubbig-chordig, versammelte die meute mit dj hyperactives „wide open“, trieb sie mit „re-televised“ von heiko laux weiter an und schloss mit einem dicken pluspunkt auf meiner seite: „defunkt“ von cristian vogel. hat damit seinen stand bei mir noch weiter gefestigt.

elliott litrowski und irakli waren weitestgehend hittig unterwegs. anfangs jedenfalls mit „protective custody“ von dave clarke, dann noch „déjà vu bass“ von textasy (und dj di’jital) oder „work them“ von ramadanman (immer wieder gern genommen).
bin dann nach 20 uhr doch mal zu alienata auf den mdf, wobei der floor bei dem wetter schon eine relativ undankbare aufgabe ist. meisterte sie aber gut – unter anderem mit dem suburban knight-remix von dj hells „totmacher“, dem guten alten „basketball heroes“ von woody mcbride und einem remix der fear of music von tim taylor, den ich noch nicht kannte (und zu dem sich auch nichts weiter recherchieren lässt – und nein, es ist nicht der chancellor-remix, der in den letzten monaten vermehrt gespielt worden ist).
kurz vor 22 uhr wieder draußen schlossen irakli und elliott einen für mich echt gelungenen nachmittag / abend mit dem hell-remix von johannes heils „paranoid dancer“ (auch so ein stammgast, wenn irakli spielt), „house of god“ von dhs, „rolling & scratching“ von daft punk (ein anderer stammgast) sowie einem „kinky lovers edit“ von juliane werdings „großstadtlichter“ ab.

 Veröffentlicht von am 13.06.2019 um 12:30
Jun 122019
 

ja, ich weiß: hier stand ein beitrag für die warning im hamburger golden pudel club am gleichen datum. dank des berliner stadtverkehrs habe ich jedoch den zug verpasst, verbringe den tag daher einfach hier und unterstütze dann solidarisch abends. hat auch den vorteil, morgen zur staub fit sein zu können.

lesvos solidarity

djs
mias
hang aoki
mila stern
elliver
ruede hagelstein
heimlich knüller
kleintier schaukel
kotoe
bw36
trap de la tourette
mutti cool

live
ptk
cheddar mike
inspektor lars
akktenzeichen

film
moria35

eintritt
10-12 euro

Jun 012019
 

und da ist es: das erste gastspiel als nicht-mehr-resident. ich weiß noch nicht, wann und wo ich spiele, wird aber nachgereicht. alles weitere steht unten.

ablauf

hauptfloor
22h00 kevin paschold
01h00 stype
03h00 neil landstrumm live
04h00 scalameriya
06h00 furfriend live
07h00 dj flush
10h00 perc
12h00 púca

silo
00h00 ceo of novafuture blog
02h00 jan dreseke
04h00 alienata
06h00 hang aoki

wintergarten
08h00 purita d.
11h20 mau mushi fka rox live
12h00 chris video
14h00 bloody mary
17h00 andrew soul
20h00 open decks

eintritt
15 euro

Mai 112019
 

wie hoffentlich allgemein bekannt ist, findet am 26. mai 2019 die europawahl statt. normalerweise ist das geschehen in brüssel ziemlich abstrakt und fern von den regionalen bzw. nationalen dringlichkeiten. martin sonneborn hat als fraktionsloser den eu-betrieb in den vergangenen jahren nachverfolgen können und mit satirisch-pointierten redebeiträgen schwung in das eu-parlament gebracht. damit ist er aktuell mit seinem programm „herr sonneborn geht nach brüssel“ auf tour.

ansonsten: spitzenkandidat neben nico semsrott und anderen namen aus der ns-zeit, um verwirrte afd-wähler oder demente cdu-wähler dazu zu bewegen, ihr kreuz bei der „partei“ zu machen. und bereits im märz von rp online interviewt. wenn man sein programm bzw. seinen vortrag beim ccc vom ende letzten jahres kennt (den ich hiermit nachdrücklich empfehle, gibt es auf youtube), ist nicht viel neues dabei, wohl aber die ernsten untertöne zwischen dieser oder jener spitzfindigen beobachtung.

„es gibt viele leute, die ich nicht grüße, obwohl ich wohlerzogen bin.“ – martin sonneborn über den brüssel-alltag