stype

Feb 172019
 

hat letztes jahr mit dem vorsatz nicht so wirklich hingehauen, aber ausnahmsweise kommt heute mal nichts dazwischen.

eintritt
10 euro

nachbetrachtung
begann mit einer stunde verspätung und mark ernestus, der entsprechend kürzer, aber gewohnt geschmackssichere dub/reggae-sachen spielte.
nach ihm the neighbourhood character, die stilistisch schwer einzuordnen war. world music eventuell? in jedem fall fanden einige tracks fernab vom 4/4-schema statt, weshalb sie die meisten auch einfach in voller länge spielte. mixing fand bei den zwei bis drei house-tracks statt, insgesamt sehr gute auswahl.
burnt friedman war danach als live-act eine gelungene überraschung und ein genuss auf ganzer linie. auch er polyrhythmisch und keinem einzigen track in 4/4, aber dafür neben der killasan noch die club-pa hinzugeschaltet, so dass es ein surround-erlebnis wurde.
pete mit einer mischung aus neuartigem dubstep und techno ohne gerade kickdrum, was er gerne auch im berghain mal so machen könnte. davon notiert: „taurus“ von razor rekta, „trust inc.“ von ago und „roler“ von lag (mal wieder eine mord, die ich zwar angehört, aber aufgrund der für mich stattfindenden redundanz verworfen hatte).
fiedel begann danach mit trockeneren sachen im stile von swamp 81. aber da mir noch der freitag / samstag im berghain sowie ein privater und ein semi-privater termin noch in den knochen steckten, wollte ich den montag als arbeitstag nicht torpedieren. bin daher zu beginn seines sets los – nächster termin ist im april, das nehme ich mir mal fest vor.

Feb 152019
 

da jetzt auch das line-up für den märz draußen ist, kann ich es ja sagen: es werden vier aufeinanderfolgende wochen. allerdings jeweils nur ein tag. überkompensation ist noch nicht nötig.

berghain: mannequin records nacht x
00h00 techno bert
01h30 tobias bernstrup live
02h30 an-i live
03h00 black merlin live
04h00 jasss b2b cem
06h30 alessandro adriani

panorama bar: whities
00h00 tasker
04h00 overmono live
05h00 bambounou
08h00 upsammy

eintritt
14 euro

Feb 092019
 

ein für mich neuer ort sowie mein erster besuch bei dieser reihe. noch dazu eine der neuentdeckungen des letzten jahres unterstützen (die das ende im k hole bestreitet) und john osborn nach seinem wunderbaren set bei der staub im november zuhören.

futuristic porn by pornceptual

techno bunker
23h00 projekt gestalten
02h00 rachel lyn
05h00 esther duijn
08h00 oliver deutschmann

k hole
00h00 rydim
03h00 sandrien
06h00 the lady machine

xxx floor
22h30 laura de vasconcelos
02h30 curses

house floor / lightroom
23h00 samuel geben
02h00 budino
05h00 john osborn

eintritt
12-16 euro (variiert, je nachdem, wie man sich an den dresscode hält)

adresse
alte münze
molkenmarkt 2
u-bhf klosterstraße

nachbetrachtung
die schlange stand der vom berghain gegen 2 uhr in nichts nach. die organisation allerdings auch nicht: war man durchgewunken, fand die taschen- und personenkontrolle im tordurchgang statt. es gibt bei der münze angekommen eine riesen-umkleide. und da es zum konzept gehört, den eintrittspreis danach zu bemessen, wie viel (bzw. wenig) mensch angezogen hat, wird danach bezahlt. garderobe kostet (im gegensatz zum kit kat) extra.

danach bestand die party für mich zugegeben aus herumlaufen und schauen. die location ist für die zwecke wie gemacht: lange gänge, von denen sich viele räume abzweigen, wovon ich den xxx-floor zunächst für den house-floor hielt. den entdeckte ich wiederum später zufällig, als ich das andere treppenhaus nahm. nur verweilte ich dort kaum und bekam so auch nicht john osborn mit.

was die schlange vermuten ließ, bewahrheitete sich drinnen. anders als beim kit kat verteilte sich die menge jedoch besser. mag auch daran gelegen haben, dass es nicht nur den kellerbereich, sondern auch noch den über dem erdgeschoss gab (wo ein hentai lief, als ich dort kurz pausierte). so musste ich mich aber nicht wie bei der gegen durch leute manövrieren – das ging so erstaunlich gut.

vom k hole sind mir drei, nein: vier dinge in erinnerung. erstmal die positiven: „no good“ als abschluss-track von rydim (keith flint lebte zu dem zeitpunkt noch, sollte dazu gesagt werden) und „the storm“ von dave clarke später bei the lady machine. negativ: es passierte nichts beim licht. keine ahnung, ob das organisatorisch so gewollt war oder eine laune der technik. bei letzterem will ich nichts gesagt haben. es war auf dem floor auch in der frühe, als the lady machine noch vor ca. 20-30 leuten spielte, ganz schön kühl.

das mit den kalten temperaturen fiel an einigen stellen auf. gerade bei dem raum hinter dem k hole, der neben dem einen darkroom lag und eine performance zeigte, war es wirklich frisch. ist den veranstaltern nicht anzulasten: es standen wirklich eine menge an mobilen heizkörpern herum, so dass es an den meisten stellen auch schön warm war. sind alles unwägbarkeiten, die man bei so einer jahreszeit in kauf nehmen muss, und da hat die pornceptual einiges in die wege geleitet, das zu mildern.

es lief sonst vom konzept her aber einiges richtig. der verhaltenscodex war vorab schon auf facebook nachzulesen und hing auch nochmal aus. kondome gab es bei der kasse und auch ein awareness-team, das ich in der früh jedoch kurz suchen musste, als ich wegen eines herrn bescheid geben wollte, der etwas weggetreten auf einem der stühle am ende des ganges saß. als ich jemanden gefunden hatte und zurückging, war aber schon jemand aus dem team bei ihm – also lieber doppelt eskaliert als gar nicht.
der unterschied zur gegen: im kit kat kommt ein schwules publikum in einen club, den hetero-pärchen gerne aufsuchen. das publikum mischt sich, dazu kommt eine härtere musik als gewöhnlich. bei zumindest dieser pornceptual herrschte aber ein klarer männerüberschuss. das ist weniger besorgniserregend, wenn intimität im dunkeln ausgelebt wird (berghain). bei so einer offenheit wie in der alten münze werden hetero-pärchen jedoch häufig angegafft, und dies von herrengruppen, die gerne mal den nötigen abstand vermissen lassen.
klar ist es verhandlungssache, wie dies zwischen pärchen und zuschauern in dem moment gehandhabt werden soll. aber es ist auch klar, dass frauen diese reduzierung auf das objekt von einem männlich dominierten publikum (sexuelle orientierung außen vor) als überaus unangenehm bzw. angsteinflößend empfinden könnten bzw. befürchten, dass ein einfaches „nein“ nicht akzeptiert wird und deshalb von vornherein nicht zu solchen parties gehen wollen. eventuell könnte es dabei helfen, die teilweise abstrakten regeln im codex zu konkretisieren – so eine art darkroom-etikette.

bin mir aber recht sicher, dass das bei den leuten vom fach (also der pornceptual an sich) bereits thema ist. alleine aufgrund der tatsache, dass auf den beiden techno-floors genügend abwechslung herrschte, so dass zu keinem zeitpunkt auf beiden mehr oder weniger der gleiche stil lief, sollte ich wiederkommen. und auch, um zu schauen, wie sich das ganze in den wärmeren monaten anfühlt. habe mir sagen lassen, dass es eher das gegenteil von „frisch“ ist.

Feb 082019
 

normalerweise gehe ich ja nur in ausnahmen hin, wenn nur die panorama bar offen ist. aber woody hat erstens seine premiere und zweitens doch einen gewissen einfluss auf mich gehabt (was genreübergreifende sets angeht, die vom rhythmus und funk zusammengehalten werden), das möchte ich mir gerne anhören.

hinter loyoto verbergen sich eva be und clé, womit das in eine halbe e-werk-versammlung ausarten könnte. die werde ich aber aller voraussicht nach verpassen.

finest friday

00h00 loyoto

03h00 kiki

06h00 steve bug

09h00 woody

eintritt

12 euro

Feb 062019
 

steht ja alles da, bis auf die adresse:
yorckstraße 0
u-bhf mehringdamm

ablauf
anfang: tijana t.
mitte: richie hawtin
schluss: don williams

nachbetrachtung
vor der tür bzw. klappe stand ich erst kurz nach mitternacht. mit mir zwar nicht sonderlich viele leute, aber dennoch war einlassstopp. während der wartezeit (dürften um die 30 minuten gewesen sein) sammelte aber das personal bei mir pluspunkte: da wurde die reihe abgegangen und mitgeteilt, dass es drinnen richtig voll sei und nur noch leute reinkommen, wenn jemand den laden verlässt. das war transparent genug, dass man immer noch die chance hatte, es sich zu überlegen. auch beim durchsuchen der tasche und abkleben der kameras alles ganz entspannt.

selbst wenn ein kaliber wie herr hawtin nicht gespielt hätte (was den mythos für club und dystopian als reihe sicher soweit nährt, dass die schlange bei künftigen ausgaben nicht kürzer wird), konnte ich die entscheidung bestens nachvollziehen, als ich dann drin war. mit 200 leuten ist der laden hoffnungslos überfüllt, aber auch ebenso überschaubar. die tanzfläche habe ich an sich nur kurz beim vergeblichen versuch gesehen, meine tasche abzugeben. muss man sich als ca. 10 qm großen raum vorstellen, von dem 2 qm von den subwoofern beansprucht werden. der eingang ist in blickrichtung dj rechts, die garderobe jedoch auf der linken seite. heißt: ständiger publikumsverkehr im hinteren bereich.
paradoxerweise ist der barbereich fast schon geräumiger und vor allem auch mit einer kleinversion der anlage ausgestattet. die rekrutiert sich aus alten turbosound-beständen und klingt schön satt, nicht zu schrill, auf die räumlichkeiten abgestimmt.
da habe ich mir jedenfalls gegen 2 uhr einen barhocker geschnappt, als ich mich davon überzeugen konnte, dass wirklich herr hawtin spielt. man kann neben der bar von rechts sehr gut den djs bei der arbeit zuschauen, sofern man den publikumsverkehr nicht als problem empfindet. habe eher hinten gesessen und dort auch die nächsten zwei stunden verbracht. dann ging das auch mit dem recht störungsfreien tanzen wieder. da mir jedoch erstens ein arbeitstag und zweitens recht wenig schlaf in den knochen steckte, bin ich vor 6 mit dem vorsatz gegangen, mir die klappe nochmal anzuschauen. von der größe her ist das eigentlich eine ideale experimentierspielwiese.

um noch zwei, drei worte bzw. absätze zur musik zu verlieren:
tijana t. hatte mich vor ein paar jahren im berghain durch recht funktionalen techno nicht so überzeugt, den eindruck aber revidiert. gut, alte schule von dave clarke mit „wisdom to the wise“ geht immer. aber umso besser, dass die kickdrum beim rest auch gerne mal unterbrochen war.
richie hawtin ebenfalls eine positive überraschung. nach hardwax-maßstäben „highly effective big room tool techno weapons“, aber die hat er so verarbeitet, dass eine schöne dynamik im set entstand. wiedererkannt habe ich nur den unlängst erschienenen „len faki hardspace mix“ von cristian vogels „xpute the whoop whoop“.
don williams wie immer eine bank: mit „head basher“ von dj skull, dem luke slater-remix von ken ishiis „extra“, „eternal sun“ von io, „protective custody“ von dave clarke (womit die red-reihe fast komplett war) und „detached“ von jeff mills. ganz klar also das beste der 90er.

 Veröffentlicht von am 06.02.2019 um 16:31  Tagged with:
Jan 232019
 

zugegeben: die geschehnisse vom mai letzten jahres haben georgien, bzw. tiflis auf der liste der reiseziele nach oben katapultiert. das aber, um mir neben dem land und der stadt auch ein bild davon zu machen, wie die emanzipation einer szene voranschreitet, die gerade in berlin für selbstverständlich gesehen wird.

bis es soweit ist, müssen erfahrungsberichte anderer reichen. die neugierde hat der bericht aber erneut angefacht – auch weil er es schafft, die noch nicht ganz mit der materie vertrauten abzuholen.

klick

(via residentadvisor – mal wieder)

Jan 222019
 

residentadvisor hat seit geraumer zeit eine reihe namens „the art of djing“. die wird seit heute flankiert durch „the art of production“.
den auftakt macht keine so offensichtliche wahl (es wäre jedoch auch sehr leicht gewesen, kaliber wie robert henke oder richard devine zu nehmen, wobei letzterer neulich erst beim ra.exchange zu hören war), aber dafür eine sehr fein ausgesuchte. maayan nidam hat kurz vor dem ende des vergangenen jahres mit „sea of thee“ ein album auf perlon herausgebracht, das für mich zu den heimlichen jahresfavoriten zählt. so vereint es house, cosmic, krautrock und einiges anderes, das ich nicht definieren kann und möchte. herausgekommen ist eine in sich geschlossene sammlung an tracks, die allesamt als ihr markenzeichen gelten können und sich zugleich wunderbar auf perlon einreihen. die gelten für mich immer noch als label, das sich stilistisch auch mal gerne zwischen den stühlen platziert.

der weg dahin bestand jedoch aus einer gründlichen neuordnung des studios und dem damit verbundenen übungsprozess. das zog sich über gut fünf jahre hin, in denen kaum neue musik ihrerseits erschien. ein ansatz, den sich manch andere auch zu eigen machen könnten, ehe der meeresspiegel der halbgaren veröffentlichungen bzw. neuauflagen des bereits vorhandenen noch weiter steigt.

jedenfalls ist das resultat ein genaueres hinhören wert und dessen entstehung sowie die zugrundeliegenden entscheidungen nun nachzulesen: klick.

Jan 062019
 

auch mal wieder als nachlese, weil ich’s mir ziemlich lange offengehalten hatte, hinzugehen. und im club selbst hatte ich dann besseres zu tun als das posting in die wege zu leiten. aber erstmal…

tresor.klubnacht

tresor
00h00 marcel heese
03h00 mark verbos live
04h00 regis
06h30 pacou

globus
00h00 johannes volk
03h30 the analogue cops live
05h00 johanna knutsson

und was eigentlich nur ein kurzbesuch werden sollte, wurde dann geringfügig länger als geplant. also 1 bis gut 5 uhr. dabei war überraschend, dass es bei marcel im keller bei ankunft gerade zu einem drittel gefüllt war, auch wenn die schlange draußen anderes vermuten ließ. im globus habe ich erst nach seinem set nachgesehen, weil das ein warm-up nach maß war. stilübergreifend, schön abstrakt bis kurz vor 2, was (vor den erfahrungen der letzten jahre erneut überraschend) die leute auf der tanzfläche hielt anstatt sie zu vergraulen. erkannt habe ich davon nur recht wenig, aber immerhin den eindruck bekommen, dass aktueller techno doch noch interessant sein kann – da scheine ich also in meinem urteil etwas vorschnell bzw. meinem auswahlverhalten nicht gründlich genug gewesen zu sein. wenigstens befindet sich der cub-remix von „sorrows“ (im original von p.e.a.r.l.) in meiner sammlung, und „illuminated displays“ von arpanet (schlusstrack) schon seit jahren. ansonsten muss ich mir eingestehen, dann doch wohl einiges übersehen bzw. überhört zu haben.

die beiden live-acts waren für mich nicht weiter der rede wert, wohl aber johannes volk, der im globus mit ähnlichem härtegrad wie unten üblich spielte. „blam the target“ von neil landstrumm hätte ich dort jedenfalls nicht so schnell vermutet. und dank shazam ein weiteres label auf die liste gesetzt, das ich ebenfalls nur periphär beachte (gleiches schicksal wie mit l.i.e.s. – viel mittelmaß führt dazu, dass ich mir neue veröffentlichungen seltener anhöre und dann in clubs wieder darauf gestoßen werden muss, dass nicht von einer katalognummer auf die nächste geschlossen werden sollte): unknown to the unknown. in dem fall „angry frogz“ von vin sol, matrixxman & p.o.l. style.

regis bekam ich nur im hintergrund beim plaudern mit, und da kommt bei der tresor-bar mit gehörschutz nur der bass an. identifizieren ließ sich da nichts. war aber auch nebensächlich: der laden war gut voll (es wird sich bemerkbar gemacht haben, dass das berghain sowie das sisyphos nach den neujahrsfeierlichkeiten geschlossen hatten), das publikum gewohnt touristisch, aber nicht unangenehm. damit die notiz an mich: lässt sich öfter zu solchen anlässen machen.

Dez 312018
 

für einige (inkl. mir) haben die herren ernestus und von oswald den status von säulenheiligen. da basic channel als label 25-jähriges feiert, wurde es zum label des monats bei residentadvisor erklärt. es hätte jedoch auch ein eigenes feature außerhalb der reihe verdient.
sei es wie es sei: sie bedienen sich des schon beim „klang der familie“ verfolgten ansatzes der kombination verschiedener o-töne verschiedener protagonisten aus verschiedenen epochen und garnieren das mit den tracks, die neulinge zum einstieg (und dann hoffentlich immer wieder) hören können. die älteren können sich über die anekdoten von robert henke oder hallucinator freuen.

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