Archive for the ‘musik’ Category

so36 erhält live entertainment award

Friday, April 16th, 2010

auch wenn das umfeld etwas befremdlich scheint, da der preis vom bundesverband der veranstaltungswirtschaft, dem verband der deutschen konzertdirektionen und dem magazin “musikmarkt” verliehen wird (zusätzlich springt springt howard carpendale den besucher beim besuch der website von rechts an, aber wenigstens moderiert götz alsmann die ganze veranstaltung, das gleicht’s aus): gerade nach dem turbulenten 2009 in der oranienstraße muss die ehrung für den verein (gemeint ist der sub opus 36 e.v.) balsam sein. auf jeden fall haben sie es sich verdient, da sind die 20.000 euro preisgeld sicherlich gut investiert.

für kurzentschlossene gibt es heute abend (16. april 2010, 21 uhr) die dankeschön-party. eintrittspreis sind schlappe drei euro, es spielen:
live: casino gitano / the runaway brides / a pony named olga
djs: gloria viagra / ipek / el pogo / zwei teller eine wahrheit

ausführlicher nachlesen kann man das beim tagesspiegel.

p.s.: im zuge des frühjahrsputzes hat man auch gleich die so36-seite aufpoliert.
p.p.s.: obendrein hat man heute (23.04.2010) verlauten lassen, dass ein mietvertrag bis 2020 unterschrieben wurde.

mala-feature bei residentadvisor

Thursday, April 15th, 2010

einer der wichtigsten charaktere im dubstep-geschehen, dem man ohne weiteres glauben schenken mag, wenn er sagt, dass der hype um seine person ihm selbst am unangenehmsten ist, wird endlich die aufmerksamkeit zuteil, die ihm gerade jetzt auch zusteht. im vorfeld der veröffentlichung der zweiten deep-medi-compilation (katalognummern 6-10) und vor allem dem dreifach-vinyl auf dmz, dessen tracks seit einiger zeit unter anderem in seinen sets als dubplates rotierten und ab anfang mai endlich auch den normalen käufer erfreuen kann (”return 2 space” wird das werk heißen), bekommt man in dem artikel einen eindruck davon, wie er langsam, aber dafür stetig in die szene hineinwuchs.
im dazugehörigen interview wird auch schnell klar, weshalb er lieber im hintergrund seinen eigenen weg verfolgt und nicht wie skream, joker oder benga ins rampenlicht drängt - nebst dazugehörigem erfolgsdruck. auch wenn es schlechte nachrichten für diejenigen gibt, die auf eine nachpressung der alten dmz-platten gehofft hatten und ich mit seiner ansicht nicht übereinstimme, dass musik ihre bestimmte zeit hat und auch nur dann erhältlich sein sollte (ist schon paradox, wenn man ganz nebenbei zeitlose tracks geschaffen hat - jedenfalls könnte man “anti war dub” noch in zehn jahren spielen), liefert er mit seiner bescheidenen art genügend gründe, ihn und seine labels weiterhin zu unterstützen.

nachzulesen ist das hier.

robert henke im interview mit createdigitalmusic

Saturday, April 3rd, 2010

entweder ist es selektive wahrnehmung oder vielleicht auch nur glück, auf die richtigen links zu klicken. aber irgendwie habe ich den eindruck, dass man sich innerhalb dieses elektronischen mediums im zuge der interviews nicht mehr damit begnügen möchte, lediglich an der oberfläche zu kratzen, sondern - fast schon wie im wissenschaftlichen bereich - dezidierte fragestellungen entwirft, nach denen der gesprächspartner befragt wird.
jedenfalls gibt’s bei cdm mal wieder ein gutes beispiel dafür, wie kompositionen innerhalb von ableton live als softwareumgebung realisiert werden, und da kann man sich keinen besseren aussuchen als robert henke alias monolake, der interessante sichtweisen auf seinen alltag als produzent, dozent oder einfacher benutzer der software bietet.

für die lektüre etwas zeit mitbringen, der informationsgehalt ist es allemal wert: klick.

einkäufe vom 12. januar 2010

Thursday, February 4th, 2010

auch wenn es sich wie ein weiteres zusammenschrumpfen des im oktober 2008 formulierten ziels liest, sich in den kritiken nur noch auf wesentliche dinge zu beschränken, so ist das angesichts der menge an aufgelaufenem material eine schiere notwendigkeit. die tatsache ist (und das können sich die damen und herren bei den major-labels bitte hinter die ohren schreiben, obwohl mir klar ist, dass es hier eine andere baustelle ist): durch den umstieg auf digitale hilfsmittel bei der musikalischen darbietung (”dj-set” kann man dazu nicht mehr wirklich sagen) sind die einkäufe nicht weniger geworden - eher ist das gegenteil der fall.
schön, nun ist der prozess des einkaufens das eine, und da hat sich in den letzten 12 jahren eine gewisse routine entwickelt, dank der entscheidungen über kauf oder nichtkauf innerhalb von sekunden getroffen werden können. aufwändig wird’s danach: zunächst müssen die dateien (bzw. deren tags) sich meiner anpassungs-prozedur unterziehen, damit sie sich im rest der sammlung heimisch fühlen (oder damit ich den überblick behalte). läuft dankenswerterweise mittlerweile auch halbautomatisiert ab.
anschließend die auslese: was lässt sich denn im hinblick auf die stilistischen vorlieben so verwenden? sicher ist der track im gesamtbild nach wie vor entscheidend für den kauf, aber es gibt auch in vermeintlich uninteressanten stücken manche elemente, die für sich allein genommen wiederum andere schön ergänzen können. dank der loop-funktion in ableton sind einzelne takte oder sogar nur bassdrums in wenigen augenblicken isoliert. daher lohnt es sich schon, oberflächlich mittelprächtig erscheinende tracks nicht gleich unter den tisch fallen zu lassen.
nun bin ich mir also darüber im klaren, was potentiell als kandidat für künftige sets gedacht ist, das muss nur noch ableton mittels warpen und das setzen von markern an loopbaren stellen beigebracht werden. der so gut wie immer auftretende idealfall eines ohne takt- und tempowechsel durchmarschierenden tracks kommt da mindestens genauso gelegen wie das digitale ausgangsmaterial, weil das im gegensatz zum vinyl-rip keine gleichlaufschwankungen kennt.
das also aus dem nähkästchen, was so passiert, nachdem die leitung zum server geglüht hat. für die retrodigitalisierung der platten gilt weitestgehend das gleiche, nur dass die (ja, auch beim technics 1210er auftretenden) gleichlaufschwankungen beim warpen alle 32 takte ausgeglichen werden müssen. ach ja, backups gibt es auch noch.

um es endlich mal auf den punkt zu bringen: nachdem schon ein guter teil des tages so ein verwaltungsaufwand betrieben wird, parallel noch sets vorbereitet werden wollen (es ist immer noch so, dass ich die auswahl am rahmenprogramm ausrichte, anstatt immer und überall aus einer standard-vorlage zu schöpfen), und das privatleben auch andere aktivitäten zu bieten hat, kommt dem bloggen über neuerwerbungen eine ganz schön geringe priorität zu. gleichzeitig soll die leserschaft aber nicht im dunkeln tappen, was mich musikalisch überzeugt hat.

wie also damit umgehen? nun, der wegfall der monatlichen suchbegriff-charts und deren ersetzung durch dj-charts ist der erste (kleinere) schritt. der zweite, und damit bin ich bei der oben angedrohten schrumpfkur, ist die reduzierung der kritiken auf einkaufslisten mit einzeilern, natürlich mit links zu den veröffentlichungen auf jeweiligen portalen, wie bei den letzten besprechungen auch.
als ausgleich (und da kommt wieder mal die digitalisierung, bzw. die ableton-interne aufnahmefunktion entgegen) bemühe ich mich um regelmäßige mitschnitte der club-auftritte. sicher, das ist abhängig von meiner tagesform, weshalb die sets im anschluss nochmal kurz durch die qualitätskontrolle müssen, aber für manche sicher interessant, da man für die killekill-parties in der berghain-kantine unter der woche nicht immer die zeit findet. einen audio-player für wordpress habe ich gestern installiert, und der wird demnächst in der praxis erprobt. er bringt sogar von haus aus die funktion mit, rss-feeds mit links zur audio-datei auszustatten - damit kann man schon fast von “podcast” reden. so haben die anhänger was zum sammeln, wenn dadurch mehr leute auf den geschmack kommen, ist mir das auch sehr recht.

so, nun zum wesentlichen. am 12. januar 2010 via boomkat eingekauft:

martyn
great lengths
[3024 3024-005cd]

2009 richtig durchgestartet, album mit maßgeblichem anteil daran, bedient eine weite palette von interessen, so dass sowohl house- als auch garage- oder dubstep-freunde auf ihre kosten kommen. schön melodisch gerade ist “elden st.”, “vancouver” in einer hervorragenden version ohne die vocal-loops.
boomkat-link

f
epilogue
[7even recordings 7even09]

das original ist eigentlich lupenreiner dubtechno und mit das beste, was mir in dem genre in den letzten jahren begegnet ist - traumhafter track. ramadanman nutzt die mittlerweile bekannten zutaten, setzt die beats aber so sparsam ein, dass die stimmung des originals nicht zerstört wird.
boomkat-link

f
the untitled dub / phantom
[7even recordings 7even06]

die a-seite treibt mehr als gründlich, während die rückseite sich dem hall widmet.
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planetary assault systems
temporary suspension
[ostgut ton ostgutcd09]

herr slater kann, wenn er nur will. techno, der einsatz und schweiß fordert. klingt manchmal wie die tool-schule anfang des jahrtausends, tracks wie “sticker men” oder “hold it” wiederum taufrisch.
boomkat-link

planetary assault systems
remixes
[ostgut ton o-ton31]

al tourettes und appleblim als klare gewinner, hätte genauso gut von surgeon stammen können. deuce sind mir als als alleinstehender track betrachtet zu statisch.
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wax
dub shed sessions 1
[subsolo records sub005]

shed remixt sich selber, auf der a-seite mit großzügigen chords und massivem schub, die rückseite ist das pure gegenteil davon, ist in ihrer reduktion fast schon meditativ. gewohnte klasse.
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monolake
silence
[monolake / imbalance computer music ml 025]

davon ist “avalanche” am ehesten im set-kontext denkbar. aus der perspektive des hörers handwerklich natürlich wieder perfekt produzierte electronica für daheim, auch wenn manchen tracks der zündende funke fehlt. dafür bieten die wiederum material zum jonglieren mit rhythmen.
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gez varley
shon
[keys of life life12in-15]

“purge” hätte genauso gut auf sähkö mitte der 1990er platz gefunden, alleine die dreckige kickdrum flößt ehrfurcht ein. auch mit dem rest macht der g-man vor, wie das mit minimal eigentlich geht.
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james ruskin
the outsider
[blueprint bp027]

mr ruskin hält sich mit percussion mittlerweile zurück und empfiehlt sich mit den ravesignalen des originals für len-faki-sets. luke slater betont in seinem remix die düstere note, während ruskin selbst mit “solution” und seinem auf der vier stolpernden beat alles klarmacht.
boomkat-link

rephlex im digitalen zeitalter

Monday, December 28th, 2009

um ehrlich zu sein, habe ich seit beginn meines daseins als blogger darauf gehofft, das vermelden zu können. angekündigt hatten sie das auf ihrer website schon länger, ohne wirklich konkret zu werden, wo und vor allem wann es soweit sein könnte. bleep lag natürlich inhaltlich nahe, auch wenn das verhältnis zwischen mr james und warp hin und wieder nicht ganz unkompliziert war.
nun machen sie es eben auf eigene faust. online ist zwar noch nicht alles, aber wenn man bedenkt, dass man selbst für die cds eines bogdan raczynski auf dem gebrauchtmarkt mittlerweile gut 30 euro bezahlen darf, sind gute 6 britische pfund für ein album, dazu noch mit freier wahl zwischen mp3 oder wav als format, neben der musik der beste grund, die sammlung auf die weise zu vervollständigen.

die hoffnung, dass die alten universal-indicator-eps somit wieder zu erschwinglichen preisen zu haben sein werden, kann ich mir also noch bewahren. bei drexciya bin ich schon skeptischer, und wenn jemand bereits frohlockt haben sollte, dass “pop corn” von der “joyrex 4 ep” mit dabei ist, wird derjenige nicht umhin kommen, sich um die originalpressung zu bemühen - copyright bleibt eben copyright.

falls sich deren link noch nicht in manchen lesezeichen befinden sollte: klick.

juan atkins im interview mit bleep43

Monday, October 5th, 2009

ein begriff wie “lebende legende” sollte nicht überstrapaziert werden, in bezug auf juan atkins ist er jedoch nicht zu weit hergeholt. neue veröffentlichungen waren in den letzten jahren rar gesät (die zusammen mit pacou produzierten “berlin sessions” sind auch schon fünf jahre alt), was im zusammenhang mit kurzfristig abgesagten auftritten eine menge stoff für spekulationen bietet.
umso überraschender, dass er sich gegenüber bleep43 dazu erstaunlich offen äußert, und wer darüber hinaus etwas über cybotron erfahren möchte, sollte sich die zeit nehmen, sich die zwei teile in ruhe durchzulesen. das ist eine ausführlichkeit, an der sich im netz einige ein beispiel nehmen könnten.

klick

r.i.p. roc raida

Saturday, September 19th, 2009

in unregelmäßigen abständen wird mir als rein auf beatmatching bedachtem plattenjongleur bewusst, dass andere in kürzerer zeit wesentlich mehr mühe darauf verwandt haben, das publikum mit fader- und körperakrobatik in den bann zu ziehen. dabei sind es solche leute, die nicht nur zwei plattenspieler und einen mixer als instrumente zur kreation eines neuen tracks gebrauchen (so wie es eigentlich der anspruch eines jeden techno-djs sein sollte, anstatt acht-takte-sicherheits-mixing zu betreiben), sondern mit rhythmus- und koordinationsgefühl auch eine viertelstunde mit nur einer einzigen platte und einem crossfader spannend gestalten können.

einer der pioniere ist heute mit 37 jahren viel zu früh verstorben. am rückgrat hatte er sich durch einen unfall beim kampfsport-training eine verletzung zugezogen und wurde deshalb ins krankenhaus eingewiesen. die genaueren umstände sind nicht bekannt, weshalb auch keine weiteren spekulationen angestellt werden sollen, bis von offizieller seite etwas verlautbart wird.

in jedem fall: r.i.p.

tim exile - the finger ep

Thursday, September 17th, 2009

wenn ich schon unentwegt von seinen live-auftritten schwärme, sollte das auch endlich akustisch-visuell untermauert werden. hintergrund ist eine von ihm mitgestaltete software für native instruments (eben “the finger“), welche die grundlage für die vier live arrangierten tracks lieferte. das alles noch mit videos garniert, so dass der laptop-nachwuchs sich schon mal anschauen kann, dass man seinen gesamten körper benutzen kann, um gute musik zu machen, nicht nur die maus zum klicken (schreibt jemand, der selber gerade die segnungen eines midi-controllers genießt und somit auch nicht wesentlich mehr show bietet).

Tim Exile - The Finger EP by The Now Wave

einkäufe vom 24. august 2009

Wednesday, August 26th, 2009

damit man einen eindruck davon hat, was morgen im breipott zum einsatz kommt. rein digital via boomkat.

scuba
klinik / hundreds and thousands
[hotflush recordings hf022]

klare aufgabenverteilung für jeden track: “klinik” offenbart seine garage-wurzeln, wenn man den beat isoliert betrachtet, die melodie und die restlichen herumschwirrenden sounds geben ihm eine wendung richtung electronica. einordnen kann man das nicht, sondern vielmehr zur kenntnis nehmen, dass scuba damit seine eigene nische bedient. unverwechselbar ist das ganze obendrein auch noch.
bei “hundreds and thousands” ist die sachlage klarer: dominanter 4/4-takt, angerauhte klangästhetik. da vergleiche zwar immer hinken, aber dennoch gute anhaltspunkte liefern: als ob marcel dettmann sich gegenüber melodien und hihats etwas mehr geöffnet hätte. damit hat scuba den unzähligen minimal-klonen im vorbeigehen gezeigt, wie man’s besser macht.
hut ab, das gilt für beide tracks.
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rsd
over it / forward youth
[tectonic tec023]

rob smith (ja, genau der von smith & mighty) auf dubstep-pfaden, und dabei mit äußerst guter figur.
“over it” ist für den stil typisch, überschaubar, aber effektiv arrangiert, damit dürften auch die triphop-anhänger keine schwierigkeiten haben. “forward youth” betont die dubbige seite mit einem beat, der an die sehr perkussiven tracks von 2562 erinnert, nur wesentlich entspannter.
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rustie / joker
play doe / tempered
[kapsize kap002]

“play doe” bestreiten beide gemeinsam, p-funk anno 2009. wenn schon snoop dogg seine rhymes mit dubstep-beats unterlegt, wird’s nur noch eine frage der zeit sein, bis joker zum großverdiener aufsteigt, wenn sich die großen um ihn reißen.
bei “tempered” gibt’s rustie alleine, und er trägt nicht ganz so dick auf. stattdessen eine geschmeidige melodie zum gemütlichen kopfnicken oder für die ruhe vor dem sturm im set.
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zomby
the lie
[ramp recordings ramp015]

der titelgebende track ist zugleich das herzstück, um nicht zu sagen: der hit. toll eingewobener reggae-gesang, der erfreulicherweise nicht mit einer wobble-attacke erdrückt wird. dafür ist der beat mit einer dezenten dicken bassline unterlegt und die angelegenheit somit ordentlich treibend. der remix von lv fügt etwas mehr schnörkel hinzu, was auch nicht zu verachten ist. dennoch: an der a-seite kommt nichts vorbei.
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zomby
mu5h / spliff dub (rustie remix)
[hyperdub hdb009]

8-bit- gepaart mit normaler melodie. im set könnte man mir zwischendrin gerne mit so etwas kommen, auf dauer wäre mir das ehrlich gesagt zuviel des guten.
rustie hingegen wieder mit dem stoff, der sportwagenkarosserien in vibrationen versetzen könnte. die sega-sounds tun dabei ihr übriges. war für mich in erster linie wegen des vocals interessant, was sich hervorragend als loop gebrauchen lässt.
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peverelist
erstwhile rhythm / the grind
[punch drunk drunk2]

jemand, der das kunststück fertig kriegt, einen sechsminütigen track um eine geloopte klaviermelodie zu bauen, ohne das ganze langweilig klingen zu lassen, verdient einfach den kauf und eine menge lob. wobei dies bislang für jede peverelist-ep gilt. ein jammer, dass er sonst recht selten von sich hören lässt.
“the grind” ist mit seiner achtel-melodie und dem alle vier takte auftauchenden hall eine würdige, geradlinige b-seite.
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ramadanman
revenue
[2nd drop records 2ndrp12007]

gerade kickdrum, snare wechselt zwischen der zwei und drei munter hin und her, dazu eine oszillierende achtel-synthesizer-melodie - fertig ist die (irgendwie funkige) vorlage.
auch wenn das die qualitäten von herrn kennedy nicht schmälern soll, so lässt der untold-remix das original hinter sich. die synthline kommt da lediglich zwischendrin zur geltung, an deren stelle treten quirlige sounds, die auch einem techno-set sehr gut zu gesicht stehen.
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pearson sound
plsn / wad
[hessle audio hes009]

“plsn” geisterte bereits durch diverse scuba-sets, ist wegen der melodien, dem sechzehntel-klopfen, und dem sonst angenehm zurückhaltenden arrangement allerdings auch prädestiniert dafür. “wad” klingt wie eine aktuelle variante zwischen 2step und garage, inklusive vocal-sample, was hier in keinster weise überstrapaziert wird.
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skream
loefah remixes
[tempa tempa 017]

loefah muss man einfach dafür mögen, vordergründig unspektakulär erscheinende tracks so dick zu produzieren, dass einem bei entsprechender pa die spucke wegbleibt. sein remix für “i” ist hierfür wieder ein paradebeispiel, jedoch hat es mir “monsoon” noch mehr angetan. von den über sechs minuten überlässt er dem ersten drittel mit der markanten indischen melodie das intro, der im anschluss zwischen kick, snare und (gewohnt opulentem) subbass immer noch genügend raum bleibt. eine klasse für sich.
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dj-eq-rack für ableton live

Friday, July 24th, 2009

in stetiger mission, in der praxis erworbenes wissen weiterzugeben, ist der tip evtl. für diejenigen nützlich, die ableton als dj-software mit midi-controller als steuerung für fader, equalizer und effekte einsetzen.

zwar bringt ableton von haus aus einen dreifach-eq mit, der die frequenzen auch zuverlässig killt, jedoch mit einem manko: wie man es sich von den gängigen dj-mixern erhofft, sind die jeweiligen frequenzen tatsächlich nicht mehr zu hören, wenn der zugewiesene knopf links auf anschlag steht. auch das plus-spektrum bis +6db geht absolut in ordnung, nur: mit der gewohnten 0-stellung ist es bei 127 midi-noten passé. wenn die skala beim midi-controller irgendwann “108″ anzeigt, ist man ungefähr im gewünschten bereich - grob auf drei uhr. klar, an den zustand kann man sich gewöhnen, es gibt aber auch alternativen.

eine von marcel vorgeschlagene ist der “eq eight”, auch werkseitig an bord. absoluter vorteil: man kann sich seinen equalizer nach wunsch zusammenbauen, indem man ihm die frequenzbereiche, streuung und die kurven manuell zuweist - das große pro-argument mit der null-stellung entpuppt sich jedoch zugleich als schwachstelle: die liegt nämlich inmitten eines bereichs von + und - 15db, was sicher vollkommen ausreicht, wenn man den einen bestimmten sound so zurechtbiegen möchte, bis es passt. im live-betrieb (so fiel es mir jedenfalls gestern abend im breipott auf) kommt jedoch bei allen drei eqs zu viel durch, als dass man einen neuen track quasi unbemerkt durch die hintertür ins geschehen bringen könnte. wobei ich mich gerne belehren lasse, dass es dafür gute presets gibt, die das problem zu den akten befördern.

sonst kann man sich mit racks behelfen, und deren integration ist denkbar simpel. man bekommt sie in form einer adg-datei, und sicher kann man erstmal stundenlang versuchen, sie mit ableton mit hilfe des dateibrowsers zu öffnen (woran man scheitern wird, der ist für die live-sets gedacht). naheliegender (gilt für mac os 10.5, wird unter windows hoffentlich ähnlich unkompliziert sein): ableton öffnen, finder mit dem ordner der betreffenden datei daneben, markieren, datei in den gewünschten effekt-ordner ziehen, ggf. umbenennen - das war’s.
dort befindet sich in meiner 7 le nun der dj-eq, prinzipiell genauso aufgebaut wie der “eq three”, jedoch tatsächlich mit “nullstellung”, zudem feineinstellungen, was die einzelnen frequenzbereiche angeht. ist auch ratsam, sich damit auseinanderzusetzen, wenn man nicht die hälfte der mitten mit dem bass herausdrehen möchte. einzig mit dem plus-bereich sollte man in der hitze des gefechts nicht zu großzügig umgehen - um da unfreiwilligen distortion-attacken vorzubeugen, sei auf die skala verwiesen, deren empfindlichkeit zwar reduziert werden kann, das geht jedoch auf kosten der kill-fähigkeit.
für mich jedenfalls die im augenblick perfekte lösung.