Archive for the ‘frisch eingetroffen’ Category

einkäufe vom 12. januar 2010

Thursday, February 4th, 2010

auch wenn es sich wie ein weiteres zusammenschrumpfen des im oktober 2008 formulierten ziels liest, sich in den kritiken nur noch auf wesentliche dinge zu beschränken, so ist das angesichts der menge an aufgelaufenem material eine schiere notwendigkeit. die tatsache ist (und das können sich die damen und herren bei den major-labels bitte hinter die ohren schreiben, obwohl mir klar ist, dass es hier eine andere baustelle ist): durch den umstieg auf digitale hilfsmittel bei der musikalischen darbietung (”dj-set” kann man dazu nicht mehr wirklich sagen) sind die einkäufe nicht weniger geworden - eher ist das gegenteil der fall.
schön, nun ist der prozess des einkaufens das eine, und da hat sich in den letzten 12 jahren eine gewisse routine entwickelt, dank der entscheidungen über kauf oder nichtkauf innerhalb von sekunden getroffen werden können. aufwändig wird’s danach: zunächst müssen die dateien (bzw. deren tags) sich meiner anpassungs-prozedur unterziehen, damit sie sich im rest der sammlung heimisch fühlen (oder damit ich den überblick behalte). läuft dankenswerterweise mittlerweile auch halbautomatisiert ab.
anschließend die auslese: was lässt sich denn im hinblick auf die stilistischen vorlieben so verwenden? sicher ist der track im gesamtbild nach wie vor entscheidend für den kauf, aber es gibt auch in vermeintlich uninteressanten stücken manche elemente, die für sich allein genommen wiederum andere schön ergänzen können. dank der loop-funktion in ableton sind einzelne takte oder sogar nur bassdrums in wenigen augenblicken isoliert. daher lohnt es sich schon, oberflächlich mittelprächtig erscheinende tracks nicht gleich unter den tisch fallen zu lassen.
nun bin ich mir also darüber im klaren, was potentiell als kandidat für künftige sets gedacht ist, das muss nur noch ableton mittels warpen und das setzen von markern an loopbaren stellen beigebracht werden. der so gut wie immer auftretende idealfall eines ohne takt- und tempowechsel durchmarschierenden tracks kommt da mindestens genauso gelegen wie das digitale ausgangsmaterial, weil das im gegensatz zum vinyl-rip keine gleichlaufschwankungen kennt.
das also aus dem nähkästchen, was so passiert, nachdem die leitung zum server geglüht hat. für die retrodigitalisierung der platten gilt weitestgehend das gleiche, nur dass die (ja, auch beim technics 1210er auftretenden) gleichlaufschwankungen beim warpen alle 32 takte ausgeglichen werden müssen. ach ja, backups gibt es auch noch.

um es endlich mal auf den punkt zu bringen: nachdem schon ein guter teil des tages so ein verwaltungsaufwand betrieben wird, parallel noch sets vorbereitet werden wollen (es ist immer noch so, dass ich die auswahl am rahmenprogramm ausrichte, anstatt immer und überall aus einer standard-vorlage zu schöpfen), und das privatleben auch andere aktivitäten zu bieten hat, kommt dem bloggen über neuerwerbungen eine ganz schön geringe priorität zu. gleichzeitig soll die leserschaft aber nicht im dunkeln tappen, was mich musikalisch überzeugt hat.

wie also damit umgehen? nun, der wegfall der monatlichen suchbegriff-charts und deren ersetzung durch dj-charts ist der erste (kleinere) schritt. der zweite, und damit bin ich bei der oben angedrohten schrumpfkur, ist die reduzierung der kritiken auf einkaufslisten mit einzeilern, natürlich mit links zu den veröffentlichungen auf jeweiligen portalen, wie bei den letzten besprechungen auch.
als ausgleich (und da kommt wieder mal die digitalisierung, bzw. die ableton-interne aufnahmefunktion entgegen) bemühe ich mich um regelmäßige mitschnitte der club-auftritte. sicher, das ist abhängig von meiner tagesform, weshalb die sets im anschluss nochmal kurz durch die qualitätskontrolle müssen, aber für manche sicher interessant, da man für die killekill-parties in der berghain-kantine unter der woche nicht immer die zeit findet. einen audio-player für wordpress habe ich gestern installiert, und der wird demnächst in der praxis erprobt. er bringt sogar von haus aus die funktion mit, rss-feeds mit links zur audio-datei auszustatten - damit kann man schon fast von “podcast” reden. so haben die anhänger was zum sammeln, wenn dadurch mehr leute auf den geschmack kommen, ist mir das auch sehr recht.

so, nun zum wesentlichen. am 12. januar 2010 via boomkat eingekauft:

martyn
great lengths
[3024 3024-005cd]

2009 richtig durchgestartet, album mit maßgeblichem anteil daran, bedient eine weite palette von interessen, so dass sowohl house- als auch garage- oder dubstep-freunde auf ihre kosten kommen. schön melodisch gerade ist “elden st.”, “vancouver” in einer hervorragenden version ohne die vocal-loops.
boomkat-link

f
epilogue
[7even recordings 7even09]

das original ist eigentlich lupenreiner dubtechno und mit das beste, was mir in dem genre in den letzten jahren begegnet ist - traumhafter track. ramadanman nutzt die mittlerweile bekannten zutaten, setzt die beats aber so sparsam ein, dass die stimmung des originals nicht zerstört wird.
boomkat-link

f
the untitled dub / phantom
[7even recordings 7even06]

die a-seite treibt mehr als gründlich, während die rückseite sich dem hall widmet.
boomkat-link

planetary assault systems
temporary suspension
[ostgut ton ostgutcd09]

herr slater kann, wenn er nur will. techno, der einsatz und schweiß fordert. klingt manchmal wie die tool-schule anfang des jahrtausends, tracks wie “sticker men” oder “hold it” wiederum taufrisch.
boomkat-link

planetary assault systems
remixes
[ostgut ton o-ton31]

al tourettes und appleblim als klare gewinner, hätte genauso gut von surgeon stammen können. deuce sind mir als als alleinstehender track betrachtet zu statisch.
boomkat-link

wax
dub shed sessions 1
[subsolo records sub005]

shed remixt sich selber, auf der a-seite mit großzügigen chords und massivem schub, die rückseite ist das pure gegenteil davon, ist in ihrer reduktion fast schon meditativ. gewohnte klasse.
boomkat-link

monolake
silence
[monolake / imbalance computer music ml 025]

davon ist “avalanche” am ehesten im set-kontext denkbar. aus der perspektive des hörers handwerklich natürlich wieder perfekt produzierte electronica für daheim, auch wenn manchen tracks der zündende funke fehlt. dafür bieten die wiederum material zum jonglieren mit rhythmen.
boomkat-link

gez varley
shon
[keys of life life12in-15]

“purge” hätte genauso gut auf sähkö mitte der 1990er platz gefunden, alleine die dreckige kickdrum flößt ehrfurcht ein. auch mit dem rest macht der g-man vor, wie das mit minimal eigentlich geht.
boomkat-link

james ruskin
the outsider
[blueprint bp027]

mr ruskin hält sich mit percussion mittlerweile zurück und empfiehlt sich mit den ravesignalen des originals für len-faki-sets. luke slater betont in seinem remix die düstere note, während ruskin selbst mit “solution” und seinem auf der vier stolpernden beat alles klarmacht.
boomkat-link

tim exile - the finger ep

Thursday, September 17th, 2009

wenn ich schon unentwegt von seinen live-auftritten schwärme, sollte das auch endlich akustisch-visuell untermauert werden. hintergrund ist eine von ihm mitgestaltete software für native instruments (eben “the finger“), welche die grundlage für die vier live arrangierten tracks lieferte. das alles noch mit videos garniert, so dass der laptop-nachwuchs sich schon mal anschauen kann, dass man seinen gesamten körper benutzen kann, um gute musik zu machen, nicht nur die maus zum klicken (schreibt jemand, der selber gerade die segnungen eines midi-controllers genießt und somit auch nicht wesentlich mehr show bietet).

Tim Exile - The Finger EP by The Now Wave

einkäufe vom 24. august 2009

Wednesday, August 26th, 2009

damit man einen eindruck davon hat, was morgen im breipott zum einsatz kommt. rein digital via boomkat.

scuba
klinik / hundreds and thousands
[hotflush recordings hf022]

klare aufgabenverteilung für jeden track: “klinik” offenbart seine garage-wurzeln, wenn man den beat isoliert betrachtet, die melodie und die restlichen herumschwirrenden sounds geben ihm eine wendung richtung electronica. einordnen kann man das nicht, sondern vielmehr zur kenntnis nehmen, dass scuba damit seine eigene nische bedient. unverwechselbar ist das ganze obendrein auch noch.
bei “hundreds and thousands” ist die sachlage klarer: dominanter 4/4-takt, angerauhte klangästhetik. da vergleiche zwar immer hinken, aber dennoch gute anhaltspunkte liefern: als ob marcel dettmann sich gegenüber melodien und hihats etwas mehr geöffnet hätte. damit hat scuba den unzähligen minimal-klonen im vorbeigehen gezeigt, wie man’s besser macht.
hut ab, das gilt für beide tracks.
boomkat-link

rsd
over it / forward youth
[tectonic tec023]

rob smith (ja, genau der von smith & mighty) auf dubstep-pfaden, und dabei mit äußerst guter figur.
“over it” ist für den stil typisch, überschaubar, aber effektiv arrangiert, damit dürften auch die triphop-anhänger keine schwierigkeiten haben. “forward youth” betont die dubbige seite mit einem beat, der an die sehr perkussiven tracks von 2562 erinnert, nur wesentlich entspannter.
boomkat-link

rustie / joker
play doe / tempered
[kapsize kap002]

“play doe” bestreiten beide gemeinsam, p-funk anno 2009. wenn schon snoop dogg seine rhymes mit dubstep-beats unterlegt, wird’s nur noch eine frage der zeit sein, bis joker zum großverdiener aufsteigt, wenn sich die großen um ihn reißen.
bei “tempered” gibt’s rustie alleine, und er trägt nicht ganz so dick auf. stattdessen eine geschmeidige melodie zum gemütlichen kopfnicken oder für die ruhe vor dem sturm im set.
boomkat-link

zomby
the lie
[ramp recordings ramp015]

der titelgebende track ist zugleich das herzstück, um nicht zu sagen: der hit. toll eingewobener reggae-gesang, der erfreulicherweise nicht mit einer wobble-attacke erdrückt wird. dafür ist der beat mit einer dezenten dicken bassline unterlegt und die angelegenheit somit ordentlich treibend. der remix von lv fügt etwas mehr schnörkel hinzu, was auch nicht zu verachten ist. dennoch: an der a-seite kommt nichts vorbei.
boomkat-link

zomby
mu5h / spliff dub (rustie remix)
[hyperdub hdb009]

8-bit- gepaart mit normaler melodie. im set könnte man mir zwischendrin gerne mit so etwas kommen, auf dauer wäre mir das ehrlich gesagt zuviel des guten.
rustie hingegen wieder mit dem stoff, der sportwagenkarosserien in vibrationen versetzen könnte. die sega-sounds tun dabei ihr übriges. war für mich in erster linie wegen des vocals interessant, was sich hervorragend als loop gebrauchen lässt.
boomkat-link

peverelist
erstwhile rhythm / the grind
[punch drunk drunk2]

jemand, der das kunststück fertig kriegt, einen sechsminütigen track um eine geloopte klaviermelodie zu bauen, ohne das ganze langweilig klingen zu lassen, verdient einfach den kauf und eine menge lob. wobei dies bislang für jede peverelist-ep gilt. ein jammer, dass er sonst recht selten von sich hören lässt.
“the grind” ist mit seiner achtel-melodie und dem alle vier takte auftauchenden hall eine würdige, geradlinige b-seite.
boomkat-link

ramadanman
revenue
[2nd drop records 2ndrp12007]

gerade kickdrum, snare wechselt zwischen der zwei und drei munter hin und her, dazu eine oszillierende achtel-synthesizer-melodie - fertig ist die (irgendwie funkige) vorlage.
auch wenn das die qualitäten von herrn kennedy nicht schmälern soll, so lässt der untold-remix das original hinter sich. die synthline kommt da lediglich zwischendrin zur geltung, an deren stelle treten quirlige sounds, die auch einem techno-set sehr gut zu gesicht stehen.
boomkat-link

pearson sound
plsn / wad
[hessle audio hes009]

“plsn” geisterte bereits durch diverse scuba-sets, ist wegen der melodien, dem sechzehntel-klopfen, und dem sonst angenehm zurückhaltenden arrangement allerdings auch prädestiniert dafür. “wad” klingt wie eine aktuelle variante zwischen 2step und garage, inklusive vocal-sample, was hier in keinster weise überstrapaziert wird.
boomkat-link

skream
loefah remixes
[tempa tempa 017]

loefah muss man einfach dafür mögen, vordergründig unspektakulär erscheinende tracks so dick zu produzieren, dass einem bei entsprechender pa die spucke wegbleibt. sein remix für “i” ist hierfür wieder ein paradebeispiel, jedoch hat es mir “monsoon” noch mehr angetan. von den über sechs minuten überlässt er dem ersten drittel mit der markanten indischen melodie das intro, der im anschluss zwischen kick, snare und (gewohnt opulentem) subbass immer noch genügend raum bleibt. eine klasse für sich.
boomkat-link

einkäufe vom 15. juli 2009

Tuesday, July 21st, 2009

im hardwax, das - wie so vieles in diesem jahr - 20. jubiläum feiert. dazu gibt’s einen schön geschriebenen bericht im tagesspiegel, dessen inhalt den stammkunden schon im voraus bekannt sein müsste, aber den außenstehenden die ideologie des ladens gut näherbringt.

v/a
soundboy punishments
[skull disco skull cd 1]

das waren mehrere faktoren, die mich zum kauf der cd bewegt haben. zum einen gibt es den download in den von mir bevorzugten portalen nur als mp3 (auch wenn es hin und wieder etwas bringt, den support anzuschreiben, ob man das nicht auch unkomprimiert haben könnte). außerdem hat der - tatsächlich echt gute - “blood on my hands”-remix von ricardo villalobos überlänge, so dass er auf zwei seiten einer 12″ aufgeteilt wurde - hier gibt es ihn am stück. um dem ganzen noch die krone aufzusetzen, hat man noch veritable shackleton-kracher à la “massacre”, seinerzeit auf scubas hotflush-label erschienen (”stalker” gab’s vorab nur als 7″ auf mordant music - was das für’s mastering bedeutet, brauche ich sicher niemandem zu erklären), ins paket aufgenommen - das alles für einen preis von 15 euro für eine doppel-cd. im regelfall bezahlt man die gleiche summe für eine einfache.
lange überlegen musste ich da nicht: hätte ich nur “blood on my hands” und die hotflush-maxi gekauft, wären das mindestens zwei mal 8 euro gewesen. jetzt, nach meinem aufbruch in das digitale zeitalter, und aufgrund der weit verbreiteten cdj-1000-player in den clubs, ist für die ausgegebene summe einfach wesentlich mehr drin. nicht nur quantitativ, auch die musikalische qualität ist über jeden zweifel erhaben. ein jammer, dass das label nicht weitergeführt wird.
clips / kaufen: boomkat.

afrika bambaataa & the soulsonic force
planet rock
[tommy boy tb 823]

eine der nummern, die man nicht mehr vorstellen muss. stand im second-hand-fach für 5 euro herum, und da wäre es töricht gewesen, sie nicht endlich mitzunehmen.
nachhilfe: youtube.

moderat
the unofficial mixes of moderat pt #1
[fifty weapons unofficialmoderatrmxpt#1]

kann mir nicht vorstellen, dass die tatsächlich so “unoffiziell” sind. wahrscheinlich die furcht vor den konsequenzen, weil sie nicht unter ellens obhut veröffentlicht werden. auch wenn das moderat-album wesentlich ernstere töne anschlägt als man es von den herren bronsert und szary kennt - spaßvögel bleiben sie immer noch.
drei kandidaten, drei volltreffer. headhunter lässt das motiv von “a new error” nur kurz aufblitzen, sonst lediglich fragmente davon über einem dubstep-skelett, die angenehmerweise nicht von einer subbass-wand niedergewalzt werden. t++ macht einfach das, was er bei den letzten maxis praktiziert hat: der beat dominiert, die veränderungen vollziehen sich subtil im hintergrund - fällt beim oberflächlichen hinhören absolut nicht auf.
shackleton kriegt die gesamte a-seite, die er über fast zehn minuten ausnutzt. “episch” ist das adjektiv, was in den beschreibungen der gängigen läden dazu zu finden ist - das kann man bedenkenlos so übernehmen. ideal, wenn man ein set zur peaktime einläuten möchte, wenn der live-act vor einem gerade fertig geworden ist.
clips: boomkat.

marcel dettmann
mdr 02
[marcel dettmann records mdr 02]

t++, der bislang unveröffentlichte tracks von herrn dettmann remixt. beide male mit geradem 4/4-takt und nach allen regeln der kunst des dubtechnos. war die einzige, die mir in der mdr-sammlung noch fehlte, nun dankenswerterweise nachgepresst.
clips: hardwax.

milanese - caramel fixup & peggy land

Friday, July 17th, 2009

zwischendurch im party-getümmel als musikalischer tip: zwei tracks des herrn, der so herrlich dreckige grime-beats mit verquirlten vocals mischt, manchmal auch im ganz profanen 4/4-takt anzutreffen ist. so bspw. bei “caramel” von der “extend”-lp, woraus er ein mashup mit dizzee rascals “fix up look sharp” gebaut hat, was wie die faust auf’s auge passt. hatte gedacht, dass der track nur den besuchern seines myspace-profils vorbehalten bleibt, wo sich das herunterladen mit welchen hilfsmitteln auch immer ohnehin nicht lohnt - 96 kbps sind für sets jeglicher art einfach nicht akzeptabel (was keine kritik an myspace sein soll, die qualität reicht immer noch aus, um sich ein bild zu machen).
als bonus noch “peggy land”, wobei ich nicht weiß, welcher rascal-track da durch die mangel gedreht wurde. der könnte für die r&b-hörer etwas zugänglicher sein, ich bleib lieber beim anderen - der ist dick genug.

gibt’s hier. viel spaß an die digital-dj-fraktion (und vielen dank an fnsta bei dubstep.de).

einkäufe vom 12., 21. und 28. april 2009

Friday, May 8th, 2009

alle digital, alle bei boomkat. deswegen kriege ich die daten auch noch zusammen.

skream
skreamizm vol. 5
[tempa tempa 040]

hab ja mit ihm meine liebe müh und not. die dubstep-fraktion verehrt ihn, wohingegen ich manchmal nicht mit seinen melodiöseren tracks klarkomme, die sich im fahrwasser gängiger r&b-produktionen nicht unwohl fühlen dürften.
die gibt’s auch hier (”if you know” oder “one for the heads who remember”), auf der anderen seite aber auch bedingungslose sounds, zu denen man die faust in die luft reißt (”fick” oder “simple city”). hätte ich als vinyl schweren herzens stehengelassen, da kam es gerade recht, dass boomkat sich des tempa-backstocks angenommen hat.
boomkat-link

starkey
gutter music
[keysound recordings ldn009]

schwimmt auf der welle der von schrillen, an funk erinnernden sounds ganz vorne mit. da überlegt man nicht lange, ob man das ausgeflippt oder tight finden soll, wenn auch beides zugleich geht.
muss zugeben, dass ich mit der vocal-version zunächst nicht warm geworden bin, das hat jamie vex’d mit seinem letzten set bei der sub:stance gründlich geändert. wer’s gegenüber dem original noch etwas fetter braucht, nimmt eben den v.i.p.-mix.
boomkat-link

moves!!!
all skate
[dress 2 sweat dts009]

einmal mehr starkey. zwar gewinnt das label-layout keinen blumentopf, dafür marschiert die a-seite ohne großes federlesen ganz fidel und schnurstracks drauflos. wenn rave anno 2009, dann bitte so. die b-seite dann eher was für diejenigen, die mit ghettotech was anfangen können.
boomkat-link

scorn
super mantis part 1
[combat recordings combat 16]

eigentlich keine große veränderung gegenüber “stealth“, was beats und düstere basslines angeht. hätte genauso auf das album gepasst, ohne aus der reihe zu fallen. auf deutsch: klingt genauso, aber sattgehört habe ich mich daran (noch) nicht. mal schauen, wie lange er diese formel noch beibehält.
kaufgrund war eher der blackmass-plastics-remix auf der b-seite, der zwar auf die gleiche art und weise beginnt, sich aber schnell als breakbeat-monster entpuppt, welches gut im zusammenhang mit anderen no-future-tracks passen würde.
boomkat-link

crooked one
annihilation / crooked acid
[starksound strk001]

noch einmal starkey, aber dieses mal als labelbetreiber. fiel mir als erstes in diversen baeks-sets auf. a-seite: düsterer vibe, alles auf das wesentliche reduziert, was gerade die raps so angenehm macht, aber dennoch schön rauh. die b-seite wiederum mittelmäßig.
boomkat-link

shed
remixes
[ostgut tonträger o-ton20]

surgeon lotet die schnittstelle zwischen techno und dubstep aus, auch wenn die durchgängige 4/4-bassdrum dominiert. garniert mit einer düsteren hintergrundmelodie - fertig ist ein referenz-track, wie techno 2009 klingen kann.
martyn mit der für ihn typischen mischung aus drum&bass-sounds, garage und eben dubstep, womit das stylenamedropping zu seinem (unverdienten) recht gekommen ist. am besten, man findet sich damit ab, dass der remix ziemlich viele genres und somit dancefloors vereinen kann. insgesamt: hervorragende platte.
boomkat-link

v/a
round black ghosts 2
[~scape sc57 cd]

sampler, der die dubstep-tracks vereint, die in einem techno-set nicht als solche auffallen würden - oder anders gesagt: was im hardwax-umfeld in den letzten monaten am meisten furore gemacht hat. sicher ist die verlockung groß, hier jetzt jeden track einzeln abhandeln zu wollen. stattdessen begnüge ich mich damit, die für mich wichtigsten hervorzuheben: kode 9 vs. badawi, der mir beim modeselektor-xlr8r-podcast auffiel, und wo ich mich schon damit arrangiert hatte, den nie als vinyl zu besitzen. appleblim & peverelist im breitbildformat, ebenso wie scuba. trg und ramadanman mit trickreichen beats und tollen melodien dazwischen. und martyn mit “vancouver” als einem hit vor dem herrn nicht zu vergessen.
ideal für diejenigen, die nicht den (stellenweise vergriffenen) platten hinterherrennen und / oder alles kompakt versammelt haben wollen.
boomkat-link

-

stp
the fall remixes
[subsolo sub004]

stp = shed, veredelt durch t++, der einen beatweise stolpernden, aber mit dickem subbass unterlegten track zimmert, bei dem die variationen im hochtonbereich einen in den bann ziehen.
peverelist hebt die melodie ins zentrum und klingt dabei so nach detroit wie die garde, die mitte der 1990er tonangebend war.
boomkat-link

even tuell
workshop 07
[workshop workshop 07]

“detroit” als offensichtlich kommunizierte referenz (a1), auch wenn ich mir an manchen stellen gewünscht hätte, dass man das vocal-sample für ein paar takte oder minuten hätte pausieren lassen können. empfiehlt sich mit seiner lieblichen melodie für den einsatz unter freiem himmel.
der gegensatz dazu auf der b-seite, wo das thema vom ersten track nochmal aufgegriffen, aber in so einem komischen zusammenhang verpackt wird, dass der für mich nebensächlich wird. viel wichtiger ist das finale mit - zugegeben - düsterer stimmung, was dann wohl eher im warm-up oder zum schluss besser aufgehoben ist, wenn man das publikum in der hitze des gefechts nicht von den stimmungsgipfeln herunterkatapultieren möchte.
boomkat-link

marco bernardi
mystery of nazerus
[clone c#56]

das original melodiös-verträumt, für mich dennoch ok, wenn das restliche set bislang zu trocken und reduziert geraten ist.
tatsächlich überflügeln beide remixe die vorlage: mark august mit einer funk-grundlage plus nicht ganz so dick aufgetragener melodie-spur, und bei redshape muss man sich eh keine sorgen machen. auch hier wieder mit so viel theatralik wie nötig.
boomkat-link

-

losoul
mandu / zuma
[playhouse play016]

der spezialist für langgezogene, aber nicht -atmige, geschweige -weilige tracks mit einnehmendem groove, wozu auch gut und gerne andere, minimale platten passen. muss aber auch nicht, die stehen für sich alleine auch gut da. wer noch etwas jazz dazu braucht, bedient sich eben bei der b-seite.
boomkat-link

shed / tobias.
berghain 02 | part 1
[ostgut tonträger o-ton15]

erste begleit-maxi zum dettmann-mix. shed ausgelassen funky wie selten, was ihm allerdings ausgezeichnet steht. tobias. hingegen trocken, geradezu minimal, mit dem unterschied, dass es hier - im vergleich mit dem großteil der restlichen mnml-erzeugnisse - aufregend klingen kann.
boomkat-link

dj koze
let’s love
[international records recordings irr002]

hätte ich auch nicht gedacht, dass er hier auftaucht, bzw. eine seiner platten im regal, oder in diesem fall auf der festplatte landet. sonst: ein weiteres areal-sublabel.
der titeltrack ist auch ziemlich verschmust, kann aber auf heißen parties angenehm sein. aufmerksam machte mich die b-seite, diverse male bei marcel dettmann zum einsatz gekommen. stur repetitiv wie ein track von robert hood, dadurch höchst angenehm hypnotisch, bis die japanerin zum einsatz kommt. lässt sich in ableton aber bei bedarf locker überspringen.
boomkat-link

scuba
a mutual antipathy remixes
[hotflush recordings hfrmx005]

marcel dettmann mit den für ihn mittlerweile typischen rauschenden sounds, sonst erstaunlich dubbig und schleppend. ideal zum aufbau eines sets.
scuba remixt sich auf der rückseite als scb selbst, sehr technoid, lässt die im original dominierende melodie nur stellenweise aufblitzen, sonst eher im hintergrund. auch eher was für das erste drittel des abends.
boomkat-link

ld
traumatic times / woodblock
[hyperdub hdb019]

auch so ein jungspund, aus dem transition-umfeld stammend. auf der a-seite verträumt mit einigen gimmicks, die b-seite wiederum im positivsten sinne ravig, ohne auf wobble-attacken zurückgreifen zu müssen. somit perfekt für hyperdub, deren lauf momentan schon eine beängstigende form an den tag legt.
boomkat-link

einkäufe vom 21. märz 2009

Sunday, March 22nd, 2009

der audio-in war nach langer zeit mal wieder an der reihe.

bitstream
radiotherapy
[modern love love001]

gibt’s zwar auch digital (siehe vorhörlink), aber nicht verlustfrei. war eigentlich schon drauf und dran, mir die als mp3 sichern zu wollen, bis mir die platte zufälligerweise im electro-fach entgegenlachte. repress-version von 2006, ohne cover, es bleibt die musik, und die dürfte an dem, was das gros der tanzwilligen angeht, am offensichtlichen funktionalitätsanspruch vorbeigehen. das kopfkino wird aber exquisit bedient - bei “lost cluster” muss man einfach unweigerlich an kubricks “2001″ denken.
“bionic hand” bedient mit der scratch-sample-orgie schließlich auch die b-boys oder das simple bedürfnis nach subbässen.
sieben jahre nach erscheinen immer noch zeitlos, wer eine ergattern kann: zuschlagen.
clips / mp3-kaufmöglichkeit: boomkat.

planetary assault systems
the drone sector / voodoo
[peacefrog pf078]

a-seite ein prototyp des damals noch nicht ganz so inflationär produzierten perkussiven looptechnos. die b-seite gibt wieder mal ein paradebeispiel dafür ab, wie man mit einfachsten mitteln die leute zum toben bringt, die dreckig-analogen techno mit hochfrequenten sounds in dunklen kellern und / oder mit stroboskoplicht kennen und lieben gelernt haben.
clips: nuloop.

dj sneak
blue funk 2
[relief records rr722]

“runaway train” der kaufgrund, fiel mir in einigen dry-sets auf. marschiert schnurstracks vorwärts, ohne zur seite zu blicken, inklusive der mittlerweile schon hundertfach verbauten und somit berechenbaren abfahrtssignale, aber wenn man mal ehrlich ist, wird’s doch echt wieder zeit für so etwas.
sonst schwächer als der erste teil.
clips: smallfish. klingen leider alles andere als gut, und den besten track unterschlagen sie auch noch. einen ungefähren eindruck vermittelt eine ältere mix-cd von ihm: klick (track 6).

einkäufe vom 19. februar 2009

Friday, February 20th, 2009

testeinkauf bei boomkat, die schon seit längerem das hinbekommen haben, was bei bleep derzeit noch in den startlöchern steht - die verknüpfung vom tonträgerversand mit der digitalen musikdistribution. das inkl. einer vorauswahl, die ich schon am hardwax so schätze, auch wenn das spektrum sich hier auf den gesamten independent-bereich erstreckt (am besten hier weiterlesen).
ehe man sich die dateien seiner wünsche auf die heimische festplatte laden darf, muss man sich erstmal ein benutzerkonto einrichten (was keinen wundern sollte), anschließend sucht man sich die dateien aus, geht zur kasse, erst dann trägt man die zahlungsdaten nach, wobei man paypal noch nicht akzeptiert, aber natürlich kreditkarten.
ist das erledigt, erscheinen die downloads auch schon im menü und die bleiben auch so lange aktiv, bis sie beendet sind. der fortschrittsbalken passt sich dem des browsers an. geschwindigkeit lag bei mir um 130kb/s - klar geht sowas immer besser, andererseits hatte ich es auch nicht eilig. gekauft wurde jeweils in flac, entsprechend keine sorge um die qualität. weiterer pluspunkt: das cover wird als jpg in der betreffenden zip-datei mitgeliefert.
kurzum: definitiv nicht der letzte einkauf dort.

peverelist
infinity is now / junktion
[tectonic tec019]

beides atemberaubend schöne tracks, die das beste aus techno und dubstep in sich vereinen, und eine schöne portion detroit gibt es obendrauf. mit eine der referenzplatten des genres, was 2008 betrifft.
[boomkat-link]

peverelist
roll with the punches / die brücke
[punch drunk drunk5]

die a-seite mit einer melodiesequenz, die man auch jahre und somit hunderte von platten später immer noch nach spätestens zwei takten wiedererkennen wird. fiel mir so richtig im scuba-set auf der fusion auf, ist daher auch ein erinnerungsstück. die b-seite ist eher rhythmus- und weniger melodiedominiert, für mich aber auch nicht der höhepunkt.
[boomkat-link]

einkäufe vom 19. januar 2009

Tuesday, February 3rd, 2009

im munteren wechselspiel auf kreuzberger terrain war wieder die space hall dran.

hardfloor
the life we choose (the texas trill mixes)
[hardfloor hf 011]

gerard hanson aka convextion aka e.r.p. und hardfloor - eine kombination, die für mich eigentlich unerwartet kam. seine vorher gesetzten standards erfüllt er mal wieder wie selbstverständlich - als ob es für ihn nichts anderes gäbe, perfekt abgemischte tracks zu produzieren. beide male electro, einmal mit 303-dominanz, die andere seite gehört den sphärischen klängen. gratulation an hardfloor für die tolle wahl.
clips: nuloop

baby ford + eon / link
dead eye / amenity
[plus 8 plus8086]

dazu muss man nicht mehr viel sagen. beide tracks sind klassiker für sich - da muss man mr hawtin trotz seiner entwicklung in den letzten jahren echt dankbar sein, die zum normalpreis und obendrein gutem mastering nochmal unter das volk zu bringen.
clips / kaufmöglichkeit: m_nus

jason leach
dtv3 ep
[don't don't012]

alle vier tracks aus seinen live-sets mitgeschnitten und direkt gepresst. hatte ich in den letzten monaten meine mühe, der auch im no-future-bereich (bzw. eher den daraus entstandenen derivaten) um sich greifenden stagnation etwas positives abzugewinnen, rückt mr leach das bewusstsein hiermit wieder gerade. haushoher favorit das aus einem mitschnitt aus der roten sonne in münchen stammende “death march”, was die sehnsucht nach hemmungslos brachialer abfahrt wieder entfacht.
clips: nuloop

scuba 10245 dubstep mix

Tuesday, January 20th, 2009

eben noch auf der sub:stance, jetzt auf der festplatte. klingt wie ein werbeslogan, verfälscht die dinge auch auf ähnliche art, weil der mix schon im november erschienen ist. zusammengestellt für den xlr8r-podcast, enthält sehr viel material, was auf hotflush bis mitte 2009 erscheinen soll.
gibt - um wieder den bogen zum anfang zu spannen - einen guten eindruck dessen, wie sich sein set am freitag angehört hat. so gut wie keine wobble-attacken, stattdessen dominieren filigrane arrangements.

somit eher etwas für unterwegs oder zur untermalung nebenbei laufender tätigkeiten. macht sehr gute werbung für sein label, hier steht alles weitere (tracklist und link).