[berlin / 07.12.2016] bi nuu: melt-banana / zeus

in tokyo habe ich sie leider um ein paar tage verpasst, dann eben hier. zeus ist der (mir bisher völlig unbekannte) support-act.

nachbetrachtung
zeus begannen erstaunlicherweise eine viertelstunde früher – zu einem zeitpunkt, als ich noch etwas bedenken hatte, ob der abend bei der gästeanzahl in schwung kommen könnte (vorweggenommen: kam er). zwei italiener, einer am schlagzeug, einer an der bassgitarre mit effekten, so dass er sequenzen live einspielen sowie loopen und wie eine waschechte e-gitarre klingen lassen konnte.
stilistisch dachte ich in der dreiviertelstunde an so vieles. ungefähr in der reihenfolge: krautrock à la faust auf speed, jazz, grindcore, drone, hardcore. das war überaus interessant, gerade aufgrund der ungewöhnlichen tempi abseits vom 4/4-takt, bei denen sie trotzdem ein echt bemerkenswertes timing bewahrten.

passten in jedem fall gut zu mxbx als hauptact, wo eine menge als samples vom laptop (interessanterweise mit hilfe von ableton live) kamen – unter anderem die drums, weil yasuka und ichirou auch nur zu zweit waren und ichirou wie ein besessener an seiner gitarre zugange war. wie yasuka die samples mit ihrem bunt leuchtenden midi-controller getriggert hat, erschloss sich mir bis zum schluss nicht. erstens, weil sich unser standort direkt hinter dem spaßbremsen-wall befand, der entweder teilnahmslos herumstand oder hin und wieder das smartphone für videos zückte, und zweitens, weil dafür nach dessen überwindung am rande des moshpit beim pogo light keine zeit war. die songs stammten eher von „fetch“ oder „bambi’s dilemma“, eher weniger von „cell-scape“ und ich glaube, es waren noch ältere sachen dabei, die ich nur noch nicht kenne.
gerade warmgesprungen war das vergnügen aber auch schon vorbei. die beiden ließen sich nach einer stunde noch zu einer zugabe hinreißen, aber das war es dann – leider. konsequenz für das nächste mal also: lieber gleich etwas weiter nach vorne, ehe man sich die hälfte der zeit über denkt, was man da vorne alles verpasst. gut, manche moshpits sind auch zurecht furchteinflößend, in dem fall waren aber erfahrene konzertgänger am start, die das zwar sportlich, aber dabei sehr fair betrieben.

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