[berlin / 06.10.2018] berghain: klubnacht

nachdem der herr dettmann das letztens mit miss kittin in der oberen etage ganz schön gut gemacht hat, zwei hamburger legenden dort auf dem zettel stehen und mein erklärter lieblings-resident auch noch unten dabei ist, war klar, dass das der oktober-termin für mich wird.

klubnacht

berghain
00h00 pete
04h00 headless horseman live
05h00 xhin
09h00 pär grindvik
13h00 sunil sharpe
17h00 marcel dettmann
21h00 function
01h00 sigha

panorama bar
00h00 murat önen
04h00 or:la
08h00 krystal klear
12h00 justin cudmore
16h00 boris dlugosch b2b klaus stockhausen
20h00 gerd janson
00h00 midland

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
ohne wenn und aber: das war für mich einer der top-5-sonntage anno 2018 an ort und stelle, woran die beiden front-residents maßgeblichen anteil hatten.
insgesamt 17 stunden – einmal acht, einmal neun.

pete war wie immer eine bank. dachte so bei mir, dass er schon ordentlich gas gibt, als ich die stufen um 1:30 uhr nach oben ging. aber das baute er feinfühlig ab und wieder auf. headless horseman spielte zu beginn eher bassline-orientiert, zweite hälfte eher industrial-geprägt. nichts zu meckern. xhin gefiel mir gegen 6:30 uhr am besten, als er für 15-20 minuten tracks ohne gerade kick spielte und damit auch den floor um ein drittel leerte. ansonsten nichts für mich nennenswertes.

für justin cudmore und or:la gilt das gleiche: treibend, ohne beliebig zu klingen. merke ich mir. bei letzterer gab es einen schönen streifzug durch diverse stile (electro u.a.). zwar passten ein paar tracks in der letzten halben stunde harmonisch nicht zusammen, aber dafür stimmte die auswahl. schön auch, dass die sounds eher rauh waren.
sunil sharpe (wir sind längst schon bei der zweiten schicht) funktional und technisch versiert wie immer. aber komischerweise spielte sich das geschehen für mich vielmehr in der panorama bar ab, so dass ich von ihm nicht mehr als zehn minuten mitbekommen habe. marcel dettmann  vielfältig wie immer, also auch gerne mal wavig oder electro, aber im gegensatz zu function hat er es mit dem gain imho zu gut gemeint. da klangen die mitten mit elacin in den ohren ganz schön schneidend. bei function fand ich es bemerkenswert, dass er die anlage zumindest bis 22h30 nicht so sehr über dem limit betrieben hat wie vor seiner auszeit (maximal bei 110 db). stilistisch eher trippig, so wie seine sandwell-produktionen.

das duo dlugosch / stockhausen spielte einfach jahrzehntelange erfahrung aus. so konnte auch prince („when doves cry“) oder propaganda („p:machinery“) untergebracht werden, ohne dass das fremd wirkte. tolle reise durch gemeinsame drei jahrzehnte geschichte mit tanzmusik, was auch einige in die panorama bar lockte, die vom äußeren eindruck her damals im front dabei gewesen sein könnten.

notierte / per shazam identifizierte oder (das gilt bei den herren dlugosch / stockhausen) restreale schwarmintelligenz zusammengetragene tracks:
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