Mrz 072019
 

zwar hat mich „who else?“ noch nicht gänzlich überzeugt, was aber vielleicht an meinem überzogenen anspruch liegt. von der spiellänge sind manche eps genauso lang. „who“ ist jedoch richtig gut, und alleine aus gründen der kompletten discographie und unterstützung für die beiden mit dem herz am richtigen fleck wird das noch in meiner sammlung landen.
das konzert ist eigentlich ausverkauft, es gab aber montag nochmal ein restkontingent. man kann sein glück auch noch über ticketswap probieren, aber zahlt dann bitte nicht mehr als 35 euro.

support
catnapp
pfadfinderei visuals

start
18 uhr

nachbetrachtung
war gegen 18h30 da, der eingang war an der seite des bierhofs, wie auch bei den ausstellungen in der halle. die bar, die man von neujahr kennt, ist geblieben, aber zwei treppen nach oben, was das ganze gut entzerrt. die garderobe rechts vom eingang ist ok, wenn die leute immer schubweise ankommen. nach konzertende staut es sich da etwas. da ich mir etwas zeit ließ, ging das aber noch.
interessant auch: die berghain-toiletten waren geöffnet, nicht die vom lab. so gab es mal eine andere perspektive auf den club: der weg zur tanzfläche abgesperrt, man musste über die von den scannern im hellen weiß angestrahlte brücke. und leise war’s.

es hat sich ansonsten positiv bemerkbar gemacht, dass das konzert alles andere als überfüllt war. keine ahnung, ob viele ihr ticket haben verfallen lassen, restkontingent gab es jedenfalls schon später am montag nicht mehr. was ich für eher wahrscheinlich halte: lieber weniger tickets in den vorverkauf geben und den leuten somit eine angenehme erfahrung bereiten. das führte zu einem sehr gut besuchten konzert, bei dem es sich beim haupt-act aber immer noch vorzüglich tanzen ließ.

aber erstmal catnapp, die sich mit ihrem warm-up für weitere besuche empfohlen hat und (auch wenn der vergleich vorne und hinten hinkt) eine wesentlich bessere figur als og keemo bei dendemann eine woche zuvor. mag aber auch an den gehaltvolleren texten gelegen haben.

als zwischenprogramm lief die „tri repetae“ von autechre, was einmal mehr unterstrich, dass die beiden herren aus dem berliner umland in den vergangenen fast 30 jahren eine mehr als ordentliche grundausbildung in elektronischer musik genossen haben.
sie ließen auch sonst nichts anbrennen, spielten (sofern ich mich nicht irre) das gesamte neue album, hits wie „evil twin“ nur an oder gar nicht („kill bill“), dafür andere („the black block“) oder unerwartetes („blue clouds“) komplett. ungewöhnlich wenig interaktion mit dem publikum, und wenn, dann war es szary, der das publikum mit minimalgesten animierte.
berührender moment das „no good“-intermezzo mit „thank you keith flint“-projektion, wobei auch erneut die pfadfinderei für die gesamtleistung gelobt werden muss.

zwei zugaben gab es, mit „hasir“ zum schluss nach brutto gut 100 minuten, netto waren’s um die 90. zwar wollte das publikum mehr, aber als billie holiday über die (übrigens überraschend gut auf die räumlichen verhältnisse eingestellte) anlage erklang, war klar, dass hier nichts weiter passiert.
ein definitiv mehr als nur solides heimspiel. und das neue album machte live um einiges mehr spaß als beim fragmentarischen hören über kopfhörer

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