netaudio im januar 2006 – zum ersten

damit die kategorie auch endlich wieder bedient wird. beileibe kein taufrisches material, das folgt allerdings auf dem fuße in ein paar tagen. auch hier wie bei den vinyl-veröffentlichungen der link zum release im titel.


jonas bering
luna
[lesizmo:r les02]

eines der talente aus der kompakt-schmiede ist nun auch im dickicht der netlabel-szene vertreten.
techno alter detroiter schule wird versprochen und auch zum teil eingehalten, jedenfalls schimmert carl craig im beach-mix schon durch. klingt nach einer guten referenz, aber plänkelt mir doch zu sehr vor sich hin. der klassische mix ist mit einer richtigen bassdrum schon prägnanter, dennoch wirkt das ganze wie in einer halben stunde zusammenarrangiert.
bleiben noch die remixe. bern nimmt die eigentlich sommerhafte stimmung vollkommen raus und baut einen sich nach und nach um mehr elemente ergänzenden düsteren clicks&cuts-track um die im beach-mix vertretene hookline. ari bau (newcomer, wenn es nach der ankündigung geht) geht mit super programmierten (und gut verhallten) beats, welche die stimmung des originals ganz gut auffangen können, als gewinner durch’s ziel.


bern
pour les oiseaux part 2 & 3
[lesizmo:r les01]

die fortsetzung des thinnergy-tracks, gerade beim part 3 schon sehr an sachen von troy pierce erinnernd, aber (oder auch deswegen) insgesamt besser zur hintergrundbeschallung an einem sonntagmittag nach einer party geeignet.

[-]
v.a.
strategic sounds vol. 1
[stratagem stmnet001]

aus kanada, und gleich zur premiere ein dickes paket voller unbekannter namen. bin durch andrew duke darauf aufmerksam geworden, der mich im november mit seinem release auf sinergy networks vollkommen überzeugen konnte. der macht den anfang, und auch hier rein sequenzbasiert, aber mit weniger tempo, klingt etwas romantischer. den rest kann bei bedarf der pitch erledigen. dub technique mit zu vernachlässigendem chord-techhouse, demir im stile mittelprächtiger poker-flat-veröffentlichungen, deemah macht den titel („a bit insane“) zum programm: quirlig und funky. jamie kidd mit minimalem techno (das tempo legt es jedenfalls nahe), beim ersten eindruck simpel, aber ungeheuer detailreich und trotzdem mit druck, den nimmt liam o’leary dann wieder mitsamt der spannung raus (man kann auch „jay haze phänomen“ dazu sagen) und oxide bildet mit astreinem house den abschluss.
zwar mit klaren durchhängern, allerdings überzeugen die „hits“ hier so richtig. stratagem bleibt unter beobachtung.


shalma-
second blur ep
[-n mn007]

unbequeme electronica, für die man den japanern einfach dankbar sein muss und womit das label den platz bei den pflichtdownloads einmal mehr rechtfertigt. mutige plattendreher könnten sich an „formranks“ in der nähe von jeff milligan versuchen. „pretension“ erinnert mit den glitches und samples sehr an sutekh, der rest ist zwar eher zum hören, aber die couch wäre dafür nicht der unbedingt passende ort.


gate zero
6 rooms
[stadtgruen gruen013]

in der zweiten hälfte herrlich zurückgelehnte electronica unter zuhilfenahme konventioneller instrumente wie bass, klavier oder elektrischer gitarre. davor der versuch, wärme maschinell zu verbreiten.
das traditionelle handwerk behält allerdings die oberhand.

[berlin / 01.01.2006] berghain: klubnacht (review)

ausnahmsweise mal nicht im voraus, sondern im nachhinein, weil ich mir nicht wirklich sicher sein konnte, mittags noch hereingelassen zu werden. das line-up:

berghain
james ruskin
adam beyer
andre galluzzi
ben klock
marcel dettmann
panorama bar
2raumwohnung dj-team
cassy
dinky
tama sumo
nd_baumecker
marc hardbone
boris
prosumer

zunächst mal: den größten teil der acts habe ich natürlich verpasst. leider auch james ruskin, der zwar erst ab 6h spielte (und grandios gewesen sein soll), aber mit der länge der warteschlange vom letzten jahr in der frühe im hinterkopf schien es nicht nur der vernunft wegen ratsam, nach den feierlichkeiten in den eigenen vier wänden eine auszeit von drei stunden zu nehmen, um dann einigermaßen ausgeruht das zweite mal das neue jahr zu feiern.
zunächst mal: es waren neue impressionen und räume angekündigt. ob ersteres die riesen-discokugel am aufgang zum berghain ist, lasse ich mal dahingestellt (aber bitte wieder das lametta abnehmen. passte zwar zum anlass, sieht aber sonst zu sehr nach – nun ja – disco aus.), zweiteres gibt es nun mit dem lab.oratory eine weitere spielwiese für härtere sexuelle vorlieben unten neben dem aufgang. dessen line-up las sich wie das in der panorama bar, der timetable war bis 12h ausgelegt, allerdings ging dort auch zu meiner ankunft gegen 14h noch einiges.
berghain: herr galluzzi in den letzten zügen, übergab an einen wesentlich frischeren adam beyer, von dem im vorfeld ein „moderateres techno-set“ angekündigt war, und was dieser auch konsequent einhielt. es gab zwar zwischendurch einige tracks mit dem abfahrts-potential (und die leute honorieren sowas auch immer noch), sonst dominierte die groovende minimalere variante, die sich aber nie im geplänkel verlor, sondern u.a. auch wegen des quasi permanenten mixings dynamisch blieb. ben klock knüpfte daran zwar irgendwie an, streute aber hier und da ein paar gassenhauer ein, wo ich schon wieder dachte, dass hier in den nächsten minuten die letzte abfahrt stattfinden würde – er entschied sich aber letztendlich für den ausklang, was meinen bedürfnissen auch recht entgegenkam. so wurde die meute kurz vor 20h mit romanthonys „wanderer“ passend nach hause geschickt. in der immer konstant gut gefüllten panorama bar werkelte prosumer zu der zeit noch munter weiter – wie lange, wollte ich allerdings nicht mehr herausfinden.

bilanz oktober/november/dezember 2005

auch sträflich vernachlässigt, dafür diesmal kompakt für das letzte quartal zusammengefasst. die werte für oktober gelten logischerweise erst ab der zweiten monatshälfte.

anzahl der blogbesuche
oktober 2005: 897
november 2005: 2855
dezember 2005: 3708

darunter befinden sich (gerade im dezember) auch einige spambots, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die in so einer größenordnung zu der gesteigerten leseranzahl beigetragen haben. daher einfach ein „dankeschön“ an sämtliche rss-abonnenten, stammleser oder von langeweile hierher getriebene besucher.

das angenehme mit dem nützlichen verbunden und die neuigkeiten vorgestellt:
1. endlich gibt es den link zur galerie auch in der sidebar – zumindest bei denjenigen, die sich mit dem „very simple“-theme hier herumtreiben. die anderen themes werden bei zeit und laune angepasst.
2. die quicktags bei den kommentaren sind wieder aktiviert, so dass ihr euren text (und vor allem die links!) komfortabler gestalten könnt. muss mir noch was mit der anordnung der buttons einfallen lassen, aber für’s erste muss das so reichen.

[shouted.fm / 31.12.2005] bass statt böller

zwei specials zum jahresausklang bei mth.electro – unter einem dach zusammengefasst, auf dass der friedrichshainer lärm der silvesterkracher übertönt wird. für mich auch eine belastungsprobe, je nachdem, wie lange die back to basics mich beschäftigen wird.

klangspione-special
12h00-14h00: jens beckmann (klangspione / iserlohn)
14h00-16h00: nuke (electronic culture / hannover)
16h00-18h00: stype (klangterroristen.de – dissonanzstudien.de / berlin)
18h00-19h00: hyline (klangspione – electronic culture / hannover)
19h00-20h00: daniel nöthen (klangspione / bonn)
20h00-21h00: tobi tobsucht (electronic culture / köln)
21h00-23h00: dj kelt (incite rec. – hardtechno events / gifhorn)

gammelradio vs. radio gaga
23h00-03h00: the funker / phil / psycoded / zoe.orange / streamrunner & gäste
03h00-11h00: psycoded vs. dan brown (zimmer-records.org)
11h00-15h00: battle-star galactica

shouted.fm => mth.electro

p.s.: damit euch allen einen fröhlichen jahreswechsel, da das posting das letzte für 2005 sein wird. ich lasse hoffentlich nicht allzu lange nach neujahr von mir lesen.

[shouted.fm / 27.12.2005] radio gaga v1.3 – special b

nachdem ich seit dem wochenende weiß, dass auf mtv mittlerweile auch hundehütten aufgemotzt werden, tut eine flucht ins webradio not.

ausgabe 1.3 war zunächst als special zum meeting vor gut zwei wochen geplant, die idee musste wegen streikender technik aber zum größten teil verworfen werden, und so wird es statt interviews mit den vertretenen künstlern tracks von eben diesen geben, garniert mit hintergrundinformationen usw. – der aleks wird’s schon richten.

wie immer: shouted.fm => mth.electro
20h
137 minuten