Nov 032018
 

ausnahmsweise mal nicht als vorankündigung, sondern als nachlese. war mir gestern noch nicht zu 100% sicher und hab mir heute früh kurz vor dem losgehen schon die frage gestellt, ob es das wert wäre. koffein ist aber nach wie vor eine große motivationshilfe. und vorweggenommen: gelohnt hat sich’s.

erstmal der reihe nach…

panorama bar 07
00h00 nd_baumecker
02h30 falty dl
04h30 duplex live
05h30 dave aju
07h30 gen ludd

eintritt
14 euro

ehe ich daheim aus dem knick kam, war es 3h30, als ich im laden war. nd habe ich damit verpasst, der an seinem (runden) geburtstag, der eigentlich zugleich auch veröffentlichungsdatum seines panorama-mixes sein sollte (was nun wiederum anlass für die party war), das pech hatte, dass die lizenzen für manche tracks aus dem set nicht erteilt worden sind.
dem kann man auch was positives abgewinnen: erstens betraf es wenigstens nicht nur einen track, zweitens gibt es die exklusiv-tracks auf ostgut ton seit gestern zu kaufen (womit das mit der release-party durch die hintertür wieder hinhaut) und drittens hatte er leute im line-up, die diversität in ihren sets großschrieben und damit (so hoffe ich) den selbst gesetzten anspruch erfüllt haben.

wenn man nach besucheranzahl geht, muss man sich schon fragen, warum falty dl und auch duplex bzw. das gesamte line-up nicht mehr leute gezogen haben. der füllgrad war bei bestenfalls zwei dritteln, brachte aber für mich einen großen positiven nebeneffekt: es war alles so unaufgeregt. kein warten vor der tür, drinnen kein durchschlängeln bei leuten und kein risiko, jemanden auf der tanzfläche anzurempeln oder umgekehrt. dem entspannten gesichtsausdruck einiger anderer nach zu urteilen, ging wohl nicht nur mir das so.

noch dazu verspürte ich in fünf stunden keine musikalische langeweile. auch wenn falty dl gute tracks auswählte („deep burnt“ von pepe bradock oder „aftermath“ von nightmares on wax), fehlte mir der faden. duplex in detroit-tradition, also melodisch, zum schluss fordernder. dave aju wechselte mühelos zwischen techno und house, so dass neben „take me back“ von herbert auch mal minuten zuvor „lancia delta integrale 16 v“ von neil landstrumm (unter seinem navario sauro-alias) oder auch „compass“ von dave clarke zu hören waren. merke ich mir.
bei gen ludd wurde es zum schluss sehr breakig, was als filter für das publikum seine wirkung nicht verfehlte. dabei „do your do (prod neane)“ von bryte oder „dengue drums“ von superficie. auch für die beiden gilt das alte ebay-prinzip: gerne wieder.

Okt 262018
 

dritte und letzte station des wochenendes, das dürfte dann auch reichen. die aussicht auf drum&bass in der halle der griessmühle ist zugegebenermaßen verlockend.

climate of fear

halle
22h00 gramrcy
03h00 source direct
05h00 peverelist b2b kowton

silo
00h00 baseline
02h00 laurel halo
04h00 relaxer live
05h00 mama snake

wintergarten
08h00 tasker

Okt 252018
 

der zweite monatliche pflichttermin ist zugleich zweite etappe des mit ansage ambitionierten wochenendes.

ablauf

lobby
10h00 modschi
13h00 diwa
15h30 rocko garoni
18h00 simone gato
20h00 glasersfeld

mdf
14h00 nur jaber
17h00 sheldon drake
19h00 air liquide
20 oscar + paul omen

zelt
14h00 inez
17h00 discoish.it + holidays in chernobyl

nachbetrachtung
ein wieder mal feiner samstagnachmittag/-abend, der aber ein wenig unter der extrem guten techno-vorlage von surgeon ein paar stunden zuvor ein paar kilometer weiter westlich gelitten hat. fand mich dafür eher im zelt ganz gut aufgehoben, das übrigens vergrößert worden ist – nicht nur in der fläche, sondern auch in der höhe. die garderobe befindet sich jetzt wieder dort am eingang, der dem club zugewandt ist und liegt hinter der bar. sorgt gleich für eine andere stimmung, obwohl die discokugel fehlte. inez servierte kaliber wie „something isn’t right“ von herbert, „comfortably numb“ von scissor sisters für diejenigen, die auch mit pop können oder „let it go“ von traumprinz. vom tag-team danach gab’s u.a. „dance with me“ von soundstream und „bar a thym“ von kerri chandler.

soll aber nicht heißen, dass es drinnen schlecht war. wo ich letzten sommer bei air liquide noch fand, dass das ein wenig verpuffte (was aber auch an der damals kühleren witterung gelegen haben könnte), war das auf dem mdf richtig (also so richtig) gut. acid in bestform, im tieftonbereich schön abgerundet. auch das langsamere tempo mit industrial-dystopie von sheldon drake zuvor war schön – vor allem interessant zu sehen, wie das nach nur jaber die menge teilte. sie spielte funktional und schnörkellos geradeaus, so wie ich sie die letzten male gehört habe. ich hoffe allerdings darauf, dass sie sich wieder auf die stärken von vor zwei jahren besinnt und trippige, dennoch treibende sets spielt – das zusammenspiel von melodien kann sie meiner meinung nach sehr gut, wohingegen es aktuell nach eher stumpfem abliefern klingt.

Okt 242018
 

ein weiterer getränkekonzern schickt sich an, seine fußabdrücke in den clubs zu hinterlassen. da hierbei aber scheinbar dem tresor-booking freie hand gegeben worden ist, soll mir das recht sein. wird auftakt eines ambitionierten wochenendes.

tresor
00h00 zadig
04h00 surgeon
07h30 hector oaks

globus
00h00 axiom
03h00 moritz von oswald live
04h00 anna haleta
06h30 vco

eintritt
12 euro

Okt 192018
 

die pan-nacht vor zwei jahren war musikalisch mit eine der besten, und wegen objekt ist es eh klar. amnesia scanner klang auf dem album zwar nicht nach etwas, das ich permanent in meiner sammlung haben möchte, könnte live aber ganz schön massiv werden.

berghain: pan
00h00 bill kouligas
01h15 puce mary live
02h00 tzusing
03h30 eartheater live
04h15 amnesia scanner live
05h00 objekt
06h30 m.e.s.h.

panorama bar: mannequin
00h00 ernestas sadau
01h30 raw ambassador live
02h30 alessandro adriani
04h30 interstellar funk
06h30 jasss

eintritt
12 euro

Okt 062018
 

nachdem der herr dettmann das letztens mit miss kittin in der oberen etage ganz schön gut gemacht hat, zwei hamburger legenden dort auf dem zettel stehen und mein erklärter lieblings-resident auch noch unten dabei ist, war klar, dass das der oktober-termin für mich wird.

klubnacht

berghain
00h00 pete
04h00 headless horseman live
05h00 xhin
09h00 pär grindvik
13h00 sunil sharpe
17h00 marcel dettmann
21h00 function
01h00 sigha

panorama bar
00h00 murat önen
04h00 or:la
08h00 krystal klear
12h00 justin cudmore
16h00 boris dlugosch b2b klaus stockhausen
20h00 gerd janson
00h00 midland

eintritt
18 euro

Sep 282018
 

aufgrund der grizzlynation am samstag / sonntag / montag startet die september-staub freitagnacht und geht bis samstagmittag.

ablauf
mdf
00h00 ekserd
03h00 acierate
06h00 caleb esc
10h00 katja & hagen

lobby
00h00 manfred tiek
03h00 lady machine
06h00 verboten

zelt
03h00 dynamo dreesen
06h00 holidays in chernobyl

garten
09h00 i.nez
11h00 carsten jost

nachbetrachtung
für mich eine von vorne bis hinten runde sache – zumindest in den zehn stunden, die ich ab 3 uhr da war.

the lady machine hat ihren bei der bewegungsfreiheit hinterlassenen eindruck nochmal bestätigt und glänzte nicht nur mit technischer, sondern auch geschmacklicher sicherheit bei gleichzeitiger vielfalt.
auswahl: zeigen

caleb esc hat’s wie immer geschafft, mir tracks außerhalb meines beuteschemas so zu präsentieren, dass es mir nicht langweilig wurde. gut, die „isolation“ von function auf sandwell geht immer, bei „subshell“ im pfirter-remix (original von exium) musste shazam nachhelfen, bei „the concept of irony“ von uun ebenfalls.
von verboten habe ich nur wenig mitbekommen, aber dort blieb „music for films“ von dj hell sehr positiv hängen.

i.nez‘ letzte halbe stunde war in der tat schöner vorbote dessen, was carsten jost zu einem für mich komplett schönen abschluss der blank-gartensaison machte. wo inez mit dingen wie „some kind of up and down yes“ von efdemin, direkt gefolgt von „fine day“ in der interpretation von erlend oye die sich langsam erhöhenden temperaturen begleitete, setzte carsten jost dies in der ersten stunde mit deephouse fort. ich war im positiven sinne neidisch darauf, wie harmonisch das alles ineinander lief.
dank prescription-werkschau auf rush hour letztes jahr kann ich da wenigstens eines benennen: „i feel the rhythm“ von ron trent.
bevor ich gegen 13 uhr ging, war er bei electro angelangt, u.a. mit „transit“ von tracey, „eternal return“ von reedale rise und auch dem immer wieder gern genommenen „destroy him my robots“ von anthony rother. „lovelee dae“ von blaze war als hit dann aber für mich der moment, nach dem ich mich entschied, dass es nicht schöner werden konnte bzw. ich mit der erinnerung an diesen moment im garten ganz gut einschlafen könnte. wurde ohnehin zeit.

Sep 182018
 

der diesjährige herbsttermin ist zumindest ortstechnisch eine premiere. und um so viel interna preiszugeben: es ist erst seit gestern wirklich fix, dass ich spiele. die anderen optionen für die eröffnung des hauptfloors hatten entweder zeit oder nicht geantwortet, was mich aktuell in die lage bringt, die festplatte nach allem, was nicht zu sehr techno ist, zu durchsuchen.

filme
21h30 speechless / cloud making machine

oben
23h30 stype
02h00 maayan nidam
05h00 ruede hagelstein
08h00 mila stern

unten
01h00 maral salmassi
04h00 alan oldham
06h00 stefan rein

eintritt
10 euro, kommt wie immer geflüchteten und deren protest- sowie unterstützungsstrukturen zugute.

Sep 092018
 

spontanbesuch zum lieblings-resident und dann noch später hören, was miss kittin heutzutage so spielt.

klubnacht

berghain
00h00 marcel dettmann
05h00 aleksi perälä live
06h00 valesuchi
10h00 pete
14h00 exterminador
18h00 ben klock
22h00 silent servant
02h00 courtesy

panorama bar
00h00 rabih beaini
04h00 philipp gorbachev live
05h00 mick wills
08h00 mark knekelhuis
11h00 lennart wiehe
14h00 marcel dettmann
18h00 miss kittin
22h00 marcellus pittman
02h00 francois x

garten
12h00 job jobse
15h00 soundstream

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
auch wenn es ein ungeplanter dritter besuch innerhalb von zwei wochenenden war: es war auch dieses mal musikalisch überzeugend. gegen abend wurde es sogar schwierig, sich zwischen der atmosphäre im garten und der in der panorama bar zu entscheiden, weil miss kittin und marcel dettmann sich gegenseitig zu höchstleistungen anstachelten.

aber besser der reihe nach. valesuchis halbe stunde, die ich noch mitbekommen habe, war melodisch und damit für uhrzeit und raum passend, aber nicht mein beuteschema.
pete bleibt seiner rauhen schule einfach treu, damit war erstens genug platz und zweitens schon früh der moment erreicht, an dem ich mich am meisten verausgaben konnte. da das auflegen mit cdjs bei ihm aber dazu führt, dass er wenigstens zwei tracks parallel laufen lässt, versagt shazam regelmäßig. aber so einige stammgäste aus seinen sets waren wieder dabei: „floaters“ von joey beltram, „division de lignes“ von jeff mills, „latifah“ von ihm selbst (keine ahnung, welche der versionen), „model friendship“ von regis. kurzum: einfach immer noch der beste der residents.
von lennart wiehe ist mir oben noch „running“ von moderat sowie „master and servant“ von depeche mode in erinnerung, was zu dem zeitpunkt auch gut klar ging. marcel dettmann hat mir im anschluss und in den nächsten acht stunden aber nachdrücklich ins gedächtnis zurückgerufen, dass ich mir kein weiteres gutes jahr zeit lassen sollte, bis ich ihn das nächste mal höre. das war ein formidabler ritt durch ebm, wave, house, techno, electro, (italo-)disco und vielem dazwischen und das gewann durch das spontane back-to-back mit miss kittin (die auch absolut nichts verlernt hat und ihren slot mit marcel teilte, nachdem sie gegen 16 uhr gemeinsam angefangen hatten) noch an fahrt. bei exterminador tat sich für mich irgendwie zu wenig, wenn ich mal vorbeischaute. allerdings ist „scorn“ von surgeon definitiv keine schlechte wahl – das war in seiner letzten halben stunde.
trackauswahl panorama bar zwischen 14 und 22 uhr:
zeigen

job jobse nur kurz mitbekommen (force legato – system, das blieb hängen), und wegen der stimmung (könnte ja das letzte mal für mich in diesem jahr im garten gewesen sein) auch hin und wieder bei soundstream vorbeigeschaut, der auch ungewohnt hittig spielte: „finally“ von cece peniston, dee-lites „groove is in the heart“, direkt gefolgt von „revolution 909“ von daft punk. sonst noch „show me love“ von robyn s. (mit beeindruckender textsicherheit des publikums), „nuthin wrong“ von tyree, „work it“ von dj sneak, „keep on jumpin'“ von musique zum schluss – wobei er noch „you make me feel (mighty real)“ von sylvester spielen wollte, aber punkt 20 uhr musste im garten schluss sein und er hatte wie nd eine woche zuvor schon eine stunde länger gespielt als eigentlich geplant. klar könnte man gerade ihm bequemlichkeit unterstellen, weil er in seiner auswahl normalerweise tiefer geht, aber den reaktionen nach war das goldrichtig.

nach dem schluss im garten ging zumindest auf den tanzflächen für mich nicht mehr viel. war aber auch ok, da pete, marcel dettmann, miss kittin und soundstream mich ganz gut auf den beinen halten konnten. bei ben klock war ich erneut überrascht, dass er tracks mit wiedererkennungswert spielt („blue sex drops“ von robert görl bspw.), bei silent servant meine ich, „black technician“ von robert hood wiedererkannt zu haben. aber da der wiedereinstieg in die arbeitswoche rief und mir nicht nach dem üblichen sonntagabendgetümmel war, überließ ich den spaß ab 23 uhr den anderen und ging definitiv ausgeglichener nach hause als ich angekommen war – wohlwissend, den für mich passenden füllgrad abgepasst zu haben.