Apr 032017
 

es scheint wohl in den letzten wochen diejenigen zu treffen, die steine ins rollen gebracht haben. zugegeben: bis zur meldung wusste ich nicht mal, wer der gründer von roland war, und deren hardware habe ich mit ausnahme der tr-8 auch noch nicht in augenschein genommen. aber fakt ist, dass sämtliche elektronisch produzierte tanzmusik ohne die firma nicht so geklungen hätte – auch wenn es ein paar jungs aus chicago bedurfte, die einen der flops des unternehmens soweit manipulierten, dass bis dato unerhörte klänge ein gesamtes genre prägen sollten.

87 jahre ist er alt geworden. r.i.p. ikutaro kakehashi.

 Posted by on 03.04.2017 at 23:09
Apr 022017
 

sein tod ist nun auch fast ein jahr her. nun hat sein für meinen geschmack bestes album den rolling stone (über dessen schlagzeilenmeldungen im tagesgeschäft man ja gut und gerne diskutieren kann) zu einer rückschau veranlasst, die als muster für guten musikjournalismus betrachtet werden kann. kommt daher in die hiesigen lesezeichen, werde ich sicher noch diverse male lesen wollen.

30 jahre „sign o‘ the times“

 Posted by on 02.04.2017 at 12:59
Apr 012017
 

da gehe ich heute früh nichtsahnend und sich auf das heimische frühstück freuend nach hause und auf einmal bietet sich mir dieses bild. chapeau, die schlange bei giegling so ausgenutzt zu haben, dass die konteraktionen der hauseigenen marketingabteilung bis dato immer noch auf sich warten lassen.

 Posted by on 01.04.2017 at 17:12
Mrz 302017
 

es gibt einen ganz profanen, aber doch nicht unwesentlichen grund, dem hype um die weimar-berliner hinterherzurennen: ich hoffe auf einen merchandising-stand, bei dem sich die 8-fach-lp vom prince of denmark kaufen lässt. die tour-ep würde ich bei der gelegenheit auch gleich mitnehmen. das konzept mit mehreren live-acts (gerade in der panorama bar) kommt dabei aber auch mehr als gut gelegen.
die säule werde ich mir als neuen floor aller wahrscheinlichkeit nach erst ende april anschauen können. keine ahnung, wieviel davon beim durchgehen zu sehen sein wird.

planet giegling

berghain
ateq live
vril live
sa pa
konstantin

panorama bar
edward live
dj dustin
kettenkarussell live
legov leafar live

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
da will lynch sinn und verlauf der gesamten tour überaus lesenswert bei residentadvisor zusammengefasst hat, gibt es hier lediglich die inhaltliche bewertung dessen, was für mich denn nun am hype dran ist oder war.

die panorama bar lasse ich bei dem ganzen mal aus, weil ich da vielleicht mal eine viertel- bis halbe stunde verbracht habe, in der dustin gewohnt sicher agierte. der rest also unten, wo der riesige lametta-leuchter an der rückseite ins auge fiel, was eine der optischen installationen des giegling-kollektivs war und für ein insgesamt helleres berghain sorgte. die podeste wichen bühnenaufbauten, was vor dem darkroom und beim rechten boxenturm zunächst ganz gute emporen für die exaltierten, später aber zusätzliche sitzgelegenheiten schuf. fand ich gar nicht mal so schlecht als anordnung und dachte, dass dies der normalzustand wäre. könnte man für manche sonntage mal im auge behalten.
ebenfalls zeichen der optischen wandlung: die „rituale des verschwindens“ von piotr nathan waren ebenfalls bereits abmontiert und versteigert, was bei 500 euro pro panel (171 an der zahl) wohl einen ordentlichen schnitt ergeben haben dürfte. nur eine maueraufschrift mit dem titel des abmontierten werks zeugte davon, dass da einst etwas hing. mehr zur entstehung, konzeption des werks sowie zur entscheidung, es zu demontieren und zu versteigern, lässt sich in diesem interview nachlesen. war für mich etwas ungewohnt, bzw. wirkte sehr kahl und in puncto raumtrennung mit den vorhängen links neben dem eingang, wo auch die panele mit den gesammelten plattencovern demontiert worden waren, auch etwas improvisiert.
die säule war nur von außen zu betrachten, aber das wirkte tatsächlich sehr durchdacht. man erinnert sich: wenn das berghain freitags geöffnet hatte, stand zur säulenhalle stets ein bauzaun zur abtrennung, um die leute daran zu hindern, sich bei der bar zu bedienen, die samstags geöffnet hatte. das ist nun durch die glasfront nicht mehr notwendig, die 1:1 dem entspricht, was man oben zwischen bar und tanzfläche sieht. es gibt nun auch ein stahltor, das sich durch drahtseile bedienen lässt und den zugang zur stahltreppe nach oben versperrt, weil an manchen freitagen nur die säule anstelle der panorama bar geöffnet hat und leute nicht nach oben sollen.

es waren also gleich mehrere änderungen auf einmal, die nach den in den vergangenen 12 jahren mehr oder weniger prägnanten umbauten (von denen der in der panorama bar anfang 2010 sicherlich hervorzuheben ist) verarbeitet werden mussten. das fiel aber durch das musikalische niveau leicht, wobei ich den an live-acts orientierten ansatz wirklich loben muss. es hat zwar leider nur für die letzte stunde von ateq (von insgesamt drei) gereicht, aber das war immer fordernder werdender dubtechno, an den sa pa stilistisch auch gut anknüpfen konnte. er spielte mit cdjs und darunter viel eigenes, aber technisch war das ziemlich holperig, so dass ich mich schon fragte, warum er das nicht gleich als dezidierter live-act auch mit ableton live hätte machen können. konstantin hingegen war so souverän, dass er für mich eines der dj-sets des jahres gespielt hat, in dem auch tracks wie „elastobabe“ von pantytec richtig technoid klangen. „marionette“ von mathew jonson höre ich auch immer noch gerne, das war alles mit dem richtigen gespür für stimmung und harmonien ineinandergemischt, dass es sich alleine für ihn gelohnt hätte.
vril durfte die letzten drei stunden als live-act bestreiten und hatte von 7 bis 10 auch keine mühe damit, die leute zu halten. für mein empfinden wäre es besser gewesen, das tempo etwas weniger merklich zu drosseln als in den letzten zehn minuten vor schluss, aber das ist als kritik geschenkt.

hab’s also alles andere als bereut. wenn man will lynchs artikel liest, scheint giegling das auf die gesamte tour betrachtet genauso zu empfinden, auch wenn ich verstehen kann, dass es so schnell keine wiederholung davon mehr geben wird. aber sie haben es geschafft, mir die acht stunden mit einem zwar klar definierten, aber sehr ausgefeilten stil im erbe von dubtechno, minimal und trance sehr kurzweilig zu gestalten. hype hin oder her: hin und wieder trifft es damit auch die richtigen.

Mrz 192017
 

auch für legenden ist es leider irgendwann mal zeit, daher kein „2017 macht da weiter, wo 2016 aufgehört hat“, stattdessen danke für „roll over beethoven“ und dafür, damit die in den 1950ern herrschende biederkeit in der musik inklusive mitstreitern beseitigt zu haben. das erbe ist eh riesig und 90 muss man auch erstmal schaffen.

r.i.p. chuck.

 Posted by on 19.03.2017 at 12:20
Mrz 112017
 

da das about blank mit der buttons und der sporadisch stattfindenden poly|motion bereits zwei körperbetonte reihen im repertoire und dj flush nach dem ende von killekill im suicide ein weiteres standbein hier hat, ist der umzug vom urban spree hierher nur folgerichtig.

musik

mdf
00h00 spooky alien
02h30 suka off performance
03h00 spooky alien
03h30 fallbeil live
04h30 kuno & spaceinvasion
07h00 ekman live
08h00 irakli

lobby
02h00 a/ona
04h00 stefano taiuti & danilo lvm performance
04h30 alec empire
06h30 frank & david

body performances
04h00-07h00 lan hungh

eintritt
12 euro

start
23 uhr

nachbetrachtung
vor ort war ich erst gegen 2 uhr, aber glücklicherweise rechtzeitig zur performance von „die puppe“ auf dem mdf, die so radikal und im positiven sinne verstörend war, dass es ärgerlich gewesen wäre, sie verpasst zu haben. auch zugleich eine gute gelegenheit, den mdf mal anders mit bühne inmitten der tanzfläche kennenzulernen. hinter „spooky alien“ verbargen sich übrigens niemand geringeres als alienata und dj flush, die electro (kraftwerk, the other people place) als einbettung für die performance nahmen.

allgemein: keinerlei schwachpunkte. einzig ekman fand ich in der frühe mit seinem acid etwas statisch, aber das kann auch meiner schwindenden kondition geschuldet gewesen sein. alec empire hatte zuvor in der lobby wie angekündigt ein set querbeet zwischen punk (iggy pop – african man, da hat westbam also gesamplet), ndw (palais schaumburg – gute luft), triphop und prototypischem drone (ja, tatsächlich „heroin“ von velvet underground zum schluss) gespielt, und dies unbeirrt der tatsache, dass die meisten dies nicht verstanden. das ging aber auch einigen mit der performance zuvor schon ähnlich, so dass a/ona wohl für einige mit der mischung aus industrial und ebm am eingängigsten gewesen sein müsste.

der mdf bot aber nach der „puppe“ jederzeit eine gute alternative für die partyfraktion. auch wenn fallbeil musikalisch nicht mein fall waren, glichen das kuno & spaceinvasion mit ihrem teilweise sehr an tube jerk erinnernden stil mehr als gut aus.

passte für mich also auch in der praxis sehr zu den anderen eingangs erwähnten partyreihen im about blank und wird als experiment hoffentlich keine einmalige sache gewesen sein.

Mrz 042017
 

läuft unter dem motto „das habe ich mir verdient“. deadbeat hätte ich zwar gerne gehört, es wird jedoch für mich erst zum nachmittag mit dem erscheinen klappen.

klubnacht

berghain
00h00 boris
04h00 deadbeat live
05h00 héctor oaks
09h00 measure divide
12h00 daniel miller
15h00 moritz von oswald
17h00 ben klock
21h00 etapp kyle
02h00 pete

panorama bar
00h00 red d
02h00 fabrice lig
05h00 red d
08h00 san soda
12h00 toshiya kawasaki
16h00 muallem b2b nd_baumecker
21h00 paul woolford
00h00 italojohnson

eintritt
16 euro

Feb 242017
 

der hauptgrund, meine selbstauferlegte einmal-im-monat-regel zu durchbrechen, findet sich in dem herrn, der auf honest jon’s in letzter zeit die pfade verfolgt, die er vor sechs jahren mit dem doppelpack „music for the quiet hour / the drawbar organ“ betreten hat. er hat in der zwischenzeit vor zwei jahren bewiesen, dass das im berghain ganz gehörig in die hüfte gehen kann, von daher laufe ich gefahr, die erwartungen zu überhöhen. das weitere angebot sieht unten bis 17 uhr jedoch ebenfalls interessant aus.

klubnacht

berghain
00h00 phase fatale
05h00 shackleton live
06h30 kangding ray
10h00 nthng
14h00 daze.
17h00 silent servant
21h00 anthony parasole
01h00 fiedel

panorama bar
00h00 virginia
04h00 zozo
08h00 honey dijon
11h00 soundstream
14h00 tornado wallace
17h00 gerd janson
21h00 avalon emerson
01h00 jennifer cardini

eintritt
16 euro