Mai 082018
 

die nachbetrachtung zu alva noto vor zwei monaten steht zwar noch aus, aber ich weiß bereits jetzt, dass das morgige konzert mein letzter besuch im funkhaus sein wird. das liegt nicht daran, dass der ort nichts bieten könnte – im gegenteil: die akustik sucht ihresgleichen und das ganze setting ist wie gemacht für diejenigen, die nach mehr als 20 jahren im club auch mal erleben wollen, wie sich elektronische musik in einem kontext macht, der dem von konzerthäusern durchaus nahekommt.
dies geht zwar im funkhaus sehr gut hand in hand, aber bringt alleine durch die preispolitik vor ort einen mehr als schalen beigeschmack. ich sage ja nicht mal etwas gegen eintrittsgelder, wobei auch die auf dem mietpreis für diesen oder jenen saal basieren dürften. aber wer dort bereits ein getränk geordert hat, wird wissen, was ich meine. nimmt man noch das gebaren des investors hinzu (auch und gerade gegenüber den mietern, die bis zu seiner übernahme des areals vor drei jahren noch ihre proberäume dort hatten), kommt für mich eine mischung zustande, die interessierte hörer sowie musikschaffende am rande des prekariats (und derer gibt es in berlin mehr als genug) ausschließt. klar, dinge kosten geld. profite sollen auch gerne erwirtschaftet werden, aber das geht auch in einem gemäßigten rahmen, anstatt die zahlungswilligen so offensichtlich melken zu wollen. sowas kann ich nicht weiter unterstützen – so schade es um das programm auch ist.

zum anlesen:
tagesspiegel
berliner zeitung

eintritt
18h30

beginn
20h30

nachbetrachtung
wäre der rahmen bzw. dessen hintergrund nicht: ich würde das genau so nochmal erleben wollen.

es war nicht so voll wie bei alva noto, was aber auch sicher daran lag, dass es sich hierbei um den zusatztermin handelte. kein herumsitzen auf den treppenstufen bei den rängen inklusive durchschlängeln – und sogar unten im auditorium blieb noch platz.
das war aber eh hinfällig, bevor auch nur eine einzige note gespielt war. herr hebden schlenderte ganz unprätentiös durch das publikum an seinen arbeitsplatz in der mitte des rundes: hoodie, kurze hosen und gleich vorab die leute heranwinkend. damit war gleich klargestellt, dass der sinn ihm nicht nach frontalunterricht bzw. einer klassischen konzertatmosphäre stand. stattdessen sollten die leute spaß haben, und wer schauen wollte, was er wie macht, kam erst recht auf seine kosten. ich würde sogar behaupten, dass dies in dem ausmaß nicht mal bei der akademie eines bekannten brauseherstellers möglich ist.
da ich mit dem oeuvre bis auf seine sachen mit burial und dem „pink“-album (was ja „nur“ eine zusammenstellung der vorherigen maxis ist) nicht so recht vertraut bin, kann ich keine tracks benennen. es kann gut sein, dass ich sie irgendwann mal als clips gehört habe. auch nicht weiter wichtig, das resultat ging eigentlich permanent in die beine – trotz tempiwechseln und pausen zwischen den tracks. aber wie souverän er ableton live, wav-editor, delay, model 1 und modularsystem beherrschte und dabei die glitches via surround durch den raum wandern ließ, hatte etwas leichtfüßiges. da mussten auch die anwesenden auf den rängen mitwippen, meinem eindruck nach saß nur ein drittel der leute. unnötig zu erwähnen, dass der applaus am ende – wo er gute zwei stunden gespielt hatte – tosend ausfiel.

die entscheidung contra funkhaus wurde also während des konzertes nicht wirklich leichter gemacht, allerdings am ende nochmal bestätigt. da meine tasche zu groß war, musste ich sie abgeben. weiter kein problem, zwei schlangen für zwei angestellte an der garderobe – die sache war also innerhalb von 10 minuten erledigt.
man mag mich idealistisch oder kontrollversessen nennen, aber als organisator wäre es für mich nur logisch, am ende der veranstaltung wenigstens zwei, wenn nicht gar drei leute für die garderobe abzustellen. es war beinahe 23 uhr, die anbindung der tramlinie 21 ist nun auch nicht unbedingt ideal zu nennen (da sie nur alle 20 minuten fährt), also möchten die leute gerne recht zügig zur haltestelle, um sich nicht in die letzten plätze im zug zu quetschen.
stattdessen: zwei schlangen, ein angestellter. noch dazu sieht die garderobensituation so aus, dass sie sich selbst organisieren müssen. es gibt keine regale zum ablegen der taschen, die man noch dazu mit nummern beschriften könnte, damit das finden einfacher geht. stattdessen kommt alles auf den fußboden und wird der chronologie nach sortiert. das ist den angestellten absolut nicht anzulasten – vielmehr im gegenteil. ich war erstaunt, dass der junge herr pro stück nicht mehr als eine minute zum erfolgreichen auffinden brauchte und würde ihn damit für vergleichbare stresssituationen wärmstens empfehlen. mir will aber nicht ganz in den kopf, warum man betreiberseitig nicht auf die idee gekommen ist, in zwei, drei kallax-regale à 5×5 zu investieren, um wenigstens keine weiteren hindernisse bei der arbeit zu schaffen. den jungen herrn dort alleine schuften zu lassen (gut, leute können spontan krank, aber auch genauso gut spontan angerufen werden), finde ich gelinde gesagt fahrlässig. um die wartezeit ging es mir nicht, sondern vielmehr darum, dass so ein kleines detail zeigt, dass bei dem ort ausschließlich auf profite geschaut zu werden scheint. das hat meinen entschluss zum ende hin also bekräftigt.

schade, dies. sofern sich da etwas ändert, bin ich gerne wieder vor ort. im auge behalten werde ich’s.

 Posted by on 08.05.2018 at 20:07
Apr 282018
 

und der dritte folgt sogleich. breakcore ist für mich seit jahren nur noch randerscheinung, daher passt das jährliche fest mit spiral tribe zusammen ganz gut, um mich im eh zu selten von mir besuchten mensch meier davon zu überzeugen, ob und was da noch so geht.

sick 23

mainfloor
01h00 schurkensound
03h00 ruby my dear
04h30 asphalt pirates
07h00 ixindamix
09h00 crystal distortion

theater
01h00 briaian
03h00 karsten pflum
07h00 unprofessional
08h00 toecutter

räuberhöhle
00h00 sick picnic
02h30 sir gax
05h30 crouds
07h00 sumo acid

eintritt
10 euro

Apr 262018
 

station numero zwei nach dem anstoßen im about blank.

ablauf
00h00 golden medusa
02h30 machine woman live
03h30 djrum
05h30 konx-om-pax b2b beckett

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

ich werde mir mal bis auf weiteres angewöhnen, das fazit an den anfang zu stellen: die leisure system machte ihrem eklektischen ruf mal wieder alle ehre. einzig machine woman blieb für mich hinter den erwartungen zurück, dafür hat djrum sie übertroffen. golden medusa spielte eine couragierte premiere und beckett sowie konx-om-pax betrieben schönes stylehopping zum schluss, wobei ich weit vor dem putzlicht gegangen bin.

gegen 1 uhr nachts war ich da und erstaunt / froh darüber, dass die schlange länger als bei der letzten leisure system war. drinnen auch schon wenigstens halbvoll. golden medusa mit vinyl, sichtlich angespannt (wer wäre das nicht bei der premiere?), dabei technisch nicht immer auf den punkt, konnte dies aber gut kaschieren. habe mir sagen lassen, dass sie mit vinyl noch nicht allzu lange spielt, und dafür ging das in ordnung – erst recht in bezug auf ihre auswahl. kostprobe:
zeigen


bleibt damit auf dem radar.

von machine woman hatte ich ihre veröffentlichung auf peder mannerfelts label im hinterkopf und war entsprechend enttäuscht, dass sie ein ziemlich statisches techno-set spielte. für mich wäre also vor dem hintergrund ihrer produktionen weitaus mehr drin gewesen, zumal experimente in dem rahmen auch locker möglich, wenn nicht gar erwünscht sind.

djrum machte dafür von anbeginn an klar, dass vielfalt, experimentierfreude und tanzbarkeit sehr schön hand in hand gehen können und war beim setaufbau logischer als beim letzten mal im ohm.
auswahl (bis auf den ersten track musste shazam helfen):
zeigen

konx-om-pax und beckett fingen erst einmal mit drum&bass an, was nicht nur oben im berghain toll klingt, sondern dank der einige zentimeter dicken betonwände auch in der säule ganz schön massiv. der gewollte tempibruch zurück auf techno war auch dabei. ob sie das noch ein weiteres mal getan haben, vermag ich nicht zu sagen, da ich bereits um 7 uhr gegangen bin. gefreut habe ich mich jedenfalls über „beep street“ vom für mich immer noch besten squarepusher-album sowie modeselektors „raveanthem“.

die nächste ausgabe ist dann ende august, was dann auch gleich das zehnjährige jubiläum wird. da hoffe ich einfach mal darauf, dass sie es wieder eine nummer größer begehen.

Apr 252018
 

da wird einer der schönsten orte berlins schon acht jahre alt und trotzt nach wie vor dem geschehen drumherum am ostkreuz. auf dass dies noch lange so bleiben möge. werde mehrere male vorbeischauen, die gründe dafür folgen in den nächsten tagen.

der ablauf

eintritt
für das gesamte wochenende: 25 euro
tageweise: 15 euro

Apr 222018
 

da will ich seit ewigkeiten mal hin, und dann fällt das gleich hiermit zusammen. eine partyreihe, die viele stile vereinbaren möchte und auf der ich mich daran versuchen darf, techno und drum & bass miteinander zu verweben. mal schauen, ob das was wird.

humboldthain club
hochstraße 46
s-bhf humboldthain

eintritt
10 euro, davon wird ein teil an das kinder- und jugendheim „heinrich zille“ in ludwigsfelde gespendet.

Apr 052018
 

ein weiteres kapitel im auswärtigen clubtest wird geöffnet. da kommt es gelegen, dass das pesach-fest am 7. april offiziell endet und the block damit mal eben für 24 stunden öffnen kann. ich werde das wohl nach dem stadtbummel nachmittags angehen, um nicht völlig aus dem biorhythmus zu kommen.

eintritt
von 14-18 uhr: 80 nis
ab 18 uhr: 150 nis (mit clubkarte 120 nis)

nachbetrachtung

da beeile ich mich extra noch mit dem reichhaltigen essen ganz in der nähe, ganz in sorge, dass noch hunderte andere die idee haben, früh zu erscheinen, um beim eintritt beträchtlich zu sparen und damit wie beim berghain erstmal wenigstens eine stunde (womöglich noch in praller sonne) anzustehen – und was ist? um 16 uhr stand niemand sonst außer mir an.

der club verdient das internationale lob übrigens zurecht. das fängt direkt an der tür an, wo man erstmal ein paar verhaltensregeln erklärt bekommt:
1. rauchen nur in yard & squat.
2. smartphones sind auf den tanzflächen tabu, am rande aber in ordnung. und bitte keine fotos.
3. im falle irgendeiner belästigung sofort dem personal bescheid geben.

ich gebe zu: beim yard war ich erstmal enttäuscht. hatte so etwas wie einen innenhof unter freiem himmel erwartet. stattdessen ist das die halle innerhalb der städtebaulichen fehlplanung, die eine kombination aus zentralem busbahnhof und einkaufszentrum werden sollte. der busbahnhof ist nach wie vor um die ecke, der club teilt sich von dem gesamten komplex eine ecke ab.
wie es sich bereits vor der tür vermuten ließ: es war so gut wie noch gar nichts los, was aber meinem prall gefüllten magen ganz entgegen kam – so konnte ich lange zeit auf einer der sitzbänke verbringen, was übrigens eines der mankos ist: es gibt derer ziemlich wenig. kann man aber auch positiv sehen: so fällt die motivation leichter, in richtung tanzfläche zu gehen und man stolpert nicht über irgendwelche barhocker.

musikalisch war es im yard zunächst unaufgeregt: house, recht trocken vom clouds collective. das wurde bei mandar wesentlich fordernder, die als dreier-team von 17 bis 21 uhr erstaunlich gut miteinander harmonierten (klassische gretchenfrage beim back-to-back-spielen). von benji bekam ich nur die letzten 30 minuten mit, da ich erstens angenommen hatte, dass der floor erst um 18 uhr öffnet und die gravitation meiner sitzgelegenheit erst dann nachließ.
beim ersten herumlaufen (und in den weiteren stunden) festgestellt: ein kleines labyrinth ist der club schon, mit eigenwilliger aufteilung bei den klos. ein sehr großer bereich für die herren, drei kabinen für die damen. liest sich diskriminierend, wird aber dadurch egalisiert, dass die kabinen für die herren auch unisex sind und (weiterer pluspunkt) vor dem frauenklo jemand als security sitzt. das ist also als option gedacht.
die security ist dann auch so, wie man es sich wünscht: hält sich im hintergrund, ist dennoch erkennbar und dürfte auch zur stelle sein, wenn etwas geschehen sollte. und damit wäre ich bei dem teil, ob der verhaltenskodex eingehalten wird, den jeder an der tür erklärt bekommt. die überraschende antwort ist: ja, absolut. trotz männerüberschuss (geschätzt 70:30) habe ich nicht erlebt, dass jemand übergriffig geworden wäre. andererseits sind die damen an sich wahrscheinlich vorsichtiger und kommen gleich in männlicher begleitung oder bleiben in gruppen. das publikum ist stellenweise (wen wundert’s bei den eintrittspreisen?) etwas schicker, aber auch hipsterig und (wieder ein pluspunkt): the block zieht auch lgbt-publikum an.
müll liegt auch erstaunlich wenig herum, was an der tatsache liegt, dass man den größten teil der getränke in plastikbechern bekommt und an jeder ecke mülleimer herumstehen. ist also nicht so wie in london, dass jemand ständig durch die leute rennen muss, um die becher hinterherzuräumen. das geschieht hier wesentlich diskreter.

das soundsystem genießt seinen ruf ebenfalls zurecht. dabei handelt es sich um eine eigenkonstruktion, die bei hellerem licht wahrscheinlich komplett improvisiert wirkt, aber einen ziemlichen perfektionismus widerspiegelt. man hat an jeder stelle des clubs einen sound in adäquater lautstärke und muss auch kein schlechtes gewissen haben, wenn man seinen gehörschutz vergessen hat – die anlagen sind überall eher bassbetont und warm. falls es zu viel wird, geht es auf einer der emporen auf dem hauptfloor immer noch leiser. beim licht dachte ich zunächst, dass da schon noch mehr als rot und die hellen spots am rande geht, aber mit einer dauer von 21 stunden kann man echt nicht erwarten, dass gleich das ganze potential geliefert wird. spätestens mit mano le tough hatte sich das schon geändert, der das warm-up für mich gefühlt mit unter 120 bpm auf dem floor nochmal startete. wieder ein irrglaube meinerseits, indem ich annahm, dass er zwei stunden hätte. es war mit fünf stunden spielzeit allerdings nur zu verständlich, dass er einen langgezogenen aufbau verfolgte.
david elemelech hatte in der lounge mit die beste auswahl („vamp“ von outlander bspw.), sehr acid-house-lastig, allerdings mit merkwürdigen brüchen zu disco zwischendrin. da ist in puncto „roter faden“ und technisch noch etwas zu tun, aber in puncto geschmack muss man sich keine sorgen machen.

gegangen bin ich um 23 uhr, mit dem gefühl, dass der club mich definitiv nicht zum letzten mal gesehen hat (bin immer noch begeistert über die kommunikationspolitik an der tür, die gerne nach berlin exportiert werden kann).
wenn es um musikalische favoriten geht: mandar, david elemelech und mano le tough – in dieser reihenfolge.

Mrz 222018
 

vor fast genau einem jahr konnte bei ungefähr 20 grad beinahe die inoffizielle garteneröffnung stattfinden. jetzt sieht das eher nach spätwinter aus.

ablauf

lobby
10h00 t_c & sören cy
13h00 kasper melchior & henrik krog
16h00 t_c & sören cy
19h00 kasper melchior & henrik krog

mdf
14h00 prantel
17h00 nur jaber
20h00 wrong assessment

zelt
14h00 banu
16h30 gela
19h00 philipp melon

nachbetrachtung

aufgrund anderweitiger verpflichtungen (im back2back2back2… auf einer geburtstagsfeier in der radio bar spielen) musste es hier pünktlich wieder zur nächsten etappe gehen. allerdings war neben der eh beispielhaften staub-atmosphäre (gut, kann auch am menschenschlag liegen, der sich im about blank einfindet) auch die musikalische unterhaltung zwischen 16 und 21h30 passend.

die lobby war in der hand von vier jungs aus kopenhagen, die auch mit hits nicht geizten. lag aber an der konzentration von 1990er-tracks, die ich in meiner entdeckerphase gekauft habe und damit auch leicht zu identifizieren waren:
zeigen

sonst noch erwähnenswert:
philipp melon im zelt, der dort nach electro-start (dabei per shazam entdeckt: „apex predator“ von privacy) ebenfalls u.a. das beste der 1990er spielte, u.a. „life force“ von joey beltram, „down deep and cold“ von the mover, „steps to enchantment“ von jeff mills direkt darauf sowie einen remix von „amphetamine“.
wrong assessment, der auf dem mdf sehr toolig spielte, aber dabei ein beispiel für diejenigen abgab, die damit mehr als gut arbeiten können. die beiden behalte ich gerne im hinterkopf.

Mrz 212018
 

download

entstehungsgeschichte
zeigen

tracklist
zeigen

 Posted by on 21.03.2018 at 13:49
Mrz 192018
 

klar, ein weiterer puzzlestein in der promo zu seinem unlängst erschienenen berghain-mix. aber interviews können neben der konzeptidee hinter dem mix auch noch in die tiefe gehen. wenn dabei aspekte aus dem privaten und der (musik)sozialisation beleuchtet sowie aktuelle entwicklungen rund um die szene kommentiert werden, die ich allesamt so unterschreiben würde, packe ich mir das als lesezeichen gerne hierher.

„das bin ich, das mache ich nachts.“

Mrz 162018
 

getreu dem motto „vorsätze umsetzen“ wird gleich ein paar stunden vorgeschlafen, um pünktlich zu arpanet (bald mit album auf dem hauseigenen label) da zu sein.

klubnacht

tresor
00h00 sybil jason
02h30 arpanet live
03h30 pete
07h00 richard fearless

globus
00h00 magda el bayoumi
04h00 aux 88 live
05h00 eric cloutier

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

solider abend bzw. morgen, nicht mehr, nicht weniger.

das mit der pünktlichkeit zu arpanet hat nicht ganz geklappt – bettschwere beim vorschlafen, der klassiker. zum letzten track kam ich, der ziemlich breakiger techno war und nichts mit dem album zu tun hatte, das wenige wochen später auf tresor erschien.

pete für mich im für seine verhältnisse okayen mittelfeld. wiedererkannt: „reboot“ von distance sowie der surgeon-remix von „ruptured“ vom ersten scuba-album.

überraschend, da unerwartet gut: aux 88. evtl. war es deren präsentation als konzert-act oder ich hab durch die pausen zwischen den einzelnen besuchen meinen frieden mit den pausen zwischen den tracks gemacht. sie hatten den globus jedenfalls fest im griff und dank der stetig beschworenen berlin-detroit-achse passte das dort auch für meine begriffe bisher am besten.

von eric cloutier ist mir als klassiker nur „magic through music“ von mathew jonson in erinnerung geblieben (der track zählt auch schon 15 jahre…), bei richard fearless eine ziemlich gute auswahl bei nicht so gutem mixing: „dex“ von mmm, „kill! kill!“ von mick wills (immer wieder gänsehaut, wird viel zu selten gespielt), „marionette“ von mathew jonson oder „acetat“ von ausgang (vom fiedeltwo-sampler zu dessen berghain-mix).
die ausbaufähige technik hat mich (neben der immer noch hintergründig vorhandenen müdigkeit) auch dazu bewogen, vor 9 uhr zu gehen. der globus war zu der zeit bereits geschlossen und es deutete sich an, dass es im tresor auch nicht mehr allzu lang gehen würde.