Dez 082017
 

ja, ich bin in hinsicht der wahl meiner termine berechenbar. ja, ich freue mich wieder auf die halle. ja, ich finde es schade, barker als frischgebackenen resident nicht komplett mitbekommen zu können. ja, ich versuche, mir anzuhören, was scuba heute so macht und erst recht, was harvey auffahren wird, wo ich ihn vor jahren beim csd an gleicher stelle nicht konzentriert mitbekommen habe.

klubnacht – 13 jahre berghain

berghain
00h00 pandora’s jukebox
04h00 essaie pas live
05h00 mary velo
09h00 scuba
13h00 kowton
17h00 aurora halal live
18h00 dj harvey
21h00 len faki
01h00 barker

panorama bar
00h00 nitam
04h00 dark sky live
05h00 fango
09h00 dinky
13h00 dj dustin
17h00 dj hell
21h00 nd_baumecker
01h00 margaret dygas

halle
08h00 alekzandra
12h00 goner
15h00 jane fitz
19h00 tobias.
21h00 donato dozzy

eintritt
20 euro

nachbetrachtung

fazit voran: ein geburtstag, an dem die schlimmsten erwartungen in puncto publikumsandrang ausblieben. hatte mich mental darauf eingestellt, ab 19/20 uhr mehr oder minder passiv am rande sitzend oder wippend als zuhörer dabei zu sein, damit die masse sich gegenseitig hin und her wiegen kann, aber für mich kam das nur zum ende der sets von kowton und nd in den „könnte langsam ein bisschen eng werden“-bereich.
es war somit für mich ein (gemessen an den mittlerweile normalen sonntagsumständen) regelrecht unaufgeregter geburtstag, was aber auch vielleicht damit zu tun hat, zur richtigen zeit zufälligerweise am richtigen ort gewesen zu sein.
vollziehe ich am besten anhand der einzelnen acts nach.

scuba: eine stunde gehört, funktional (ich glaube, irgendein remix von truncates „modify“ war dabei) ohne schnörkel. das hat dafür gereicht, wieder einmal den sub:stance-zeiten hinterherzutrauern, als er mit der reihe und hotflush als label einer der drei für mich mitverantwortlichen war, die dubstep bei mir haben zünden lassen und mit seinen ersten beiden genreübergreifenden alben (insbesondere „a mutual antipathy“) mit ihren zeitlos guten produktionen maßgebliche fortbildungsarbeit bei mir betrieben hat. was sich aber schon in den letzten beiden jahren der sub:stance andeutete, war das auf-nummer-sicher-gehen. daran hat sich in seinen sets seitdem nichts geändert, was insbesondere deswegen zu bedauern ist, weil er technisch so versiert ist, dass er genres verschiedenster couleur miteinander verheiraten kann.

dinky: kurz mitbekommen, zwei „big“-hits („big fun“ und „big love“). hielt die leute bei laune.

kowton: besser als sein vorgänger, weil er auch mal ein paar breakbeat-tracks einstreute. um auf hohem niveau zu jammern: es war auch einiges dabei, was er auch schon vor zwei jahren an ort und stelle spielte und in der dritten stunde herrschte für mich etwas leerlauf. aber für den slot war’s fordernd genug und vom platzangebot (bis auf phasen zum schluss) für unten noch am besten, so dass die für mich relevantesten kriterien (kein nervpotential durch rücksichtlose gäste und gut kuratierte musik) erfüllt waren.
trackauswahl:
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aurora halal: sehr melodisch-trippig, stilistisch nicht mein beuteschema, aber ich muss zugeben: passte sehr zum raum. pluspunkte dafür, beim letzten track einfach mal auf 150 bpm hochzugehen.

dj hell: 15-20 minuten mitgenommen, generischer techhouse, ohne dass etwas hängenblieb. wie bei scuba: erfüllte wohl seinen zweck.

dj harvey: also wenn ich in 20/30 minuten von vier tracks drei identifizieren kann, weil die im berghain-kontext in den letzten jahren irgendwann mal immer zu hören waren („marauder“ von dj hmc beispielsweise) und er nur hin und wieder ein paar disco-perlen einstreut, um direkt danach mit bewährten techno-tracks fortzufahren, ist es für mich ein bisschen schade, dass er seine muskeln als koryphäe auf disco-terrain nicht noch mehr hat spielen lassen. der publikumsreaktion nach hätte das durchaus funktioniert. da war einiges mehr drin.
trackauswahl:
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nd_baumecker: bewusste entscheidung für die panorama bar und nicht eine sekunde bereut. nahm nach herrn geier einiges an dampf aus dem kessel (den wird’s wohl eine etage tiefer bei len gegeben haben) und sorgte mit zurückgenommener vielfalt dafür, dass man da oben immer ausreichend platz hatte und ein slot, der normalerweise auf beiden etagen eskalation für die einen, aber anstrengendes gedrängel für die anderen bedeutet, erstaunlich unaufgeregt verlief. ist damit mein favorit, noch vor kowton.
trackauswahl:
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barker: auch da herrschte wieder platz auf der tanzfläche. auch er melodisch, aber nicht so sphärisch wie aurora halal, sondern eher in dem stil wie dem album mit nd zusammen letztes jahr. dabei zwar nicht so experimentiell wie im kontext der leisure system, aber kann ja sein, dass das nach 3:30 uhr noch kam.

die halle: leider viel zu wenig zeit darin verbracht und donato dozzy verpasst. trotzdem wieder mal schöne raumgestaltung mit kleiner erweiterung der fläche in richtung straßenseite und noch viel wichtiger: den hallenglas-installationen von rommelo yu, für die es vor ein paar monaten eine crowdfunding-aktion gab. hätte im nachhinein während dj harvey dort etwas zeit verbringen können, aber hinterher ist man ja meistens schlauer.

wie also erwähnt: gerade in anbetracht des anlasses unerwartet entspannt (das gilt auch für das publikum), hab’s aber zwischen 18 und 21 uhr auch vermieden, mich in irgendein gedrängel zu stürzen.

Dez 072017
 

es sollte sich herumgesprochen haben, dass ich mittlerweile erklärter fan bin. zwei beachtliche whitelabels auf ilian tape, dann mal eben mit „shred“ eines der alben 2016 veröffentlicht und nun mit quasi eigenem sublabel bei den zenkers. noch dazu diese „alles geht, was mir gefällt“-attitüde in seinen sets.

jedenfalls hat sich residentadvisor seiner angenommen und mit ihm geplaudert. die info, dass er an einem neuen album arbeitet, sieht (wie seine sets auch) fast schon nach planübererfüllung aus. ich fände es erstaunlich, wenn er die qualität beibehält.

herbal jams

Nov 242017
 

im oktober verpasst, im dezember kurz vor weihnachten höchstwahrscheinlich auch. dafür eben diese.

ablauf

lobby
10h00 kvrt
13h00 dj hirax & sarah for sure
17h00 börft djs
19h00 lars hemmerling live
20h00 kyle hall

mdf
15h30 axkan
19h00 sebastian bayne

zelt
13h00 ali arbeit
16h00 rndm
19h00 discoish.it

nachbetrachtung

eine solide staub war das, wobei in puncto techno für mich eher weniger die akzente gesetzt worden sind. sebastian baynes letzte stunde war in der hinsicht noch das, worauf ich am besten einsteigen konnte (mit „hydra“ von technasia kann ich immer sehr gut leben) und bei dj hirax & sarah for sure gab es wieder einen der augenblicke, nach einer platte zu fragen, die ich aber bereits habe (für’s protokoll: es war die predicaments 002 von dj rush & paul langley, von der ich immer nur die a-seite im gedächtnis habe – es lief jedoch die rückseite).

höhepunkte für mich jedoch ali arbeit mit house im langsam-gemächlichen tempo (notiert: maxmilion dunbar – polo und frak – synthgök) sowie die börft djs mit chicago-breitseite in der lobby (dort als lücke: cajmere – conflict). kyle hall war mir leider zu verjazzt, weshalb ich den abend drüben auf dem mdf beschloss. aber trotzdem toll von ihm, nach dem gig in der griessmühle noch die staub dranzuhängen.

Nov 232017
 

die angekündigte nummer drei innerhalb von zwei wochenenden. barker live gab es zum letzten mal vor acht jahren, lanark artefax hörte sich auf den veröffentlichungen zumindest interessant an und von skee mask ist eh bekannt, dass er mein musikliebhaberherz im sturm erobert hat. zudem möchte ich endlich mal die säule als club kennenlernen.

ablauf
00h00 beckett
02h00 lanark artefax live
03h00 peder mannerfelt
05h00 barker live
06h00 skee mask

eintritt
12 euro

Nov 172017
 

und es geht direkt vor ort weiter. das angebot im november lässt mich allerdings auch schwach werden (es wird noch ein drittes mal folgen).

klubnacht

berghain
00h00 lucy
05h00 orphx live
06h00 kobosil
10h00 fiedel
14h00 answer code request
18h00 norman nodge
22h00 rolando
01h00 vril live
02h00 rødhåd

panorama bar
00h00 ben ufo
08h00 tama sumo
12h00 cassy
16h00 dorisburg live
17h00 heidi lawden
21h00 gerd janson
01h00 nick höppner

eintritt
16 euro

Nov 162017
 

raster-noton wurde bekannterweise aufgeteilt, am jährlichen termin ändert das aber glücklicherweise nichts. wie stets sehr live-act-fokussiert, wobei eine dreiviertelstunde für jeden schon etwas knapp bemessen ist. aber da kann ich mich vor ort ja eines besseren belehren lassen.

berghain: raster-index
23h00 miezo suzuki
00h30 jesse osborne-lanthier live
01h15 byetone live
02h00 belief defect live
02h45 robert lippok live
03h30 grischa lichtenberger live
04h15 kyoka live
05h00 island people live
05h45 mieko suzuki

eintritt
15 euro

Nov 032017
 

vor fast genau sieben monaten gab es hier ein posting zu einer crowdfunding-kampagne, die herrn vogel die verwirklichung seiner audioinstallation „the ballad of agnete and the the merman“ in arhus ermöglichen sollte. es hat sich leider nicht ergeben, dort direkt vorbeizuschauen, aber wie es der zufall so möchte, wird die dazugehörige dokumentation vom kanadischen duo „the automatic message“ heute abend in vancouver gezeigt. im anschluss gibt es ein q&a mit den beiden und herrn vogel selbst.

agnete & the merman
sfu goldcorp centre for the arts / djavad mowafaghian cinema
149 west hastings street

öffnung der tore: 19:30 uhr
film: 20 uhr
q&a: 21:15 uhr

eintritt: 10 kanadische dollar

Okt 262017
 

den einen kennt man weitläufig, den anderen aus dem spiral-tribe-kontext als „expressilon“ und den dritten mit seiner band „the heartbreakers“ oder den travelling wilburys.

mr domino wäre nächstes jahr 90 geworden, hat also eine ähnliche strecke absolviert wie der dieses jahr ebenfalls verstorbene chuck berry.

bei reno gay bin ich mir recht sicher, dass er die 80 noch nicht mal ansatzweise in sichtweite hatte, auch wenn ich mit seinen veröffentlichungen wie mit denen von spiral tribe im allgemeinen in den letzten jahren nicht mehr viel zu tun hatte.

mir ist bewusst, dass tom petty bereits vor gut drei wochen viel zu früh mit 66 jahren verstorben ist und es ist eher meiner bequemlichkeit sowie anderen organisatorischen dingen geschuldet, dass er noch nicht erwähnt worden ist. das soll hiermit nachgeholt werden, wenn bereits die beiden erstgenannten kurz hintereinander von uns gehen.

r.i.p.

 Posted by on 26.10.2017 at 04:43
Okt 232017
 

„superlative fatigue“ ist seit kurzem veröffentlicht, was nicht nur sein erstes album seit 13 jahren, sondern darüber hinaus auch noch im vergleich zum früheren material ziemlich leichtfüßig, ja: geradezu beschwingt ist. das bedeutet auch, dass die promo-maschine läuft, daher sind die üblichen verdächtigen mit interviews dabei – einmal fact, einmal (wie immer) residentadvisor. beide mit der gleichen stoßrichtung: eklektischer ansatz, produktionsmittel, hintergrund für’s programmieren von synthesizern für native instruments.