Sep 092018
 

spontanbesuch zum lieblings-resident und dann noch später hören, was miss kittin heutzutage so spielt.

klubnacht

berghain
00h00 marcel dettmann
05h00 aleksi perälä live
06h00 valesuchi
10h00 pete
14h00 exterminador
18h00 ben klock
22h00 silent servant
02h00 courtesy

panorama bar
00h00 rabih beaini
04h00 philipp gorbachev live
05h00 mick wills
08h00 mark knekelhuis
11h00 lennart wiehe
14h00 marcel dettmann
18h00 miss kittin
22h00 marcellus pittman
02h00 francois x

garten
12h00 job jobse
15h00 soundstream

eintritt
18 euro

nachbetrachtung
auch wenn es ein ungeplanter dritter besuch innerhalb von zwei wochenenden war: es war auch dieses mal musikalisch überzeugend. gegen abend wurde es sogar schwierig, sich zwischen der atmosphäre im garten und der in der panorama bar zu entscheiden, weil miss kittin und marcel dettmann sich gegenseitig zu höchstleistungen anstachelten.

aber besser der reihe nach. valesuchis halbe stunde, die ich noch mitbekommen habe, war melodisch und damit für uhrzeit und raum passend, aber nicht mein beuteschema.
pete bleibt seiner rauhen schule einfach treu, damit war erstens genug platz und zweitens schon früh der moment erreicht, an dem ich mich am meisten verausgaben konnte. da das auflegen mit cdjs bei ihm aber dazu führt, dass er wenigstens zwei tracks parallel laufen lässt, versagt shazam regelmäßig. aber so einige stammgäste aus seinen sets waren wieder dabei: „floaters“ von joey beltram, „division de lignes“ von jeff mills, „latifah“ von ihm selbst (keine ahnung, welche der versionen), „model friendship“ von regis. kurzum: einfach immer noch der beste der residents.
von lennart wiehe ist mir oben noch „master and servant“ von depeche mode in erinnerung, was zu dem zeitpunkt auch gut klar ging. marcel dettmann hat mir im anschluss und in den nächsten acht stunden aber nachdrücklich ins gedächtnis zurückgerufen, dass ich mir kein weiteres gutes jahr zeit lassen sollte, bis ich ihn das nächste mal höre. das war ein formidabler ritt durch ebm, wave, house, techno, electro, (italo-)disco und vielem dazwischen und das gewann durch das spontane back-to-back mit miss kittin (die auch absolut nichts verlernt hat und ihren slot mit marcel teilte, nachdem sie gegen 16 uhr gemeinsam angefangen hatten) noch an fahrt.
trackauswahl panorama bar zwischen 14 und 22 uhr:
zeigen

job jobse nur kurz mitbekommen (force legato – system, das blieb hängen), und wegen der stimmung (könnte ja das letzte mal für mich in diesem jahr im garten gewesen sein) auch hin und wieder bei soundstream vorbeigeschaut, der auch ungewohnt hittig spielte: „finally“ von cece peniston, dee-lites „groove is in the heart“, direkt gefolgt von „revolution 909“ von daft punk. sonst noch „show me love“ von robyn s. (mit beeindruckender textsicherheit des publikums), „nuthin wrong“ von tyree, „work it“ von dj sneak, „keep on jumpin'“ von musique zum schluss – wobei er noch „you make me feel (mighty real)“ von sylvester spielen wollte, aber punkt 20 uhr musste im garten schluss sein und er hatte wie nd eine woche zuvor schon eine stunde länger gespielt als eigentlich geplant. klar könnte man gerade ihm bequemlichkeit unterstellen, weil er in seiner auswahl normalerweise tiefer geht, aber den reaktionen nach war das goldrichtig.

nach dem schluss im garten ging zumindest auf den tanzflächen für mich nicht mehr viel. war aber auch ok, da pete, marcel dettmann, miss kittin und soundstream mich ganz gut auf den beinen halten konnten. bei ben klock war ich erneut überrascht, dass er tracks mit wiedererkennungswert spielt („blue sex drops“ von robert görl bspw.), bei silent servant meine ich, „black technician“ von robert hood wiedererkannt zu haben. aber da der wiedereinstieg in die arbeitswoche rief und mir nicht nach dem üblichen sonntagabendgetümmel war, überließ ich den spaß ab 23 uhr den anderen und ging definitiv ausgeglichener nach hause als ich angekommen war – wohlwissend, den für mich passenden füllgrad abgepasst zu haben.

Aug 312018
 

eines der berühmt-berüchtigten doubles, bei denen ich hoffe, es rechtzeitig zu shackleton zu schaffen. ansonsten hat stephanie sykes vor zwei wochen auf dem 7001 einen so guten eindruck hinterlassen, dass ich auch für sie ein bis zwei stündchen anpeile.

klubnacht

berghain
00h00 dr. rubinstein
04h00 shackleton live
05h15 december
09h00 solaris
13h00 stephanie sykes
17h00 dasha rush
21h00 blawan
01h00 dvs1

panorama bar
00h00 honey dijon
05h00 shaun j. wright
09h00 kim ann foxman
13h00 pause
19h00 the hacker
22h00 dj hell
01h00 the black madonna

garten
12h00 josh cheon
16h00 nd_baumecker

eintritt
16 euro

Aug 302018
 

genau genommen wäre das zehnjährige im september, aber gratulieren ist ehrensache.

berghain
00h00 dream sequence
03h00 dopplereffekt live
04h00 mumdance
06h00 barker b2b danny daze

säule
00h00 nabibah iqbal
02h00 the field live
03h00 max cooper
05h00 silvia kastel

eintritt
15 euro

Aug 102018
 

normalerweise ist die oton-nacht am zweiten samstag im august. stimmt auch dieses jahr, dann auch mit dem fast-rundum-angebot (berghain, panorama bar, halle, garten), aber nachdem bereits zum csd am sonntagnachmittag eine ansehnliche masse vor der tür stand, wird es zu dem anlass sicher nicht besser. der fairness halber ist aber zu sagen, dass es drinnen zum csd stets auszuhalten war.
dieses mal wird der freitag und statt der panorama bar die säule mit einbezogen. wie das gemeinsam mit dem berghain funktioniert, war bereits bei phuture zu erleben (nämlich ziemlich gut, völlig unbegründete sorgen vor überlappungseffekten). im berghain ausschließlich live-acts auftreten zu lassen, von denen ich insgeheim auf mark als drum&bass-update sowie barker am meisten gespannt bin, und in der säule dann noch die residents aufzubieten, die für den stilistisch umfassenden blick stehen, ließ mich nicht lange überlegen.

ostgut ton nacht

berghain
00h00 atom tm & tobias. live
04h00 mark live
05h00 barker live
06h00 vatican shadow live

säule
00h00 answer code request
03h00 fiedel
06h00 martyn

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
toller abend, wieder einmal musikalisch in sechs stunden mehr erlebt als an manchem sonntag. kam mir wie das muntere warumlaufen auf sonntag / montag vor – alles so angenehm unaufgeregt.
es gab nur zwei negativpunkte. erstens (selbstverschuldet): mein vorschlafen, und damit answer code request verpasst zu haben. zweitens: beim licht war im berghain mehr potential. war mir gerade während des mark-sets etwas zu statisch.

sind aber beides haare in der suppe. spätestens, als fiedel den für mich immer noch besten jemals produzierten drum&bass-track spielte (photeks „ni ten ichi ryu“), war für mich klar, mit dem besuch auf dem freitag die richtige entscheidung getroffen zu haben. und wieder einmal habe ich dank shazam gelernt, dass ich nach dem katalog von moving shadow den von suburban base durcharbeiten muss. in dem fall war’s der noise of art & double d-remix von „johnny ’94“. etwas schade nur, dass fiedel zur drum&bass-phase des sets nicht wirklich mehr als zehn leute vor sich hatte. aber damit blieb mehr platz für diejenigen, die es zu schätzen wussten.

von mark hatte ich erhofft, dass er direkt im stil seiner unterton-ep spielt, aber drum&bass gab es „nur“ in den letzten zehn minuten. davor jedoch eine wirklich tolle mixtur aus breakbeats in uk-hardcore-tradition und eine gerade 4/4-kick durfte es auch gerne mal sein. für eine liveset-premiere mehr als nur ordentlich, sollte man auf dem zettel haben – also gerade das, was da an veröffentlichungen noch kommen könnte.
das weiß man bei barker ja schon länger, der im stile der „debiasing ep“ spielte. also zuweilen ohne richtige kickdrum, aber mit richtig gutem gespür für harmoniewechsel und trotz komplexität für diejenigen kompatibel, die sich sonst bei der klubnacht einfinden. wobei vatican shadow die bedürfnisse der sonntagsfraktion zum schluss am besten bedienen konnte.

bei martyn hat mir etwas der rote faden gefehlt, wobei er aber auch bis 8 uhr darunter litt, dass sich so gut wie alle noch eine etage höher herumtrieben. als dort dann feierabend war, wurde es in der säule auch voll. aber dennoch: zu beginn war’s mir zu trocken und manche tracks wollten gar nicht zueinander passen. wo future sound of london allerdings bisher weniger mein fall waren: „pulse state (831 am mix)“ ist ein track, der mich schon früher hätte vom gegenteil überzeugen sollen. daher danke für die nachhilfe und für „infinition“ von quadrant sowieso.

Jul 272018
 

und da ist er: der monatliche pflichtbesuch. überaus gewollt auf den tag gelegt, an dem man mit der publikumsmischung rechnen kann, die den charakter des ladens auszeichnet. bemerkenswert: die panorama bar bleibt durchgängig geöffnet und der garten wird parallel bespielt.

csd klubnacht

berghain
00h00 noncompliant
04h00 ben klock
08h00 dr. rubinstein b2b roi perez
13h00 somewhen
17h00 massimiliano pagliara
21h00 steffi
01h00 boris

panorama bar
00h00 discodromo
04h00 hard ton live
05h00 paramida
09h00 aaron clark b2b jason kendig
13h00 chris cruse
17h00 srvd live
18h00 dvs1
22h00 virginia
02h00 nd_baumecker

garten
12h00 tama sumo
16h00 gerd janson

eintritt
16 euro

Jun 082018
 

die herren von ilian tape machen wieder einmal station, und da wird gleich aus naheliegenden gründen der anfang mitgenommen.

berghain
00h00 skee mask
04h00 andrea live
05h00 stenny
09h00 zenker brothers
13h00 oliver deutschmann
17h00 answer code request
21h00 dax j
01h00 ron albrecht

panorama bar
00h00 lawrence
04h00 efdemin
08h00 nick höppner
12h30 pause
20h00 virginia
00h00 hannah holland

garten
12h00 eris drew
16h00 justin cudmore b2b mike servito

eintritt
16 euro

Mai 182018
 

aller guten dinge sind drei (mal den laden im mai besucht zu haben). zu meiner verteidigung kann ich eigentlich nur den einzigen act in der säule und weite teile des restlichen line-ups vorbringen. und ja, ich habe mir vorgenommen, mal wieder seit langer zeit ein schluss-set mitzunehmen.

klubnacht

berghain
00h00 somewhen
04h00 octave one live
05h30 anthony parasole
10h00 peverelist
14h00 martyn
18h00 steffi
22h00 luke hess
03h00 don williams

panorama bar
00h00 aybee
04h00 tama sumo
08h00 rahaan
12h00 pause
21h00 gerd janson
00h30 virginia
04h00 âme

garten
12h00 avalon emerson
16h00 lil‘ tony

säule
20h00 phuture live

eintritt
16 euro

Mai 182018
 

vor einem halben jahr war ich nicht da, als er in der panorama bar spielte (wenn auch als convextion) – da besteht also nachholbedarf. ovatow ist als clone-instanz von einer electromotive force eine etage höher auch noch sehr gut in erinnerung.

frustrated funk
00h00 crushed soul
02h00 e.r.p. live
03h00 ovatow
05h00 adapta live
06h00 pametex

eintritt
12 euro

Mai 092018
 

wie ein jeder weiß, dürfen die heteros zwei mal im jahr in das labyrinth. einmal an neujahr, das andere mal zu himmelfahrt. zudem passt das nach four tet ganz gut.

revolting
00h00 nd_baumecker
04h00 mount palomar live
04h45 bwana
08h45 massimiliano pagliara

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

es war eher eine party zum herumlaufen, wie es eigentlich auch zu silvester schon der fall ist, wenn das lab offen hat. musikalisch habe ich mich von jedem gut unterhalten gefühlt, aber es war die meiste zeit auf der (zugegeben kompakten) tanzfläche einfach zu voll.

die mit edding auf dem oberarm geschriebene garderobenmarkennummer sollte aber schule machen – würde so einige szenen ersparen. überhaupt erinnerte der vorraum mit seinen umkleidemöglichkeiten etwas ans kitkat.
drinnen dann gleich zwei überraschungen:
die säule ist offen. nicht als separater floor mit eigenem line-up – die pa übertrug die sets aus dem lab in gedämpfter lautstärke. im vergleich zu den klubnächten aber wesentlich mehr pritschen und damit eine erweiterte spielwiese. dachte bei mir, dass das mit diesem grundriss / layout auch sonntags angebracht wäre. wenn man nun noch das licht von oben etwas mehr dimmen könnte, wäre es perfekt.
wer sich immer gefragt hat, was die anzahl an containern neben dem berghain-garten für einen zweck haben: das lab hat einen eigenen garten. keine tanzfläche, stattdessen in zwei etagen übereinandergeschichtete container, die wiederum als darkroom dienen können.

die drei komponenten (lab, säule, garten) boten also sehr gute gründe für expeditionen, aber der soundtrack dazu passte auch.

nd spielte im vergleich zu sonst etwas düsterer mit hellen nuancen. wie so stets: nichts erkannt, nur „illumination“ vom neuen (hervorragenden) dj koze-album.

mount palomar mit analogen synthesizern (kein modular-setup, soweit ich das gesehen habe), der mich vom stil her an legowelt erinnerte – nur etwas knarzender. ziemlich gut, bleibt auf dem schirm.

bwana zuweilen hittig: „dem young sconies“ von moodymann geht aber auch immer, direkt danach „vicious games“ von yello. später „pornoactress“ von dopplereffekt, aber auch wiederum poppig mit „left to my own devices“ von den pet shop boys.

massimiliano melodisch wie immer, damit nicht mein beuteschema, aber „blue“ von latour (ja genau, der track, der in der clubszene bei „basic instinct“ läuft) stach heraus.

bin um 9h30 mit dem wie schon zu silvester herrschenden gefühl gegangen, dass das lab der panorama bar locker den rang ablaufen kann. stimmung, musik, ausschweifungen – es passte alles an zutaten. der andrang sprach dafür, dass bei jeglichem geschlecht sowie orientierung bedarf herrschte, die atmosphäre genießen zu wollen. daher passte es zur entspannung der lage nur zu gut, dass garten sowie säule als rückzugsorte verfügbar waren.
ich denke, ich habe damit wohl einen weiteren jährlichen pflichttermin.

Apr 262018
 

station numero zwei nach dem anstoßen im about blank.

ablauf
00h00 golden medusa
02h30 machine woman live
03h30 djrum
05h30 konx-om-pax b2b beckett

eintritt
12 euro

nachbetrachtung

ich werde mir mal bis auf weiteres angewöhnen, das fazit an den anfang zu stellen: die leisure system machte ihrem eklektischen ruf mal wieder alle ehre. einzig machine woman blieb für mich hinter den erwartungen zurück, dafür hat djrum sie übertroffen. golden medusa spielte eine couragierte premiere und beckett sowie konx-om-pax betrieben schönes stylehopping zum schluss, wobei ich weit vor dem putzlicht gegangen bin.

gegen 1 uhr nachts war ich da und erstaunt / froh darüber, dass die schlange länger als bei der letzten leisure system war. drinnen auch schon wenigstens halbvoll. golden medusa mit vinyl, sichtlich angespannt (wer wäre das nicht bei der premiere?), dabei technisch nicht immer auf den punkt, konnte dies aber gut kaschieren. habe mir sagen lassen, dass sie mit vinyl noch nicht allzu lange spielt, und dafür ging das in ordnung – erst recht in bezug auf ihre auswahl. kostprobe:
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bleibt damit auf dem radar.

von machine woman hatte ich ihre veröffentlichung auf peder mannerfelts label im hinterkopf und war entsprechend enttäuscht, dass sie ein ziemlich statisches techno-set spielte. für mich wäre also vor dem hintergrund ihrer produktionen weitaus mehr drin gewesen, zumal experimente in dem rahmen auch locker möglich, wenn nicht gar erwünscht sind.

djrum machte dafür von anbeginn an klar, dass vielfalt, experimentierfreude und tanzbarkeit sehr schön hand in hand gehen können und war beim setaufbau logischer als beim letzten mal im ohm.
auswahl (bis auf den ersten track musste shazam helfen):
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konx-om-pax und beckett fingen erst einmal mit drum&bass an, was nicht nur oben im berghain toll klingt, sondern dank der einige zentimeter dicken betonwände auch in der säule ganz schön massiv. der gewollte tempibruch zurück auf techno war auch dabei. ob sie das noch ein weiteres mal getan haben, vermag ich nicht zu sagen, da ich bereits um 7 uhr gegangen bin. gefreut habe ich mich jedenfalls über „beep street“ vom für mich immer noch besten squarepusher-album sowie modeselektors „raveanthem“.

die nächste ausgabe ist dann ende august, was dann auch gleich das zehnjährige jubiläum wird. da hoffe ich einfach mal darauf, dass sie es wieder eine nummer größer begehen.