Sep 222017
 

und damit ist klar, dass die zwei monatlichen pflichttermine auf ein wochenende fallen. ehe man sich sorgen macht: ich war schon wählen und schreibe dazu nochmal gesondert etwas. beim nachdenken über die allgemeine situation fiel mir aber schon auf, dass das erstens zu diesem zeitpunkt nicht besonders elaboriert und damit zweitens eher ein essay oder kommentar wäre. das braucht zeit.

sei es drum, im tanzlokal meiner wahl sieht es sonntag dank marcel dettmann (der den gesamten abend kuratiert – im übrigen schönes konzept) wie folgt aus. nach dem frühstück ist mit mir zu rechnen:

berghain
00h00 marcel dettmann
05h00 gesloten cirkel live
06h00 kobosil
10h00 in aeternam vale live
11h00 dr. rubinstein
15h00 dj stingray 313
17h00 electric indigo
21h00 helena hauff
01h00 freddy k

panorama bar
00h00 victor
04h00 d-ix live
05h00 manamana
09h00 kate miller
13h00 marcel dettmann
17h00 dj hell
21h00 dvs1
01h00 avalon emerson

eintritt
16 euro

Aug 312016
 

und zurück zum liebhaber-freitag, an dem alles etwas unaufgeregter zugehen müsste. bin mir dabei zumindest im direkten vergleich mit der ostgut ton-nacht ziemlich sicher.
hauptgründe bislang für mich helena hauff (beim 25-jährigen vom tresor einfach zu kurz gehört, aber das hatte es in sich) sowie dj stingray solo und im zusammenspiel mit russell haswell. mit powell kann ich bislang nur bedingt etwas anfangen, aber vielleicht ändert sich das ja durch den live-eindruck.

berghain: polymorphism #20 x diagonal
23h00 level jezzle
01h00 n.m.o. live
01h30 helena hauff
03h00 powell live
03h45 dj stingray
04h45 dj stingray x haswell
05h15 evol live
05h45 not waving live
06h30 conor thomas

panorama bar: … get perlonized
mara trax
soulphiction
sammy dee
zip

eintritt
15 euro

nachbetrachtung
mit einem guten halben jahr abstand sind die details zwar etwas verblasst, aber der gesamteindruck ist (voreingenommenheit gegenüber dem freitag hin oder her) immer noch positiv.

helena hauff bleibt einfach eine sichere bank, spielte eher electro (wie zu erwarten war), powell fand ich live tatsächlich besser als beim anhören von clips auf den gängigen portalen. war eher konzertartig mit ausgespielten stücken, in denen new wave und punk als wurzeln offensichtlich waren. verleitet mich zwar immer noch nicht dazu, seine sachen zu kaufen, aber im club- oder festivalrahmen geht das sehr gut.
über dj stingrays qualitäten braucht man nicht weiter zu reden, das stellte er auch alleine mal wieder unter beweis. im zusammenspiel mit russell haswell war’s aber interessant, da letzterer schnelle cuts mit noise in die electro-tracks brachte und stingray dort wiederum auswege finden musste. das geschah stellenweise durch scratchen und wirkte gar nicht so fremdartig, wie ich zuvor befürchtet hatte.
evol ist aber mein heimlicher favorit, weil er eigentlich nicht mehr macht als basslines mit lfo zu modulieren und das auch der einzige rhythmische unterbau ist, mit dem man auskommen muss. ihn so auf die peaktime zu setzen, war verdammt mutig und konfrontierte die leute auch mit ihren erwartungen, was unweigerlich zu abwanderungen führte. bei not waving war der name programm und bei conor thomas ist mir außer einem ganz gut unterhaltenden techno-set nichts wirklich in erinnerung geblieben.
zu oben leider auch nicht, weil ich kaum dort war und ich nach einer arbeitswoche und zu wenig schlaf vorher keine muße mehr hatte, noch bis samstagmittag auszuharren. in puncto musikalisches risiko hatte der freitag aber unten wieder mal seinem vorauseilenden ruf alle ehre gemacht.