Jan 062018
 

ja, ich weiß: die oral history und ihre probleme. hier offensichtlich: ausschließlich die liberalen / linken aktivisten von damals zu wort kommen zu lassen, ohne der gegenseite (in dem fall die soldaten, polizisten, angestellte im verwaltungsbereich der stadt) am (virtuellen) runden tisch die gelegenheit zu geben, ihr verhalten von damals zu erklären. gut, rein spekulativ: denkbar ist auch, dass niemand davon für eine stellungnahme zu haben war.
als zeitgeschichtliches dokument über die sozialpolitische gemengelage als pulverfass, das sich im sommer 1967 in detroit entladen hat und den bekannten niedergang der stadt nach sich zog, ist er eine klare leseempfehlung wert. die gründe für die geschehnisse von damals sind aufgrund der prekären lage der sich zunehmend an den rand gedrängt gefühlten gruppen jedenfalls überaus verständlich.

a radical’s oral history of detroit in 1967