Mrz 222018
 

vor fast genau einem jahr konnte bei ungefähr 20 grad beinahe die inoffizielle garteneröffnung stattfinden. jetzt sieht das eher nach spätwinter aus.

ablauf

lobby
10h00 t_c & sören cy
13h00 kasper melchior & henrik krog
16h00 t_c & sören cy
19h00 kasper melchior & henrik krog

mdf
14h00 prantel
17h00 nur jaber
20h00 wrong assessment

zelt
14h00 banu
16h30 gela
19h00 philipp melon

nachbetrachtung

aufgrund anderweitiger verpflichtungen (im back2back2back2… auf einer geburtstagsfeier in der radio bar spielen) musste es hier pünktlich wieder zur nächsten etappe gehen. allerdings war neben der eh beispielhaften staub-atmosphäre (gut, kann auch am menschenschlag liegen, der sich im about blank einfindet) auch die musikalische unterhaltung zwischen 16 und 21h30 passend.

die lobby war in der hand von vier jungs aus kopenhagen, die auch mit hits nicht geizten. lag aber an der konzentration von 1990er-tracks, die ich in meiner entdeckerphase gekauft habe und damit auch leicht zu identifizieren waren:
zeigen

sonst noch erwähnenswert:
philipp melon im zelt, der dort nach electro-start (dabei per shazam entdeckt: „apex predator“ von privacy) ebenfalls u.a. das beste der 1990er spielte, u.a. „life force“ von joey beltram, „down deep and cold“ von the mover, „steps to enchantment“ von jeff mills direkt darauf sowie einen remix von „amphetamine“.
wrong assessment, der auf dem mdf sehr toolig spielte, aber dabei ein beispiel für diejenigen abgab, die damit mehr als gut arbeiten können. die beiden behalte ich gerne im hinterkopf.

Mrz 072018
 

auch wenn die große koalition in den letzten monaten die schlagzeilen bestimmte: geflüchtete sind immer noch da, immer noch marginalisiert, immer noch repressalien ausgesetzt. kein grund also, mit der bewegungsfreiheit aufzuhören, diesmal mit indirekter beteiligung meinerseits (mithilfe beim booking).

mainfloor
21h00 dj disko
23h00 erik jäähalli live
00h00 don williams
02h00 anja zaube

waterfloor
15h00 staub
zeigen


23h00 yulika
01h00 giraffi dog live
02h00 credit 00
04h00 gigsta

eintritt
15-18 uhr: 5 euro (+ freiwillige spende)
ab 18 uhr: 10 euro (+ freiwillige spende)

für den fall, dass jemand reinkommliste haben möchte: bitte kommentieren.

nachbetrachtung
zugegeben, ich habe hier die sehr subjektive brille auf, daher ist das resümee wohl auch tendenziös positiv gefärbt. objektiv sind jedenfalls gut 7.500 euro an spenden zusammengekommen.

organisatorisch gab es ebenfalls keine klippe, die nicht umschifft werden konnte. der beamer unten bei den toiletten am waterfloor ließ sich im zweiten anlauf zur mitarbeit überreden und die angeschrägte perspektive der bilder hatte sogar ihre vorteile. als das tageslicht verschwunden war und die materialien auf dem infotisch am ausgang zur terrasse dadurch nicht mehr wirklich sichtbar waren, hat das watergate sofort reagiert und kerzen hingestellt. die kommunikation mit dem club lief während des abends ohnehin reibungslos und das entscheidende: meinem eindruck nach schienen sich alle wohlzufühlen.

das war aus mehreren gründen nicht selbstverständlich. zunächst hat das watergate seit jahren schon den ruf, durch ein eher ibiza-orientiertes booking ein entsprechendes publikum anzuziehen. die getränkepreise liegen über dem berliner durchschnitt, der eintritt ist mit dem vom berghain und tresor vergleichbar und mittlerweile auch notwendig, wenn man sich die berichte vom letzten jahr vergegenwärtigt, wonach der neue besitzer der örtlichkeiten mal eben die miete verdoppelt hat.
die zusammenarbeit mit einem benefiz-kollektiv, das sonst eigentlich in den eher einschlägig bekannten linksautonomen institutionen veranstaltet, liegt also erstmal nicht auf der hand. vergegenwärtigt man sich aber, dass der begründer des watergates eine vergangenheit in der berliner hausbesetzer-szene der 1990er-jahre und damit ein entsprechendes interesse an politischen themen hat, wundert es wiederum nicht, dass die bewegungsfreiheit nach 2014 und 2016 bereits zum dritten mal im watergate stattfinden konnte. die letzten beiden male fanden an einem donnerstag statt, nun stand also der sprung auf den sonntag an.

hier kommt grund numero zwei ins spiel: das konkurrenzangebot ist das gesamte wochenende über in berlin mittlerweile nicht gerade klein. geht es nach den zusagen bei residentadvisor, hatten die veranstaltungen im suicide sowie birgit und bier (beide jeweils einen kilometer luftlinie entfernt) bessere karten, ganz zu schweigen von der herrensauna im tresor und dem berghain, das zur gleichen zeit ein richtig gutes detroit-line-up in der panorama bar hatte. unter den voraussetzungen war das experiment, a) am sonntag gegen all dies bestehen und b) auch noch tagsüber anzufangen und bis zum montagmorgen machen zu wollen, ganz schön gewagt und trug zu meinem unruhigen schlaf und vor allem einer gewissen rastlosigkeit zu beginn der party bei zugleich irgendwie vorhandenem brett vor dem kopf beim nachdenken bei (die parallelen zu dj-sets vor publikum sind definitiv gegeben). klar baut man vorher gemeinsam gerne luftschlösser von schlangen bis zum burgermeister am schlesischen tor, aber latent vorhanden ist die sorge immer, dass das pure gegenteil eintritt.

um auf dem boden der tatsachen zu bleiben: eine wirkliche schlange gab es die gesamte zeit über nicht – nur mal kurz abends vor mitternacht. was es aber gab: frühlingshaftes wetter und damit eine offene terrasse, aufgrund des staub-bonus einen bereits früh versammelten harten kern an stammgästen, die man sonst aus dem about blank kennt, was weiterhin dazu beitrug, dass sich ein durchweg angenehmer menschenschlag versammelte. dabei spielte i.nez alles, was ihr zwischen melodischem house und techno so gefiel – hierbei machte es aber die auswahl, eine große technikerin ist an ihr nicht verloren gegangen. verboten treibend, melodisch, hin und wieder mit ebm-einschlag, richard bredicz eher funktional. i/y habe ich aufgrund von dj disko oben nicht großartig mitbekommen.

vor dj disko wiederum eine weitere runde im gedankenkarussell: würde der weitere, größere floor dazu beitragen, dass es auf beiden floors auf einmal leer wirkt und das nun wiederum einige zum anlass nehmen, nach hause aufzubrechen? was machen wir dann? don williams sowie anja zaube kürzer spielen lassen? tatsächlich war die idee erstmal, ihren slot ggf. auf 3:30 uhr zu verkürzen, damit die party auf dem waterfloor ausklingen konnte. davor allerdings stand die neugierde so einiger besucher, die sich kurz vor 21 uhr erstmal vor der tür zum mainfloor positionierten, damit aufmerksamkeit generierten und somit dafür sorgten, dass disko sich nicht lange mit warm-up-platten aufhalten musste. er spielte housig („shades of jae“ gleich als zweite platte, „french kiss“ zum schluss) und technisch so sicher, wie man ihn kennt. zwischenzeitlich immer mal wieder der kontrollgang nach unten, ob es auch nicht zu leer sei und erleichtert festgestellt, dass i/y einen ähnlich vollen floor bespielen konnten wie eine stunde zuvor auch.

yulika war mit ihrem eher an breakbeats orientierten set nach der techno-vorlage wohl ein paar leuten zu viel, die dann entweder nach oben oder aus dem club strömten. über giraffi dog habe ich nur gutes gehört, sie selbst aber nur beim soundcheck. credit 00 legte danach beim tempo sogar noch eine schippe drauf („let it ride“ von aux 88 beispielsweise). das war musikalische vielfalt, wie ich sie (gerade bei der bewegungsfreiheit) schätze, aber es war klar, dass der staub-slot beim publikum mehr anhänger fand.
erik jäähalli band derweil oben mit seinen an chicago der 1980er-jahre orientierten acid-tracks eine menge leute an sich. don williams zog danach auch das tempo ordentlich an, sortierte dabei mit electro-einstieg auch erstmal wieder leute aus, um sie in den nächsten gut anderthalb stunden mit einem waschechten techno-set mit tresor-hintergrund (also all dem, was man dort so kennengelernt hat: surgeon, jeff mills, robert armani) an sich zu binden – inklusive doubling.

als die headliner gespielt hatten, stand die entscheidung an, welcher floor geöffnet bleiben sollte. das fiel nach einer stunde anja zaube auch nicht schwer, was zwar hieß, dass gigsta nur eine stunde spielen konnte. aber das war immer noch die wesentlich bessere lösung als ihren slot völlig zu streichen.
bei anja kam eigentlich nur eines dazwischen: die arbeitende bevölkerung direkt über dem watergate, weshalb um 6:30 uhr die letzte platte laufen musste. es hätte von der anzahl der leute und ihrer spiellaune durchaus noch bis 8 uhr gereicht, aber das zählt nun wirklich zu den luxusproblemen.

es lässt sich daher wohl mit auch objektiv gutem gewissen sagen, dass das experiment mit gut 15 stunden party bei durchaus vorhandenem konkurrenzangebot doch sehr geglückt ist. sowohl von seiten der teilnehmenden djs (an dieser stelle nochmal: danke!) als auch des publikums gab es zuspruch. und auch wenn 100 leute mehr durchaus noch reingepasst hätten und sowieso wegen der spendensumme gern gesehen gewesen wären: es war glücklicherweise keine party, bei der die stimmung aufgrund überfüllung ins unangenehme zu kippen drohte, nur damit sichergestellt ist, dass die summe für den guten zweck auch ja hoch genug ausfällt. vielmehr hatte ich den eindruck, dass es eine für alle beteiligten ganz schön runde sache war. zumindest war ich ab 1:00 uhr auch endlich mal in der lage, das ganze als „durchaus gelungen“ betrachten, damit einen weiten teil der sorgen hinter mir lassen und das ganze endlich mal genießen zu können.

Feb 212018
 

vor weihnachten sowie im januar ging es aus gründen nicht, aber zum fünfjährigen steige ich wieder ein.

eintritt
10 euro

start
24 uhr

ablauf
lobby
00h00 nidrev
03h00 nadine talakovics
06h00 daniela la luz live
07h30 dj skull
11h30 kwaint
15h00 hyperaktivist
19h00 anja zaube

mdf
01h00 haiku
04h00 caleb esc
08h00 richard bredicz
12h00 oliver deutschmann
15h00 the chairman
18h00 i/y

zelt
00h00 manni
02h00 bonnie li live
03h00 tónlistina
06h00 chloé lula
10h00 modschi & r. spinner
13h00 hang aoki
17h00 emika
20h00 dj detweiler

nachbetrachtung
es gab etwas nachzuholen, daher war ich auch von 10 uhr bis zum schluss im zelt (1:30 uhr) da. wobei gerade dieser schon sehr speziell war, aber dazu gleich mehr.

dj skull war eine schöne überraschung, hatte ich ihn vom 10. berghain-geburtstag noch echt gut in erinnerung. er war für meinen eindruck damals auch irgendwie konzentrierter, vor allen dingen technisch. in der lobby war stellenweise nicht zu überhören, dass da tracks auseinanderliefen, und dramaturgisch war der rote faden auch nicht immer nachvollziehbar. nun ja, tagesform eben. schöne tracks waren dennoch dabei und mit alter schule kriegt man mich sowieso:
truncate – room mode, direkt darauf dave clarke – southside und später noch „6 am“ von dj hmc.

modschi & r. spinner ergänzten sich draußen im zelt bei gemächlichem house sehr gut und banden damit auch den größten teil des publikums. ein gutes zusammenspiel also beim ping-pong, was ja beim stetigen wechsel von track zu track auch gerne mal ziellos werden kann, tageszeit und wetter. trotz kälte: die sonne erhellte garten sowie zelt und somit wohl auch etwas die gemüter.
hang aoki dann ganz auf electro fokussiert, dabei auch mit ein paar technischen kleinigkeiten (was jedoch der unzureichenden stabilisierung der technics geschuldet war), aber gewohnt hervorragender auswahl: silicon scally – optronic, dj nephil – white dwarf oder pi03.1 von damcase.
kwaint ziemlich toolig in der lobby, da habe ich mir nur „cock blocking beats“ von rasmus hedlund notiert. hyperaktivist führt einen mit ihrem dj-alias in die irre und ist eine dame, womit mal löblich erwähnt werden sollte, dass das line-up für diesen staub-geburtstag zu gut der hälfte aus frauen bestand. sie ganz schnörkellos und trocken, hatte die lobby damit aber fest im griff. „model t“ von steve stoll war darunter (komplett unterschätzter track, wenn man mich fragt) oder „tape 3“ von zadig.

auf dem mdf trieb ich mich kaum herum. von the chairman blieb mir bis auf die (immer noch großartige) b-seite der ersten ugandan speed trials nichts in erinnerung. bei i/y habe ich mich echt über „last voyage“ von joey beltram als code 6 oder „horses“ von voodoo child gefreut. beim vorbeigehen richtung zelt noch über „souldancer“ von heiko laux.

anja zaube spielte zurückgenommener als sonst, was das tempo anging, aber die abfahrt konnte man ein paar schritte weiter auf dem mdf haben. sie ging damit gewohnterweise in die tiefe und nahm mit manchmal nicht-durchgängiger 4/4-kick auch durchaus in kauf, dass etwas fluktuation auf der tanzfläche herrschte. wirkte sich meinem eindruck nach aber nicht negativ auf die dramaturgie aus. es war zwar nach 21 uhr ein bruch drin, der mich auf den mdf gehen und bei dem geschehen im zelt nicht zurückkehren ließ, aber das soll die qualität nicht schmälern.
auswahl: diagenetic origin – parallel realities, cleric – 2nd limit, headless horseman – sleepy hollow.

damit zu dj detweiler. wenn man puristische maßstäbe anlegt, war das ein schlag ins gesicht des publikums, das nur leicht von techno, electro oder house abweichende sounds erwartet. und an sich war das auch ein permanentes ausloten der grenzen des schlechten geschmacks bzw. der leidensfähigkeit der noch anwesenden – und gerade deshalb so gut. ich gebe zu, rückblickend war ich auch in der laune dafür und wahrscheinlich aufgrund des permanenten überraschungseffekts so perplex und amüsiert zugleich, während der großteil damit seine liebe müh und not hatte.
was gab es also? „jingle bells“ in einer gabba-version, 80s-pop mit miami sound machine, wieder mit gabba-bassdrums konterkariert, „birthday booty clap“ von dj sega, immer mal wieder hardstyle, mousse t – „horny“, direkt gefolgt von „me so horny“ von der two live crew, kid606 von hrvatski geremixt („catstep / my kitten / catnap vatstep“ – also der track, der ziemlich nach cylob klingt), „r.i.p.“ von remarc und eine gebleepte version von dj assaults „ass-n-titties“. das alles in einem technischen parforceritt, was das hoch oder herunterpitchen um mehrere dutzend bpm angeht und dabei einen schön absurden fluss erzeugend.
erforderte also eine menge humor, bot dafür aber auch einiges davon, was für mich auch der grund war, mir das bis zum schluss anhören zu wollen. aber zugegeben: nochmal brauche ich das nicht so schnell.

alles zusammengezählt war das für das fünfjährige der staub absolut würdig, auch wenn diejenigen, die sich ab nachmittag anstellten, einiges an geduld mitbringen mussten, bis gegen abend der einlassstopp kam. das führte jedoch drinnen dazu, sich zu keiner zeit unangenehm im gedränge fühlen zu müssen. auch das ein dicker pluspunkt, zugunsten einer allgemein entspannteren stimmung auf ein paar hundert euro eintrittsgelder mehr zu verzichten.

Nov 242017
 

im oktober verpasst, im dezember kurz vor weihnachten höchstwahrscheinlich auch. dafür eben diese.

ablauf

lobby
10h00 kvrt
13h00 dj hirax & sarah for sure
17h00 börft djs
19h00 lars hemmerling live
20h00 kyle hall

mdf
15h30 axkan
19h00 sebastian bayne

zelt
13h00 ali arbeit
16h00 rndm
19h00 discoish.it

nachbetrachtung

eine solide staub war das, wobei in puncto techno für mich eher weniger die akzente gesetzt worden sind. sebastian baynes letzte stunde war in der hinsicht noch das, worauf ich am besten einsteigen konnte (mit „hydra“ von technasia kann ich immer sehr gut leben) und bei dj hirax & sarah for sure gab es wieder einen der augenblicke, nach einer platte zu fragen, die ich aber bereits habe (für’s protokoll: es war die predicaments 002 von dj rush & paul langley, von der ich immer nur die a-seite im gedächtnis habe – es lief jedoch die rückseite).

höhepunkte für mich jedoch ali arbeit mit house im langsam-gemächlichen tempo (notiert: maxmilion dunbar – polo und frak – synthgök) sowie die börft djs mit chicago-breitseite in der lobby (dort als lücke: cajmere – conflict). kyle hall war mir leider zu verjazzt, weshalb ich den abend drüben auf dem mdf beschloss. aber trotzdem toll von ihm, nach dem gig in der griessmühle noch die staub dranzuhängen.

Sep 212017
 

wieder eine mit überlänge und unter beteiligung der poly|motion. angedacht ist erstmal der übliche zeitrahmen, da alles recht unmöglich mit dem anderen monatlichen pflichttermin (folgt recht zeitnah) vereinbar ist. hängt aber davon ab, wie sich das gesamte wochenende so entwickelt.

ablauf

garten
10h00 modschi
12h00 mars leder
14h00 slack hippy
17h00 esh

zelt
19h00 elliott litrowsky
22h00 renken
01h00 sling
04h00 sabine hoffmann
08h00 manfred tiek

mdf
13h00 guy tavares
16h00 hellboi live
17h00 nike bordom
20h00 drowned
21h00 meer b2b steinmetz
01h00 caleb esc
05h00 edoardo
09h00 myi

lobby: poly|motion
20h00 amperi
00h00 kvrt
02h00 tom de pascalis
05h00 d.k. dent
07h00 kwaint

nachbetrachtung
ist schon ein wenig ärgerlich, dass ich erst samstag nachmittag aus dem knick komme, wollte aber mit dem berghain-sonntag im hinterkopf auch nicht gleich übertreiben. wenigstens die entscheidung war im nachhinein richtig, aber es ärgert mich dennoch, damit guy tavares verpasst zu haben. slack hippy wurde mir auch nahegelegt, aber da muss ich die nächste chance abwarten.
es war dennoch eine der interessantesten staub-editionen für dieses jahr. erstens, weil die kombination mit der poly|motion eine für mich neue facette zum about blank hinzufügte. normalerweise ist die lobby aufgrund des charakters als durchgangsstation zu den toiletten und der anlage nicht mein erklärter lieblingsfloor, aber kaum werden ein paar sitzgelegenheiten mehr aufgestellt und vor allem stoff als pseudo-raumteiler aufgehängt, bekommt sie eine völlig andere note. noch dazu gab der toilettenbereich dahinter einen guten improvisierten darkroom ab.
zweitens war die musikalische vielfalt (nicht nur, aber auch durch die poly|motion) schön spannend. alleine die verschiedenen breakbeat-spielarten bei nike bordom ließen das herz derjenigen höher schlagen, die etwas für electro oder uk ab 1991 übrig haben. eine große technikerin ist sie zwar nicht, aber konsequent mit vinyl und mit noch konsequenterer guter auswahl wie bspw. ectomorph – skin, qnete – grey city anthem, beneath – give sum, special request – peak dub, 4 hero – mr kirk.

aufgrund von regen fand elliott litrowskys set bereits im zelt statt. dabei insbesondere hängengeblieben: felix da housecat – krash kourse (krashback mix) sowie push – universal nation zum schluss.
renken habe ich mir dann aus der zuschauerperspektive angehört, der etwas mehr lautstärke (gerne wieder auf dem mdf) verdient gehabt hätte. auch hier wieder einmal: „the final frontier“ auf ur geht immer.
bei der poly|motion ist das konzept, alles unter 100 bpm zu spielen. das können tracks sein, die es bereits in dem tempo gibt oder es wird eben gnadenlos heruntergepitcht (daher standen die pioneer-plattenspieler da). tracks wie „bring“ von randomer bekommen dann nochmal eine völlig andere wendung. ist zwar eher unwahrscheinlich, dass ich extra für die party ins blank gehen würde, weil ich dann doch irgendwann mal etwas zwischen 120 und 140+ bpm brauche, aber als ergänzung zur staub fand ich es klasse.

Aug 242017
 

die prognose sieht nach schönem tischtenniswetter aus (was auch letztes mal schon gut geklappt hat). insgesamt könnte das für mich das vorgezogene ende der gartensaison werden – hängt davon ab, ob es mit der grizzlynation klappt.

ablauf

garten
10h00 antonio vásquez
13h00 glasersfeld
15h00 erik jäähalli live
16h00 richard zepezauer
18h00 tapefeed
20h00 fiedel

mdf
14h00 chris braun
17h00 shredder
20h00 savas pascalidis

nachbetrachtung
wenn ich trotz mitgebrachter tischtenniskellen nicht zum spielen, sondern eher zum tanzen da war, kann das wohl durchaus als gradmesser dafür herhalten, dass ich musikalisch auf meine kosten gekommen bin. zugegeben: es wurde vor dem nachmittag nichts mit dem erscheinen, so dass ich erst ab richard zepezauer da war, der als hintergrund zum anfänglichen plaudern mit melodischeren chicago-sachen nicht schlecht war. tapefeed haben mich als team jedoch positiv überrascht. kommt ja doch hin und wieder mal vor, dass pingpong-sets ins ziellose abdriften – erst recht, wenn sich beide bei jedem track abwechseln. hier griff das jedoch ineinander. zwar toolig, aber dabei mit dem gespür, dass man auch damit nicht auf einem spannungsniveau bleiben muss.
fiedel dann mit einem set, das die hardwax-sozialisation deutlich und gerade deswegen sehr viel spaß machte.
trackauswahl:
zeigen

da es sich mittlerweile fast zur tradition entwickelt hat, die staub zur direkt folgenden party übergehen zu lassen, durfte savas pascalidis auch länger machen. das waren zwar schöne tracks (endlich mal wieder maurizios „domina“ im club gehört und „kaotic harmony“ von derrick may als letzter track ist definitiv nicht die schlechteste wahl), aber das zusammenspiel war einfach nicht gegeben.
hab den abend dann noch drüben in der lobby ausklingen lassen, auf der kate miller ein gewohnt schönes warm-up für die oscillate spielte, u.a. mit einer l.i.e.s., die ich mir dick notieren werde: 33.10.3402 – 13.

Jul 282017
 

der zweite monatliche termin, den ich nicht aus dem kalender streichen möchte. und wie es der zufall so will, hat sich das filter der geschichte hinter der reihe angenommen und die protagonisten interviewt.
sonst gilt das gleiche wie immer: ablauf und nachbetrachtung gibt’s irgendwann danach.

ablauf

garten
10h00 emika
13h00 barbie williams live
14h00 haiku
17h00 projekt gestalten
19h00 greenbean & leon

mdf
14h00 markus soyr
16h00 strathy
19h00 synkopheit live
20h00 area phillips

nachbetrachtung
aufgrund des krake-vorlaufs und anderer samstagnachmittag-aktivitäten wurde es wie sonst auch immer gegen 16 uhr etwas, und da es eines der wochenenden war, an denen der sommer a.d. 2017 seinem namen mal alle ehre machen konnte, zeigte sich der garten mitsamt besuchern von seiner besten seite.

inhaltlich (d.h. also musikalisch) eine staub im mittelfeld. projekt gestalten war draußen zu der uhrzeit ganz schön fordernd und auch nicht immer mit rotem faden, allerdings sichtlich mit verve bei der sache.
area philips (eine hälfte von tempre, die andere ist yacoub von i/y) hat für mich zum schluss auf dem mdf den akzent gesetzt, was aber auch leicht ist, wenn man sich zu einem guten stück bei tresor-erprobten tracks aus der zweiten hälfte der 1990er-jahre bedient. querschnitt:
zeigen

im anschluss noch en passant etwas von resoms warm-up für die direkt anschließende blank generation gehört und dabei „mandy“ von palace auf unknown to the unknown via shazam mitgenommen, was als label für mich eine ähnlich schwankende qualität wie l.i.e.s. mit sich bringt. daher ist es immer ganz gut, sowas in einem set quasi mundgerecht serviert zu bekommen.

Jun 302017
 

sie startet zwar bereits in einer stunde, geht aber dafür bis samstag abend um 22 uhr. werde selbst erst ca. ab nachmittag können.

ablauf

lobby
00h00 princess i.nez
02h30 daso live
03h30 talla
07h00 albert stone

mdf
01h00 caleb esc
04h00 dgs aka dr gomez
07h00 subotage <3 nora matisse
11h00 akmê
14h00 sissys reiterstaffel
17h00 janice live
19h00 richard bredicz
21h00 tempre

garten
10h00 refracted
13h00 carsten jost
15h00 air liquide
16h00 dj pumpkin
18h00 uvb
20h00 irakli

hütte
02h00 dj normal 4 & dj rainbow

nachbetrachtung

unterbewusst gutes timing, gegen 15 uhr aufzutauchen. jedenfalls hatte ich es ziemlich eilig, in den garten zu kommen, nachdem ich mir den ablauf nochmal genauer anschaute.
air liquide standen schon seit wenigstens 15 jahren auf der liste an live-acts, die ich in meinem club-leben mal sehen wollte, daher war das mit eine der dicksten überraschungen, die ich auf der staub bislang erlebt habe. glücklicherweise spielte da noch die witterung sowie die kondition mit, so dass ich mir das mitten im garten ohne große überfüllung anhören konnte. war auch ihr erstes techno-set seit langer zeit mit schönem acid-anteil und „this is not a mind trip“ als hit. insgesamt sehr gut unterhaltsam, aber nicht überragend.

das war eher das prädikat für dj pumpkin im anschluss, den man unter anderem namen aus dem dial/smallville-kontext kennt (hintergrund: es gab in der nacht von freitag auf samstag eine dial-nacht in der griessmühle, und zwischen deren sowie dem staub-booking gibt es personelle überschneidungen). toller bogen von analogem, rauhen house zu electro, italo und wieder zu techno.
trackauswahl:
philipp gorbachev feat. hugo capablanca and la muerte – berlin esta helado (ge-shazamt)
umwelt – revolt (gewusst)
reese – funky, funk, funk (gefragt)

dem live-act von janice drinnen habe ich gegenüber uvb draußen den vorzug gegeben. heruntergepitchte vocal-samples funktionieren auch 2017 noch bzw. wieder, „cosmetics“ von oliver ho als schlusstrack bei uvb draußen jedoch auch.

weite teile des irakli-sets draußen habe ich verquatscht und auch nicht viel von richard bredicz mitbekommen. irakli legte mir zum schluss aber zu sehr das augenmerk auf die hits, ohne dass sie recht zueinander passen wollten. „rock & roll“ von daft punk oder auch nochmal „controversy“ von prince, das kurz nach dessen ableben letztes jahr schon mal in einem i/y-set im garten lief. mir gefielen tempre drinnen dagegen besser, auch wenn das eher toolig war, aber es ergab einen fluss. „my blood is gold“ von sigha war darin das einzige, das ich wiedererkannt habe.

da die staub dann gleich fairerweise in die blank generation überging, konnte ich noch den beginn des sets von hang aoki mitbekommen, die strikt electro spielte. dabei technisch nicht immer sicher, aber dafür geschmacklich. da die physische kondition schon weit vorher schlapp gemacht hatte und sich nun auch die müdigkeit einstellte, war es um 1 uhr auch genug.

insgesamt wieder einmal eine runde angelegenheit, daran konnte auch das launische wetter nichts ändern.

Mai 272017
 

wie immer. line-up und dieses mal auch den flyer gibt’s hinterher.

nachbetrachtung
ich kam erst zum schluss. die prioritäten lagen tagsüber im besuch von „the haus“, das nur noch bis zum 31. mai 2017 geöffnet blieb und zu einer der imposantesten ausstellungen zählt, die ich bislang besucht habe. die tour dort lieferte zudem echten zugewinn, so dass ein frühsommertag auch gerne in der zeit ohne den garten des about blank stattfinden konnte. ab 19 uhr war ich aber da.

hier erstmal das angebot:

garten
10h00 princess i.nez & modschi
13h00 alienata
16h00 p. leone
19h00 verboten

mdf
14h00 lady blacktronika
16h00 patch / wrk
19h00 paàl

verboten ist bei der staub kein unbekannter, dennoch hatte es sich bislang nicht ergeben, dass ich ihn hören konnte. bis 21 uhr war das zeitgemäßer techno, der als käufer durch mein beuteschema fällt, aber von ihm gut präsentiert war. in der letzten stunde wurde es etwas waviger und auch electro kam wieder zu seinem recht. meinem eindruck nach aber war der rote faden zuvor klarer. das klappte bei paàl drinnen besser, der dem dunkeln entsprechend toolig-treibend spielte.

da es eine der am besten besuchten staub-ausgaben war (wozu auch sicher das wetter beigetragen hat), ging es zumindest drinnen gleich nahtlos zur oscillate über. dort bekam ich jedoch nur noch violet in der lobby mit, bei der die 303 ganz häufig zu ihrem recht kam. das lässt sich auf soundcloud nachhören, solange es noch da ist. draußen musste nach 22 uhr aus rücksicht auf evtl. lärmbeschwerden schluss sein, aber das täuschte nicht darüber hinweg, dass das für viele der sommerauftakt im blank-garten war.

hier noch das violet-set: