[berlin / 27.07.2019] berghain: csd klubnacht

teil zwei des konditionstrainings, während draußen und drinnen tropische verhältnisse zu erwarten sind. der ablauf wird nachgereicht, sobald er online ist.

berghain
00h00 avalon emerson
04h00 mount palomar live
05h00 massimiliano pagliara
09h00 nd_baumecker
13h00 partok
16h00 roi perez
20h00 midland
23h00 steffi
03h00 boris

panorama bar
00h00 luigi di venere
03h00 ouissam
06h00 tama sumo
09h00 jeffrey sfire
12h00 justin cudmore
15h00 chris cruse
18h00 carlos valdes
21h00 eris drew
00h00 kim ann foxman
03h00 virginia

garten
12h00 gideön
16h00 cormac

säule
20h00 hercules and love affair live

eintritt
18 euro

[berlin / 01.01.2019] berghain: silvester klubnacht

das zitat ist zwar leicht zeitverzögert aus dem zusammenhang gerissen, aber passt so schön: alle jahre wieder…
der orientierung halber ergänze ich die wochentage. wer sich wundert, dass ein paar namen in den schlagworten fehlen: der lohnerwerb ruft am 2. januar. dadurch werde ich ein paar favoriten verpassen (nd, mark ernestus und rabih beaini beispielsweise).

silvester klubnacht

berghain
dienstag, 01.01.2019:
01h00 answer code request
05h00 dr. rubinstein
08h00 rødhåd
11h00 terence fixmer
13h00 norman nodge
16h00 steffi
19h00 volvox
22h00 phase fatale
mittwoch, 02.01.2019:
01h00 fiedel
04h00 somewhen
07h00 kobosil
10h00 efdemin
13h00 function
16h00 luke slater
19h00 marcel dettmann
22h00 boris

panorama bar
dienstag, 01.01.2019:
01h00 massimiliano pagliara
05h00 cormac
09h00 nemo b2b castro
13h00 virginia
17h00 ryan elliott
21h00 nick höppner
mittwoch, 02.01.2019:
01h00 tama sumo
05h00 dominic carter
09h00 nd_baumecker
13h00 honey dijon
17h00 tornado wallace
21h00 gerd janson
donnerstag, 03.01.2019:
01h00 roi perez

lab.oratory
dienstag, 01.01.2019:
05h00 luigi di venere
09h00 chris cruse
13h00 soundstream
17h00 heidi lawden b2b lovefingers
21h00 i-f
mittwoch, 02.01.2019:
00h00 dan beaumont
04h00 paramida
08h00 prins thomas
12h00 discodromo

halle
dienstag, 01.01.2019:
12h00 pom pom
15h00 lotus eater live
16h30 rachel lyn
20h30 tricky
22h30 vladimir ivkovic
mittwoch, 02.01.2019:
02h30 etapp kyle
06h30 mxwhd
09h30 rabih beaini
12h30 mark ernestus
15h00 barker
19h00 felix k
22h30 pom pom

eintritt
ist noch nicht kommuniziert. aber von wenigstens 20 euro ist auszugehen.
38 euro

[berlin / 28.07.2018] berghain: csd klubnacht

und da ist er: der monatliche pflichtbesuch. überaus gewollt auf den tag gelegt, an dem man mit der publikumsmischung rechnen kann, die den charakter des ladens auszeichnet. bemerkenswert: die panorama bar bleibt durchgängig geöffnet und der garten wird parallel bespielt.

csd klubnacht

berghain
00h00 noncompliant
04h00 ben klock
08h00 dr. rubinstein b2b roi perez
13h00 somewhen
17h00 massimiliano pagliara
21h00 steffi
01h00 boris

panorama bar
00h00 discodromo
04h00 hard ton live
05h00 paramida
09h00 aaron clark b2b jason kendig
13h00 chris cruse
17h00 srvd live
18h00 dvs1
22h00 virginia
02h00 nd_baumecker

garten
12h00 tama sumo
16h00 gerd janson

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
war erst nachmittags gegen 15:30 uhr nach einer stunde wartezeit drin, bin aber dafür bis ca. 1:30 uhr geblieben. nach acts, weil am einfachsten.

massimiliano pagliara: sollte öfter unten spielen, dachte ich so bei mir. klar, auch ein wenig hittig (konstantin sibold – mutter), aber auch um waschechte neue techno-bretter nicht verlegen (fjaak – keep the funk).
gerd janson: ziemlich hittig. darunter die für mich durch answer code request ins spiel gebrachte 2 bad mice (gone too soon), worauf direkt „disco rout“ von legowelt folgte. später noch „kernkraft 400“ (ja, richtig, zombie nation), und „pick up“ von dj koze als abschlusstrack. konnte man machen.
steffi: gewohnt routiniert. „wisdom to the wise“ von dave clarke geht aber auch immer, „marauder“ von dj hmc wird an ort und stelle immer wieder gerne bemüht und „f.u.“ von f.u.s.e. ist auch mal was anderes als „substance abuse“. „lost vessel“ von drexciya gehört zu den tracks, die keinen staub ansetzen können und „string tanga“ von beroshima war mir seinerzeit entgangen.
virginia: da kann ich mich nur an „witch doctor“ von armand van helden erinnern.
boris: dank shazam notiert: „2502170258“ (den namen soll sich mal einer merken) von dirty basscore. gibt es scheinbar nur digital auf einem label, das alex bau gegründet hat: credo.

ergo: eine zwar von hits geprägte, aber nichtsdestotrotz stimmungstechnisch ziemlich gute csd-klubnacht. hat sich damit heimlich, still und leise zu einem der jährlichen berghain-pflichttermine gemausert – viel eher als die ostgut ton-nacht.

[berlin / 18.05.2018] säule: frustrated funk

vor einem halben jahr war ich nicht da, als er in der panorama bar spielte (wenn auch als convextion) – da besteht also nachholbedarf. ovatow ist als clone-instanz von einer electromotive force eine etage höher auch noch sehr gut in erinnerung.

frustrated funk
00h00 crushed soul
02h00 e.r.p. live
03h00 ovatow
05h00 adapta live
06h00 pametex

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
dazugelernt: crushed soul = steffi. die hat direkt am tag darauf erneut im berghain gespielt und sich daher bei ihrem electro-alias bedient. unnötig zu erwähnen, dass sie das mit gewohnter klasse meisterte.

e.r.p. übrigens genauso. wie immer alles so perfekt aufeinander abgestimmt, dass es studio-qualität hatte. auch hier dazugelernt: er arbeitet komplett mit den szenen in ableton live und benötigt gar keinen controller.

ovatow bestätigte meinen eindruck mit hervorragender auswahl:
phoenecia – odd job (rhythm box)
marco bernardi – sigmunds day out
dopplereffekt – speak & spell
levon vincent – together forever
model 500 – future
ur – sweat electric (die hat nun echt nicht jede*r)

adapta so, wie es seine tracks auf dem soundcloud-profil bzw. veröffentlichungen vermuten ließen, wobei er es für mich nach der vorlage von e.r.p. auch sehr schwer hatte.

pametex hat das ende dann ebenfalls sehr geschmackssicher eingeläutet:
ad vanz v gescom – viral
anthony shakir – arise
sole tech – bass the countdown

bin aber angesichts des restprogramms am folgetag vor 7 uhr los – wieder mal mit dem gefühl im bauch, in den sechs stunden musikalisch mehr mitgenommen zu haben als an manchem sonntag.

[berlin / 17.02.2018] berghain: klubnacht

nachdem ich strenggenommen seit neujahr nicht mehr im eigentlichen berghain war und pete vor ort tatsächlich zu neujahr 2016/17 das letzte mal gehört habe, wird es mal wieder zeit.

klubnacht

berghain
00h00 damcase
04h00 uvb live
05h30 bas mooy
09h30 kangding ray
13h30 charlton b2b kamikaze space programme
17h30 nur jaber
21h30 pete
01h30 fiedel

panorama bar
00h00 tama sumo
03h00 zernell
06h00 dane
09h00 tornado wallace
13h00 beautiful swimmers
17h00 nick höppner
21h00 steffi
01h00 gerd janson

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
da das resümee ein gutes jahr danach entsteht (heute ist der 23. juni 2019, bevor es in richtung else zu skee mask geht, der wahrscheinlich auch einiges an nachbereitung erfordern wird), kann ich nicht widerstehen, euch mal die notizen (unbereinigt, also inklusive tippfehler) hier rein zu kopieren, die ich mir während dieser klubnacht auf dem schlauen telefon gemacht habe. sowas dient neben der shazam-historie und existierender stränge in der restrealitaet als gedächtnisstütze (eigene beiträge vorausgesetzt, die in diesem fall aber so spärlich waren, dass es notizen und shazam richten mussten):

charltonkamiksze

witchdokta

greenvelvet constanzchaosgelaber femaledwnwrds pannik gamerormdearborn hititfromthebackdmani danach wideopenhyperactve curveafx noch dazu bmblieblingstrk

swimmers

soundstreamsteings

bangalter gehackte discogitarre

höppner gehtsnoch

daraus muss ich also jetzt was machen…

ehrlich gesagt weiß ich nicht mehr genau, wann ich da war. von kangding ray habe ich noch etwas mitbekommen und ganz sicher von tornado wallace, der sich nochmal nachdrücklich empfohlen hat (im nachhinein auch mit erfolg – schließlich durfte er neujahr 2019 an ort und stelle bestreiten):
mr flagio – take a chance (einer der italo-klassiker)
tevo howard – move
cloud 9 – do you want me baby (original club mix)
wyad – planetary rituals

beautiful swimmers danach mit ein paar hits:
soundstream – 3rd movement
taxi c.a.b. – chunk-a-nova (red dog mix) (dank shazam weiß ich auch endlich mal, wie der track heißt)
thomas bangalter – turbo

charlton und kamikaze space programme spielten sich unten sehr gut die bälle zu und variierten dabei auch in dynamik sowie stilen:
armand van helden – witch doctor
habits of hate – limelight roles
green velvet – abduction
female – slave
speedy j – pannik
joey beltram – game form (mike dearborn remix)
traxmen & eric martin – hit it from the back (direkt danach)
dj hyperactive – wide open
curve – falling free (aphex twin remix)
british murder boys – rule by law

nick höppner einmal mehr als einer der residents, die unterschätzt werden und einfach unprätentiös hin und wieder gestandene klassiker unterbringen. hab ihm jedenfalls den vorzug gegenüber nur jaber gegeben:
roman flügel – geht’s noch
solvent – my radio
project akc – welsh rarebit
project pablo – is it dry?

und auch nach mehr als einem jahr pause: pete bleibt unangefochten, wenn auch dieses mal sehr geradlinig:
kobold – rock the beat
und von ihm selbst: substance – keine angst

unter dem strich: eine klubnacht im sehr, sehr guten mittelfeld.

[berlin / 22.07.2017] berghain: csd klubnacht

während sich halb berlin auf der nation of gondwana tummelt, verschlägt es mich zu altbekannten spielstätten. der csd ist ohnehin immer ein toller anlass, sich des subversiven zu erinnern, was in kombination mit dem hype der vergangenen jahre zu einer interessanten mischung an menschen und stimmungen führen kann.
außerdem ist es sehr lobenswert (aber irgendwie auch traurig) zu erwähnen, dass das line-up im sonst so männerdominierten berghain mehr als zur hälfte von damen geprägt wird. da bin ich mit am meisten auf lena willikens gespannt, die beim diesjährigen geburtstag des about blank (hier leider nicht besprochen, weil ich auch recht kurz da war) ein set ablieferte, das beispielhaft für konstanten mut zum risiko bei gleichzeitiger beibehaltung hoher qualität und musikalischer erziehung stand. schade nur, dass nd und discodromo so früh dran sind und ich sie aller voraussicht nach verpassen werde.

csd klubnacht

berghain
00h00 norman nodge
04h00 anetha
07h00 ben klock
11h00 lena willikens
14h00 bella sarris
17h00 relaxer live
18h00 courtesy
21h00 steffi
01h00 boris

panorama bar
00h00 nd_baumecker
04h00 looky looky live
05h00 discodromo
09h00 volvox
13h00 ash
16h00 kim ann foxman
19h00 i-f
22h00 massimiliano pagliara
02h00 virginia

garten
12h00 cormac
16h00 roi perez

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
(seit gut anderthalb jahren mal überfällig)

es waren am ende dann doch 16 stunden bis kurz nach 1 uhr in der nacht von sonntag auf montag und tatsächlich so schwul wie erhofft.

dabei hat ben klock seinen aufwärtstrend fortgesetzt und tracks mit wiedererkennungswert gespielt, inklusive acid.
volvox war bis dahin ein für mich unbeschriebenes blatt, aber die überraschen ja ganz gerne mal sehr positiv. sie war so ein fall, landete mit tracks wie „continuous flow“ von drumcomplex & red square oder „eat my pussy (egyptian lover remix)“ von anet k in der kategorie „neuentdeckung“.
lena willikens blieb kompromisslos bei ihrer linie: langsam um die 100 bpm beginnen, damit leute filtern und sich in drei stunden bis auf techno-tempo vorarbeiten. auswahl: „elements of life“ von d-leria, „erwachen“ von jepe feat. juaau, „let’s talk“ von air lqd, „docking (nisek remix)“ von horos, „ospel“ von pragma, „the sting that stung“ von prostitutes oder beinahe-klassikern wie „fake & phoney“ von green velvet. großartig, favoritin – neben dem herrn, der ihr ab 19 uhr oben folgte.
von bella sarris blieb bei mir nur „subversion“ von ectomorph als erster track und später noch „deep“ von surgeon hängen. sonst techno, solide, recht minimal. damit kein ausreißer nach oben oder unten.
kim ann foxman verschmolz oben die alte schule mit der neuen. unter anderem dabei: „i said“ von alienage, ihr remix von „tribal rhythm“ – im original von jozef k & winter son feat. flora cruz – sowie „pulse state“ von the future sound of london oder „on the verge“ vom eh immer beachtenswerten dez williams.
relaxer präsentierte sich unten hochmotiviert. stilistisch episch, mir allerdings zu dick aufgetragen. das liegt aber an meinem bekannt ambivalenten verhältnis zu melodien.
i-f zeigte einmal mehr, dass er einer der besten djs auf mutter erden ist. recht zum anfang mit „sloth“ aus seiner feder, was kurz darauf auf viewlexx wiederveröffentlicht wurde oder „king of the castle“ von dj schwa & layup. wechselte später mühelos von waschechten techno-brettern wie „lyot“ von vainqueur im maurizio-mix und „pantha rei“ von unit moebius (beide direkt aufeinander folgend) zu pop-remixen – in dem fall „enjoy the silence“ von depeche mode nochmal von ewan pearson unter die lupe genommen (und vom publikum beherzt mitgesungen). zum schluss hin noch „i think i’m gonna fall (in love)“ von supercharge und zur krönung dem anlass gebührend „gimme gimme gimme“ von abba.
courtesy habe ich nur kurz mitbekommen, aber dabei das von sleeparchive bekannte „research… research…“ mitbekommen. auch die dame kann man auf dem zettel behalten.
steffi nutzte ihren heimvorteil aus und sorgte bei mittlerweile bekannter publikumsdichte für erst recht treibhausähnliche temperaturen. unter anderem mit gestandenen tracks wie „drome“ von joey beltram, „i’m so hi“ von dj funk oder (etwas neuer) „kinky dudes“ von shed. bei boris im anschluss hatte ich keine zweifel daran, dass er das gekonnt über die ziellinie bringen wird.

in summe war das also tatsächlich überdurchschnittlich gut sowie trotz füllgrad und treibhaus gut auszuhalten. wobei ich beim heimgehen aufgrund keiner schlange vermutete, dass schon seit längerem der einlassstopp verhängt worden war. das wäre auch überaus vernünftig gewesen.

[berlin / 24.09.2016] berghain: klubnacht

berlin läuft den marathon, ich mache mir meinen eigenen. plan: zu dr. rubinstein rein, nach karenn raus. etwas unglücklich bin ich nur darüber, dass martyn und pete mehr oder minder zeitgleich spielen, aber das ist wieder eines dieser berliner luxusprobleme.

klubnacht

berghain
00h00 johanna knutsson
04h00 subjected
07h00 dr. rubinstein
11h00 nima khak
14h00 tijana t
17h00 pete
21h00 karenn live
22h30 kobosil / joel mull

panorama bar
00h00 leonid
04h00 afik naim live
05h00 luke hess
09h00 shed
13h00 dexter
16h00 martyn
19h00 m>o>s
22h00 basic soul unit
01h00 steffi

garten
12h00 cormac
17h00 boris

eintritt
16 euro

nachbetrachtung
aller guten dinge sind drei, jedenfalls war ich strenggenommen so häufig da. der erste besuch gegen 2:00 uhr war jedoch nur zum stempelholen und ein paar erste eindrücke mitzunehmen. johanna knutsson machte das unten mit moderat forderndem techno auch echt gut, wohingegen leonid oben zu dem zeitpunkt schon fast härter spielte und auch damit anteilig wesentlich weniger leute überzeugen konnte als johanna unten. zumindest war es in der panorama bar doch sehr übersichtlich zu dem zeitpunkt.

ich kam gegen 9:30 uhr zum zweiten mal wieder, als dr. rubinstein sich schon warmgespielt hatte. wie immer mit acid-faible, nicht zu hart, genau richtig zum (wieder-)ankommen bei sehr angenehmer fülle, während shed oben im stile seiner power house-sachen mit garage-reminiszenzen spielte. qual der wahl also, die mir aber abgenommen wurde, indem ich mein versprechen, als moralische unterstützung beim marathon (also dem richtigen, nicht dem am wriezener karree) nebenherzufahren, einlösen wollte und der pulk an läufern eh gerade vom strausberger platz richtung holzmarktstraße lief.

da sich das temporäre anfeuern so entwickelte, dass ich mir in steglitz immer noch neben den läufern herradelnd dachte, dann auch gleich noch den rest bis zum ziel mitmachen zu können, war ich erst ab 16:30 wieder vor ort. im endeffekt war ich wegen der frischen luft, sonne, serotonin, und der tollen stimmung an der strecke darüber auch ganz froh. herbst / winter kommen früh genug, damit auch weitere gute sets, von daher fiel mir’s auch nicht schwer, die prioritäten zu verschieben.

in den paar minuten, die ich dann noch von tijana t mitbekommen habe, ist mir eine kombination im gedächtnis geblieben, bei der sich mir nicht unbedingt aus begeisterung die nackenhaare aufgestellt haben: „the pace“ von robert hood und „rhythm is a dancer“ von snap. nein, ich bin kein musikfaschist, ich habe beide tracks ebenfalls, und ja, ich würde auch beide spielen – wenn es denn passt. aber wer sich beide tracks hintereinander anhört, wird feststellen, dass da harmonisch überhaupt nichts ineinandergeht. wirkte auf mich wie „oh, ich möchte einen besonderen moment kreieren und bringe diesen eurodance-klassiker mit der brechstange unter.“ da die meute das gefeiert hat, gibt das auch (leider) eher ihr recht als mir. hätte besser untergebracht werden können, nein: sogar müssen und der halbwegs musikalisch veranlagte teil des publikums mit stehboykott reagieren können. aber da bin ich wohl zu sehr idealist.
von boris im garten habe ich nicht allzu viel mitbekommen, aber mir ist eine wunderbare herbert noch im gedächtnis: „people that make the music“.

zwischen 18:00 und 19:00 hat mich martyn eher abholen können als pete. rezeptur ähnlich wie bei shed, u.a. mit awesome 3: „don’t go (kicks like a mule)“ oder „coda coma“ von yage – dank an shazam, da ich bei dem sound eklatante bildungslücken habe.
runter zu pete, der zu dem zeitpunkt „the bells“ spielte, was auch mit der daruntergemixten fetteren kick mit der treibendste moment im set war. sein set war letztendlich ein schönes beispiel dafür, wie erwartungen sich umdefinieren lassen können. an sich hatte ich mir auf die zwölf erhofft, was in den treibenderen phasen auch bei mir merklich besser zündete (energie freisetzen, auch mit der brechstange). stattdessen nahm er sich etwas zurück und spielte eher facettenreicher, weniger urgewalt mit subbässen, somit blieb mehr raum, um nuancen wahrzunehmen. erkannt habe ich dabei recht wenig: „patience“ von surgeon bspw. und „spaceape“ von burial.
den track habe ich beim album bisher immer geskippt und eigentlich kann man den in einem techno-set auch nicht spielen, da er 170 bpm (oder eben die hälfte) in die waagschale wirft. heruntergepitcht, mit einer 4/4-kick drübergelegt und die tonhöhe dabei beibehaltend, so dass spaceapes stimme immer noch wie spaceape klingt: das war für mich der gegenpol zum tijana-t-moment.
daher wie bereits erwähnt: für die uhrzeit genau passend – nicht zu fordernd, eher so ein set, das einen für den rest des abends startklar machte und für mich somit genauso viel wert wie seine anderen sets mit kompromissloser härte.

bei karenn war’s mir dann zu voll, hab mir das dann auf der bassbox sitzend gegeben. auch wenn sie sehr melodisch waren und ihre ersten an brachialität glänzenden sets an ort und stelle für ewig im gedächtnis behalten werde, gefiel mir das durchaus. sie wiederholen sich einfach nicht und haben ihren maschinenpark so gut im griff, dass sich das nicht wie bei jazz-improvisationen im nichts verliert.

basic soul unit fand ich mit seinen larry-heard- und derrick-may-anleihen auch nicht verkehrt, aber da war die luft für mich konditionell schon raus, auch wenn das platzangebot in der panorama bar überaus angenehm war. dafür herrschte unten das für einen sonntagabend übliche gruppenkuscheln, wozu ich dann beim besten willen nicht mehr in der stimmung war.