[berlin / 14.12.2019] about blank: bewegungsfreiheit #17

die vierte und damit letzte ausgabe im jubiläumsjahr. gelohnt hat sich jede davon, wobei die schlagzahl gerade beim kurzen abstand zwischen den letzten beiden schon sportlich war. bei dem zweiten heimspiel haben wir tatkräftige unterstützung von mother’s finest, die das booking für die lobby komplett übernommen haben. sieht dann so aus:

mdf
01h00 decka
03h00 alexander kowalski
05h30 juho kusti
08h00 lily ackerman

lobby
23h00 don’t dj b2b ossia
02h00 dresvn
04h00 miriam schulte b2b franklin de costa
06h00 karima f

zelt
20h00 podiumsdiskussion: wir tschader – darum sind wir hier. zwischen heimweh und kampf ums bleiberecht!
23h00 eli pavel
02h00 dj nomad
05h00 frotteedämmerung
08h00 whø?
10h00 sylvie marks

eintritt
bis 23 uhr: spende
23 bis 7 uhr: 14 euro
ab 7 uhr: 10 euro

[berlin / 11.02.2017] about blank: klangbiotop x uvb-76

auch hier stand ein besuch schon länger auf meiner liste. nicht nur wegen ihrer immer gelungenen flyer, sondern auch aufgrund des offenen musikalischen konzepts. bin vor allem neugierig, wie sich drum & bass auf dem mdf macht.

lobby: uvb-76 label special
00h00 plasma & hns
03h00 pessimist
04h00 ruffhouse (vega)
05h00 overlook
06h00 b2b2b

mdf: techno
00h00 unknown user
02h00 devika
05h00 vsk
08h00 thnts

zelt: electronica
02h00-08h00 whø b2b ddm

toilet to heaven: punk / 80s / pop
02h00 mutti cool
04h30 dancing fists

eintritt
12 euro

nachbetrachtung
gleich vorab: meinem empfinden nach blieb der drum&bass-floor unter seinen möglichkeiten. mag aber auch an der bereits ganz schön fordernden vorlage von plasma & hns gelegen haben, wonach der eher zurückhaltende sound von pessimist wie eine vollbremsung wirkte. hatte mir mit ruffhouse eine rückkehr zu mehr punch erwartet, aber auch da blieben die wirklich zündenden momente mangelware. versöhnlich war die „jeder gegen jeden“-runde, als die klassiker wie „ni ten ichi ryu“ von photek oder ed rush & nico ausgepackt wurden.

den größten teil der zeit verbrachte ich aber (nachvollziehbar) im zelt, wo whø und ddm das konzept verfolgten, sich von 1980 sukzessive bis 2017 vorzuarbeiten. das hatte eher salonatmosphäre, während sich beide die prägenden tracks vorspielten. war definitiv eine weiterbildung, bei der „zen-gun“ von ryuichi sakamoto sehr hängengeblieben ist. kurz vor schluss (da ja streng chronologisch) gab es noch „violence“ von andy stott, der mehr lautstärke verdient gehabt hätte. aber das ist draußen im blank-garten ja stets eine sache, bei der nicht aus dem vollen geschöpft werden kann.
der techno-floor bot gute unterhaltung, als ich dort war. das traf jedoch nur so richtig auf den schluss bei thnts zu. hatte mich aber schon vorab dazu entschieden, mich eher auf lobby und zelt zu konzentrieren, wobei noch der vorraum zu den toiletten neben der lobby mit dem besten der 1980er und 1990er gut ablenkte.

auch wenn ich mir in puncto drum&bass mehr erhofft hatte: die musikalische fortbildung im zelt war gold wert. definitiv nicht meine letzte klangbiotop.