{"id":1093,"date":"2009-06-22T15:04:36","date_gmt":"2009-06-22T13:04:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=1093"},"modified":"2010-07-05T18:31:46","modified_gmt":"2010-07-05T16:31:46","slug":"larz-25-28062009-fusion-festival-2009","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2009\/06\/22\/larz-25-28062009-fusion-festival-2009\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 25.-28.06.2009] fusion festival 2009"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/06\/fusion2009.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1094\" title=\"fusion2009\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/06\/fusion2009.jpg\" alt=\"fusion2009\" width=\"868\" height=\"249\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/06\/fusion2009.jpg 868w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/06\/fusion2009-300x86.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 868px) 100vw, 868px\" \/><\/a><\/p>\n<p>ja, ich wei\u00df, kein unn\u00f6tiger hype und dergleichen. nur steigt die vorfreude seit tagen, so dass (wohl nicht nur) ich eigentlich nur darauf warte, dass es endlich losgeht. gr\u00f6\u00dfere ausma\u00dfe als letztes jahr wird&#8217;s dieses mal definitiv annehmen &#8211; die vorverkaufskarten waren, im gegensatz zum vorjahr, in berlin bereits zu ostern weitestgehend ausverkauft. ob und wie sich das auf die konstellation des publikums auswirken wird, wei\u00df man erst hinterher.<br \/>\ndr\u00fcckt die daumen, dass das wetter mitspielt und man in der fr\u00fch nicht f\u00fcr die duschen anstehen muss. das \u00fcppige line-up ist auf <a href=\"http:\/\/www.fusion-festival.de\/\" target=\"_blank\">ihrer website<\/a> nachzulesen und eh erst im guide komplett.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">fusion-tagebuch (die roman-version f\u00fcr neu- und \/ oder wissbegierige)<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id1823122961'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id1823122961\" style=\"display:none\"><span style=\"text-decoration: underline;\">donnerstag (25. juni 2009)<\/span><br \/>\nganz offen gesagt war die laune nach dem blick aus dem fenster, nachdem mich der wecker um 6h30 in der fr\u00fch nach bestenfalls vier stunden schlaf wachr\u00fcttelte, zu weiten teilen im keller. pr\u00e4sentierte sich der berliner himmel tags zuvor noch recht freundlich, hatte sich eine dicke wolkendecke breit gemacht, aus der es nicht nur nieselte, sondern mehr als ordentlich regnete. bedingungen, bei denen man sich innerlich auf die schulter klopft, in den koffer nur sachen eingepackt zu haben, die hemmungslos besudelt werden k\u00f6nnen und bei denen man sich gerne auf den weg nach moabit zum zentralen sammelpunkt und zur autovermietung macht. schlie\u00dflich wurde weit im voraus der entschluss gefasst, zum erleichterten gep\u00e4cktransport einerseits und zum besseren campen auf der ladefl\u00e4che andererseits einen pritschenwagen zu mieten, hinter dessen steuer ich in den folgetagen platz nehmen sollte \/ wollte.<br \/>\ndie laune steigerte sich zunehmend, als es nach verstauung des gep\u00e4cks endlich losging, wir allerdings im relativ z\u00e4hen berliner berufsverkehr steckten, auch wenn der nach eigentlich recht kurzer zeit \u00fcberwunden war. noch viel mehr spa\u00df bereitete die fahrt auf der autobahn, zwar ohne staus, daf\u00fcr mit einer menge lkws und: regen. zwischenstopp beim baumarkt, um dort festzustellen, dass es keine gummistiefel mehr in meiner gr\u00f6\u00dfe gibt &#8211; egal: dazu waren die eh schon ramponierten adidas superstar gedacht, die mich in den n\u00e4chsten tagen auch sicher \u00fcber das gel\u00e4nde transportierten.<br \/>\nangesichts des brummenden vorverkaufs hatte ich schon mit einem gewissen andrang gerechnet, und tats\u00e4chlich: auch wenn wir letztes jahr am gleichen tag zur gleichen zeit (ca. 12 uhr mittags) vor ort waren, war die autoschlange schon etwas l\u00e4nger. die zweiteilung beim einlass wurde auch dieses jahr angewandt: 1. kofferraumkontrolle (haben sie sich bei der pritsche geschenkt) &amp; ggf. kartenverkauf, 2. b\u00e4ndchenausgabe. da wir einen act in unseren reihen hatten, verz\u00f6gerte sich der ablauf etwas, weil er sein vip-band abholen musste. bei regul\u00e4rem ablauf m\u00fcsste das alles nicht l\u00e4nger als eine halbe stunde gedauert haben.<br \/>\nbei der automaut von 10 euro nochmal kurz warten, dann endlich rauf auf das gel\u00e4nde, um festzustellen, dass die campingfl\u00e4che in n\u00e4he der oase vom letzten jahr bereits belegt ist. die direkt angrenzenden auch. fast am ende des gel\u00e4ndes angekommen, fanden wir auf d5 endlich genug platz, um alle autos und zelte unterzubringen. auftrieb f\u00fcr die laune: quasi beim betreten des gel\u00e4ndes nieselte es bestenfalls noch, beim aufbau der zelte h\u00f6rte es sogar ganz auf.<br \/>\nhatte mich daf\u00fcr entschieden, den auftakt wie im letzten jahr im kino zu begehen. wieder mit dem schluss einer bildungsl\u00fccke: &#8222;berlin calling&#8220; wurde um 16 uhr nachmittags gezeigt, also prompt um 15h30 auf den weg gemacht, um festzustellen, dass es bis zum gel\u00e4nde doch nur 20 minuten zu fu\u00df sind. allerdings auch, dass sich die dichte der zelte und autos konstant erh\u00f6hte. das kino selbst beinahe hoffnungslos \u00fcberf\u00fcllt: ich fand auf dem boden platz, wobei zum gl\u00fcck jeder verstanden hatte, dass der allgemeinheit besser geholfen ist, wenn man sich hinsetzt. abgesehen davon: sch\u00f6ne einstimmung f\u00fcr die kommenden tage, toller soundtrack, eine etwas \u00fcberzeichnete, aber angesichts des berliner feierwahnsinns doch nicht allzu weit hergeholte handlung mit einem guten deb\u00fct von herrn kalkbrenner als schauspieler (der in seinen zuk\u00fcnftigen rollen weniger nuscheln sollte). die atmosph\u00e4re im kino lie\u00df das stimmungsbarometer dann noch mehr in richtung am\u00fcsement ausschlagen. dennoch ging&#8217;s f\u00fcr mich anschlie\u00dfend in richtung camp, der magen knurrte.<br \/>\nallgemeiner aufbruch um 23 uhr, steve bug sollte &#8211; wie immer &#8211; auf der turmb\u00fchne er\u00f6ffnen, und das um punkt mitternacht. am turm selber schieden sich die geister: sicher hatte die bunte pflanze im letzten jahr ihren charme, wogegen die stahlkonstruktion bei tag schon sehr steril wirkte. ich hatte damit keine probleme, bot es doch einen kontrast zum sonst immer noch sehr bunten gel\u00e4nde. die b\u00fchne selbst war weitaus unauff\u00e4lliger gestaltet als letztes jahr, lautsprecher keine line-arrays, sondern funktion-one-boxen. alleine der andrang machte klar deutlich, dass man sich auf andere verh\u00e4ltnisse als im jahr zuvor einstellen muss. am rande blieb dennoch recht viel platz, wo man es ohne rempeln aushalten konnte. abgesehen davon: euphorische begr\u00fc\u00dfung der ersten kl\u00e4nge, als beleuchtungsmittel waren laser die erste wahl. steve bug selber pr\u00e4sentierte sich in f\u00fcr mich besserer form als letztes jahr, wobei er nach gutem beginn recht schnell nachlie\u00df, so dass wir in richtung schuhkarton aufbrachen. dort lag popp hopp mit seinem dj-set in den letzten z\u00fcgen (melodischer techhouse, soweit ich das noch wei\u00df), volle h\u00fctte, hohe luftfeuchtigkeit. neuroton danach als live-act, was alle, inkl. mir, nicht mehr so ansprechend fanden. nochmal kurz r\u00fcber zum turm, dan berkson &amp; james what m\u00fcssten das laut zeitplan gewesen sein, war aber auch nicht weiter spektakul\u00e4r.<br \/>\nabstecher ins luftschloss zu grace kelly, dj aus berlin, die zu dem zeitpunkt mit vielversprechendem drum&amp;bass punkten konnte, das aber auch nur f\u00fcr ca. eine viertelstunde &#8211; da kam ein break, gefolgt von karibisch angehauchten tracks, nicht wirklich auf den punkt gemixt und auch nicht nach meinem gusto.<br \/>\ndaher weiter in richtung bachstelzen, der b\u00fchne, deren zeitplan nicht im guide auftauchte und wo ich im nachhinein nicht rekonstruieren kann, wann wer dort gespielt hat. daf\u00fcr war ich in den folgetagen zu h\u00e4ufig, aber auch zugleich zu kurz dort, weil es tats\u00e4chlich einer der am besten besuchten orte war, wo an tanzen eigentlich nicht zu denken war. allerdings hatte man dort sch\u00f6ne gelegenheiten zum entspannen auf den treppenstufen. freitag fr\u00fch um 4 uhr machte sich die ersch\u00f6pfung und die nachricht vom tode michael jacksons breit (was wir noch f\u00fcr ein ger\u00fccht hielten), so dass die erste schlafpause auf der couch im pritschenwagen alles andere auf dem zeitplan verdr\u00e4ngte.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">freitag (26. juni 2009)<\/span><br \/>\nin der fr\u00fch per sms schon erste bef\u00fcrchtungen wegen einlassstopp erhalten, die im fusion-forum ge\u00e4u\u00dfert wurden, das ausma\u00df auf den parkfl\u00e4chen drau\u00dfen hatte ich zu dem zeitpunkt noch nicht im blick.<br \/>\nerste anlaufstelle des tages war die tanzwiese, auf der das krause duo den nachmittag ab 13 uhr einl\u00e4utete. der floor war im vergleich zum letzten jahr etwas weiter gen osten ger\u00fcckt, somit etwas weiter vom querfeld entfernt gelegen, um einiges gr\u00f6\u00dfer und mit zahlreichen, aus wasserkanistern bestehenden s\u00e4ulen best\u00fcckt, die einige gerne als podest nutzten. auch hier: funktion one, satter sound in zweierlei hinsicht, weil die beiden herren hinter den plattenspielern gekonnt mit der stimmung der leute zu spielen wussten und ihr set sch\u00f6n abwechslungsreich mit techhouse, minimal, acid und sogar einer prise dubstep gestalteten. erster h\u00f6hepunkt f\u00fcr mich bis dahin.<br \/>\nals der zuwachs f\u00fcr unser camp gegen 16 uhr eingetroffen war (und das ger\u00fccht vom tode mjs best\u00e4tigt hatte), konnte ich mir ein erstes bild dessen machen, was sich als besucheransturm bislang an den b\u00fchnen schon andeutete. die mautstelle war geschlossen, es wurden keine autos mehr auf das gel\u00e4nde gelassen (auch sehr vern\u00fcnftig, zumal das ziel, den verkehr auf dem campinggel\u00e4nde zu reduzieren, damit gut realisiert wurde), allerdings reichten die ausgewiesenen parkfl\u00e4chen bei weitem nicht mehr aus, so dass weitere ge\u00f6ffnet werden mussten. einige begannen, auf dem asphalt ihre zelte aufzuschlagen. denke, es ist nicht \u00fcbertrieben, bereits zu dem zeitpunkt von 60.000 als besucherzahl zu sprechen.<br \/>\nnach einer weiteren ruhepause im camp ging&#8217;s abends richtung seeb\u00fchne. tim exile war f\u00fcr 21 uhr angek\u00fcndigt, versp\u00e4tete sich allerdings, so dass er erst eine stunde sp\u00e4ter begann. arabyrd &amp; cee \u00fcberbr\u00fcckten die zeit bis dahin, hatte bislang nie von ihnen geh\u00f6rt: mashup-live-act mit einem herren hinter dem laptop und einer asiatin als frontfrau. nicht zum davonlaufen, durchaus mit guten momenten. dennoch kein vergleich zu dem, was herr exile in seiner stunde bot. war das letzte set von ihm zur leisure system noch sehr von seinem album gepr\u00e4gt, stand dieses mal die improvisationskunst ganz hoch im kurs. also brachialer techno, sp\u00e4ter drum&amp;bass, auch drei songs vom album gab&#8217;s, wobei es schon lustig mit anzusehen war, wie wenig die anwesende meute etwas mit &#8222;family galaxy&#8220; anzufangen wusste. w\u00e4hrend vor der b\u00fchne das leben tobte, stand der rest weitestgehend unbeteiligt herum. egal, f\u00fcr mich das set des festivals.<br \/>\ndanach blieb gen\u00fcgend zeit, sich auf den weg zum roten platz zu machen. wenn schon alec empire mit einem live-auftritt angek\u00fcndigt ist, sollte man die gelegenheit nutzen. auf dem gel\u00e4nde war bereits zu diesem zeitpunkt mehr los als am samstag des vorjahres &#8211; jedenfalls kam mir das so vor. beim auftritt von alec empire, zusammen mit nic endo an den ger\u00e4ten, gab es f\u00fcr mich zwei erkenntnisse: 1. wenn man die wahl zwischen einem seiner live- oder dj-sets hat, sollte man unbedingt das live-set vorziehen, allerdings sind ohrenst\u00f6psel dabei ratsam, weil wirklich alle frequenzen bis zum anschlag (oder dar\u00fcber hinaus) aufgerissen werden. wohl die fortsetzung dessen, was mit atari teenage riot begann &#8211; da kommen punks und raver gleicherma\u00dfen auf ihre kosten. 2. (und das sollte sich jeder einpr\u00e4gen) wenn man sich schon in den pogo-mob st\u00fcrzt, gibt man am besten im voraus utensilien wie brille, basecaps und den rucksack mit getr\u00e4nken bei den begleitern ab, die sich das geschehen lieber vom rande aus angucken. dem murphy-gesetzbuch kann jedenfalls folgender paragraph hinzugef\u00fcgt werden: bei einer leeren und einer vollen flasche club mate geht die volle beim wilden herumspringen als erstes kaputt. hatte bei dem feuchten gef\u00fchl am rechten hosenbein zun\u00e4chst das gef\u00fchl, eine ausgiebige bierdusche abbekommen zu haben, bis mir der vorrat an meinem r\u00fccken wieder einfiel. elektronische ger\u00e4te und dergleichen wurden nicht in mitleidenschaft gezogen und auch sonst hielt sich der schaden in grenzen.<br \/>\ndennoch habe ich den rest des auftritts lieber abseits des geschehens verfolgt und mich danach mit einigen aus unserem kreise auf den weg in richtung dusche gemacht. war eh mein vorhaben, das dieses mal fr\u00fch am morgen zu erledigen, um die l\u00e4stige warterei tags\u00fcber zu vermeiden. goldrichtige entscheidung: an der oase keine schlange an der kasse, daf\u00fcr eine kurze an den duschh\u00e4uschen (davon zwei ohne licht). hygienischer standard wie letztes jahr: sauber, warmes wasser, ich habe keinen fu\u00dfpilz davongetragen.<br \/>\ndieses halb unfreiwillige intermezzo kostete ca. zwei stunden, in denen ich bspw. ld auf dem querfeld verpasst habe. auch monika kruse spielte ungef\u00e4hr zeitgleich auf der turmb\u00fchne, aber nach ihrem gig im berghain ende mai war das zu vernachl\u00e4ssigen, allerdings h\u00e4tte ich marc houle danach schon gerne mal geh\u00f6rt. auf der suche nach dem rest der bande verweilte ich sogar kurz auf dem trancefloor, der mit abstand am buntesten hergerichtet war. auch musikalisch war es samstag fr\u00fch um 3 uhr dort echt gut auszuhalten, und die spielkonsole auf leinwand h\u00e4tte ich gerne n\u00e4her ausprobiert, kam aber (auch in den folgetagen) nicht dazu.<br \/>\nweiter zur tanzwiese, wo sich der timetable im laufe des tages um eine stunde nach hinten verschoben hatte und die \u00fcberraschung der fusion in form von hof gutow gerade hinter den technics werkelte. eine blondgelockte dame, die bei einsetzender d\u00e4mmerung mal eben zeigte, dass es minimale tracks mit kickdrum gibt. dabei ein durchaus zackiges tempo, keine unn\u00f6tigen spielereien am bass-eq, sicheres mixing &#8211; kurzum: beste werbung f\u00fcr sich selbst, wird bei einem der n\u00e4chsten gastspiele in berlin definitiv wieder unter die lupe genommen.<br \/>\nihr folgte nico grubert, ein weggef\u00e4hrte aus dem technoforum, den ich schon l\u00e4nger nicht mehr als live-act geh\u00f6rt hatte. nahm auch einiges an dynamik heraus und setzte eher auf stellenweise an extrawelt erinnernde melodien, was aber zum tagesanbruch passte. etwas mehr temperament h\u00e4tte dennoch nicht geschadet, zumal ich ihn auch als architekt von durchaus herzhaften techno-tracks kennengelernt hatte.<br \/>\nkurzer ausflug zu den bachstelzen, wo recht depressive downtempo-tracks um 110 bpm liefen. passte irgendwie nicht zu dem vorherigen musikalischen programm. auch an der turmb\u00fchne hielt es mich bei gorge nicht allzu lange. dann lieber ab zum querfeld, wo phokus &amp; mr. boogie zusammen mit mc mindfuck guten dubstep spielten, wobei der mc meiner meinung nach auch h\u00e4tte fehlen k\u00f6nnen.<br \/>\nnach 7 uhr war es angesichts der m\u00fcden knochen, die noch zwei weitere tage, aber in erster linie anderthalb kilometer bis zur rettenden schlafcouch zu bew\u00e4ltigen hatten, schon richtig, hier eine pause einzulegen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">samstag (27. juni 2009)<\/span><br \/>\nbei recht warmen temperaturen war tats\u00e4chlich die turmb\u00fchne die erste anlaufstelle. hatten robosonic letztes jahr noch schr\u00e4g gegen\u00fcber auf der seeb\u00fchne \u00fcberzeugt, taten sie es dieses jahr endlich ein paar nummern gr\u00f6\u00dfer. sch\u00f6n treibende, melodische sounds vor einem zu zwei dritteln gef\u00fcllten floor, auf dem man ohne rempeleien gem\u00fctlich tanzen konnte. goldrichtige wahl, sollten dort einen stammplatz kriegen, die beiden.<br \/>\nzweiter besuch im, diesmal nicht \u00fcberf\u00fcllten, aber dennoch gut besuchten, kino &#8211; auf dem spielplan stand &#8222;elektrokohle&#8220;, eine dokumentation \u00fcber das erste konzert der einst\u00fcrzenden neubauten im ostteil berlins am 21. dezember 1989, also kurz nach dem mauerfall. interessant hierbei, dass die bandmitglieder selber nicht befragt wurden, daf\u00fcr zeitzeugen (besucher, ordner). sch\u00f6ne abwechslung vom partytrubel.<br \/>\nder leere akku meines handys machte einen besuch bei der safe area notwendig. auch wenn ich kein ladeger\u00e4t dabei hatte: dort war eines verf\u00fcgbar, gegen einen euro konnte ich es dort deponieren. da mittlerweile die sonne vom himmel brannte, lief ich lieber auf dem gel\u00e4nde umher, um die wartezeit von drei stunden zu \u00fcberbr\u00fccken, dabei einige bilder zu schie\u00dfen, ohne dass es mich l\u00e4nger auf einem der floors hielt. plemo &amp; rampue boten in der tubebox electroclashiges, bei den bachstelzen gab es moderne chansons (und eine unver\u00e4ndert volle tanzfl\u00e4che), camea wird mir als diejenige in erinnerung bleiben, die an der turmb\u00fchne den sound spielte, der f\u00fcr meine abneigung gegen retorten-minimal-tracks verantwortlich ist. das war wirklich was zum einschlafen im stehen.<br \/>\nalso: handy abgeholt, zur\u00fcck zum camp, essen. erneuter aufbruch gegen mitternacht, um das vollst\u00e4ndige spektakel an licht und menschenmassen zu betrachten. tats\u00e4chlich war das geschehen wie im letzten jahr so surreal, dass ich zun\u00e4chst recht ziellos umher geirrt bin, was aber sicher auch am schlafmangel der letzten tage lag, der sich mit club mate nur noch halbwegs kompensieren lie\u00df. tats\u00e4chlich waren laser \u00fcberhaupt das dominierende optische element: gerade an der turmb\u00fchne, aber auch an den seiten des gel\u00e4ndes. hinzu kamen die fusion-mobile (=ausrangierte pkw) die durch rohre einiges an nebel in die atmosph\u00e4re entlie\u00dfen, was zu einem echt surrealen gesamtbild f\u00fchrte.<br \/>\nan der seeb\u00fchne elemental mit recht dr\u00f6gem dubstep und mc, was aber vielleicht auch an der f\u00fcr ihr alter zwar recht guten, aber dennoch zu schwachen pa gelegen haben k\u00f6nnte. komonazmuk fand ich im anschluss um einiges zwingender.<br \/>\nark ab 2 uhr dr\u00fcben auf der turmb\u00fchne als live-act, \u00e4hnlich chaotisch wie bei seinen dj-sets. da um 3 uhr der mann aus unseren reihen dr\u00fcben in der casbah, auf der sog. &#8222;insel&#8220;, spielen sollte, machte ich mich erneut auf den weg &#8211; nur um mitzubekommen, dass sich der zeitplan auch hier um eine stunde nach hinten verschoben hat. da mir partout nicht der sinn danach stand, nochmal zur\u00fcckzulaufen, habe ich das geschehen dort in einem liegestuhl betrachtet. die insel selbst ist \u00fcberaus gelungen, sogar mit badesee, der am rand und in der mitte mit feuer illuminiert war.<br \/>\nbloodyclown (so hei\u00dft der junge mann) also ab 4, mit einem mash-up aus drum&amp;bass und pop-nummern. drum&amp;bass von vinyl, pop vom rechner, leider mit springenden platten auf dem rechten plattenspieler, wo mir zu sp\u00e4t die vom mixer ausgehenden kabel auffielen, die an das gewicht des tonarms kamen. au\u00dferdem merkte man bei den wenigen anwesenden leuten, dass das leben vielmehr auf dem restlichen gel\u00e4nde tobte, so dass man f\u00fcr&#8217;s n\u00e4chste jahr \u00fcberlegen sollte, dort vielleicht nur ein zelt aufzubauen, was dann keine musik, daf\u00fcr vorf\u00fchrungen f\u00fcr kinder (die insel war ausgewiesene familienfl\u00e4che) bietet.<br \/>\nnach ende des sets also wieder r\u00fcber, an der seeb\u00fchne war schlie\u00dflich die berliner dubstep-fraktion in form des freakcamps vertreten, die damit zwar endlich eine gr\u00f6\u00dfere plattform als letztes jahr, aber im querfeld letztes jahr einfach die bessere anlage hatten. skratch mit der gewohnten mixtur aus garage und 2step, was bei tageslicht schon ok war.<br \/>\ndr\u00fcben an der turmb\u00fchne gab es marek hemmann als live-act, \u00fcberaus \u00fcberzeugend, jedoch wurden kopf und vor allem die beine zunehmend schwerer, daher ging es &#8211; wohlwissend um die energiereserven, die f\u00fcr den heimweg und den n\u00e4chsten tag noch reichen sollten &#8211; in richtung ho-chi-minh-pfad.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">sonntag (28. juni 2009)<\/span><br \/>\nden sonntag des letzten jahres noch in \u00e4u\u00dferst angenehmer erinnerung, startete unser tross gegen 13h30 in richtung seeb\u00fchne, wo die wighnomy brothers um 14 uhr starten sollten. taten sie auch, das aber mit derartig angezogener handbremse, dass die nahegelegene turmb\u00fchne als bessere wahl erschien. auch wenn silicone soul mich nicht so mitrei\u00dfen konnten, war es vom podest am rande gut anzuh\u00f6ren. sonderlich gef\u00fcllt war&#8217;s zu dem zeitpunkt nicht, daf\u00fcr bei den herren aus jena gegen\u00fcber umso mehr &#8211; die masse folgt eben den namen.<br \/>\nca. 17h30 nochmal r\u00fcber zu kombinat 100, von denen mir eine coverversion der rolling stones (&#8222;paint it black&#8220;) in erinnerung ist. alles schon nett anzuh\u00f6ren, aber eben nur nett &#8211; ich spreche wohl nicht nur f\u00fcr mich, wenn es gerade am sonntag nachmittag doch weitaus schwungvoller h\u00e4tte zugehen k\u00f6nnen \/ sollen.<br \/>\nbei extrawelt an der turmb\u00fchne dann quasi vollversammlung &#8211; zu recht, weil das ein insgesamt in sich sehr stimmiges set war. hits nat\u00fcrlich zum schluss, so wie sich das geh\u00f6rt. anschlie\u00dfend kurz zum camp, weil wir uns vorgenommen hatten, den abend noch so weit wie m\u00f6glich mitzunehmen. leichter anflug von panik angesichts der autoschlange richtung ausfahrt, wo man mindestens eine halbe stunde einkalkulieren musste.<br \/>\nwieder an der turmb\u00fchne gegen 21h30, m.a.n.d.y. trumpften zum schluss mit hits auf (knights of the jaguar, do da doo), dennoch kam das ende etwas abrupt. danach allgemeine planlosigkeit: musik war auch an der seeb\u00fchne aus, bei den bachstelzen wiederum nicht, aber dort war es immer noch zu voll, als dass man h\u00e4tte spa\u00df haben k\u00f6nnen. und da ich keine lust darauf hatte, lange abzuwarten, wann es sich in den hangars leert, zumal die heimreise am n\u00e4chsten tag anstand, fand die feierei f\u00fcr mich zu dem zeitpunkt ein ende, wodurch ich die sich wohl \u00fcber 12 stunden hinziehende trommelaktion auf der tanzwiese verpasst habe. c&#8217;est la vie.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">montag (29. juni 2009)<\/span><br \/>\nwie schon im vergangenen jahr die nacht mit dem meisten schlaf. aufgewacht bin ich, als jeder um uns herum schon am zusammenpacken war, so dass wir gegen 11h30 aufbrechen konnten. alle bedenken vom vortag angesichts der wartezeiten bei der ausfahrt waren wie weggewischt &#8211; man konnte quasi durchfahren, wobei es sich als vorteil erwies, den campingplatz doch so weit drau\u00dfen erwischt zu haben: man muss nicht erst einmal quer \u00fcber das gel\u00e4nde, um endlich auf die landstra\u00dfe zu gelangen.<br \/>\ndie r\u00fcckfahrt geriet dank ausbleibendem regen und ausgereiztem sechsten gang bei der mercedes-pritsche angenehm kurzweilig. gleich nach abgabe des wagens sank der adrenalinspiegel im blut bei mir rapide ab, und die heimische badewanne trug in zusammenarbeit mit der ersten warmen mahlzeit seit sechs tagen (ein herzhaftes chili con carne) dazu bei, den rest des montags im d\u00e4mmrigen zustand zu verbringen.<\/div>\n<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review (alles auf einen blick, nach eher operativen schwerpunkten geordnet)<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id58372779'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id58372779\" style=\"display:none\"><span style=\"text-decoration: underline;\">organisation<\/span><br \/>\ndaf\u00fcr, dass die besucheranzahl bestimmt um das anderthalbfache gestiegen ist (2008 waren es offiziell 45.000), kam man erstaunlich gut damit klar. ich pers\u00f6nlich &#8211; wohlwissend, dass es andere erlebnisse gab &#8211; habe an keinem dixi, geschweige denn an einer der rinnen warten m\u00fcssen, wobei das immer eine frage des zeitpunktes ist. gereinigt wurden die dixis auch regelm\u00e4\u00dfig, ein vergn\u00fcgen wird deren besuch jedoch nie. auch von tempor\u00e4ren problemen mit dem warmen wasser bei den duschen habe ich erfahren, auch das schien wohl recht schnell gel\u00f6st worden zu sein. club mate und fritz-cola waren hingegen sonntag nachmittag ausverkauft.<br \/>\nim eigenen interesse &#8211; wieder so eine meinung, mit der ich nicht alleine dastehe &#8211; t\u00e4te der kulturkosmos gut daran, an diesem punkt des wachstums eine klare linie zu ziehen, ehe das festival zu einem massenspektakel verkommt. auch wenn ich nicht direkt etwas von aggressionspotential, sondern ein im gegenteil \u00e4u\u00dferst friedliches festival mitbekommen habe, nimmt die gefahr mit stetigem zustrom an besuchern proportional zu. auf gut deutsch: limitiert im n\u00e4chsten jahr bitte die anzahl der tickets &#8211; 50.000 ist eine gute zahl, mit der sicher alle seiten gut leben k\u00f6nnen. f\u00fcr die anzahl an leuten ist die kapazit\u00e4t des gel\u00e4ndes perfekt, und auch wenn es die zusp\u00e4tkommer ausschlie\u00dft, sind szenen wie campen auf dem parkplatz oder f\u00fcnf (plus x) stunden anstehen in der autoschlange sicherlich vermeidbar. ich mache meine r\u00fcckkehr im n\u00e4chsten jahr jedenfalls davon abh\u00e4ngig, ob die limitierung eingef\u00fchrt wird.<br \/>\nau\u00dferdem: eine zweite oase w\u00e4re nach wie vor nicht verkehrt. am besten am \u00f6stlichen ende des gel\u00e4ndes, wo dixis und rinnen echt mangelware blieben. platz genug w\u00e4re sogar dieses jahr noch daf\u00fcr gewesen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">publikum<\/span><br \/>\neiner der gr\u00f6\u00dften streitpunkte, und das scheinbar seit jahren. bin ja erst seit dem letzten jahr dabei, eine langzeitbetrachtung muss daher anderen \u00fcberlassen werden. klar muss aber jedem sein, dass bei gr\u00f6\u00dfenordnungen wie in diesem jahr auch leute dabei sind, die nicht dem dezidiert politischen spektrum zuzuordnen, sondern eher hedonistisch veranlagt sind. das schlie\u00dft auch vermeintlich prollige leute mit ein, deren anteil mich im letzten jahr schon erstaunt hat. trotz zuwachs kam es mir dieses jahr so vor, als ob eher klassisches feierpublikum den weg nach l\u00e4rz angetreten hatte. selbst an der turmb\u00fchne, dem sammelplatz f\u00fcr die (im doppelten sinne) breite masse fielen mir solariumgebr\u00e4unte muskelpakete nicht auf, zumindest nicht unangenehm. einer derjenigen war samstag nachmittag \u00fcberaus friedfertig, l\u00e4chelte zur\u00fcck, high-five gab&#8217;s obendrein &#8211; bei so einem verhalten wird mir das \u00e4u\u00dferliche erscheinungsbild tats\u00e4chlich egal.<br \/>\ndamit will ich nicht abstreiten, dass es f\u00fcr andere auch negativerlebnisse gab. gerade als frau wird man bei der spezies wenig spa\u00df gehabt haben. vielleicht waren es auch nur meine musikalischen pr\u00e4missen, weshalb ich zur richtigen zeit an den scheinbar richtigen orten war. mir sind jedenfalls zum \u00fcberwiegenden teil freundliche, tanzw\u00fctige, mehr oder weniger verpeilte, aber seltenst aggressive leute begegnet. selbst mit unseren zeltnachbarn, die den parkplatz mit ihrem privat-rave verwechselten, lie\u00df sich reden. auch hier ein verbesserungsvorschlag: wenn ihr die maut schon zur finanzierung einer camping-wache erhebt, dann setzt das auch bitte in die tat um. mehr infost\u00e4nde w\u00e4ren da ein probates mittel. in jedem fall kommuniziert es bitte st\u00e4rker, dass die campingpl\u00e4tze als ruhezonen gedacht sind.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">musik<\/span><br \/>\nh\u00f6hepunkte f\u00fcr mich tim exile auf der seeb\u00fchne (wie nicht anders zu erwarten), hof gutow und das krause duo auf der tanzwiese (unerwarteterweise), alec empire am roten platz (erhoffterweise) und robosonic auf der turmb\u00fchne (zum wiederholten mal). generell wurde an der turmb\u00fchne erfreulicherweise mehr abwechslung geboten, es darf wieder beherzter nach vorne gehen. auch wenn einige den klang bem\u00e4ngeln (nachts zu leise, tags\u00fcber verwaschene h\u00f6hen und mitten), war ich mit dem funktion-one-setup \u00fcberaus zufrieden, weil ohrenst\u00f6psel dort einfach nicht zwingend notwendig waren. au\u00dferdem war im gegensatz zum letzten jahr von der musik an der oase nichts mehr zu h\u00f6ren.<br \/>\ndie seeb\u00fchne hat meiner meinung nach ganz sch\u00f6n unter der etwas (alters)schwachen anlage gelitten. statt der zwei lichtt\u00fcrme am hinteren ende w\u00e4ren boxent\u00fcrme wegen der gr\u00f6\u00dfe des floors sicher angebrachter, wobei sich beides auch kombinieren lie\u00dfe. hoffentlich wird da n\u00e4chstes jahr nachgebessert, ansonsten war tats\u00e4chlich die tanzwiese mein heimlicher gewinner in diesem jahr.<br \/>\nabgesehen von den h\u00f6hepunkten f\u00fcr mich viel &#8211; mal mehr mal weniger guter &#8211; durchschnitt, zu viele verpasste acts, aber das wird bei fast 20 b\u00fchnen ein ewiges problem sein. ich wollte dieses jahr keinem genauen plan folgen, zumal mir weite teile des line-ups gar nichts sagten. eigentlich ideale voraussetzungen, um neue gesichter zu entdecken, was im falle von hof gutow auch gut geklappt hat. sonst einfach treiben lassen, zu sehen gibt es irgendwo immer irgendwas.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">visuals<\/span><br \/>\nals grobe kategorie f\u00fcr alle k\u00fcnstlerischen installationen. dazu sollten nicht viele worte verloren werden, weil es sonst ins uferlose geht.<br \/>\ndie turmb\u00fchne war f\u00fcr mich bei nacht so richtig faszinierend, auch wenn am einen oder anderen pfahl strobos sicher nicht verkehrt w\u00e4ren. hat man auf dem trancefloor gesehen, wie gut das auch unter freiem himmel aussehen kann.<br \/>\nwer den drachen zwischen turm- und seeb\u00fchne gesucht hat: der ist jetzt auf der insel am see. wer den turm vom letzten jahr vermisst hat, fand ihn neben dem roten platz. gefehlt hat mir die lichtprojektion an der seeb\u00fchne, wo letztes jahr eine wasserfont\u00e4ne als leinwand diente.<br \/>\nsonst fand ich die vergr\u00f6\u00dferung der tanzwiese und die gr\u00fcnen kanister als leuchtelemente gro\u00dfartig, die projektionen auf der danebengelegenen freifl\u00e4che zun\u00e4chst verwirrend, dann umso besser, und den bunten wald zwischen seeb\u00fchne und querfeld \u00e4u\u00dferst abgefahren. \u00fcberhaupt muss man sich vergegenw\u00e4rtigen, mit wieviel liebe zum detail das gel\u00e4nde jedes jahr gestaltet wird, wo man auch als regelm\u00e4\u00dfiger besucher neue dinge entdecken kann.<\/p>\n<p>unter der bedingung, dass man die freude am gestalten beibeh\u00e4lt, den technischen standard auf den popul\u00e4ren b\u00fchnen auf einen nenner bringt, die tickets zugunsten der friedlichen stimmung limitiert und manches im guide noch klarer kommuniziert: dann bin ich n\u00e4chstes jahr wieder von der partie.<br \/>\nin diesem jahr bleibt f\u00fcr mich h\u00e4ngen, dass man f\u00fcr weniger als 50 euro im vorverkauf f\u00fcnf tage mehr geboten bekommt als auf anderen festivals mit monster-line-ups hierzulande. die stimmung empfand ich als \u00e4hnlich euphorisierend wie im letzten jahr, was mich angesichts des zuwachses schon erstaunt hat. und die entscheidung f\u00fcr den pritschenwagen war nicht zuletzt wegen der besseren schlafbedingungen eine der besten \u00fcberhaupt.<\/p>\n<p>wenn es also ein festival gibt, zu dem ich als camping-muffel gerne weiterhin eine ausnahme machen w\u00fcrde, dann die fusion. daf\u00fcr hat sich auch dieses mal der aufwand mehr als gelohnt.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ja, ich wei\u00df, kein unn\u00f6tiger hype und dergleichen. nur steigt die vorfreude seit tagen, so dass (wohl nicht nur) ich eigentlich nur darauf warte, dass es endlich losgeht. gr\u00f6\u00dfere ausma\u00dfe als letztes jahr wird&#8217;s dieses mal definitiv annehmen &#8211; 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