{"id":1408,"date":"2009-12-02T23:38:35","date_gmt":"2009-12-02T22:38:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=1408"},"modified":"2010-01-04T01:01:53","modified_gmt":"2010-01-04T00:01:53","slug":"berlin-05122009-wmf-hardwax-xx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2009\/12\/02\/berlin-05122009-wmf-hardwax-xx\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 05.12.2009] wmf: hardwax xx"},"content":{"rendered":"<p>&#8222;institution&#8220; ist hierbei nicht \u00fcbertrieben. die feiert 20-j\u00e4hriges jubil\u00e4um, und bei einem blick auf das line-up muss man nicht nur der loyalit\u00e4t wegen hin, da wird richtig aufgetrumpft. infos wegen spielplan und was man so erwarten kann, gibt&#8217;s praktischerweise <a href=\"http:\/\/hardwax.com\/XX\/\" target=\"_blank\">direkt bei ihnen<\/a>, den flyer daf\u00fcr auch hier.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/12\/hard_wax_xx.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1409\" title=\"hard_wax_xx\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2009\/12\/hard_wax_xx.jpg\" alt=\"hard_wax_xx\" width=\"620\" height=\"1329\" \/><br \/>\n<\/a><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id927315431'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id927315431\" style=\"display:none\">die schwachpunkte zuerst:<br \/>\nder versp\u00e4tete beginn (21 uhr), wobei man das als typisch deutsche meckerei abtun k\u00f6nnte. immerhin stand man unter dem wmf-vordach im trockenen, und wenn man jemals parties organisiert hat, sollten einem spontan auftretende verz\u00f6gerungen bekannt vorkommen.<br \/>\nich fand vielmehr den killasan-floor etwas verungl\u00fcckt. das lag mitnichten an der musik (die &#8211; gleich vorweg &#8211; den gesamten abend \u00fcber allerorts fantastisch war), sondern an der schieren gr\u00f6\u00dfe. es war tats\u00e4chlich der gro\u00dfe bereich, der zur er\u00f6ffnung im januar 2009 noch so sch\u00f6n dekoriert war, nur merkte man dieses mal, dass er seitdem nicht mehr genutzt worden war. licht gab es bis auf zwei projektoren nicht, was beim dubbig oder ambient-gepr\u00e4gten beginn auch nicht unbedingt st\u00f6rte. das wiederfinden von freunden geriet dabei aber zur gl\u00fcckssache. noch viel gravierender war der sound: die killasan klingt im horst einfach nur grandios, stand aber inmitten des riesigen floors etwas einsam rum und klang auch dementsprechend. der raum war f\u00fcr sie einfach zu gro\u00df, als dass sich da ein wirklich pr\u00e4senter bass h\u00e4tte entwickeln k\u00f6nnen. das mangelnde licht fiel sp\u00e4testens bei anthony shakir verst\u00e4rkt auf. sicher kann man sich nur auf die musik konzentrieren, aber das vergn\u00fcgen wird f\u00fcr mich eben gr\u00f6\u00dfer, wenn die visuelle untermalung dazu noch stimmt.<\/p>\n<p>die h\u00f6hepunkte:<br \/>\neigentlich der ganze rest. sascha ist ein hervorragender ambient-dj, der sich seine auswahl wohl \u00fcberlegt, das dub-set von mark ainley hatte auch seinen reiz, aber herzst\u00fcck war einfach der live-floor, den electric indigo mit dubtechno er\u00f6ffnete. hinter der b\u00fchne f\u00fcr die live-acts drei leinw\u00e4nde mit extra f\u00fcr den anlass entworfener projektion. ab 1 uhr wurde es echt schwierig, sich zwischen den bereichen zu entscheiden. da gab es zun\u00e4chst substance \/ pete als ersten live-act, der f\u00fcr mich auch gleich den h\u00f6hepunkt markierte, so gekonnt spielte er mit dem publikum, was er immer wieder mit perkussiven elementen anfeuerte, die dann zugunsten der minimal-dubbigen tracks zur\u00fccknahm, um dann mit voller wucht wieder einzusetzen. das praktiziert er als dj \u00e4hnlich, ist auch eine willkommene abwechslung zu den sonst geschmeidigen fades von einem track zum anderen.<br \/>\nanthony shakir habe ich recht kurz geh\u00f6rt, aber auch er hat mit &#8222;trak 2&#8220; von phylyps oder &#8222;indagoo&#8220; von ihm selbst \u00fcberzeugt.<br \/>\nmmm ziemlich schr\u00e4g, soundhack trat gut auf das gaspedal, kannte man alles von den platten.<br \/>\nshed spielte derweil mit michael auf dem kleinen liebhaber-floor dubstep, kurze zeit darauf uk-hardcore, wurde mir erz\u00e4hlt. pete und sleeparchive harmonierten als team f\u00fcr mich auch bestens. muss man sich ungef\u00e4hr wie ein sleeparchive-set vorstellen, was durch die 909 etwas organischer und nicht so unterk\u00fchlt klingt, wobei das bei sleeparchive das stilmittel ist, ohne das mir etwas fehlen w\u00fcrde. aber wenn die gelegenheit durch roland etwas rauher klingt, habe ich auch nichts dagegen.<br \/>\nein kurzer abstecher zu modeselektor-gernot, der anno 2002 im hardwax hinter dem tresen stand: dubstep \u00e0 la tempa, verpuffte in dem raum leider weitestgehend. ebenso kurz bei soundstream und prosumer vorbeigeschaut, um festzustellen, dass letzterer eine wirklich gute gesangsstimme besitzt. meine kondition machte nur gegen 5 uhr schlapp, aber da war eh ein gro\u00dfteil des publikums schon im aufbruch begriffen.<\/p>\n<p>unter dem strich:<br \/>\ndie gesamte bandbreite des sortiments im laden kam auch an dem abend zu tragen, auch die aufteilung ging prinzipiell so in ordnung, wobei oben eine menge potential verschenkt worden ist. schwamm dr\u00fcber, am schluss bleibt der eindruck, dass die belegschaft trotz organisatorischem stress selbst eine menge spa\u00df hatte, als die party ins rollen gekommen war (wobei zu erw\u00e4hnen ist, dass das publikum berlin-untypisch fr\u00fch kam, also vor 23 uhr). musikalisch sind und bleiben alle in ihren jeweiligen bereichen eine sichere bank, daher wurden die eh schon hohen erwartungen auch nicht entt\u00e4uscht, sondern sie wichen einem gro\u00dfen stolz, dass wir berliner in kreuzberg nicht nur einen einfachen plattenladen zu liegen haben. was manche als kauzigkeit oder arroganz interpretieren, ist f\u00fcr diejenigen, denen an gewissen musikalischen qualit\u00e4tsma\u00dfst\u00e4ben gelegen ist oder die erst noch lernen m\u00fcssen, dass es sowas auch in bereichen abseits des mainstreams gibt, gold wert. sicher kann man argumentieren, dass durch die filtermechanismen einiges an interessanten dingen auf der strecke bleibt, die man bei einem vollsortimenter selber h\u00e4tte entdecken k\u00f6nnen, andererseits hat der laden gerade dadurch das musikalische profil, was ihn \u00fcber berlins grenzen hinaus einzigartig und unverzichtbar macht. meine musikalische pr\u00e4gung ist in jedem fall auch das verdienst des hardwax, daf\u00fcr geb\u00fchrt ein gro\u00dfes &#8222;dankesch\u00f6n&#8220; und nur die besten w\u00fcnsche f\u00fcr die zukunft, die f\u00fcr plattenverk\u00e4ufer sicher schon mal besser aussah.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#8222;institution&#8220; ist hierbei nicht \u00fcbertrieben. die feiert 20-j\u00e4hriges jubil\u00e4um, und bei einem blick auf das line-up muss man nicht nur der loyalit\u00e4t wegen hin, da wird richtig aufgetrumpft. infos wegen spielplan und was man so erwarten kann, gibt&#8217;s praktischerweise direkt bei ihnen, den flyer daf\u00fcr auch hier. review zeigen die schwachpunkte zuerst: der versp\u00e4tete beginn&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-1408","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1408","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1408"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1408\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1445,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1408\/revisions\/1445"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1408"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1408"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1408"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}