{"id":1697,"date":"2010-08-12T04:04:48","date_gmt":"2010-08-12T02:04:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=1697"},"modified":"2010-09-03T15:16:58","modified_gmt":"2010-09-03T13:16:58","slug":"berlin-1314082010-suicide-krake-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2010\/08\/12\/berlin-1314082010-suicide-krake-festival\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 13.\/14.08.2010] suicide: krake festival"},"content":{"rendered":"<p>das gemeinsame kind von killekill und salon du katz. auftakt war bereits mittwoch in der berghain-kantine, im suicide wird \u00fcber die restlichen zwei tage (nun ja, eigentlich drei &#8211; der sonntag f\u00e4llt auch noch mit rein, allerdings ohne mich) f\u00fcr jeden was geboten. zum auf-der-zunge-zergehen-lassen gibt&#8217;s erstmal das plakat. wer wissen m\u00f6chte, wann wer f\u00fcr welchen tag eingeteilt ist, klickt einfach drauf &#8211; der link f\u00fchrt schon zur richtigen stelle.<br \/>\nmein plan: freitag als warm-up f\u00fcr die schaltstufe, bis bogdan fertig ist. samstag hoffe ich (sofern sonstige verpflichtungen es zulassen), cristian vogel und radioactive man (beide live) mitzukriegen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.krake-festival.de\/\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-1698\" title=\"killekrake\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2010\/08\/killekrake.jpg\" alt=\"killekrake\" width=\"600\" height=\"848\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2010\/08\/killekrake.jpg 600w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2010\/08\/killekrake-212x300.jpg 212w\" sizes=\"auto, (max-width: 600px) 100vw, 600px\" \/><br \/>\n<\/a><br \/>\n<span style=\"text-decoration: underline;\">review<br \/>\n<\/span><a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id1724807175'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id1724807175\" style=\"display:none\">nach freitag und samstag getrennt, sonst wird&#8217;s un\u00fcbersichtlich.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">freitag, 13. august 2010<\/span><\/p>\n<p>ankunft:<br \/>\ngegen 0h30, ca. 50 leute vor dem eingang, bei einsetzendem regen. dennoch gut organisierte t\u00fcr &#8211; leute mit tickets oder listenpl\u00e4tzen durften vorgehen. nur allzu verst\u00e4ndlich, dass sich alle unter dem sonnenschirm versammeln wollten, der das gr\u00f6bste abhielt.<\/p>\n<p>acts:<br \/>\nfreund der familie: als intro goldrichtig besetzt, stilistisch dubbig-housig. drau\u00dfen stand und fiel alles nur mit der intensit\u00e4t der schauer, da war das kleine zelt \u00fcber der tanzfl\u00e4che zwar gut gemeint, aber der bewegungsradius damit sehr eingeschr\u00e4nkt, wenn sich rundherum pf\u00fctzen entwickeln.<br \/>\ntransforma: drinnen tats\u00e4chlich mit ambient und visuals zugleich. erstaunlich hierbei, dass sich das publikum das alles geduldig-interessiert anh\u00f6rte, ohne dass irgendjemand lautstark die bassdrum gefordert h\u00e4tte.<br \/>\nvoltek: dubstep, prodigy, chicago, nichts unter 140 bpm. als vorbereitung auf den nachfolger auch sehr passend.<br \/>\nbogdan raczynski: nun, dank der suicide-anlage klang es wesentlich besser als im tacheles. sonst war es haargenau das gleiche set, da kann man schon mutma\u00dfen, dass er irgendwie vorab eine wav-datei generiert hat, die er einfach abspielt und hin und wieder mit effekten garniert. tolle musik, keine frage, aber einfallslos dargeboten.<br \/>\noracy: sch\u00f6ne house-musik, tat mir wegen der wetterkapriolen aber schon sehr leid.<br \/>\nsven weisemann: siehe oracy, nur mit etwas weniger regen.<br \/>\nplaid: h\u00e4tte ich bei weitem nicht so partykompatibel erwartet und bin daher auch etwas zwiegespalten. etwas mehr tiefe h\u00e4tte schon nicht geschadet, vielleicht war ich auch nur zu den falschen zeiten drinnen (bzw. nicht mehr da), andererseits war es weit davon entfernt, nur an die niederen partyinstinkte zu appellieren. etwas wobble-dubstep, knarziger 4\/4-beat und acid, das ist jedenfalls h\u00e4ngengeblieben, als ich mich gegen 4h30 auf den weg richtung schaltstufe machte.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">samstag, 14. august 2010<\/span><\/p>\n<p>ankunft:<br \/>\ngegen 2 uhr, wieder ungef\u00e4hr 50 leute am eingang, diesmal nach vorne verlegt, so dass die g\u00e4ste effektiver durchsucht werden konnten. dank ausbleibendem regen konnte man das auch so machen. das procedere mit liste oder ticket war beibehalten worden.<br \/>\nwegen heimischer verpflichtungen als co-gastgeber gab es ein kurzes intermezzo, daher war ich um 5 nochmal dort, da war von einer schlange nichts mehr zu sehen.<\/p>\n<p>acts:<br \/>\ncristian vogel: sehr faszinierend, wie er seine <a href=\"http:\/\/cristianvogel.tumblr.com\/post\/936679383\/new-work-on-tour-retrointerrupt-2010\" target=\"_blank\">retrointerrupt-performance<\/a> steuert &#8211; das funktionierte tats\u00e4chlich so, dass er nur bei den visuals gewisse parameter \u00e4nderte, die wiederum \u00e4nderungen bei den sounds zur folge hatten. w\u00e4re nur interessant zu wissen, ob ihn die dadurch entstehenden sounds selber \u00fcberraschen, oder ob er (\u00e4hnlich wie bei start eines samples in ableton) ganz genau wei\u00df, welche visuelle \u00e4nderung welche klanglichen wandlungen mit sich bringen. das resultat war dann aber so faszinierend wie wirr zugleich. da wurde eine idee kaum \u00fcber eine minute lang verfolgt, und ehe man sich auf den neuen track eingelassen hatte, begann schon wieder der aufbau des n\u00e4chsten. aus technischer perspektive ohne frage brilliant, die party hat er dabei aber etwas aus den augen verloren.<br \/>\nkungfoo: melodische electronica drau\u00dfen, was sich leider mit herrn vogel \u00fcberschnitt. bei n\u00e4chster gelegenheit sehe ich zu, mir mehr als f\u00fcnf minuten von ihm anzuh\u00f6ren.<br \/>\nelectro elvis: die einzige platte, die ich von ihm mitbekommen habe, war von anthony rother (&#8222;don&#8217;t stop the beat&#8220;), habe dann nochmal kurz daheim vorbeigeschaut.<br \/>\nradioactive man: freunde der gepflegten 808-electro-beats kamen bei ihm sowas von voll auf ihre kosten &#8211; eine echte wonne, dem mann zuzuh\u00f6ren. man merkte schnell, dass er auch \u00e4u\u00dfersten spa\u00df bei der angelegenheit hatte. nicht zu b\u00f6se sounds, aber daf\u00fcr sehr satte b\u00e4sse, da kann man den &#8222;elektro&#8220;-nachwuchs gerne mitnehmen, um dem etwas korrekte etymologie beizubringen.<br \/>\ndj flush: startete drau\u00dfen auch mit sph\u00e4rischem electro (darunter schon wieder anthony rother, diesmal &#8222;sex with the machines&#8220; &#8211; die f\u00fcr mich bis heute beste seiner platten), sp\u00e4ter green velvet und moodymann. gekonnt, mal wieder.<br \/>\nhanno hinkelbein: start mit einer <a href=\"http:\/\/www.discogs.com\/Radio-Boy-Untitled\/release\/56643\" target=\"_blank\">sch\u00f6n kruden herbert-platte<\/a>, und gottseidank hatte jemand noch einen kopfh\u00f6rer zur leihe, weil seine sennheiser p\u00fcnktlich zum start des sets den dienst versagten. sonst tat&#8217;s auch mal wieder gut, &#8222;cheerleaders&#8220; von michael forshaw im club zu h\u00f6ren. gegangen bin ich um 8, da hat&#8217;s gereicht.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">fazit<br \/>\n<\/span><br \/>\nbei den sorgen, die man sich seitens der veranstalter gemacht hat, ob das angebot hier \u00fcberhaupt jemanden hinter dem ofen vorlockt, muss denen angesichts des zulaufs und der stimmung an beiden tagen eine gebirgskette vom herzen gefallen sein. die kehrseite der medaille ist zwar, dass mittwochs in der kantine und freitags\/samstags vor dem suicide leute wegen drohender \u00fcberf\u00fcllung weggeschickt werden mussten, aber nach duisburg ist sicherlich vielen die lust auf parties mit dr\u00e4ngelgarantie vergangen.<br \/>\nan beiden tagen hatte ich jedenfalls den eindruck, dass sich wenigstens zwei drittel der leute gezielt wegen des line-ups auf den weg gemacht haben, dazu k\u00f6nnte auch der eintrittspreis etwas beigetragen haben. die 13 euro haben bestimmt diejenigen gerne gezahlt, die sich vorher mit den acts auseinandergesetzt haben, entsprechend fr\u00fch war es dann auch gef\u00fcllt.<br \/>\nmusikalisch so oder so ein absoluter zugewinn, das gleiche gilt auch f\u00fcr visuals im suicide. all das sollte ansporn genug sein, es nicht bei der einen ausgabe bewenden zu lassen und f\u00fcr die n\u00e4chste einen club mit etwas mehr kapazit\u00e4ten anzupeilen. h\u00e4tte das wetter gerade am freitag nicht so verr\u00fcckt gespielt, w\u00e4re aber auch das nicht zum problem geworden.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>das gemeinsame kind von killekill und salon du katz. auftakt war bereits mittwoch in der berghain-kantine, im suicide wird \u00fcber die restlichen zwei tage (nun ja, eigentlich drei &#8211; 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