{"id":1952,"date":"2011-02-10T12:35:11","date_gmt":"2011-02-10T11:35:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=1952"},"modified":"2011-03-17T01:46:47","modified_gmt":"2011-03-17T00:46:47","slug":"berlin-12-02-2011-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2011\/02\/10\/berlin-12-02-2011-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 12.02.2011] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>f\u00fcr einige liegt der schwerpunkt darauf, das (ganz passable, aber nicht weltbewegende) deb\u00fct-album von steffi in der panorama bar zu zelebrieren, wobei solche anl\u00e4sse auch immer grund genug daf\u00fcr sind, ein programm zusammenzustellen, was das konditionstraining beim fitnessstudio der individuellen wahl locker erg\u00e4nzt.<br \/>\ngl\u00fccklicherweise gilt das aber auch f\u00fcr das angebot eine etage tiefer, man wird sich nur fr\u00fch auf den weg machen m\u00fcssen (und nicht vergessen: am 13. februar noch zwischendurch \u00fcber die offenlegung der berliner wasservertr\u00e4ge abstimmen).<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00-04h00: oliver deutschmann<br \/>\n04h00-05h00: petar dundov <em>live<\/em><br \/>\n05h00-08h00: surgeon<br \/>\n08h00-11h00: pete<br \/>\n11h00-18h00: ben klock<br \/>\n18h00-ende: r\u00f8dh\u00e5d<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar: steffi album record release<\/span><br \/>\n00h00-04h00: prosumer<br \/>\n04h00-07h00: tevo howard<br \/>\n07h00-08h00: the analogue cops <em>live<\/em><br \/>\n08h00-11h00: nd_baumecker<br \/>\n11h00-12h00: dexter <em>live<\/em><br \/>\n12h00-15h00: steffi<br \/>\n15h00-16h00: john daly <em>live<\/em><br \/>\n16h00-19h00: virginia<br \/>\n19h00-21h00: john daly<br \/>\n21h00-22h00: \u00e2me <em>live<\/em><br \/>\n22h00-ende: dixon &amp; \u00e2me<\/p>\n<p>12 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id821277046'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id821277046\" style=\"display:none\">war zwei (streng genommen: drei) male dort, daher auch das zweigeteilte res\u00fcmee.<\/p>\n<p><strong>erste schicht<\/strong><\/p>\n<p>ankunft:<br \/>\nkurz nach 0 uhr, t\u00fcr noch nicht ge\u00f6ffnet, daf\u00fcr schon eine schlange bis zu ungef\u00e4hr einem drittel des weges. entweder sprechen sich album-ver\u00f6ffentlichungen der residents schnell herum oder es ist der hype um den club &#8211; wahrscheinlich eine mischung aus beidem. um die schlange z\u00fcgig abzuarbeiten, wurden beide eing\u00e4nge bem\u00fcht, nur pech f\u00fcr die herren, dass sie erst an der linken t\u00fcr abblitzten, sich dann verzweifelt nach rechts orientierten, um direkt vor mir nochmal weggeschickt zu werden.<br \/>\nalso kurz vor 0h30 drinnen, oliver deutschmann begr\u00fc\u00dfte mit plastikman (&#8222;headcase&#8220; von der &#8222;closer&#8220;-lp), prosumer mit langsamerem house, hatten aber das gl\u00fcck, dass sich der club schnell f\u00fcllte, so dass &#8211; als ich gegen 0h40 richtung suicide aufbrach &#8211; unten im berghain schon um die zehn leute am tanzen waren. warm-ups, bei denen man wohl nicht lange fackeln muss &#8211; da freut sich der dj.<br \/>\nzur\u00fcck dann gegen 4h30, dank stempel nicht nochmal warten m\u00fcssen. zu der zeit jedenfalls im berghain volles haus.<\/p>\n<p>acts:<br \/>\npetar dundov: mir waren die melodien und die eingesetzten synthesizer-kl\u00e4nge zu opulent, passte andererseits wiederum zum ort. len faki fr\u00f6nt schlie\u00dflich auch gerne dem hang zur theatralik, dagegen war herr dundov vom tempo und der wucht der bassdrums allerdings gem\u00e4\u00dfigter.<br \/>\nsurgeon: &#8222;atol&#8220; als dritter track &#8211; sch\u00f6ner anfang, lie\u00df auf einiges hoffen, am ende jedoch ein lediglich &#8222;gutes&#8220; set (disclaimer: bei ihm unterscheide ich mittlerweile lediglich in &#8222;hervorragend&#8220; und &#8222;gut&#8220;). hatte nat\u00fcrlich einige perlen parat: nachdem er fr\u00fchere sets mit edits von nitzer ebb und soft cell garnierte, war nun depeche mode mit &#8222;world in my eyes&#8220; dran, also etwas pop-appeal, aber das passt sowohl zu ihm als auch zum club. sonst der neue skudge-remix von rolando, ein paar addison-groove-sachen, die noch einer ver\u00f6ffentlichung harren, dankenswerterweise auch die &#8222;journey of the dragons&#8220; von galaxy 2 galaxy, aber mir hat&#8217;s etwas an den provozierten br\u00fcchen und der h\u00e4rte gefehlt, wie er es noch im august bei der release-party zum shed-album praktiziert hat. k\u00f6nnte er sich durchaus erlauben, aber vielleicht stand ihm einfach nicht der sinn danach.<br \/>\npete: fackelte nicht lange, gleich von beginn an bretternd, technisch ausdr\u00fccklich zu loben &#8211; sch\u00f6n passgenau, das alles. vom aufbau her so arrangiert, dass der schluss eher aus chord-tracks bestand (auch die legend\u00e4re convextion ward wieder zu h\u00f6ren), so dass ben klock eine nicht allzu ausgelaugte menge \u00fcbernehmen konnte.<br \/>\nnd_baumecker: house mit disco-einschlag um zackige 130 bpm herum. nahm das publikum auch dankend an. find&#8217;s ja immer gut, wenn man das publikum fordert und nicht mit angezogener handbremse auf den haupt-act (und steffi kam ja erst mittags) warten l\u00e4sst.<br \/>\ndexter: leider nur kurz geh\u00f6rt, weil dann doch mal eine schlafpause f\u00e4llig war, aber bei dem acid-house-update h\u00e4tte sich l\u00e4ngere anwesenheit definitiv gelohnt. naja, n\u00e4chstes mal.<\/p>\n<p><strong>zweite schicht<\/strong><\/p>\n<p>ankunft:<br \/>\ngegen 17h30, nachdem ich meiner demokratischen pflicht nachgekommen war. vom f\u00fcllgrad her hatte sich nicht viel ge\u00e4ndert, oben wie unten so voll wie zur primetime.<\/p>\n<p>acts:<br \/>\nben klock: hatte gegen mittag ziemlich bretternd begonnen, war gegen schluss mit hypnotischen loops (mit der dvs1 auf klockworks bspw.) wieder in seinem element.<br \/>\nvirginia: house alter schule, mit dem gimmick, dass ein mikrofon neben den decks aufgebaut war, in das steffi und elif bi\u00e7er munter ansagen machten (&#8222;nd_baumecker in the house&#8220;) oder im falle von elif gesangseinlagen zum besten gaben. trug ungemein zur stimmung bei, wirkte keinesfalls aufgesetzt oder peinlich, da hatten alle drei ihren spa\u00df.<br \/>\njohn daly: nur kurz und dann am rande mitbekommen, geh\u00f6rt aber zu der sorte djs, denen man grundlegende prinzipien des einpegelns beibringen sollte.<br \/>\nr\u00f8dh\u00e5d: nachdem ich ihn letztes jahr im januar verpasst habe, nun endlich nachgeholt und mit einem exquisiten set verw\u00f6hnt worden. hielt die meute ab 18 uhr mit gem\u00e4\u00dfigter h\u00e4rte, tribal-tools (einige alte samuel l. session auf cycle bspw.) bestens bei laune, gegen 0h30 dann auch noch die gute alte &#8222;eat my house&#8220; von dj hell. machte seine sache beneidenswert souver\u00e4n, \u00e4hnlich taktsicher wie sein vorg\u00e4nger, ideale besetzung f\u00fcr den schluss.<br \/>\n\u00e2me \/ dixon: die haben sich die arbeit zu dritt aufgeteilt, so schien es mir jedenfalls. da auf der tanzfl\u00e4che in der panorama bar ungef\u00e4hr ein drittel-quadratmeter pro gast zur verf\u00fcgung stand, kam vom kondenswasser wahrscheinlich kein tropfen zur erde. hatte einen abschnitt erwischt, in dem \u00e2me live gespielt haben, das war bemerkenswert verschroben von den sounds her. wegen der f\u00fclle und der fortgeschrittenen zeit habe ich&#8217;s aber nicht l\u00e4nger als zehn minuten ausgehalten. gegangen bin ich gegen 1 uhr, ohne in die anschlie\u00dfende polizeikontrolle in der marchlewskistra\u00dfe zu geraten.<\/p>\n<p>fazit:<br \/>\nm\u00fcsste ich favoriten benennen, w\u00e4ren das r\u00f8dh\u00e5d und pete. aber generell war das ein abend \/ mittag \/ wieder abend, der einem (wieder) bewusst machen konnte, dass das berghain schon ein sehr besonderer laden ist. sicher, eine abgedroschene phrase, aber im vergleich zu anderen terminen des letzten halben jahres stach der samstag \/ sonntag definitiv heraus. nicht, weil musikalisch das rad neu erfunden worden w\u00e4re, sondern vielmehr, weil einer der hauptkritikpunkte widerlegt worden ist: n\u00e4mlich der, dass bei der gr\u00f6\u00dfe des ladens und der hohen touristenquote keine stimmung aufkommt. gerade bei der zweiten schicht hatte ich den eindruck, dass den anwesenden der sinn nach gemeinsamem anstelle des isolierten feierns stand. insbesondere die f\u00fclle der panorama bar gegen 23 uhr mag bei aggressiv disponierten leuten schnell zu unsch\u00f6nen szenarien ausarten, nach denen man die blauen flecken in der rippengegend oder die brandflecken z\u00e4hlen kann. stattdessen schwitzende gesichter, mindestens die h\u00e4lfte davon l\u00e4chelnd, jeder neue track euphorisch begr\u00fc\u00dft. unten ein \u00e4hnliches bild, \u00fcberdurchschnittlich viel frohsinn.<br \/>\nda kam also das zusammen, was eine gute party ausmacht: positive grundstimmung der leute und musik mit niveau &#8211; beides in sch\u00f6ner wechselwirkung verst\u00e4rkt. bin jedenfalls locker-beschwingt trotz blei an den f\u00fc\u00dfen (wohl verst\u00e4ndlich, wenn man quasi 12 plus 7 stunden unterwegs war) nach hause gelaufen.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>f\u00fcr einige liegt der schwerpunkt darauf, das (ganz passable, aber nicht weltbewegende) deb\u00fct-album von steffi in der panorama bar zu zelebrieren, wobei solche anl\u00e4sse auch immer grund genug daf\u00fcr sind, ein programm zusammenzustellen, was das konditionstraining beim fitnessstudio der individuellen wahl locker erg\u00e4nzt. gl\u00fccklicherweise gilt das aber auch f\u00fcr das angebot eine etage tiefer, man&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-1952","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1952","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1952"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1952\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1972,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1952\/revisions\/1972"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1952"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1952"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1952"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}