{"id":2052,"date":"2011-05-10T02:21:42","date_gmt":"2011-05-10T00:21:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2052"},"modified":"2011-05-10T02:23:34","modified_gmt":"2011-05-10T00:23:34","slug":"neue-offensive-der-protestbastion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2011\/05\/10\/neue-offensive-der-protestbastion\/","title":{"rendered":"neue offensive der protestbastion"},"content":{"rendered":"<p>da manche mitleser nicht in berlin heimisch sind, gibt&#8217;s ein paar worte zur einf\u00fchrung.<\/p>\n<p>wenn es einen wachsenden wirtschaftszweig in dieser stadt gibt, ist es der tourismus. sp\u00e4testens seit tobias rapp oder einem samstag in der berghain-schlange wissen wir, dass insbesondere erlebnishungrige junge leute bevorzugterweise an den wochenenden die stadt in beschlag nehmen, um in den genuss der nicht vorhandenen sperrstunde zu kommen.<br \/>\nim s\u00fcdkiez friedrichshains dr\u00fcckt sich das im stimmengewirr der simon-dach-stra\u00dfe oder den glasscherben auf b\u00fcrgersteigen und stra\u00dfen am wochenende aus. eine \u00e4hnliche entwicklung scheint am anderen ufer der spree im ewig wehrhaften kreuzberg derart \u00fcberhand genommen zu haben, dass sich die alte, in den 1970ern etablierte protestkultur mit b\u00fcrgerversammlungen im fahrwasser der gentrifizierungsdebatte entschieden gegen lautst\u00e4rke (admiralbr\u00fccke) oder verunreinigungen jeglicher art \u00e4u\u00dfert &#8211; nachzulesen bspw. bei der <a href=\"http:\/\/www.taz.de\/1\/berlin\/artikel\/1\/hilfe-kreuzberg-ist-hip\/\" target=\"_blank\">taz<\/a> oder im <a href=\"http:\/\/www.tagesspiegel.de\/berlin\/angst-vor-verdraengung-im-wrangelkiez\/3975384.html\" target=\"_blank\">tagesspiegel<\/a>.<\/p>\n<p>zugegeben: die eigenm\u00e4chtige umbenennung von stra\u00dfen ist als mittel nicht neu (gerade im letzten jahr gab es im prenzlauer berg einige sehr sch\u00f6ne beispiele, bei denen ich die kamera nur nicht zur hand hatte) und ich m\u00f6chte auch dran zweifeln, ob dieser eine aufkleber im wrangelkiez \u00fcberhaupt von denjenigen wahrgenommen wird, die sich angesprochen f\u00fchlen sollten, aber vielleicht ist das auch nur der auftakt f\u00fcr eine kreativere form von protest. der einfallsreichtum hat in dem bezirk schlie\u00dflich einiges zum positiven gewendet (was ihn wiederum f\u00fcr junge reisende interessant macht &#8211; in der tat eine zwickm\u00fchle).<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/05\/derzooindemdieaffenzurueckfotografieren.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2053\" title=\"derzooindemdieaffenzurueckfotografieren\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/05\/derzooindemdieaffenzurueckfotografieren.jpg\" alt=\"\" width=\"1024\" height=\"768\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/05\/derzooindemdieaffenzurueckfotografieren.jpg 1024w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/05\/derzooindemdieaffenzurueckfotografieren-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/a><\/p>\n<p>(aufgenommen am 09. mai 2011 gegen 14:55 uhr.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>da manche mitleser nicht in berlin heimisch sind, gibt&#8217;s ein paar worte zur einf\u00fchrung. wenn es einen wachsenden wirtschaftszweig in dieser stadt gibt, ist es der tourismus. sp\u00e4testens seit tobias rapp oder einem samstag in der berghain-schlange wissen wir, dass insbesondere erlebnishungrige junge leute bevorzugterweise an den wochenenden die stadt in beschlag nehmen, um in&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[11,5],"tags":[],"class_list":["post-2052","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-notizen","category-stadtleben"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2052","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2052"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2052\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2056,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2052\/revisions\/2056"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2052"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2052"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2052"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}