{"id":2142,"date":"2011-07-09T00:37:06","date_gmt":"2011-07-08T22:37:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2142"},"modified":"2011-07-09T00:37:06","modified_gmt":"2011-07-08T22:37:06","slug":"der-loudness-war-entstehung-effekte-perspektiven","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2011\/07\/09\/der-loudness-war-entstehung-effekte-perspektiven\/","title":{"rendered":"der &#8222;loudness war&#8220; &#8211; entstehung, effekte, perspektiven"},"content":{"rendered":"<p>manch einer wird es beim musikh\u00f6ren von digitalen medien oder im radio, insbesondere bei produktionen aus dem mainstream-bereich, bemerkt haben: die konstant hohe lautst\u00e4rke, mit der man beim werbeblock bel\u00e4stigt wird, hat seit einigen jahren auch einzug ins mastering der musik gehalten. damit l\u00e4sst sich das gef\u00fchl erkl\u00e4ren, dass die musik vielfach nur noch als klangbrei wahrgenommen wird, der geh\u00f6r und -hirn schnell erm\u00fcden l\u00e4sst, obwohl der inhalt zuweilen gar nicht so flach ist wie bef\u00fcrchtet.<\/p>\n<p>auch beim umstieg auf das digitale djing begegnet man schneller der hyperkompression, als es einem lieb erscheinen vermag. wird wohl neben der haptik mit ein grund sein, weshalb leute wie ricardo villalobos oder zip nach wie vor auf das schwarze gold schw\u00f6ren. selbst jemand wie steve bug, der seit jahren  traktor scratch benutzt, \u00fcberspielt seine tracks lieber von vinyl anstatt die auf lautst\u00e4rke optimierten dateien bei einem g\u00e4ngigen download-portal zu kaufen. beatport hat bspw. als platzhirsch einen gewissen mindestpegel definiert, den man &#8211; sofern einem am weiteren absatz gelegen ist &#8211; besser nicht unterschreitet.<\/p>\n<p>mit den urspr\u00fcngen, den verschiedenen auspr\u00e4gungen und den auswirkungen des gemeinhin als &#8222;loudness war&#8220; bekannten unwesens hat sich <a href=\"http:\/\/www.aes.org\/aes\/earlvickers\" target=\"_blank\">earl vickers<\/a> von der audio engineering society bereits im november 2010 in einem paper auseinandergesetzt. die frage, ob derartig behandelte musik (man schaue sich nur mal an, was ravels &#8222;bol\u00e9ro&#8220; angetan worden ist, seite 6) tats\u00e4chlich zur erm\u00fcdung des geh\u00f6rs und zum wegschalten animiert, wird zwar durch weitere mehrstufige studien beantwortet werden m\u00fcssen. aber seine vorschl\u00e4ge zur (selbst-)beschr\u00e4nkung sind wenigstens diskutabel, bzw. sollten so schnell wie m\u00f6glich schule machen.<\/p>\n<p>das paper gibt es <a href=\"http:\/\/www.sfxmachine.com\/docs\/loudnesswar\/loudness_war.pdf\" target=\"_blank\">hier<\/a>. es sind 27 seiten, technisches grundwissen kann f\u00fcr die lekt\u00fcre nicht schaden. f\u00fcr mich besonders interessant waren die historische entwicklung (kapitel 2), die probleme (kapitel 3) und vor allem die empfehlungen (kapitel 5).<\/p>\n<p>(via residentadvisor, die auf <a href=\"http:\/\/createdigitalmusic.com\/2011\/07\/from-the-trenches-of-the-loudness-wars-a-broad-survey-of-research\/\" target=\"_blank\">createdigitalmusic<\/a> verlinkt haben.)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>manch einer wird es beim musikh\u00f6ren von digitalen medien oder im radio, insbesondere bei produktionen aus dem mainstream-bereich, bemerkt haben: die konstant hohe lautst\u00e4rke, mit der man beim werbeblock bel\u00e4stigt wird, hat seit einigen jahren auch einzug ins mastering der musik gehalten. damit l\u00e4sst sich das gef\u00fchl erkl\u00e4ren, dass die musik vielfach nur noch als&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[2,10],"tags":[],"class_list":["post-2142","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik","category-wissenswertes"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2142","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2142"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2142\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2143,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2142\/revisions\/2143"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2142"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2142"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2142"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}