{"id":2176,"date":"2011-08-08T17:58:55","date_gmt":"2011-08-08T15:58:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2176"},"modified":"2011-08-24T23:27:13","modified_gmt":"2011-08-24T21:27:13","slug":"berlin-15-08-2011-so36-montech","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2011\/08\/08\/berlin-15-08-2011-so36-montech\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 15.08.2011] so36: montech"},"content":{"rendered":"<p>apropos &#8222;montech&#8220; &#8211; kaum ist der mittwoch in der berghain-kantine absolviert, geht es nach einem mehr oder minder strapazi\u00f6sen wochenende in der kreuzberger oranienstra\u00dfe weiter. dies allerdings dezidiert geradlinig-technoid, das entspricht am ehesten dem publikumsbed\u00fcrfnis.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/08\/montech20110815.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2177\" title=\"montech20110815\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/08\/montech20110815.jpg\" alt=\"\" width=\"496\" height=\"638\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/08\/montech20110815.jpg 496w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2011\/08\/montech20110815-233x300.jpg 233w\" sizes=\"auto, (max-width: 496px) 100vw, 496px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">der ablauf<\/span><br \/>\nanfang: suspect <em>live<\/em><br \/>\nmitte: auddie <em>live<\/em><br \/>\nschluss: stype <em>ableton-set<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n5 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\nsteht zwar auf dem flyer, ich wollte trotzdem extra nochmal darauf hinweisen, dass der elektronische teil wegen der konzerte von a pale horse named death und seventh void erst ab 24 uhr beginnt. ich bin gegen 3 uhr dran.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id1969201193'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id1969201193\" style=\"display:none\">endg\u00fcltig &#8211; nach einem notwendigen intermezzo im kreuzburger inklusive bester gesellschaft &#8211; um 1h20 im so36 gelandet und erfreut festgestellt, dass die urlaubssaison doch noch nicht ganz ihr ende gefunden hatte. die tanzfl\u00e4che war jedenfalls gut gef\u00fcllt und meine sorge, dass sich wegen der zwei live-acts platzprobleme am dj-pult ergeben k\u00f6nnten, l\u00f6ste sich schnell in erleichterung auf &#8211; sie hatten auf einem pult direkt daneben ausreichend m\u00f6glichkeiten, ihre hardware unterzubringen.<br \/>\ndennoch: das dj-pult ist verkleinert worden, und zwar in der tiefe. konnte ich den laptop inklusive st\u00e4nder noch im februar locker hinter einem technics platzieren, war das jetzt etwas komplizierter. abbau eines der 1210er w\u00e4re theoretisch gegangen, aber da verlief das stromkabel hinter einer verkleidung, und im dunkeln wollte ich keinen totalausfall provozieren. letztendlich fand der laptopst\u00e4nder unter ihm platz und das macbook obendrauf, ohne dass der plattenteller ber\u00fchrt wurde. abst\u00f6pseln des cd-players, um platz f\u00fcr den controller zu schaffen, war dagegen reine formsache.<br \/>\nalles in allem also gegen 1h40 startbereit, da war suspect noch zugange. vom tempo her eher gem\u00fctlich, hatte mir anhand der clips seines albums auf soundcloud auch nicht so viel versprochen, war aber angenehm \u00fcberrascht. auddie hatte in der ersten h\u00e4lfte einige tolle tracks in der tradition alter ruskin-\/blueprint- oder regis-sachen parat, nur wesentlich gem\u00e4\u00dfigter. spielte im gegensatz zu suspect nicht mit laptop, sondern rein hardwarebasiert und setzte auch die breaks manuell. naturgem\u00e4\u00df kann da manches nicht im takt sitzen, ich find sowas aber eigentlich ganz sympathisch.<br \/>\nseine zweite h\u00e4lfte fand ich hingegen etwas komischer. dies lag zum einen an den in die l\u00e4nge gezogenen ideen, wo eine bassline (unterbrochen durch v\u00f6llig andere motive und durch filtereinsatz variiert) locker zehn minuten einen track dominierte oder an den vocals, die im anschluss an suspect besser gepasst h\u00e4tten. zum anderen will ich nicht verhehlen, dass es um meine laune aufgrund der tatsache, dass er um 3h30 immer noch am spielen war, nicht gerade zum besten bestellt war. auf nachfrage erfuhr ich, dass der plan tats\u00e4chlich f\u00fcr jeden zwei stunden vorsah. mehr als anderthalb stunden spielzeit sind f\u00fcr live-acts so ungew\u00f6hnlich, dass sich sowohl booker (dj flush) als auch ich nicht vorstellen konnten, dass die beiden die ersten vier stunden gut alleine herumbekommen. im nachhinein sehe ich das wesentlich gelassener, nur in dem augenblick fand ich es aufgrund der unklaren situation, in der ich von einer klar abgemachten startzeit ausging, etwas unh\u00f6flich. sp\u00e4ter hat sich auddie jedoch noch nett verabschiedet, da hatten sich auch bei mir wieder etwas die wogen gegl\u00e4ttet.<br \/>\nw\u00e4hrend des live-acts blieb also zeit, den anfang etwas umzustellen. hatte eigentlich mit electro beginnen wollen, \u00e4nderte das jedoch in industrial. die wahl fiel auf &#8222;gel\u00f6bnis&#8220; von p.a.l., wo ich fast bef\u00fcrchtete, vom personal des clubs oder vom publikum fliegende gegenst\u00e4nde zu kassieren. das gesprochene intro war jedoch nur zur h\u00e4lfte zu h\u00f6ren, da zwar der linefader am djm-800 offen, jedoch nicht beim crossfader auf &#8222;thru&#8220; geschaltet war. die 20 sekunden fehlersuche waren jedenfalls f\u00fcr mich recht lang. die reaktionen aber \u00fcberraschend positiv: harte, marschierende bassdrum bei 131 bpm, sowas wollte man wohl h\u00f6ren. entsprechend habe ich es auch genossen, ohne r\u00fccksicht auf verluste oder gro\u00dfe anspr\u00fcche geradeaus zu brettern. ja, sogar publikumsw\u00fcnsche habe ich erf\u00fcllt &#8211; zwar nicht den der jungen dame, die mir ihr mobiltelefon mit einem &#8222;kalkbrenner (just once)&#8220; entgegenhielt, was ich l\u00e4chelnd mit einem kopfsch\u00fctteln quittierte, aber daf\u00fcr den einer reisegruppe j\u00fcngerer damen und herren. diese wollten &#8211; auf die aufkleber auf meiner laptop-schutzh\u00fclle anspielend &#8211; gerne was von modeselektor h\u00f6ren. bekamen sie: einmal mit &#8222;kill bill&#8220; und da sie es sich ausdr\u00fccklich gew\u00fcnscht hatten, die &#8222;hyper hyper&#8220;-coverversion zum schluss. f\u00fcgte sich irgendwie beides ganz gut in das set ein, das ich um 6h30 mit &#8222;flux&#8220; von sp-x auf komisch bei 136 bpm zu ende brachte. als ob es dem ego noch etwas nutzt, hatte ich am ende mit zweieinhalb stunden dann doch den gr\u00f6\u00dften anteil.<\/p>\n<p>zum gr\u00f6\u00dften teil war ich auch mit mir zufrieden (online kommt das set jedoch nicht), einzig die feinjustierung des uc33e beim eqing im halbdunkeln wirkte sich als hemmnis aus &#8211; dies auch nicht zum ersten mal. zum besseren verst\u00e4ndnis: in ableton benutze ich den dj eq, dessen sensibilit\u00e4t man sich mit eigenen parametern zurechtbasteln kann. analog zu dj-mixern wollte ich den nullpunkt bei h\u00f6hen, mitten und tiefen auf 12 uhr legen. da bietet der uc33e aber keine stelle zum einrasten, stattdessen muss man sich am display orientieren: zeigt das die 64 (also die h\u00e4lfte der 127 midi-noten) an, liegt man ungef\u00e4hr richtig. da zumindest ich beim djing meist an mehreren kn\u00f6pfen zugleich oder zumindest kurz hintereinander drehe, kommt das display nicht immer hinterher und ich muss im nachhinein zuweilen noch etwas mehr herauskitzeln.<br \/>\nein ende der langen rede: die schablone ist mittlerweile so umkonfiguriert, dass der nullpunkt bei 127 liegt. so brauche ich mir im eifer des gefechts keine sorgen um zu starke betonung des basses oder \u00fcbersteuerung (trotz integriertem limiter) zu machen, sondern kann ganz einfach beherzt voll aufdrehen.<br \/>\nsonst gab es keine probleme, nur einen kurzzeitigen audio-aussetzer zu beginn des sets, der wohl mit der latenz zusammenh\u00e4ngt. mal schauen, ob das weiterhin auftritt.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>apropos &#8222;montech&#8220; 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