{"id":2266,"date":"2011-09-12T18:02:48","date_gmt":"2011-09-12T16:02:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2266"},"modified":"2011-12-24T07:46:20","modified_gmt":"2011-12-24T07:46:20","slug":"berlin-15-09-2011-trafo-berlin-live","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2011\/09\/12\/berlin-15-09-2011-trafo-berlin-live\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 15.09.2011] trafo: berlin live"},"content":{"rendered":"<p>der trafo ist die kaum zu \u00fcbersehende halle des ehemaligen heizkraftwerks hinter \/ \u00fcber dem aktuellen tresor. meinen individuellen besucherstreik halte ich beim club zwar aufrecht, aber dieses riesige industrie-monument verdient dann doch besondere beachtung. dieses dient dem zdf als kulisse f\u00fcr ihre &#8222;berlin live&#8220;-reihe auf zdf.kultur &#8211; konzept: drei bands spielen pro abend live, der eintritt ist frei, zutritt erhalten diejenigen, die sich rechtzeitig bei motor.de f\u00fcr das jeweilige datum registrieren. scheinbar war ich schnell genug, daher bin ich auf den kommenden donnerstag gespannt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.motor.de\/motormeinung\/motor.de\/deus_kasabian_wire_u_v_m_vier_neue_ausgaben_berlin_live_vom_15_18_september.html\" target=\"_blank\">berlin live<\/a><br \/>\neinst\u00fcrzende neubauten<br \/>\nwire<br \/>\ncaspar br\u00f6tzmann massaker<\/p>\n<p>start: 21 uhr<br \/>\nmoderation: silke super &amp; mark reeder<br \/>\nsendedatum: 3. dezember 2011 um 21 uhr auf zdf.kultur<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<a class=\"spoiler_link_show\" href=\"javascript:void(0)\" onclick=\"wpSpoilerToggle(document.getElementById('id447680552'), this, 'zeigen', 'verstecken')\">zeigen<\/a>\n<div class=\"spoiler_div\" id=\"id447680552\" style=\"display:none\">gibt im nachhinein eigentlich nur positives \u00fcber die veranstaltung zu berichten. angefangen bei der imposanten location, die durch ihre unfertigkeit authentisch und charmant wirkt (leere getr\u00e4nkekisten als raumtrenner bspw.). erinnert vom aufbau etwas ans berghain, wo man auch erst eine treppe erklimmen muss, ehe man auf dem floor steht. dort sind die wege wesentlich k\u00fcrzer, allerdings sind die dimensionen im trafo\/tresor-komplex auch andere.<\/p>\n<p>das rotationsprinzip bei den bands war meiner meinung nach auch eine sehr gute idee. jede band bekam 30 minuten \u00e0 jeweils zwei slots. so beugt man wenigstens der fancliquen-bildung vor, die nach abschluss des gigs der band ihrer wahl den heimweg antreten. das sieht auch am ende im fernsehen besser aus, wenn es auch am ende noch gut besucht aussieht und bringt den positiven nebeneffekt, dass man sich abseits der headliner auch \u00fcberraschen lassen kann.<br \/>\nin dem fall war dies caspar br\u00f6tzmann massaker, die in ihren zwei slots sage und schreibe zwei songs unterbrachten. stilistisch schwer einzuordnen, aber sehr viel drone mit gitarre und bass bei schleppendem tempo. zudem ist er ein begnadeter gitarrenspieler. hat mich jedenfalls dazu gebracht, mich n\u00e4her mit den alben zu befassen.<br \/>\nwire wirkten auf mich so, als ob man den beginn der 1980er-jahre konserviert h\u00e4tte. da war ihre musik h\u00f6chstwahrscheinlich noch eine offenbarung, aber drei\u00dfig jahre und zahlreiche punkrock-nachfolger sp\u00e4ter klingt das ganze sehr vertraut.<br \/>\nden einst\u00fcrzenden neubauten merkte man ihre in den jahrzehnten gesammelte b\u00fchnenerfahrung an, und nat\u00fcrlich auch deren entwicklung vom dadaistischen krach hin zu feuilleton-kompatiblen st\u00fccken mit lyrischem anspruch. ich w\u00fcrde es als &#8222;w\u00fcrdiges altern&#8220; bezeichnen, aber wenn ich ehrlich bin, hinterlassen die extremen sachen der fr\u00fchjahre immer noch den nachhaltigsten eindruck. davon tauchte jedoch nichts in der setlist auf. der start war mit &#8222;let&#8217;s do it a dada&#8220; schon der temporeichste. toll jedoch, wie blixa bargeld die interviewversuche von silke super ins leere laufen lie\u00df (wovon bei der tv-aufzeichnung leider nicht mehr so viel zu sehen ist) und der jam mit wire am ende.<\/p>\n<p>insgesamt also eine musikalisch und kulturell wertvolle veranstaltung. ich empfehle auch jedem musikinteressierten, sich bei k\u00fcnftigen ausgaben rechtzeitig um einlass zu bem\u00fchen. schlie\u00dflich bekommt man nicht alle tage drei hochkar\u00e4ter f\u00fcr lau geboten.<br \/>\nohne kritikpunkte geht&#8217;s jedoch auch hier nicht:<br \/>\ndie situation am einlass war absolut nichts f\u00fcr klaustrophobisch veranlagte mitmenschen. das tor zum vorhof war lediglich zur h\u00e4lfte ge\u00f6ffnet, und wenn ca. 200 leute zugleich auf diesen ca. zwei meter breiten zugang zusteuern, kann man sich denken, dass es \u00e4hnlich eng wie in duisburg vor anderthalb jahren zugehen kann. ganz ungef\u00e4hrlich ist das ganze auch aufgrund des b\u00fcrgersteiges nicht, der nicht alle leute aufnehmen kann, woraufhin manche zwangsl\u00e4ufig auf die stra\u00dfe ausweichen m\u00fcssen. besser w\u00e4re: tor in voller breite \u00f6ffnen, leute auf dem vorhof warten lassen, dort nach buchstabenbereichen ordnen und das abhaken auf der liste drinnen erledigen lassen. hatte man das nadel\u00f6hr n\u00e4mlich passiert, ging dies reibungslos.<br \/>\ndie akustik, die allerdings f\u00fcr jeden tontechniker aufgrund der beschaffenheit der location (meterhohe decke, keine w\u00e4nde, ganz weiter hohlraum) ein alptraum sein d\u00fcrfte. da das budget f\u00fcr solche veranstaltungen eh begrenzt ist und auch andere dinge auf der ausgaben-seite stehen, soll dies lediglich f\u00fcr&#8217;s protokoll gelten. es war auch beileibe nicht katastrophal, aber aufgrund des halls f\u00fcr die musiker selbst wohl auch anstrengend.<\/div>\n<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der trafo ist die kaum zu \u00fcbersehende halle des ehemaligen heizkraftwerks hinter \/ \u00fcber dem aktuellen tresor. meinen individuellen besucherstreik halte ich beim club zwar aufrecht, aber dieses riesige industrie-monument verdient dann doch besondere beachtung. dieses dient dem zdf als kulisse f\u00fcr ihre &#8222;berlin live&#8220;-reihe auf zdf.kultur &#8211; 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