{"id":2347,"date":"2012-01-17T16:44:07","date_gmt":"2012-01-17T16:44:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2347"},"modified":"2023-03-03T01:33:00","modified_gmt":"2023-03-03T00:33:00","slug":"master-arbeit-steine-sind-doch-keine-argumente-proteste-gegen-stadterneuerung-in-berlin-kreuzberg-1980-82","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2012\/01\/17\/master-arbeit-steine-sind-doch-keine-argumente-proteste-gegen-stadterneuerung-in-berlin-kreuzberg-1980-82\/","title":{"rendered":"master-arbeit: steine sind doch keine argumente &#8211; proteste gegen stadterneuerung in berlin-kreuzberg 1980-82"},"content":{"rendered":"\n<p>wer sich gefragt hat, was eigentlich aus meinem versuch geworden ist, einen weiteren wissenschaftlichen grad zu erreichen, soll nicht l\u00e4nger auf die folter gespannt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>um es mal zu rekapitulieren: am 17. m\u00e4rz 2011 zur master-arbeit angemeldet, am 30. juni 2011 nachmittags im pr\u00fcfungsamt abgegeben. damit war ich zwei wochen vor der frist fertig, zeigte aber vergleichbare symptome wie diejenigen, die kurz vor der deadline noch alles fertigkriegen m\u00fcssen. in den zwei, drei tagen vor der abgabe wurden noch die anregungen der korrekturleser beherzigt &#8211; davon war die wichtigste, dass die s\u00e4tze gek\u00fcrzt werden m\u00fcssen. f\u00fchrte dazu, dass ich die arbeit in den paar tagen f\u00fcnf oder sechs mal durchlas, in der nacht vom 29. auf den 30. juni genug hatte und nach nicht mal drei stunden schlaf entschied, es beim aktuellen status zu belassen.<br class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\">mit einer seltsamen mischung aus aufregung und \u00fcberm\u00fcdung gegen mittag zum kopierladen in der frankfurter allee gelaufen, dort drei ausgaben ausgedruckt und binden lassen, von da aus richtung u-bahnhof stadtmitte (wo die historische fakult\u00e4t wegen der gerade stattfindenden umbauten im hauptgeb\u00e4ude der humboldt-uni ihren sitz hat). die abgabe war dann nur eine sache von f\u00fcnf minuten. erleichtert f\u00fchlte ich mich danach nicht unbedingt &#8211; zu gro\u00df war die sorge, gro\u00dfe fehler gemacht zu haben und nat\u00fcrlich die zweifel, ob das ganze \u00fcberhaupt dem standard wissenschaftlichen arbeitens entspricht. wurde dadurch befeuert, dass mir zwei tage nach der abgabe ein fehler in einer zitation bei einer tragenden quelle auffiel.<\/p>\n\n\n\n<p>schnellvorlauf auf mitte oktober: aufgrund des bislang ausbleibenden gutachtens hatte ich bereits anfang des monats im sekretariat meines profs nachgefragt, keine antwort erhalten. am ende des colloquiums kam er schlie\u00dflich auf mich zu und entschuldigte sich. das gutachten sei seit anfang september 2011 fertig, nur h\u00e4tte ich die mail dazu wohl nicht erhalten. dazu noch die information, dass ich bestanden h\u00e4tte. also gemeinsam mit ihm ins b\u00fcro, dort den 3. november 2011 als termin zur verteidigung festgelegt. die note der arbeit sollte ich bis zu dem termin nicht erfahren und das gutachten ebenfalls nicht zu gesicht bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>lange rede, kurzer sinn: schriftlich ist es eine 2,0, m\u00fcndlich eine 2,3 geworden. gewichtet mit 80 zu 20%, auf dem zeugnis steht daf\u00fcr eine 2,0.<\/p>\n\n\n\n<p>da das thema sicherlich von allgemeinem interesse ist und weil einige sie ohnehin lesen wollten, habe ich die arbeit hier unter beseitigung der meisten fehler hochgeladen. l\u00e4sst sich dank integriertem google-doc-code direkt eingebettet lesen oder nach dem \u00f6ffnen in einem neuen fenster herunterladen.<br class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\">wer mir fachidiotie unterstellen m\u00f6chte, liegt sicherlich richtig. zu meiner verteidigung ist zu sagen, dass der detailreichtum zu beginn sogar noch gr\u00f6\u00dfer war und einige anekdoten dabei auf der strecke geblieben sind. so zum beispiel mein erkl\u00e4rter favorit mit den truppen\u00fcbungen der amerikaner in den verfallenden, aber zum teil noch bewohnten altbauten in der skalitzer stra\u00dfe, von denen heute nur noch die nummer 114 steht.<br class=\"darkmysite_style_txt_border darkmysite_processed\" data-darkmysite_alpha_bg=\"rgba(0, 0, 0, 0)\">mir kam es prim\u00e4r darauf an, die besonderheit kreuzbergs in den jahren herauszustellen, die dem bezirk bis heute sein gewisses etwas verleihen. man sollte in der aktuellen gentrifizierungsdebatte definitiv ber\u00fccksichtigen, dass die bereitschaft f\u00fcr politische und kreative avantgarde im ehemaligen randbezirk eine mischung hervorgebracht hat, die unbedingt bewahrt werden sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>wer sich die 60 textseiten (das war die grenze, \u00fcber die es nicht gehen durfte) durchgelesen hat und kritik, lob oder nachfragen loswerden m\u00f6chte, kann das gerne in den kommentaren erledigen.<\/p>\n\n\n\n<div 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