{"id":2630,"date":"2012-09-10T21:50:11","date_gmt":"2012-09-10T19:50:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2630"},"modified":"2012-09-10T21:58:49","modified_gmt":"2012-09-10T19:58:49","slug":"no-reason-to-compute-kraftwerks-vision-eines-elektronischen-lebensstils-in-computerwelt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2012\/09\/10\/no-reason-to-compute-kraftwerks-vision-eines-elektronischen-lebensstils-in-computerwelt\/","title":{"rendered":"no reason to compute? kraftwerks vision eines elektronischen lebensstils in &#8222;computerwelt&#8220;"},"content":{"rendered":"<p>es ist ungef\u00e4hr ein jahr her, als ich einen anruf einer bekannten erhielt, die am <a href=\"http:\/\/zzf-pdm.de\/\" target=\"_blank\">zentrum f\u00fcr zeithistorische forschung<\/a> in potsdam arbeitet. dort erscheint drei mal j\u00e4hrlich ein band der <a href=\"http:\/\/www.zeithistorische-forschungen.de\/\" target=\"_blank\">zeithistorischen forschungen<\/a>, der sich jeweils einem spezifischen thema widmet &#8211; in diesem fall sollte es die computer- und informationsgesellschaft sein. eine der rubriken nennt sich &#8222;neu gelesen&#8220;, in der klassiker der geschichtswissenschaften (im weiteren sinne jedenfalls &#8211; die soziologie wird bspw. auch gerne einbezogen) sowie deren thesen jahrzehnte nach ihrer ver\u00f6ffentlichung erneut auf den pr\u00fcfstand gestellt werden.<br \/>\ndaneben gibt es noch &#8222;neu gelesen&#8220;, und da sollte ich mich dem album widmen, mit dem kraftwerk ihre vorstellungen vom futurismus sowohl inhaltlich als auch musikalisch so perfekt umgesetzt haben, wie sie es danach nicht mehr vermochten (was nicht negativ gemeint sein muss, schlie\u00dflich hat das vorherige gen\u00fcgend spuren hinterlassen).<\/p>\n<p>abgegeben werden sollte der artikel bis ende dezember 2011, bis dahin kam ein bisschen etwas dazwischen: verteidigung der master-arbeit, \u00fcbergang ins vollzeit-berufsleben, gelegenheits-gigs, fertig wurde er dennoch &#8211; jedenfalls die erste version, welche noch die eingangs erw\u00e4hnte \u00fcberschrift trug.<br \/>\nmehrere korrekturen und erg\u00e4nzungen sp\u00e4ter tr\u00e4gt der artikel nun den titel &#8222;&#8218;computer f\u00fcr das eigenheim&#8216;. &#8218;kraftwerks&#8216; musikalische version eines elektronischen lebensstils (1981)&#8220;, womit ich mehr als gut leben kann, da es beinahe schwieriger ist, eine gelungene \u00fcberschrift zu finden als den artikel gut hinzubekommen. es stellte sich beim schreiben nur die schwierigkeit, dass die forschungsliteratur zu kraftwerk nicht sonderlich umfangreich ist und das, was es zu ihnen gibt, sehr von der revolution\u00e4ren dynamik infiziert ist, welche die vier d\u00fcsseldorfer ab mitte der 1970er-jahre entwickelten. neu war mir, dass &#8222;computerwelt&#8220; mit der authentischste musikalische spiegel des informationstechnologischen umbruchs war, der auch vor kraftwerk nicht halt machte. das alles lie\u00df sich sch\u00f6n rekonstruieren &#8211; im gegensatz zur rezeption in \u00fcbersee, genauer: asien, jedoch auch der hiesigen musikpresse, deren ausgaben zumindest in berliner archiven auf die schnelle nicht zu beschaffen waren.<\/p>\n<p>allen schwierigkeiten zum trotz: der artikel ist jetzt erschienen &#8211; sowohl in der print- als auch in der online-ausgabe. netter nebeneffekt der online-ausgabe: mehr bilder und vor allem mehr musik. die ganzen widrigkeiten, mit denen man sich dank gema oder copyright abfinden muss, hatten auch ihr gutes: so liegen die meisten songs in live-versionen der computerwelt-tour vor, die ich jedem ans herz legen kann. so hart, funky und konkret h\u00e4tten sie die album-versionen gerne noch einmal als live-versionen herausbringen k\u00f6nnen. da klingt einiges besser als auf &#8222;the mix&#8220;, welches zehn jahre sp\u00e4ter erschien. dennoch: es steht immer noch auf meinem wunschzettel, sie einmal live zu erleben.<\/p>\n<p>nachzulesen und nachzuh\u00f6ren ist der artikel <a href=\"http:\/\/www.zeithistorische-forschungen.de\/site\/40209299\/Default.aspx\" target=\"_blank\">hier<\/a>. nachfragen, denkanst\u00f6\u00dfe, kritik gerne hier anbringen.<\/p>\n<p>p.s.: ich w\u00e4re auch sehr gerne noch auf die anderen artikel des bandes eingegangen, jedoch fehlt mir momentan die zeit, diese ausf\u00fchrlich zu lesen. und wenn ich die wahl zwischen oberfl\u00e4chlicher rezension oder authentischer eigenwerbung habe, entscheide ich mich dann doch lieber f\u00fcr letzteres.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es ist ungef\u00e4hr ein jahr her, als ich einen anruf einer bekannten erhielt, die am zentrum f\u00fcr zeithistorische forschung in potsdam arbeitet. dort erscheint drei mal j\u00e4hrlich ein band der zeithistorischen forschungen, der sich jeweils einem spezifischen thema widmet &#8211; 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