{"id":2887,"date":"2013-05-10T15:53:25","date_gmt":"2013-05-10T13:53:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2887"},"modified":"2013-05-15T21:30:11","modified_gmt":"2013-05-15T19:30:11","slug":"berlin-11-05-2013-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/05\/10\/berlin-11-05-2013-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 11.05.2013] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>und da ist es schon wieder soweit. das berghain ist im weitesten sinne in klockworks-h\u00e4nden, wobei ich in erster linie darauf gespannt bin, was mike huckaby anstellen wird. eine etage h\u00f6her gibt es legendenalarm.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain &#8211; klockworks nacht<\/span><br \/>\n00h00: trevino<br \/>\n04h00: ben klock \/ dvs1<br \/>\n07h00: mike huckaby<br \/>\n10h00: dvs1<br \/>\n15h00: rod<br \/>\n19h00: ben klock<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00: tama sumo<br \/>\n04h00: paul johnson<br \/>\n06h00: lemakuhlar <em>live<\/em><br \/>\n07h00: san soda &amp; red d<br \/>\n14h30: boris<br \/>\n19h00: cassy<br \/>\n23h00: nd_baumecker \/ massimiliano pagliara<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n14 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><\/p>\n<p>ausnahmsweise im ein-schicht-betrieb, wobei der nach arbeitsrechtlichen ma\u00dfst\u00e4ben auch durchaus als doppelschicht ausgelegt werden k\u00f6nnte. 16 stunden, 4:30 bis ungef\u00e4hr 21:00 uhr. wem der unterschied zwischen den set-zeiten auf der berghain-seite und hier auff\u00e4llt: boris und cassy haben jeweils sp\u00e4ter angefangen, daher stehen hier die tats\u00e4chlichen anfangszeiten.<br \/>\ndie neuerungen am dj-pult im berghain gehen \u00fcbrigens weiter: die dezibel-anzeige ist gr\u00f6\u00dfer und prominenter platziert.<\/p>\n<p>verpasst habe ich damit leider ein wenig von paul johnson, der rest war jedoch sehr \u00fcberzeugend, indem er diverse chicago-varianten durchkonjugierte, w\u00e4hrend die schlange drau\u00dfen bis ungef\u00e4hr 7:00 uhr konstant bis zum h\u00e4uschen ausharrte. es ballte sich jedoch eher eine etage tiefer bei ben und dvs1, oben war es zwischen gutgelaunten menschen sehr gut auszuhalten und meiner meinung nach auch musikalisch interessanter. liegt aber auch an dem bonus, den die windy city bei mir inne hat.<br \/>\nmike huckaby hat mich am meisten beeindruckt. seinen produktionen nach ist er eher in der panorama bar zuhause (wo er ebenfalls bereits \u00fcberzeugen konnte), aber wer die letzten nachbetrachtungen noch im hinterkopf hat, wird mitbekommen haben, dass flexibilit\u00e4t als qualit\u00e4tsmerkmal bei mir sehr an boden gewonnen hat. es war ein astreines techno-set, dessen anfang einen in die alten tresor-zeiten katapultierte &#8211; mit 138 bpm auch vom tempo her. neue tracks kamen bevorzugt mit einem ruck ins set, was dem ganzen schnelle sch\u00fcbe verpasste, und er scheute sich nicht, tempo und temperament in der zweiten stunde zu drosseln. was ihn wahrscheinlich am meisten ge\u00e4rgert hat, war das sporadisch auftretende kratzen am xone:92, egal auf welchem kanal. wird bei ihm wahrscheinlich nicht zur zufriedenheit beigetragen haben, ist ihm aber nicht anzulasten. er spielte professionell bis zum schluss auf dem mixer weiter, der bei der \u00fcbergabe auf dvs1 einfach innerhalb von zwei minuten getauscht wurde. danach war zumindest das kratzen geschichte.<br \/>\ndvs1 selber f\u00fcr mich wie immer: technisch tadellos, beneidenswerte schnelligkeit, aber insgesamt zu wenig abwechslung, was die spannungskurve betrifft. zwar empfand ich die kurze phase (m\u00fcsste so gegen 13:00 uhr gewesen sein) mit gebrochenen kickdrums als angenehme abwechslung, aber dennoch konnte er mich nicht wesentlich l\u00e4nger als 20 bis 30 minuten fesseln. egal, andere hatten ihren spa\u00df.<br \/>\nsan soda und red d waren bereits w\u00e4hrend mike huckaby daf\u00fcr verantwortlich, dass ich dessen letzte stunde verpasst habe. die schmissen in ihren siebeneinhalb stunden so einiges an zutaten in den topf &#8211; sei es chicago, techhouse, melodien, disco. frei von h\u00e4ngern und komischen harmonischen kombinationen war auch das set nicht, was aber bei der l\u00e4nge zu verschmerzen ist und durch dvs1 gut aufgefangen werden konnte. meiner meinung nach jedoch kurzweiliger als das geschehen im berghain.<br \/>\nboris hatte in seiner ersten stunde das pech, dass sich die tanzfl\u00e4che um die h\u00e4lfte leerte. keine ahnung, ob das am allgemeinen schichtwechsel oder dem etwas schw\u00e4cheren ende seiner vorg\u00e4nger lag. entsprechend unmotiviert war auch sein auftreten &#8211; jedenfalls fehlte das sonst bei ihm festbetonierte grinsen. situationen wie diese kenne ich nur zu gut, ich konnte ihn daher ziemlich gut verstehen, zumal es musikalisch wirklich nicht schlecht war. ab der zweiten stunde wandelte sich das bild gr\u00fcndlich und er spannte den bogen von techno bis vocal-house so, dass es ein sch\u00f6n geschlossenes bild abgab. tanzfl\u00e4che voll, arme in der luft, boris wieder am grinsen, alles richtig gemacht.<br \/>\nauf rod trifft \u00e4hnliches zu wie auf dvs1. technisch ebenfalls super, aber eben eher von tools gepr\u00e4gt und man mag es langsam beginnende alterssenilit\u00e4t nennen, aber mir fehlt dabei immer was, woran ich mich im nachhinein erinnern kann.<br \/>\nvon cassy habe ich nur den eher trockenen anfang mitbekommen, der aber zugleich vielversprechend war. und auch wenn ich ben klock meistens als zu trocken empfinde, bleibt mir von ihm dieses mal ein \u00fcberzeugender eindruck zur\u00fcck. gleiche merkmale wie seine zwei vorg\u00e4nger: schnelles, pr\u00e4zises mixing, ebenfalls mit tools, jedoch hatte er von den dreien am ehesten begriffen, dass sich auch hiermit eine kurve mit h\u00f6hen und tiefen schaffen l\u00e4sst. es f\u00fcllte sich auch merklich erneut w\u00e4hrend seines sets, aber dank vernunft und hungergef\u00fchl fiel es mir nicht schwer, zur von mir vorab gesetzten zeitlichen obergrenze heimzugehen. einzig ben machte es mir an der garderobe stehend etwas schwer, indem er &#8222;sleep cycle&#8220; von robert hood spielte.<\/p>\n<p>summa summarum ein berghain-abend im oberen mittelfeld. ein durchweg angenehmer f\u00fcllgrad mit angenehmen leuten, wobei es schade ist, dass das stimmungshoch mittlerweile erst sonntag abend zu erwarten ist, wohingegen p\u00e4dagogisch wertvolle sets wie von mike huckaby bei denjenigen, welche die harte gangart nicht kennengelernt haben, ins leere laufen. auch egal, daf\u00fcr hatte der rest umso mehr spa\u00df.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>und da ist es schon wieder soweit. das berghain ist im weitesten sinne in klockworks-h\u00e4nden, wobei ich in erster linie darauf gespannt bin, was mike huckaby anstellen wird. eine etage h\u00f6her gibt es legendenalarm. klubnacht berghain &#8211; klockworks nacht 00h00: trevino 04h00: ben klock \/ dvs1 07h00: mike huckaby 10h00: dvs1 15h00: rod 19h00: ben&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-2887","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2887","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2887"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2887\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2897,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2887\/revisions\/2897"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2887"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2887"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2887"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}