{"id":2941,"date":"2013-06-12T23:11:49","date_gmt":"2013-06-12T21:11:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=2941"},"modified":"2013-06-23T21:36:26","modified_gmt":"2013-06-23T19:36:26","slug":"berlin-14-06-2013-suicide-funf-jahre-killekill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/06\/12\/berlin-14-06-2013-suicide-funf-jahre-killekill\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 14.06.2013] suicide: killekill overkill &#8211; f\u00fcnf jahre killekill"},"content":{"rendered":"<p>die zeit rennt im killekill-hauptquartier wahrscheinlich immer schneller. in den drei jahren seit aufgabe des mittwochs in der berghain-kantine hat sich durch die pr\u00e4senz im suicide am freitag und auch im horst (rip) so einiges getan, woran auch sicherlich das label einen gro\u00dfen anteil hat.<br \/>\nnun sind also f\u00fcnf jahre rum, und das wird mit gro\u00dfem bahnhof an der warschauer br\u00fccke gefeiert. da ich am samstag wieder beruflich (also in dem, der eher tags\u00fcber stattfindet) gefordert bin, wird es von mir keine nachbetrachtung geben, da ich mir 2 uhr als absolute grenze gesetzt habe. werde mich aber um einen gastkommentator bem\u00fchen.<br \/>\nansonsten wie immer: danke f\u00fcr musikalische kontrapunkte im berliner nachtleben, f\u00fcr den enthusiasmus gegen\u00fcber produzenten und djs, f\u00fcr bookings, bei denen einem freie hand gelassen wird und f\u00fcr das famili\u00e4re miteinander &#8211; und alles gute f\u00fcr die n\u00e4chsten jahre!<\/p>\n<p>p.s.: das sommercamp schl\u00e4gt (nach einem jahr auszeit) seine zelte in diesem jahr wieder vom 10. juli bis zum 21. august in der berghain-kantine auf.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=2942\" rel=\"attachment wp-att-2942\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-2942\" alt=\"killekillwirdfuenf\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/06\/killekillwirdfuenf.jpg\" width=\"284\" height=\"800\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/06\/killekillwirdfuenf.jpg 284w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/06\/killekillwirdfuenf-106x300.jpg 106w\" sizes=\"auto, (max-width: 284px) 100vw, 284px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n24 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">review<\/span><br \/>\n<em>(von gastautor spacecake, der sich vor meiner \u00fcberfallartigen bitte zwar erst zierte, nun aber eine nachbetrachtung abgeliefert hat, die mich in puncto schreibstil, reaktionszeit und mittlerweile auch der ausf\u00fchrlichkeit ziemlich alt aussehen l\u00e4sst. danke daf\u00fcr!)<\/em><\/p>\n<p>wie versprochen dann also mein gastbeitrag. was das reviewen angeht, habe ich wohl kaum so viel erfahrung wie der hausherr und auch meine musikkenntnisse sind eher bescheiden. ich werde mir m\u00fche geben, bitte aber schon einmal um etwas nachsicht mit mir.<\/p>\n<p>der auftakt des abends gestaltete sich erst einmal sehr entspannt. flush hatte freunde und wegbegleiter der letzten f\u00fcnf jahre zum grillen eingeladen, woran ich dank stype ebenfalls teilhaben konnte. dazu bleibt mir nur anzumerken, dass flush nicht nur tolle platten auflegt, sondern auch einen sehr leckeren kartoffel-gurken-salat macht. und stype macht nicht nur hinter dem dj-pult eine gute figur, auch am grill kann er \u00fcberzeugen.<\/p>\n<p>aber nun zum kern des abends, die gro\u00dfe geburtstagssause. f\u00fcr die eiligen leser will ich es gleich vorweg nehmen: es war toll und absolut standesgem\u00e4\u00df. das line-up klang ja schon vielversprechend und mich jedenfalls hat es nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n<p>den anfang machte drinnen sebastian k\u00f6kow, der schon fr\u00fch eine ganz gut gef\u00fcllte tanzfl\u00e4che bespielen konnte. sein set war meinem gef\u00fchl nach f\u00fcr die uhrzeit recht d\u00fcster und hart, aber das publikum nahm es problemlos an. jemand mit mehr hintergrundwissen als ich k\u00f6nne bestimmt den ein oder anderen tracknamen nennen, sogar ich habe ein paar st\u00fccke geh\u00f6rt, die mir bekannt vorkamen &#8211; leider kann ich damit nicht dienen. insgesamt fand ich das set sehr \u00fcberzeugend.<\/p>\n<p>kurz nach 2 hat dann der gastgeber den platz am pult \u00fcbernommen und eines seiner typischen, stimmungsgeladenen (sorry f\u00fcr die phrase, aber das trifft es am besten) und abwechslungsreichen technosets zum besten gegeben. und das hat, wie immer, sehr gro\u00dfen spa\u00df gemacht. dem publikum ebenso wie mir. als perle sei hier ausnahmsweise mal ein track genannt, der das ganze auf den punkt bringt: x-101 &#8211; sonic destroyer (dank an erwan\u2026).<\/p>\n<p>im anschluss daran wurde es haarig. verantwortlich daf\u00fcr waren die zwei herren, die um halb 4 die provisorische b\u00fchne betraten, die vor dem pult aufgebaut war. anz\u00fcge, langhaarper\u00fccken, hinter fellmasken verborgene gesichter: furfriend gaben ihr live-deb\u00fct. die musik und insbesondere die texte d\u00fcrften hinl\u00e4nglich bekannt sein (youtube hilft), wobei es eigentlich nur eines dazu zu sagen gibt: fuck! h\u00e4tte man z\u00e4hlen wollen, wie oft das wort in den folgenden 45 minuten fiel, h\u00e4tte man gut zu tun gehabt. der auftritt kam beim publikum gut an, wobei vor allem die optik eindruck machte, nach der zahl der gez\u00fcckten handykameras zu deuten. getanzt wurde dadurch deutlich weniger, aber darum geht es bei solchen acts ja auch nicht in erster linie. leider verlief aber auch die interaktion mit dem publikum nicht ganz so wie die macher sich das gew\u00fcnscht h\u00e4tten. auf die regelm\u00e4\u00dfig eingestreuten direkten ansprachen (&#8222;do you like to fuck?&#8220;) kamen oft nur z\u00f6gerliche best\u00e4tigungsrufe zur\u00fcck, manchmal auch gar nichts. dabei gaben sich furfriend durchaus m\u00fche, einschlie\u00dflich eines kurzen ausflugs mitten ins publikum. vielleicht lag es an der sehr schlechten verst\u00e4ndlichkeit der ansagen durch das mikro. direkt vor dem lautsprecher kam bei mir meist auch nicht mehr durch als das f-wort. insgesamt fand ich es jedoch eine sehr spa\u00dfige angelegenheit, aber eben mehr zum zuschauen als zum tanzen (was durchaus m\u00f6glich gewesen w\u00e4re).<\/p>\n<p>im anschluss dann der headliner: neil landstrumm. zu ihm muss man eigentlich nichts mehr sagen, so lange ist der mann schon dabei. seine livesets zeichnen sich vor allem durch 2 dinge aus: h\u00e4rte und verschwurbelte sounds (zum vergleich ein set von 1995: https:\/\/soundcloud.com\/dynamic-tension\/neil-landstrumm-live-at-hog). fr\u00fcher analog unterwegs, spielt er heute mit einer mischung aus laptop und analogen ger\u00e4ten (bei fragen: stype kann bestimmt was dazu sagen), was er gekonnt zu nutzen wei\u00df. um es anders zu sagen: wow, was f\u00fcr ein set! er war definitiv der schnellste an diesem abend, sowohl was die bpm zahl angeht als auch das &#8222;mixing&#8220;. bei gef\u00fchlt 140bpm hat kein sound mehr als eine halbe minute spielzeit bekommen, bevor er wieder von etwas anderem abgel\u00f6st wurde. die musik war ununterbrochen im fluss, hat sich st\u00e4ndig ver\u00e4ndert und dabei keine sekunde an tempo nachgelassen. so muss ein liveset sein. das publikum sah zwar teilweise etwas \u00fcberfordert aus, ging aber die ganze stunde gut mit. ich hatte definitiv gro\u00dfen spa\u00df an dem set &#8211; und war am ende auch ziemlich tot.<\/p>\n<p>so ersch\u00f6pft habe ich dann zum ersten mal in dieser nacht den garten f\u00fcr mehr als eine minute besucht und es mir im sessel bequem gemacht, um snuffo (eindeutig an seiner maske zu erkennen) zuzuh\u00f6ren. er spielte groovigen techno, passend zu stimmung und uhrzeit, aber mir reichte es dann doch. gegen halb 7 habe ich dann das feld ger\u00e4umt.<\/p>\n<p>alles in allem ein sehr runder abend, der ziemlich gut gezeigt hat, wo sich killekill in der elektronischen musiklandschaft einordnet: techno mit anspruch und geschichtsbewusstsein, ohne dabei das &#8222;fr\u00fcher war alles besser&#8220; auszurufen, sondern vielmehr deutlich nach vorne zeigend wie auch die eigenen produktionen immer wieder beweisen. sowohl f\u00fcr die partyreihe als auch das label gilt flush gr\u00f6\u00dfter dank. man merkt, wie viel arbeit, zeit und herzblut in dem projekt steckt, und es ist sch\u00f6n zu sehen, dass das auch vom publikum honoriert wird. ich glaube, man kann von der partyreihe und dem label auch in den n\u00e4chsten f\u00fcnf jahren noch einige spannende neue sachen erwarten. ich freue mich darauf!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die zeit rennt im killekill-hauptquartier wahrscheinlich immer schneller. in den drei jahren seit aufgabe des mittwochs in der berghain-kantine hat sich durch die pr\u00e4senz im suicide am freitag und auch im horst (rip) so einiges getan, woran auch sicherlich das label einen gro\u00dfen anteil hat. nun sind also f\u00fcnf jahre rum, und das wird mit&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-2941","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2941","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2941"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2941\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2954,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2941\/revisions\/2954"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2941"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2941"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2941"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}