{"id":3046,"date":"2013-09-12T23:29:59","date_gmt":"2013-09-12T21:29:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3046"},"modified":"2013-10-22T13:05:42","modified_gmt":"2013-10-22T11:05:42","slug":"berlin-14-09-2103-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/09\/12\/berlin-14-09-2103-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 14.09.2103] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>der zeitplan ist drau\u00dfen, daher kann ich auch den zweiten akt posten.<br \/>\nwird nach aktuellem stand mal wieder eine doppelschicht. jonzon hab ich ewig nicht mehr geh\u00f6rt und bis zu marcel &#8211; dessen albumver\u00f6ffentlichung an diesem wochenende begangen wird &#8211; sollte schon drin sein. danach nachmittags bis herrn janson mitnehmen. ist ambitioniert genug.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain: marcel dettmann ii record release<\/span><br \/>\n00h00: jonzon<br \/>\n03h30: byetone <em>live<\/em><br \/>\n04h30: marcel dettmann<br \/>\n09h00: \u00f8 [phase]<br \/>\n12h00: francois x<br \/>\n15h00: pete<br \/>\n18h00: shifted<br \/>\n21h00: gerd janson<br \/>\n00h30: marcel dettmann<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00: margaret dygas<br \/>\n04h00: noze <em>live<\/em><br \/>\n05h00: oleg poliakov<br \/>\n08h00: marc schneider<br \/>\n12h00: discodromo<br \/>\n16h00: dinky<br \/>\n20h00: nick h\u00f6ppner<br \/>\n24h00: \u00e2me \/ gerd janson<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n14 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>erkl\u00e4rung \/ disclaimer: gerade &#8222;rave&#8220; von herrn goetz zu ende gelesen und gedacht, dass ich seinen stil mit dem verbalisierten gedankenstrom doch auch hinkriegen m\u00fcsste. und auf die gefahr hin, wie eine kopie zu wirken (alles, blo\u00df das nicht!), mache ich das jetzt einfach mal so. wem das miss- oder gef\u00e4llt, hat hier die bekannten mittel und wege.<\/p>\n<p>2 uhr schon. an sich wollte ich ja mehr von jonzon mitbekommen. gegen diese lethargie nach dem weckerklingeln, der das vorschlafen beendet, muss ich noch eine strategie entwickeln.<br \/>\njonzon selbst best\u00e4tigt das sprichwort, dass m\u00e4nner mit dem alter besser zu werden scheinen. trainiert, die haare abrasiert und nichts von seiner stilsicherheit eingeb\u00fc\u00dft. verkauft sich wirklich gut, in den ersten stunden da unten.<br \/>\nbekanntes gesicht, ich so: &#8222;hallo.&#8220; &#8211; &#8222;h\u00e4tte ich ja nie gedacht, dass ich dich hier sehe.&#8220; &#8211; grinsend antwortend: &#8222;wenigstens einmal im monat.&#8220; \u00fcblicher partysmalltalk auf der tanzfl\u00e4che, im takt wippend, damit das gewissen beruhigt ist. schlie\u00dflich regen mich die zaung\u00e4ste, die wertvollen platz mit der analyse von was auch immer blockieren, mit sch\u00f6ner regelm\u00e4\u00dfigkeit auf.<br \/>\nalso, immer noch gut, dieser jonzon. understatement, alte schule, mixing ok, sein kollege rok d\u00fcrfte ihm da immer ein bis zwei schritte voraus gewesen sein. egal, auswahl und gesp\u00fcr f\u00fcr publikum z\u00e4hlen wenigstens genauso mit, das passte.<\/p>\n<p>byetone erstmal mit sperrigem beginn, also zur abwechslung nach oben. margaret dygas hat nachmittags f\u00fcr gew\u00f6hnlich sch\u00f6ne momente, aber das herumspielen an den filtern strapaziert sie dieses mal \u00fcber.<br \/>\nvor dem beginn des n\u00f4ze-sets den logenplatz neben b\u00fchne und mit blick aus dem fenster eingenommen. kommen gerade rechtzeitig, bevor es losgeht und dann l\u00e4sst der eine silberne laptop mit dem leuchtenden apfel sich ewig zeit beim hochfahren. abbruch des ganzen, zweiter versuch, startet erst gar nicht. war und bin ich nicht sonst immer dabei, apple-hardware \u00fcber den gr\u00fcnen klee zu loben? nach einer kleinen weile am netzteil die sich drehende sonne, eine gef\u00fchlte halbe ewigkeit sp\u00e4ter (versp\u00e4tung des setbeginns unausweichlich, ablenkung schafft wie immer der blick auf das geschehen vor der t\u00fcr) zeigt sich der desktop. was machen diese musiker eigentlich mit ihren betriebssystemen, dass die so launisch reagieren? oder anders: muss sich der safari mit drei anderen programmen wirklich beim systemstart in den arbeitsspeicher mogeln?<br \/>\nalso wieder runter, byetone immer noch unbequem. sets, bei denen man wei\u00df, dass sie polarisieren werden. somit auch das bekannte publikumsverhalten: ein drittel sucht das weite oder die bar, der rest wei\u00df damit in unterschiedlichen schattierungen etwas anzufangen. gut, dass und was er spielt.<br \/>\nn\u00f4ze sind auch ganz ok, die letzte langsame nummer l\u00e4dt zum schunkeln ein. panorama bar 25 sozusagen.<br \/>\nrunter zu herrn dettmann, mit bekannten gesichtern plaudern. war die letzten male irgendwie zwingender, also der marcel. aber irgendwie trotzdem gut, dieses mal. oh, &#8222;losing control&#8220;. geht immer, nehm ich mit, auch wenn der kleine zeiger erst so zwischen 7 und 8 steht. sonst fehlt der moment, in dem marcel und mit ihm das publikum explodiert. daf\u00fcr geht die reise tiefer. funktioniert auch, wenn man einfach mal lostanzt.<br \/>\ntrotzdem pflichtbewusst nach dem set zur schlafpause. ein plan ist ein plan, bleibt ein plan und so weiter.<\/p>\n<p>komisch, diese aufstehlethargie war an diesem nachmittag nicht wie sonst vorhanden. halbwegs stolz um viertel vor drei nachmittags an der t\u00fcr, drinnen erstmal wieder an die lichtverh\u00e4ltnisse gew\u00f6hnen. mal wieder richtig viele gays hier, sp\u00e4ter nebenher erfahren, dass es eine gro\u00dfe fetischveranstaltung in berlin gab und einige davon abends weitergemacht haben. kann ich nur guthei\u00dfen, sowas.<br \/>\n&#8222;inversion&#8220; von cyrus l\u00e4uft. wahnsinn, diese von basic channel in ewigkeit gegossene sch\u00f6nheit des dubtechnos, die ich mit ihren industrial-fl\u00e4chen schon ewig mal im berghain h\u00f6ren wollte. habe ich auch direkt pete als einstiegsplatte zugeschrieben, jedoch weit gefehlt: war die letzte von francois x. so hat pete mehr als zehn minuten zeit zur vorbereitung, sie spielen n\u00e4mlich den gesamten track, wor\u00fcber ich mich so offen freuen muss, dass ich mit einem leisen l\u00e4cheln in der mitte der tanzfl\u00e4che wippe.<br \/>\nberechtigter szenenapplaus, pete beginnt mit einer reduzierten dubstep-nummer und sorgt in den n\u00e4chsten drei stunden bei mir f\u00fcr einen zustand, den ich seit ewigkeiten nicht mehr hatte. dieser augenblick, in dem die verbindung zwischen geh\u00f6r, haut und k\u00f6rper dem hirn nur noch signalisiert, dass das viel zu toll ist, um jetzt irgendwie langsamer zu machen und absolut nicht zaghaft danach verlangt, bitte mehr adrenalin zu produzieren, woraufhin das hirn entgegnet: &#8222;ich find&#8217;s auch klasse. nachschub folgt prompt.&#8220; sch\u00f6ner bewegungsdrang, j\u00e4h unterbrochen von einem tanzfl\u00e4chen\u00fcberquerer mit wenig gesp\u00fcr f\u00fcr solche zust\u00e4nde, gegen dessen schulter ich mit meinem kopf gerate. grimmiger blick meinerseits, keine platzwunde, \u00fcberhaupt keine blessur, also weiter das set genie\u00dfen. bleibt auch den rest der zeit \u00fcber toll.<br \/>\ngar nichts von shift erwartet, eher so stereotypen berghain-whitenoise-techno, aber der herr \u00fcberrascht positiv, insbesondere mit der &#8222;soul dancer&#8220; von heiko laux. nach oben zu dinky zur entspannung, mir ist die tanzfl\u00e4che jedoch zu voll und die couch an der bar oder vor den klos aufgrund des reality-tvs eh interessanter.<br \/>\ngerd janson sorgt wenig sp\u00e4ter f\u00fcr eine tolle geschichtsstunde, die auch bei der dritten schicht an besuchern gut ankommt. tolles finale mit &#8222;drama&#8220; von derrick may. marcel tritt gegen halb eins zum zweiten mal ans pult, so dass ich mich zum aufbruch zwingen muss. berufliche pflichten eben, bei denen sich die sehnsucht nach einem dettmann-abschluss (ewig her, diese zeiten) hinten anstellen muss.<\/p>\n<p>also ab zur garderobe, \u00fcber den umweg \u00fcber die in grellem blau erleuchtete panorama bar, in der kristian von \u00e2me bereits zugange ist. dies ist jedoch immer garant f\u00fcr latent vorhandene f\u00fclle. mit den \u00fcblich tr\u00e4gen beinen und der leichten h\u00fcftsteife, die sich nach mehreren stunden tanzen auf beton einstellt und dem leichten ohrensausen zu fu\u00df nach hause. immerhin wartet dort noch restlasagne im ofen und sechs stunden schlaf reichen auch mal aus. dennoch die latente frage im hinterkopf, ob dies alles den halbw\u00f6chentlichen durchh\u00e4nger wert ist. das schlechte gewissen hat jedoch auch in den tagen danach sendepause, daf\u00fcr war&#8217;s einfach zu gut.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der zeitplan ist drau\u00dfen, daher kann ich auch den zweiten akt posten. wird nach aktuellem stand mal wieder eine doppelschicht. jonzon hab ich ewig nicht mehr geh\u00f6rt und bis zu marcel &#8211; 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