{"id":3079,"date":"2013-10-25T00:14:54","date_gmt":"2013-10-24T22:14:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3079"},"modified":"2013-11-02T17:21:58","modified_gmt":"2013-11-02T16:21:58","slug":"berlin-26-10-2013-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/10\/25\/berlin-26-10-2013-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 26.10.2013] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>vier wochen pause, dazwischen liegen mittelmeersonne und einige tage m\u00fc\u00dfiggang. gen\u00fcgend zeit, konditionsreserven aufzuf\u00fcllen, m\u00f6chte ich meinen. mit der munich machine ist die gelegenheit sehr g\u00fcnstig, das auf die probe zu stellen. d\u00fcrfte auch mehr als zehn jahre her sein, dass ich herrn geier das letzte mal geh\u00f6rt habe.<br \/>\nachtung: zeitumstellung. in der nacht von samstag auf sonntag werden die uhren um 3 uhr um eine stunde zur\u00fcckgestellt. der plan gilt bereits nach winterzeit, d.h. shed spielt vier und skizzo f\u00fcnf stunden.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00: shed<br \/>\n03h00: answer code request <em>live<\/em><br \/>\n04h00: dj hell<br \/>\n07h00: marcel dettmann<br \/>\n12h00: function<br \/>\n16h00: anthony parasole<br \/>\n20h00: danny tenaglia<br \/>\n24h00: ben klock<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00: skizzo<br \/>\n04h00: point g <em>live<\/em><br \/>\n05h00: danny tenaglia<br \/>\n10h00: ryan elliott<br \/>\n13h00: mike huckaby<br \/>\n16h00: volcov<br \/>\n19h00: sadar bahar<br \/>\n22h00: lakuti<br \/>\n24h00: tama sumo<br \/>\n02h00: tama sumo \/ lakuti<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n14 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p><em>da mir ab freitag nachmittag mutma\u00dflicherweise ein k\u00e4se-ei-sandwich vom b\u00e4cker um die ecke oder ein mir nicht wohlgesonnener virus das gesamte wochenende \u00fcber die vorz\u00fcge der zwangsweisen vernunft durch magen-darm-grippe light nahe brachte, kommt die nachbetrachtung nicht von mir, sondern einmal mehr von gastautor spacecake. der legt daf\u00fcr eine disziplin an den tag, die ich mir zu eigen machen k\u00f6nnte. das fazit zur letzten sub:stance kriege ich noch dieses jahr hin, versprochen.<br \/>\nmit vielem dank f\u00fcr die m\u00fchen und dabei nichts besch\u00f6nigt zu haben, geht&#8217;s unter dem kursiven mit dem o-ton los.<\/em><\/p>\n<p>da der hausherr spontan verhindert war, \u00fcbernehme ich mal wieder die nachbetrachtung. ich war besonders gespannt auf den m\u00fcnchner gigolo-chef dj hell. nicht nur hatte ich ihn in meinen gut 15 jahren ravekarriere noch nie geh\u00f6rt, ich wollte auch wissen, wie sich sein sound im berghain so macht.<\/p>\n<p>aus diesem grund war ich f\u00fcr meine verh\u00e4ltnisse auch schon ungew\u00f6hnlich fr\u00fch am ort, p\u00fcnktlich zum beginn von answer code request. sein live-set war abwechslungsreich, gepr\u00e4gt von sch\u00f6nen tempowechseln bei einem insgesamt eher d\u00fcsteren sound. hat spa\u00df gemacht und mich in meiner hohen meinung von diesem mann einmal mehr best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>danach dann hell. der anfang war vielversprechend mit harten, zwingenden b\u00e4ssen. dann aber folgte der typische hell-sound, der auf mich allerdings einen \u00fcberladenen eindruck machte. schlimmer war allerdings die beliebigkeit, mit der er die tracks aneinanderreihte. kein konzept, inkonsistent, v\u00f6llig inspirationslos. das wurde noch deutlicher und schlimmer, als er nach etwas mehr als einer halben stunde dazu \u00fcberging, allseits bekannte techno-bretter abzuspielen. jeder f\u00fcr sich sehr geil und in einem gut aufgebauten set ein garantierter abfahrtskandidat, wie hell aber die tracks pr\u00e4sentierte, wirkten sie v\u00f6llig belanglos. itunes auf autoplay mit einer gut sortierten library h\u00e4tte das genauso gut gekonnt, einschlie\u00dflich der \u00fcberg\u00e4nge. die hat sich der gute hell n\u00e4mlich h\u00e4ufiger ebenfalls gespart oder auf ein minimum reduziert. nach zwei stunden, in denen ich mir das treiben von der seite angesehen und -geh\u00f6rt habe, zog ich es dann vor, die panorama bar aufzusuchen. sollte es in der letzten stunde des hellschen sets noch besser geworden sein &#8211; zu sp\u00e4t. meinetwegen braucht dieser mann nicht mehr gebucht werden, ich habe keinen bedarf, ihn noch einmal zu sehen.<\/p>\n<p>danny tenaglia hat oben gef\u00e4lligen tech-house gespielt, passend f\u00fcr die panorama bar und vor allem deutlich mehr im fluss als das, was unten so lief. zwingend war der sound f\u00fcr mich allerdings nicht. zugegeben, ich war m\u00fcde und schlecht gelaunt, nicht die besten voraussetzungen f\u00fcrs feiern. grund genug also, um kurz vor 7 uhr den ersten heimweg anzutreten.<\/p>\n<p>die zweite runde begann um 13 uhr bei function. der spielte zur\u00fcckgenommenen, vergleichsweise langsamen techno, der mich erstmal zum tanzen einlud. aber auch hier fehlte mir die letzte konsequenz, zumal das set nach 14 uhr wirkte, als seien function die ideen ausgegangen. zwar hat er in sachen tempo und h\u00e4rte drauf gelegt, aber daf\u00fcr f\u00fcgten sich die einzelnen tracks nicht mehr so gut ineinander wie zuvor. schade eigentlich, aber eine gute gelegenheit, mich auf dem sofa vom wie immer gro\u00dfartigen licht hypnotisieren zu lassen. dennoch, den besten moment auf der tanzfl\u00e4che hatte ich bei ihm, als sich wie aus dem nichts ein fieses acid-brett angeschlichen und in meine hirnwindungen gebohrt hat.<\/p>\n<p>ein kurzer ausflug nach oben hat gezeigt, dass mike huckaby eine gut gef\u00fcllte panorama bar bespielen durfte. von seinem set ist nicht viel bei mir h\u00e4ngen geblieben, aber das publikum hatte sichtlich spa\u00df. wieder unten habe ich mir dann angesehen, was anthony parasole so veranstaltet. und wieder war ich nicht gl\u00fccklich. er spielte treibenden, meditativen techno, der jedoch ohne jegliche h\u00f6hen und tiefen auskommen musste und somit emotional eher flach wirkte. nach etwa der h\u00e4lfte des sets war ich drauf und dran, die party f\u00fcr mich zu beenden, bin aber im nachhinein froh, es nicht getan zu haben. denn was f\u00fcr mich bis dahin schlicht langweilig klang, hat sich danach als gut geplantes set entpuppt, das nach zweieinhalb stunden ordentlich an fahrt gewonnen hatte &#8211; genug, um mich den rest der zeit auf der tanzfl\u00e4che gefangen zu halten. ein wirklich gro\u00dfes finale dieses insgesamt toll aufgebauten sets und damit auch mein gewinner des tages.<\/p>\n<p>danny tenaglias zweites set habe ich nur am anfang mitbekommen. danach zu urteilen h\u00e4tte ich noch gut spa\u00df haben k\u00f6nnen bei ihm. das wusste meine vernunft jedoch zu verhindern.<\/p>\n<p>noch ein paar worte zum publikum, das den nachmittag \u00fcber seltsam verhalten wirkte. kaum jemand wirklich am ausrasten, selten schreie auf der tanzfl\u00e4che, das kenne ich so nicht vom berghain. schubweise war es sehr voll auf der tanzfl\u00e4che, alles in allem waren die menschen aber sehr angenehm. ich habe verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig oft in freundlich l\u00e4chelnde gesichter geblickt.<\/p>\n<p>als fazit bleibt festzuhalten, dass diese party zwei wochen nach einem der h\u00f6hepunkte des jahres wohl den bisherigen tiefpunkt markiert. hell hat auf ganzer linie entt\u00e4uscht, aber auch der rest konnte mich nicht restlos \u00fcberzeugen. bleibt zu hoffen, dass das dann wohl die ausnahme war, die die vielbeschworene regel best\u00e4tigt: in diesem fall, dass das berghain woche f\u00fcr woche eine (techno-)musikalische qualit\u00e4t aufweist, auf die die meisten anderen st\u00e4dte neidisch sein d\u00fcrften.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>vier wochen pause, dazwischen liegen mittelmeersonne und einige tage m\u00fc\u00dfiggang. gen\u00fcgend zeit, konditionsreserven aufzuf\u00fcllen, m\u00f6chte ich meinen. mit der munich machine ist die gelegenheit sehr g\u00fcnstig, das auf die probe zu stellen. d\u00fcrfte auch mehr als zehn jahre her sein, dass ich herrn geier das letzte mal geh\u00f6rt habe. achtung: zeitumstellung. in der nacht von&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3079","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3079","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3079"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3079\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3098,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3079\/revisions\/3098"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3079"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3079"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3079"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}