{"id":3116,"date":"2013-12-06T02:19:18","date_gmt":"2013-12-06T01:19:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3116"},"modified":"2014-01-18T14:03:57","modified_gmt":"2014-01-18T13:03:57","slug":"berlin-06-12-2013-stattbad-grounded-theory","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/12\/06\/berlin-06-12-2013-stattbad-grounded-theory\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 06.12.2013] stattbad: grounded theory"},"content":{"rendered":"<p>meinte ich nicht neulich erst, dass ich das stattbad viel zu selten von innen sehe?<br \/>\n25. grounded theory, kesselraum und bunker offen, daher keine sorgen bez\u00fcglich gef\u00e4lle auf der tanzfl\u00e4che. toller flyer auch &#8211; wieder einmal.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=3117\" rel=\"attachment wp-att-3117\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3117\" alt=\"gt20131206\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/12\/gt20131206.jpg\" width=\"1251\" height=\"885\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/12\/gt20131206.jpg 1251w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/12\/gt20131206-300x212.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2013\/12\/gt20131206-1024x724.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 1251px) 100vw, 1251px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">reihenfolge<\/span><br \/>\n<em>bunker<\/em><br \/>\n00:00 hound scales<br \/>\n03:00 dj bone<br \/>\n05:30 anthony parasole<br \/>\n08:00 milton bradley<br \/>\n<em>boiler<\/em><br \/>\n02:00 subkutan<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n12 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n24 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>wenn ich eine lektion dieses (sehr guten) abends mitnehmen sollte, dann die, dass sich vorschlafen einfach nicht lohnt, wenn es weniger als zwei stunden sind. geweckt zu werden, wenn ich gerade mal in der tiefschlafphase angekommen bin, ist wohl mit der grund, weshalb die in letzter zeit h\u00e4ufiger hier zu lesende lethargie mich daran hinderte, vor 2 oder 3 uhr (am vergangenen freitag letzteres) im club zu sein. also: deutlicher auf die k\u00f6rpersignale h\u00f6ren. wenn der erste impuls auf dem iphone-wecker zur &#8222;schlummern&#8220;-fl\u00e4che geht und das f\u00fcr eine stunde so weitergeht, bis ich endlich den weg zur nahenden espresso-dosis in die k\u00fcche geschafft habe, ist es besser, diese l\u00e4ngere zeit gleich einzukalkulieren.<br \/>\nalso: n\u00e4chstes mal vier stunden daraus oder eben durchmachen. der durchh\u00e4nger danach bleibt der gleiche, stelle ich jetzt als these in den raum. ein positives hatte es: ich hatte keine probleme, bis zum schluss zu bleiben. allerdings war der verstand eher koffeingesteuert. auch das l\u00e4sst irgendwann nach.<\/p>\n<p>das nur als notiz an mich, es n\u00e4chstes wochenende zur leisure system anders anzugehen. vor ort war ich erstmal \u00fcberrascht, dass der bunker zur hauptattraktion umfunktioniert und der boiler room (so wurde er auf dem ausliegenden plan genannt, passt ja auch im w\u00f6rtlichen sinne) alleine subkutan vorbehalten war. ein gewolltes experiment, wurde mir von der organisation erz\u00e4hlt &#8211; und ein f\u00fcr meine begriffe auch echt gelungenes. von der kapazit\u00e4t her nehmen sich beide floors nicht viel, mit dem boiler room habe ich ohnehin das kleine problem, dass er mit seinen zwei ein- und ausg\u00e4ngen zum durchgehen einl\u00e4dt. das ist dr\u00fcben im bunker besser, zumal der floor mich gerade an dem abend sehr an den alten tresor erinnerte. dazu trug neben der alten turbosound-anlage sicher auch der strobo in der ecke bei. wahrscheinlich so ein dicker pluspunkt, dass musikalisch schon sehr viel h\u00e4tte schiefgehen m\u00fcssen, um mir den spa\u00df zu verderben.<br \/>\nauch hier entwarnung: die gefahr war zwar gegeben, dass auf beiden floors mehr oder weniger der gleiche stil laufen k\u00f6nnte, aber bis 3 uhr kann ich das nicht beurteilen, da ich erst zu der zeit vor ort war und den rest der zeit \u00fcber war das sehr ausgewogen.<br \/>\ndj bone steht ja eher daf\u00fcr, verschiedene detroit-facetten sowie eher mit melodien und soul anstatt die ganze zeit hart und brachial zu spielen. das war sch\u00f6n und funky, dennoch bleibe ich doch lieber bei suburban knight (wann bucht den eigentlich mal wieder jemand?) oder rolando, auch wenn die l\u00e4ngst nicht mehr in detroit wohnen. subkutan hatte sich im voraus durch diverse sets im about blank einige vorschusslorbeeren verdient und ich ihn nie geh\u00f6rt. er hat sich der industriellen seite von techno verschrieben und lotet die in aller tiefe aus. ich nahm auch an, dass er wenigstens f\u00fcnf, sechs stunden spielen w\u00fcrde und war schon etwas erstaunt, dass er um 6h30 auf einem doch noch ganz gut gef\u00fcllten boiler room anfing, new wave zu spielen. auf einmal war dann auch schluss, eventuell zeichnete sich da auch dr\u00fcben im bunker ab, dass bei manchen leuten nach bone als headliner die aufbruchstimmung \u00fcberhand nahm. die fluktuation habe ich nicht so im blick, da ich doch mal hier und mal da war und mich auch gerne unterhielt. zur\u00fcck bleibt von subkutan ein inhaltlich geschlossener, sehr konzentrierter eindruck, den ich beizeiten vertiefe. am besten im institut f\u00fcr zukunft, wenn es er\u00f6ffnet.<br \/>\nauch die letzten beiden protagonisten des abends zeigten, dass ihnen mehr an einem langfristigen setaufbau gelegen war, anstatt nur funktional und eingleisig eine schiene zu bedienen. anthony parasole bot eine breite palette von alten sleeparchive bis hin zu acid, neuen sachen auf klockworks (rod) oder l.i.e.s., und milton bradley (komischerweise auch nie geh\u00f6rt, hat sich im berghain nie ergeben) hat zum schluss ein set gespielt, das f\u00fcr meine begriffe von vorne bis hinten als ma\u00dfstab daf\u00fcr genommen werden kann, wie der schluss einer party sich anh\u00f6ren sollte. stilistisch ebenfalls nicht auf eine schiene festgelegt, sehr behutsamer spannungsauf- und abbau, so dass die dreieinhalb stunden bis 11:30 echt sehr kurzweilig waren &#8211; auch wenn meine beine irgendwann nicht mehr wollten und ich das geschehen von der seite beobachtete.<\/p>\n<p>ich habe somit im gegensatz zum letzten stattbad-besuch nichts auszusetzen. auch wenn wegen orkan &#8222;xaver&#8220; ein paar leute weniger kamen, war mir das gerade recht, so blieb gerade im bunker immer gen\u00fcgend platz und alleine f\u00fchlte man sich nun wirklich nicht.<br \/>\nwas nun noch die kr\u00f6nung w\u00e4re: die verlegung des dj-pults im bunker von hinten nach vorne (vom ein-\/ausgang \u00fcber die treppe her betrachtet) ist schon mal gut, so bleibt mehr tanzfl\u00e4che. idealer w\u00e4re fast noch, es (wieder vom ein-\/ausgang her) nach hinten links hinter die gitter zu verlegen. au\u00dferdem: macht aus einem bitte vier strobos, f\u00fcr jede ecke einen. da der schrei nach einem ersatz f\u00fcr die etwas in die jahre gekommene turbosound-anlage etwas dekadent ist (was ist denn mit der kirsch audio vom ex-rechenzentrum-dann-horst-krzbrg?), w\u00fcnsche ich mir kurzfristig: nebel. da wird sich das barpersonal zwar sch\u00f6n bedanken, aber location und licht schrien an dem abend nach technoh\u00f6lle. ich bin mit dem gef\u00fchl im bauch nach hause, bei einer sehr guten alternative zum berghain gewesen zu sein, zumal beide clubs sich wegen der unterschiedlichen wochentage eh nicht in die quere kommen. daher sollte ich die grounded theory als feste gr\u00f6\u00dfe f\u00fcr die k\u00e4lteren, dunklen monate im hinterkopf behalten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>meinte ich nicht neulich erst, dass ich das stattbad viel zu selten von innen sehe? 25. grounded theory, kesselraum und bunker offen, daher keine sorgen bez\u00fcglich gef\u00e4lle auf der tanzfl\u00e4che. toller flyer auch &#8211; 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