{"id":3136,"date":"2013-12-31T16:06:25","date_gmt":"2013-12-31T15:06:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3136"},"modified":"2014-01-18T14:11:07","modified_gmt":"2014-01-18T13:11:07","slug":"berlin-01-01-2014-berghain-silvester-20132014","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2013\/12\/31\/berlin-01-01-2014-berghain-silvester-20132014\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 01.01.2014] berghain: silvester 2013\/2014"},"content":{"rendered":"<p>war doch klar, oder?<br \/>\nf\u00fcr die rundumversorgung hat nicht nur das lab.oratory ge\u00f6ffnet, sondern auch der wriezener bahnhof dahinter, in dem man sich bis zum 2. januar 2014 abends um 22 uhr kulinarisch st\u00e4rken kann.<br \/>\nansonsten sieht der plan so aus:<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\">silvester 2013\/2014<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n<em>01.01.2014<\/em><br \/>\n01:00 kobosil<br \/>\n04:00 joel mull<br \/>\n08:00 norman nodge<br \/>\n12:00 fiedel<br \/>\n16:00 marcel fengler<br \/>\n20:00 function<br \/>\n<em>02.01.2014<\/em><br \/>\n00:00 luke slater<br \/>\n04:00 pete<br \/>\n08:00 ed davenport<br \/>\n12:00 boris<br \/>\n16:00 len faki<br \/>\n20:00 ben klock<br \/>\n<em>03.01.2014<\/em><br \/>\n00:00 marcel dettmann<br \/>\n04:00 answer code request<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><em><\/em><br \/>\n<i>01.01.2014<\/i><em><\/em><br \/>\n01:00 nd_baumecker<br \/>\n05:00 radio slave<br \/>\n09:00 steffi<br \/>\n13:00 ryan elliott<br \/>\n17:00 virginia<br \/>\n21:00 waze &amp; odyssey<br \/>\n<em>02.01.2014<br \/>\n<\/em>01:00 dinky<br \/>\n05:00 tama sumo<br \/>\n09:00 tim sweeney<br \/>\n13:00 margaret dygas<br \/>\n17:00 \u00e2me &amp; \u00e2me\u00a0<em>live<\/em><br \/>\n22:00 nick h\u00f6ppner<br \/>\n<em>03.01.2014<\/em><br \/>\n02:00 oskar offermann &amp; edward<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">lab.oratory<\/span><br \/>\n<em>01.01.2014<\/em><br \/>\n04:00 soundstream<br \/>\n08:00 mr cisco<br \/>\n12:00 virginia<br \/>\n15:00 steffi<br \/>\n18:00 tim sweeney<br \/>\n21:00 muallem<br \/>\n<em>02.01.2014<\/em><br \/>\n00:00 tama sumo<br \/>\n04:00 discodromo<br \/>\n10:00 massimiliano pagliara &amp; nd_baumecker<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n29 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>an sich unm\u00f6glich, hier ohne superlative auszukommen, also versuche ich&#8217;s gar nicht erst.<\/p>\n<p>ausnahmezustand mit ansage in vielerlei hinsicht, auch f\u00fcr berghain-verh\u00e4ltnisse. bei am ende gut 60 stunden w\u00e4re ich zwar neugierig, diejenigen zu sehen, die so gut wie alles mitgenommen haben, andererseits w\u00e4ren das solche extrema, f\u00fcr die mein bisschen verst\u00e4ndnis f\u00fcr gebrauch irgendwelcher substanzen beim besten willen nicht mehr ausreicht.<br \/>\nf\u00fcr mich bedeutete der jahreswechsel sowieso eine menge an kompromissen. bei arbeitsverpflichtungen am 31. und am 1. um jeweils 9 uhr in der fr\u00fch kommt bei mir sehr schnell die ratio ins spiel, den n\u00e4chsten rekord doch bitte nicht bei dieser gelegenheit anzupeilen. zwar wanderten die am 1. januar geleisteten stunden direkt auf das \u00fcberstundenkonto, was ich rein prophylaktisch daf\u00fcr nutzte, mir den 2. komplett freizunehmen, aber mit dem gedanken im hinterkopf, am 3. wieder um 9 uhr einsatzbereit zu sein, musste irgendeine art von strategie her.<br \/>\ndie war zwar nach normalen vernunftsma\u00dfst\u00e4ben auch ganz sch\u00f6n plemplem, ging aber am ende auf: ich sa\u00df am 3. p\u00fcnktlich am arbeitsplatz.<\/p>\n<p>lange umherschwadroniert: zwei schichten waren&#8217;s. den 1. januar habe ich komplett ausgelassen, stand gegen 00h30 am 2. januar vor und wenig sp\u00e4ter im laden. bereits von weitem fielen die drau\u00dfen montierten lichter an jeder s\u00e4ule auf, die wechselnd die fensterfront abtasteten oder blitzten und das geb\u00e4ude somit noch imposanter erscheinen lie\u00dfen als ohnehin schon.<br \/>\nfunction hatte ich somit leider verpasst, obwohl ich mir eigentlich vorgenommen hatte, ihn mitzukriegen, aber andererseits wollte ich noch etwas von nd und massimiliano im lab haben. hat auch geklappt, mehr dazu gleich.<br \/>\nschon vorab hatte ich mitbekommen, dass es so richtig voll sein w\u00fcrde und ein paar hatten deswegen auch das weite gesucht. um ehrlich zu sein, war das auch ein grund f\u00fcr mich, weshalb ich mir mit dem aufbruch zeit gelassen habe, weil (der leser erinnert sich vielleicht) mir zu volle parties zunehmend unangenehm werden. eventuell ist etwas auf dem weg passiert oder mein verstand hatte sich mit dieser tatsache arrangiert, aber erstmal angekommen, fand ich diesen statusbericht zwar best\u00e4tigt, aber erstaunlich unstressig. sogar die t\u00fcr inklusive bodycheck war nicht sonderlich gestresst, obwohl das an einem tag wie diesem mehr als verst\u00e4ndlich gewesen w\u00e4re. klar, wartezeit trotz zwei garderoben, obwohl die party bereits 24 stunden l\u00e4uft, muss man schon erstmal verdauen, aber das geh\u00f6rt zum ankommen ja irgendwie dazu, finde ich.<\/p>\n<p>sonst steht an silvester f\u00fcr mich dort erstmal rumgucken auf dem programm. in erster linie nat\u00fcrlich das lab.oratory, aber auf das improvisierte restaurant dahinter war ich auch gespannt. &#8222;dahinter&#8220; war tats\u00e4chlich der kubus, in dem vor ein paar jahren die &#8222;worker&#8217;s pearls&#8220;-ausstellung stattfand. dort war eine art biergarten aufgebaut, ein bahnwagen zum futtern und ein stand, aus dem es verboten gut nach burgern roch. in n\u00e4he des wagens gab es noch die &#8222;herrenklappe&#8220;, die ich lieber der allgemeinen fantasie \u00fcberlasse. tolle idee, das alles &#8211; auch f\u00fcr den normalen clubbetrieb, aber dauerhaft w\u00e4re es mir dort zu frisch geworden. falls aber mal wieder etwas gr\u00f6\u00dferes in den k\u00e4lteren monaten ansteht, f\u00e4nde ich eine neuauflage ganz gut.<br \/>\ndas lab blieb in der zeit, in der ich dort war, die permanente disco-festung. ich bleibe dabei (und wiederhole mich wom\u00f6glich): den ort kriegt man als hetero-kerl (und frau sowieso) viel zu selten im jahr zu gesicht. wenn es sich einrichten und mit der gay-community arrangieren lie\u00dfe: gerne \u00f6fter. einmal im quartal beispielsweise reicht v\u00f6llig.<\/p>\n<p>beim start des rundganges schallte mir vom berghain &#8222;the bells&#8220; von herrn mills entgegen. als ich wieder aus dem lab kam, war &#8222;crispy bacon&#8220; von herrn garnier an der reihe. luke slater setzte jedoch den rest des sets nicht auf so offensichtliche hits, bot aber dennoch abfahrt erster g\u00fcte. richtig, die tanzfl\u00e4che war prall gef\u00fcllt und man musste erstmal seinen platz finden (ging vor dem darkrooms ganz gut), aber alle waren mit leib und seele dabei. dazu die vier halbhoch an jeder ecke der tanzfl\u00e4che installierten spots, die noch ihren teil zur willenlosen extase beitrugen. vielleicht war ich \u00fcberw\u00e4ltigt, vielleicht hatte herr slater aber auch einfach einen verdammt guten tag. ja, es gab verschnaufpausen, die waren aber wohlkalkuliert eingeplant, ehe er die leute direkt weiter anpeitschte. doch, ich gehe so weit: bestes set, das ich von ihm dort bislang geh\u00f6rt habe und eines der zwei h\u00f6hepunkte meiner besuche.<br \/>\nbei pete habe ich den fehler gemacht, so etwas wie das kompromisslos harte, treibende set wie vom september zu erhoffen. gab es so direkt nicht, stattdessen spielte er eher melodisch (&#8222;drome&#8220; von joey beltram beispielsweise). aber erstens war es nach mittlerweile 27 stunden party durchaus angemessen, mal wieder einen gang runterzuschalten, zweitens hat der herr eh berufsbedingt eine sammlung, bei der er aus dem vollen sch\u00f6pfen und somit verschiedene facetten pr\u00e4sentieren kann (davon gehe ich bei den meisten djs aus, nur machen manche viel zu selten was daraus) und drittens gab es in der letzten halben stunde tanzfl\u00e4chenselektion. will hei\u00dfen: wechsel auf zwei dubstep-tracks, somit nicht merklich angezogenes tempo und danach die techno-schule mit stolper-kickdrums, wie man sie von british murder boys und co. kennt. da war wieder genug platz auf der tanzfl\u00e4che, so dass ich das ungest\u00f6rt genie\u00dfen konnte. mit &#8222;nothing to prove&#8220; von oscar mulero ein super finale.<br \/>\ned davenport hatte ich zuvor immer nur mal am rande mitbekommen und trieb mich w\u00e4hrend seines sets auch lieber im lab herum. stilistisch \u00e4hnlich melodisch wie marcel fengler. das passt zwar zum raum und trifft auf ein dankbares publikum, ist aber nicht ganz meine welt, insofern ma\u00dfe ich mir bei ihm auch kein urteil an. die tanzfl\u00e4che war zu drei vierteln gef\u00fcllt, den anwesenden gefiel&#8217;s &#8211; passt also, aus seiner sicht.<\/p>\n<p>bei tama sumo im lab hatte ich auch den eindruck, dass sie es eher behutsam angehen lassen m\u00f6chte. ich wei\u00df nat\u00fcrlich nicht, was in den 20 stunden zuvor dort alles lief, fand es jetzt aber auch beileibe nicht deplatziert, was sie machte. discodromo haben mit ihrem 80s-revival bei mir gepunktet. &#8222;bizarre love triangle&#8220; von new order, direkt gefolgt von &#8222;i.o.u.&#8220; von freeez und einer maxi-version von bowies &#8222;let&#8217;s dance&#8220; zum schluss. das fand ich klasse. nd und massimiliano schleppten mal eben (jeder!) eine gro\u00dfe und zwei mittelgro\u00dfe plattentaschen an und spielten disco-tracks, die ich mangels genre-kenntnis nicht kannte. der \u00e4sthetik nach auch 1980er-jahre, auch sch\u00f6n kurzweilig, dennoch hat es mir nach 12 stunden erstmal gereicht.<br \/>\nwer sich nach der panorama bar fragt: dort habe ich nur dinky und auch tama sumo kurz gesehen, kein ausrei\u00dfer nach oben oder unten, soweit ich das beurteilen kann. f\u00fcr details bitte diejenigen fragen, die im gegensatz zu mir mehr als 15 minuten dort oben waren.<\/p>\n<p>die r\u00fcckkehr nach nicht ganz vier stunden schlaf und st\u00e4rkung beim inder um 22h30, also zu ben klock. mir normalerweise meist zu trocken und kalkuliert, der herr, aber &#8222;radio&#8220; von wishmountain und ich gerade mal f\u00fcnf minuten wieder im laden &#8211; &#8222;das wird was,&#8220; dachte ich so bei mir. er blieb zwar bei seinem markenzeichen-sound, aber irgendwie passte das (nach mittlerweile insgesamt 45 stunden party) auch dramaturgisch wieder. es war jedoch kein kickdrum-mit-white-noise-gewitter, sondern eher reserviert und stellenweise akzente setzend. f\u00fcr mich und die wieder proppenvolle tanzfl\u00e4che war das schl\u00fcssig, aber dennoch wieder einmal von marcel dettmann \u00fcberstrahlt, der zwischen gef\u00fchlvoll und brettern (ansatzpunkte? &#8222;forklift&#8220; von jb3 im slater-remix und &#8211; endlich! &#8211; &#8222;rotary&#8220; von damon wild) sowie front 242 wechselte. gro\u00dfes tennis, um dem phrasenschwein futter zu geben, und eine probe f\u00fcr die disziplin, da ich mir vorgenommen hatte, um 3h30 aus dem laden raus zu sein. aber auch das klappte, genauso wie der folgende arbeitstag nach erneuten vier stunden schlaf dank doppel-espresso auch ertr\u00e4glich war.<\/p>\n<p>ganz lange vorrede, ganz kurzer sinn: war wahnsinnig gut. trotz erwartbarer f\u00fclle und gro\u00dfer touri-dichte war das die feierh\u00f6lle, die ich wirklich ungerne verlassen habe. schlimmer noch: dieser ausnahmezustand legt die messlatte f\u00fcr normale klubn\u00e4chte mal wieder unversch\u00e4mt hoch. djs (insbesondere luke slater und marcel dettmann, die meine pers\u00f6nlichen h\u00f6hepunkte waren), club, personal und auch die g\u00e4ste zeigten sich echt von ihrer besten seite und ich kann jeden nur beneiden, der zeitlich mehr von dieser kombination mitbekommen konnte. wird schwierig, das zu wiederholen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>war doch klar, oder? f\u00fcr die rundumversorgung hat nicht nur das lab.oratory ge\u00f6ffnet, sondern auch der wriezener bahnhof dahinter, in dem man sich bis zum 2. januar 2014 abends um 22 uhr kulinarisch st\u00e4rken kann. ansonsten sieht der plan so aus: silvester 2013\/2014 berghain 01.01.2014 01:00 kobosil 04:00 joel mull 08:00 norman nodge 12:00 fiedel&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3136"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3156,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3136\/revisions\/3156"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}