{"id":3151,"date":"2014-01-16T23:56:58","date_gmt":"2014-01-16T22:56:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3151"},"modified":"2014-02-04T21:03:05","modified_gmt":"2014-02-04T20:03:05","slug":"berlin-18-01-2014-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/01\/16\/berlin-18-01-2014-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 18.01.2014] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>gute gr\u00fcnde, den besuchs-rhythmus auf einmal auf zwei wochen zu verk\u00fcrzen? eher ist es eine ausnahme, aber dennoch: ben sims habe ich irgendwann 2001 im alten tresor mal geh\u00f6rt. dort brach er sein set ab, weil die monitorbox hin\u00fcber war (machte aber im globus weiter, unten \u00fcbernahm liquid sky &#8211; soviel wei\u00df ich noch). ich m\u00f6chte einfach mal wieder staunen, wie jemand mit drei decks arbeitet. musikalische erleuchtungsmomente erwarte ich mir da nicht. mix mup hat ja letztens mit der ep auf hinge finger auf sich aufmerksam gemacht, und mit even tuell ist auch ein vertreter von workshop zu gast, der vielleicht auch mal ein paar minuten zeit wert w\u00e4re. nd_baumecker und gerd janson sind jeweils eine sichere bank, noch dazu habe ich montag frei.<br \/>\nplan: fr\u00fch da sein, sonntag mittag gehen, regenerieren \/ st\u00e4rken, wiederkommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00: fiedel<br \/>\n04h00: tripeo <em>live<\/em><br \/>\n05h00: ben sims<br \/>\n10h00: dino sabatini<br \/>\n13h00: unbalance<br \/>\n16h00: marcel fengler<br \/>\n21h00: jerome sydenham<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00: nd_baumecker<br \/>\n04h00: rroxymore <em>live<\/em><br \/>\n05h00: julietta<br \/>\n08h00: mano le tough<br \/>\n11h00: mix mup<br \/>\n14h00: sidney &amp; suleiman<br \/>\n18h00: even tuell<br \/>\n21h00: norman nodge<br \/>\n24h00: gerd janson<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n15 euro<\/p>\n<p><u>nachbetrachtung<\/u><\/p>\n<p>verkehrte welt oder vielleicht auch nur ein abend \/ morgen \/ mittag \/ wieder abend \/ wieder morgen, der einfach nur etwas anders war.<br \/>\n1h30-10h30 und 23h00-8h00 &#8211; zusammengerechnet also 18 stunden, und zur zweiten schicht musste ich mich tats\u00e4chlich aufraffen, weil die schlafpause k\u00fcrzer ausfiel als erhofft. zu dem zeitpunkt wusste ich auch noch nicht, dass jerome sydenham den schluss unten macht. es brauchte dann auch bis 2 uhr, ehe ich wieder feuer gefangen hatte, dann aber so richtig.<\/p>\n<p>aber der reihe nach. was den besuch in einem anderen licht erscheinen lie\u00df, war die tatsache, dass ich von den 18 stunden vielleicht insgesamt drei unten im berghain und sonst nur in der panorama bar war. wirklich \u00fcberzeugt hat mich im berghain nur tripeo, bei dem sich mal wieder zeigte, dass es sich durchaus lohnen kann, unvorbereitet positiv \u00fcberrascht zu werden. klar, melodisch, aber nicht im trance-sinne, sondern eher von den sequenzen her. passte meiner meinung nach bestens dorthin. wird zwar nicht dazu f\u00fchren, dass ich die platten allesamt nachkaufen werde, aber zumindest werde ich ein ohr auf die neuen haben.<br \/>\nsonst sorgte nd_baumecker oben f\u00fcr ein wie immer abwechslungsreiches warm-up mit rotem faden, in dem auch breakbeats mit 303-anteil ihren platz fanden. rroxymore war mir im direkten vergleich zu tripeo zu trocken. an sich war dies juliettas set auch, aber sie brachte etwas mit, das ben sims unten komischerweise fehlte: treibende kickdrums. technisch war herr sims ohne frage tadellos: permanent zwei tracks synchron gehalten, dabei den dritten eingepitcht und obendrein nicht mal die anlage \u00fcbersteuert &#8211; dar\u00fcber konnte ich schon staunen. aber von den tracks blieb mir nicht viel in erinnerung. &#8222;rubber crash&#8220; von l-vis 1990, gefolgt von steve rachmads &#8222;tir na nog&#8220; und auch &#8222;class action&#8220; von luke slater zum schluss bspw., jedoch blieb sonst der eindruck, dass so richtig treibende momente fehlen bzw. die funktion one im bassbereich unterfordert ist. dennoch sch\u00f6n, ihm bei der arbeit zuzusehen.<br \/>\ndino sabatini legte direkt nach dem set eine vollbremsung hin. kann man von der klanglichen \u00e4sthetik ein wenig mit silent servant vergleichen und die industrial-angelehnten soundscapes waren auch hier nicht meins. innerhalb einer halben stunde hatte er jedoch wieder fahrt aufgenommen, so dass der ersteindruck etwas relativiert war, aber die pause ging f\u00fcr mich auf jeden fall vor. da half es auch nicht, dass mano le tough oben sch\u00f6n abwechslungsreich, dabei etwas hittig, aber nicht oberfl\u00e4chlich spielte. war auch nicht so funktional wie juliettas set zuvor, sondern \u00e4hnlich abwechslungsreich wie nd, dabei jedoch in sich stimmig. gefiel mir jedenfalls.<\/p>\n<p>nach meiner r\u00fcckkehr habe ich norman nodge nur kurz mitbekommen. &#8222;moving like a train&#8220; von herbert im smith-n-hack-remix &#8211; immer wieder gern geh\u00f6rt. dennoch hatte ich das gef\u00fchl, dass ihm die spielwiese im berghain mehr liegt.<br \/>\ndort machte jerome sydenham einen durchaus soliden eindruck, jedoch beim besten willen nicht mehr. das mixing war eher auf sicherheit bedacht und stellenweise auch zum kaschieren von fehlern, aber da habe ich als live-verr\u00e4ter eh nichts mehr zu melden. w\u00fcrde ich wahrscheinlich nicht mehr besser hinbekommen. vom sound her war&#8217;s der zeit angemessen, eine alte function auf sandwell district ist noch im hinterkopf.<br \/>\ngerd janson brauchte so seine zwei stunden, ehe er sich warmgespielt und mich \u00fcberzeugt hatte, dann aber so richtig. hatte ich mich zuvor noch gefragt, wie ich das durchstehen sollte, halfen sein set und die erste club mate des wochenendes dabei, dass die restlichen stunden bis zum ende mit &#8222;gypsy woman&#8220; von crystal waters gegen 8 uhr, wo das graue tageslicht die panorama bar mit erleuchtete, so richtig schnell vergingen. dazwischen lagen einige perlen wie &#8222;astral dreams&#8220; von laurent garnier, &#8222;spastik&#8220; von herrn hawtin, aber auch (besonderer grund zur freude) &#8222;i can people know&#8220; von arj snoek. kurz vor schluss noch ein basic-channel-intermezzo (&#8222;new day&#8220; auf main street und &#8222;phylyps trak 2&#8220;), so dass ich sch\u00f6n zufrieden \u00fcber die langsam gefrierenden gehwege nach hause gehen konnte.<\/p>\n<p>war also ein ungewohnt von der panorama bar gepr\u00e4gter besuch, was aber insofern gut war, als dass die dortige atmosph\u00e4re mich gerade in den letzten stunden davon \u00fcberzeugen konnte, dass ich mich nicht zwingend unten herumtreiben muss, wenn es oben gerade gut passt. zwar w\u00fcrde ich nicht gezielt extra freitags nur wegen der panorama bar hingehen (es ist f\u00fcr mich immer noch besser, das berghain als notl\u00f6sung ein paar treppenstufen entfernt zu wissen), aber sch\u00f6n ist, dass die euphorie-momente sich auf beiden ebenen nicht viel nehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>gute gr\u00fcnde, den besuchs-rhythmus auf einmal auf zwei wochen zu verk\u00fcrzen? eher ist es eine ausnahme, aber dennoch: ben sims habe ich irgendwann 2001 im alten tresor mal geh\u00f6rt. dort brach er sein set ab, weil die monitorbox hin\u00fcber war (machte aber im globus weiter, unten \u00fcbernahm liquid sky &#8211; 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