{"id":3207,"date":"2014-03-11T23:15:01","date_gmt":"2014-03-11T22:15:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3207"},"modified":"2014-03-11T23:18:07","modified_gmt":"2014-03-11T22:18:07","slug":"quo-vadis-debug","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/03\/11\/quo-vadis-debug\/","title":{"rendered":"quo vadis, de:bug?"},"content":{"rendered":"<p>im laufe des tages hat es sich ja bereits verbreitet, dass auch die einst aus den ruinen der frontpage entstandene de:bug als printausgabe mit der n\u00e4chsten nummer wohl der vergangenheit angeh\u00f6ren wird. wer es noch nicht gelesen oder sonst irgendwo aufgeschnappt hat: <a href=\"http:\/\/de-bug.de\/blog\/archives\/4333\">hier<\/a> ihre erkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>nat\u00fcrlich l\u00e4dt das nicht zu luftspr\u00fcngen vor lauter jubel ein. gerade im vergleich zur doch eher am konsens orientierten groove war ihnen der gesamte technisch-philosophische unterbau eine herzensangelegenheit. das muss nicht jedermanns sache gewesen sein (zum beispiel meine), aber der gr\u00f6\u00dfere musikalische radius hat das immer wieder aufgewogen.<br \/>\nin letzter zeit &#8211; und damit wohl mit ein grund, weshalb die de:bug das n\u00e4chste opfer der gro\u00dfen printmisere ist &#8211; bestand die verbindung zwischen de:bug und mir aus der j\u00e4hrlichen \u00fcberweisung f\u00fcr das abonnement und dem herausfischen aus dem briefkasten. die ausgaben liegen hier stellenweise unber\u00fchrt in ihrer durchsichtigen folie und in meiner internen liste an zu erledigenden dingen. auch mit selbstgew\u00e4hltem facebook-boykott und gelegentlichem twitter-schm\u00f6kern: informationen erreichen mich trotzdem prim\u00e4r \u00fcber das netz. residentadvisor z\u00e4hlt zu den seiten, die den neuesten szenetratsch mit selbstgenerierten inhalten (podcast, exchange, real scenes) und einem international bis dato sch\u00f6n zu nutzenden partykalender garnieren. foren haben ihre h\u00f6hepunkte zwar hinter sich, aber auch da kommt es darauf an, was man sich so ausw\u00e4hlt. substanzielles l\u00e4sst sich auch dort noch finden.<br \/>\ndas alles zusammengenommen ergibt aber ein dilemma: warum noch die information per print, wenn man alles zuvor aus dem netz haben konnte?<\/p>\n<p>die de:bug hat das schon fr\u00fch erkannt und ihre vergangenen ausgaben sowie die features recht zeitnah ins netz gestellt und somit ihren eigenen anspruch mit den elektronischen lebensaspekten auch konsequent umgesetzt. mit ein grund, weshalb ich das abonnement beibehalten habe: in dem wissen, dass die ver\u00f6ffentlichungen im netz zwar schnell geschehen und obendrein noch mehr leute in k\u00fcrzerer zeit erreichen k\u00f6nnen, dabei aber eben kostenlos bleiben, sollte die arbeit der leidenschaftlichen nerds wenigstens durch meinen kleinen teil gesichert bleiben. es blieb aber so oder so ein tropfen auf dem hei\u00dfen stein. wenn es schon in b\u00fcrgerlichen printmedien schwierig ist, als redakteur dort \u00fcberhaupt so weit zu kommen, dass es f\u00fcr den lebensunterhalt reicht, ist das f\u00fcr musikjournalisten noch einmal etwas prek\u00e4rer, so dass es ohne andere einnahmequelle einfach nicht geht.<br \/>\n(randnotiz f\u00fcr diejenigen, die sich anhand meiner w\u00e4hrend des studiums ge\u00e4u\u00dferten ambitionen f\u00fcr den journalismus gefragt haben, was daraus eigentlich noch werden soll: warum denn noch, wenn es in szene-zeitschriften nur noch um ruhm und ehre geht und man andernorts schon gewaltig die ellenbogen ausfahren muss, damit es f\u00fcr ein paar euro zeilengeld reicht? das war mit der grund, diese veranstaltung hier ins leben zu rufen.)<\/p>\n<p>insofern: nat\u00fcrlich schade, dass die kiosklandschaft um eine zeitschrift \u00e4rmer wird, die trends zwar wahrnahm und auch spiegelte, aber dabei auch immer eigene nuancen hinzuf\u00fcgte. doch warum eigentlich das pr\u00e4teritum? das wirklich letzte wort scheint ja laut des oben verlinkten postings nicht gesprochen. ich mache mir zwar keine illusionen, dass es noch mehr printausgaben als die n\u00e4chste geben wird, hoffe jedoch sehr darauf, dass die gute arbeit im netz fortgesetzt wird. und ja, ich w\u00fcrde auch f\u00fcr ein pdf-abo zahlen &#8211; gerne auch als app f\u00fcr das ipad.<br \/>\nmeinen abo-beitrag f\u00fcr das laufende jahr k\u00f6nnt ihr \u00fcbrigens behalten &#8211; macht was draus, und sei es f\u00fcr ein paar feuchtfr\u00f6hliche stunden in der redaktion.<\/p>\n<p>danke jedenfalls f\u00fcr die letzten gut 15 jahre.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>im laufe des tages hat es sich ja bereits verbreitet, dass auch die einst aus den ruinen der frontpage entstandene de:bug als printausgabe mit der n\u00e4chsten nummer wohl der vergangenheit angeh\u00f6ren wird. wer es noch nicht gelesen oder sonst irgendwo aufgeschnappt hat: hier ihre erkl\u00e4rung. nat\u00fcrlich l\u00e4dt das nicht zu luftspr\u00fcngen vor lauter jubel ein.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[2,10],"tags":[],"class_list":["post-3207","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-musik","category-wissenswertes"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3207","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3207"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3207\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3210,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3207\/revisions\/3210"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3207"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3207"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3207"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}