{"id":3265,"date":"2014-03-28T14:01:23","date_gmt":"2014-03-28T13:01:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3265"},"modified":"2014-04-01T19:24:44","modified_gmt":"2014-04-01T17:24:44","slug":"amsterdam-29-03-2014-trouw-imprint","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/03\/28\/amsterdam-29-03-2014-trouw-imprint\/","title":{"rendered":"[amsterdam \/ 29.03.2014] trouw: imprint"},"content":{"rendered":"<p>drittes und vor\u00fcbergehend letztes kapitel ausw\u00e4rtiger eskapaden, bevor es montag wieder in die vertraute heimat geht. da geh\u00f6rt ein besuch in dem club, der als aush\u00e4ngeschild amsterdams international bekannt und zudem nur noch bis ende des jahres ge\u00f6ffnet ist, schon zum pflichtprogramm.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.trouwamsterdam.nl\/\">imprint<\/a><br \/>\nsandrien<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n23 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n15 euro<br \/>\nvor mitternacht: 8 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>einstieg mit (schlechtem) wortwitz, der das fazit vorwegnimmt: zum trouw sag ich &#8222;wow&#8220;!<\/p>\n<p>das bild unten zeigt die frontaufnahme des eingangs um 23 uhr, und der schein tr\u00fcgt nicht: die schlange war um diese zeit bereits ansehnlich. wo man die clubg\u00e4nger in berlin mit g\u00fcnstigerem eintritt vor einer gewissen uhrzeit nicht hinter dem ofen vorlocken kann, scheint das in amsterdam zu funktionieren.<br \/>\nan die gitter vor dem berghain f\u00fchlt man sich sofort erinnert. schlangenlinien f\u00fchren zu den t\u00fcrstehern, es gibt sogar noch eine zweite, kleinere f\u00fcr die g\u00e4steliste. 40 minuten habe ich gewartet, und das geht bei zusammengerechneten 100m schon klar. sie haben auch eine t\u00fcrpolitik, l\u00e4ngst nicht so hart wie die beim berghain, aber es wurde bspw. eine f\u00fcnf- (oder war&#8217;s eine sechs-)k\u00f6pfige gruppe junger m\u00e4nner mit stilaccessoires wie umgedrehtes basecap und ordentlich gel in den haaren weggeschickt. auch hier wieder parallelen zu bekannten bildern (\u00fcberhaupt gibt es derer recht viele): der verzweifelte versuch, mit dem t\u00fcrsteher zu verhandeln. zwei male. ein augenblick, in dem ich mir w\u00fcnschte, dass meine holl\u00e4ndischkenntnisse doch etwas \u00fcber &#8222;hallo \/ wiedersehen \/ bitte \/ danke&#8220; hinausgegangen w\u00e4ren.<br \/>\nden bodycheck (n\u00e4chste parallele) gibt es unmittelbar hinter der t\u00fcr. fast wie am flughafen: alle taschen entleeren, danach abtasten, geht aber auch z\u00fcgig. dann die treppe runter und den eintritt bezahlen, und an der stelle fange ich mit den kritikpunkten an:<\/p>\n<ul>\n<li>man bezahlt den eintritt, bekommt aber keinen stempel. hei\u00dft im umkehrschluss, dass man den club nicht zwischendurch verlassen kann, um sp\u00e4ter wiederzukommen. da das trouw der erste club amsterdams ist, der eine 24-stunden-lizenz bekommen hat, k\u00f6nnte das einige schmerzen, andererseits nehmen die parties da bei weitem noch nicht die zeitlichen ausma\u00dfe des berghains an. gegen 8 uhr war an dem sonntag schluss.<\/li>\n<li>an der wand hinter der kasse h\u00e4ngt ein plakat mit der bitte, keine fotos zu machen. dies ging vor kurzem durch die clubaffine medienwelt und grunds\u00e4tzlich finde ich solche entscheidungen mittlerweile grundsympathisch. leider kontrolliert das nur niemand vom personal, so dass dann doch einige ungeniert ihren freundeskreis mit dem smartphone-blitz fotografieren &#8211; egal wo: mitten auf der tanzfl\u00e4che, vor der bar. w\u00fcnschenswert w\u00e4re hier zweierlei: die entscheidung h\u00e4tte bereits bei der er\u00f6ffnung getroffen werden k\u00f6nnen, so dass die leute sich nicht an das muntere knipsen gewohnt h\u00e4tten und die leute beim bodycheck k\u00f6nnten \/ sollten eine klare ansage machen, dass fotos \/ videos nicht erw\u00fcnscht sind.<\/li>\n<li>die projektionen auf vier verschiedene durchsichtige leinw\u00e4nde, nebel, ordentliche stroboskope, scanner und nicht zuletzt die neonr\u00f6hren in der mitte: alles klasse, aber gerade der strobo und die bunten neonr\u00f6hren wurden an dem abend irgendwie zu wenig genutzt. grunds\u00e4tzlich ist das licht jedoch vollkommen dem club angemessen. ebenso wie die&#8230;<\/li>\n<li>funktion-one-anlage. klingt im vorderen bereich klasse. sobald man jedoch im bereich des lichtmanns (also quasi an der bar) ist, dreht man sich unweigerlich in richtung dj, weil ausschlie\u00dflich von vorne beschallt wird. an der r\u00fcckseite der tanzfl\u00e4che sind keine boxen montiert, das w\u00fcrde (eher spekulatives denn fachliches wissen von raumakustik) noch mehr dazu beitragen, dass man sich im klang verliert.<\/li>\n<\/ul>\n<p>all das ist jedoch klagen auf verdammt hohem niveau. nach dem ersten rundgang (also nach den ersten zehn minuten) hatte ich das gef\u00fchl, hier richtig zu sein. im unteren &#8222;verdieping&#8220; (hei\u00dft &#8222;stockwerk&#8220;) wird bezahlt, die garderobe abgegeben, auf den couches geplaudert, am essensstand backwaren gekauft und wenn einen ein allzu menschliches bed\u00fcrfnis plagt, sind auch gleich die toiletten da.<br \/>\nan manchen wochenenden ist &#8222;de verdieping&#8220; als zweiter floor auch noch ge\u00f6ffnet, war an diesem samstag leider nicht der fall. sonst finden dort auch ausstellungen statt. hat damit einen eher tempor\u00e4ren charakter, zumal das setup f\u00fcr die parties im untergeschoss immer wieder neu aufgebaut wird.<br \/>\nder &#8222;club lebowski&#8220; setzt dem untergeschoss noch die krone auf: dort gibt&#8217;s tats\u00e4chlich drei bowlingbahnen, f\u00fcr die man sich bowlingschuhe anziehen kann, und ein kicker steht auch da. war gegen 2 uhr aber auch leider schon geschlossen.<br \/>\ndas eigentliche trouw liegt ein stockwerk h\u00f6her im erdgeschoss, wo seinerzeit drei niederl\u00e4ndische tageszeitungen (u.a. eben die namensgebende &#8222;trouw&#8220;) gedruckt worden sind. und da kommt man erstmal ins staunen: an sich ist es ein riesiger langgezogener und gar nicht mal so breiter raum mit hohen decken. das restaurant mit h\u00e4ngenden g\u00e4rten im hinterteil, und von dort aus kommt man direkt auch in richtung club &#8211; entweder von oben \u00fcber die treppen oder ebenerdig.<br \/>\ndie tanzfl\u00e4che befindet sich direkt am hinteren, dunkleren ende. zun\u00e4chst fand ich den aufbau seltsam: tanzfl\u00e4che, bassboxen \u00fcber fast die gesamte breite, dahinter das nicht erh\u00f6hte dj-pult, nochmal dahinter eine b\u00fchne. nahm zun\u00e4chst an, dass die nur den freunden des hauses vorbehalten w\u00e4re, aber das stellte sich schnell als irrglaube heraus &#8211; jeder, der wollte, konnte da hoch. machten auch so einige, inklusive mir, da das der beste platz zum decksharken ist.<\/p>\n<p>damit zu sandrien, die &#8211; kann man nicht anders sagen &#8211; einen tadellosen job machte und ihre acht stunden sichtlich auskostete. hatte ich zum anfang der woche im rush hour noch am rande aufgeschnappt, dass amsterdam eine house-stadt sei, war das eine option unter vielen. wenn es zur sache gehen konnte, dann mit richtig sch\u00f6n treibendem techno (kaum etwas erkannt, &#8222;control&#8220; von truncate war darunter, aber das lief bereits vor zwei uhr). sonst mit der wichtigsten zutat, die ein set mit \u00fcberl\u00e4nge so haben sollte: spannungsb\u00f6gen. wenn ich dabei dachte, dass die gem\u00fcter nun gen\u00fcgend abgek\u00fchlt w\u00e4ren, so dass sie wieder einen gang h\u00f6her schalten k\u00f6nnte, ging es auch wieder fordernder voran. hat vor einigen monaten im berghain gespielt, wunderte mich nach der leistung auch nicht.<\/p>\n<p>einzig und allein meine kondition lie\u00df an dem abend nicht viel zu. nachdem eine klassische touristen-woche mit exkursionen nach den haag (dienstag) sowie rotterdam (mittwoch \/ donnerstag) hinter mir lag, an denen ich t\u00e4glich (von montag bis inklusive samstag) im schnitt zehn kilometer zu fu\u00df absolvierte, f\u00fchrte das in kombination mit kumuliertem schlafmangel dazu, dass ich entweder auf den treppen im hinteren bereich bei der bar sa\u00df und mir das gro\u00dfe ganze von dort aus anschaute oder eben neben der b\u00fchne beim dj-pult, wo ich erstaunt war, dass ein tontechniker permanent daneben sa\u00df und die anlage gegebenenfalls feinjustierte. ein st\u00fcck heimat gab es mit fritz-kola und club mate (&#8222;nur&#8220; die kleinen flaschen, aber immerhin) obendrauf, so dass wenigstens der kopf halbwegs bei der sache war.<\/p>\n<p>was bleibt? der eindruck von einem club, der f\u00fcr meine begriffe endlich in einer liga mit dem berghain spielt, dadurch nat\u00fcrlich eine gewisse hipster-quote mit sich bringt, aber dennoch gibt das publikum gas. all das hat mich insgesamt (so wie amsterdam an sich) schwer beeindruckt, so dass ich vor der schlie\u00dfung ende des jahres unbedingt noch einmal ins trouw m\u00f6chte &#8211; wenigstens ein mal, wenn nicht sogar \u00f6fter.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=3272\" rel=\"attachment wp-att-3272\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"trouwqueue20140329\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/03\/trouwqueue20140329.jpg\" width=\"1280\" height=\"960\" data-id=\"3272\" \/><\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>drittes und vor\u00fcbergehend letztes kapitel ausw\u00e4rtiger eskapaden, bevor es montag wieder in die vertraute heimat geht. da geh\u00f6rt ein besuch in dem club, der als aush\u00e4ngeschild amsterdams international bekannt und zudem nur noch bis ende des jahres ge\u00f6ffnet ist, schon zum pflichtprogramm. imprint sandrien start 23 uhr eintritt 15 euro vor mitternacht: 8 euro nachbetrachtung&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3265","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3265","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3265"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3265\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3274,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3265\/revisions\/3274"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3265"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3265"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3265"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}