{"id":3354,"date":"2014-06-13T20:28:37","date_gmt":"2014-06-13T18:28:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3354"},"modified":"2014-06-18T13:34:51","modified_gmt":"2014-06-18T11:34:51","slug":"berlin-13-06-2014-suicide-sechs-jahre-killekill","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/06\/13\/berlin-13-06-2014-suicide-sechs-jahre-killekill\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 13.06.2014] suicide: sechs jahre killekill"},"content":{"rendered":"<p>da schaue ich mal rum.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=3355\" rel=\"attachment wp-att-3355\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3355\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/killekillsix20140613.jpg\" alt=\"killekillsix20140613\" width=\"898\" height=\"1264\" data-id=\"3355\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/killekillsix20140613.jpg 898w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/killekillsix20140613-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/killekillsix20140613-727x1024.jpg 727w\" sizes=\"auto, (max-width: 898px) 100vw, 898px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">line-up<\/span><br \/>\nhard ton <em>live<\/em><br \/>\nsnuff crew <em>live<\/em><br \/>\ndj spider<br \/>\nfrank bean<br \/>\nhanno hinkelbein<br \/>\ndj flush<br \/>\nsebastian k\u00f6kow<br \/>\nmareen<br \/>\nthe 29novfilms <em>visuals<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n24 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nwird weniger eine nachbetrachtung, eher eine n\u00fcchterne analyse des status quo. aber erstmal das wesentliche.<\/p>\n<p>anwesend: von 22h30 bis 5h30, mehr ging nach der arbeitswoche wirklich nicht.<br \/>\nmitbekommen: sebastian k\u00f6kow (die ersten drei stunden bis hard ton drau\u00dfen, solide), frank bean (ab 1h30, drinnen, wurde also mal umgekehrt verfahren als \u00fcblich, indem die leute erst in den garten kamen und der club erst danach \u00f6ffnete &#8211; davon abgesehen war er f\u00fcr mich der h\u00f6hepunkt. viel detroit, electro kam auch nicht zu kurz &#8211; er bleibt eben massiv untersch\u00e4tzt.), hard ton (drau\u00dfen, ab 3, wie in der berghain-kantine letztes jahr stimmlich und showtechnisch absolut \u00fcberzeugend), snuff crew (wesentlich fordernder als das letzte mal im berghain, steht ihnen gut).<br \/>\nf\u00fcllgrad: so zwei drittel bis drei viertel, fand ich ja ganz angenehm so, ist aber aus veranstaltersicht wieder eine andere geschichte, womit ich den \u00fcbergang zum eigentlichen thema h\u00e4tte.<\/p>\n<p>es ist einigen nicht entgangen, dass ich in den letzten gut 11 monaten nicht mehr unter der killekill-flagge gespielt habe. angefragt war zwischendurch einmal der 3. m\u00e4rz im so 36, aber da kam bekannterweise die individuelle l\u00e4rmempfindlichkeit dazwischen.<br \/>\ndavon abgesehen war der 31. juli letzten jahres in der berghain-kantine das letzte mal, und das war aus meiner sicht zumindest publikumstechnisch entt\u00e4uschend. im suicide selbst hatte ich mitte m\u00e4rz 2013 das letzte mal das vergn\u00fcgen, was zum siebeneinhalbstunden-set drau\u00dfen in der holzh\u00fctte f\u00fchrte. der garten wurde zwischenzeitlich von amts wegen geschlossen, aber an sich kann ich mich nicht daran erinnern, den suicide mit einer leeren tanzfl\u00e4che hinterlassen zu haben. daher konnte ich mir die funkstille nicht erkl\u00e4ren, die in puncto anfragen herrschte.<br \/>\nzugegeben: meine pr\u00e4senz auf killekill-parties oder im b\u00fcro hat aufgrund dieser tatsache gelitten. hinzu kommt ein aktuell eh sehr fordernder vollzeitjob, der f\u00fcr ein ausgeglichenes konto und somit f\u00fcr den luxus sorgt, dass ich das djing nach wie vor als hobby begreife (was sich auch nicht \u00e4ndern wird). musikalischer mehrwert ist also f\u00fcr mich wichtiger als nur nach dem aktuell angesagten gusto und obendrein immer nur das gleiche zu spielen, auch wenn das wie im about blank im mai auch mal sch\u00f6n danebengehen kann. durch den schwerpunkt auf dem hobby-aspekt geht mir auch jeglicher drang ab, mich vermarkten zu wollen. das bedeutet: keine facebook-postings am laufenden band, somit kein hundertfaches &#8222;mir gef\u00e4llt dieses und jenes&#8220; und nicht alle zwei, drei wochen ein neues set, das nach aufmerksamkeit geifert. bei killekill hatte ich auch lange zeit den eindruck, als w\u00fcrde der fokus auf dem inhalt liegen und war entsprechend gl\u00fccklich dar\u00fcber, hin und wieder mit einem sch\u00f6nen ma\u00df an narrenfreiheit machen zu k\u00f6nnen, was mir so liegt. und trotz einiger experimente und einzelnem unverst\u00e4ndnis beim publikum hat das im suicide bislang erstaunlich gut geklappt.<br \/>\nda sich mein konterfei trotz allem immer noch auf der killekill-seite bei den artists befindet, gab es f\u00fcr mich also kl\u00e4rungsbedarf. zu einem wirklichen ergebnis ist es zwar auch dadurch nicht gekommen, wohl aber gibt es \u00fcber so manches mehr klarheit, was eben zu dieser analyse f\u00fchrt.<br \/>\nwer die freitage und samstage im suicide gegen\u00fcberstellt, kommt schnell dahinter, dass der techno- und dabei wohl besonders der killekill-freitag aus dem standard-techhouse-korsett ausbricht. leider bringen die samstage durch die gut etablierten namen und ebenso etabliertem (aber leider stereotypem) stil einiges mehr an profit, da genau dies beim laufpublikum an der warschauer br\u00fccke oder denen, die im reisef\u00fchrer davon geh\u00f6rt haben, auf viel gegenliebe st\u00f6\u00dft. die leute bleiben l\u00e4nger, trinken mehr, der chef ist zufrieden.<br \/>\ndagegen der killekill-freitag, der sich durch ein gewisses mut zum risiko auszeichnete, sich aber nun vorw\u00fcrfe beim vergleich zu\u00a0den samstagen gefallen lassen muss, wenn die leute aufgrund vermeintlich zu anstrengender musik ab 6 uhr fr\u00fch den heimweg antreten. von betreiberseite her werden nur die reinen besucherzahlen und der barumsatz gewertet &#8211; das musikalische ist dabei absolut nebens\u00e4chlich. es wird also schwieriger, ambitionierte leute mit kleinerem namen f\u00fcr das line-up zu verkaufen. dies erfordert\u00a0mittlerweile ein gutes ma\u00df an \u00fcberzeugungsarbeit und f\u00fchrt als konsequenz dazu, dass diejenigen gefragt werden, die eh bereits gut vernetzt sind und deren g\u00e4steliste wenigstens 30 leute mehr verspricht (alienata ist da ein beispiel, sebastian k\u00f6kow das andere). leute wie axiom, frank bean oder eben ich haben hierbei das nachsehen, da wir aus sicht von dj flush eben ein risiko darstellen. wenn&#8217;s gut l\u00e4uft, kr\u00e4ht niemand danach, aber wenn nicht, wird es auf ihn zur\u00fcckgef\u00fchrt. der mut zu experimenten schwindet also zugunsten der kompromisskandidaten.<\/p>\n<p>besonders gl\u00fccklich macht flush\u00a0diese situation nicht, das glaube ich sogar. ich verstehe auch, dass andere, besser vernetzte vollzeit-szene-aktivisten eher gefragt werden &#8211; alles kein problem. was ich an killekill jedoch zu sch\u00e4tzen gelernt habe, war die experimentierfreude, die sich an diversen mittwochabenden in der berghain-kantine zwar selten richtig auszahlte, aber der reihe einen guten r\u00fcckhalt sichern konnte. das label schl\u00e4gt auch gerne in die gleiche kerbe, aber mit der eben geschilderten diskrepanz im verh\u00e4ltnis zwischen der suicide-chefetage ohne jegliches verst\u00e4ndnis f\u00fcr musikalische abenteuer und dj flush, der ein breites interesse mitbringt und den freitag im suicide betreut, wird der club-aspekt der reihe zwangsweise in eine richtung gef\u00fchrt, die ich nicht sonderlich gut finde. auf sicherheit bedachte bookings und somit austauschbare sets gibt es in dieser stadt zuhauf, da st\u00fcnde es einem recht prominent platzierten laden wie dem suicide ganz gut zu gesicht, inmitten des auf massenam\u00fcsement ausgelegten raw-gel\u00e4ndes einen akzent zu setzen. andererseits scheinen die finanzen da mittlerweile in dem ma\u00df zu regieren, dass man inhaltliche anspr\u00fcche gerne weiter hinten anstellt (das mikz ist das andere traurige beispiel). klar ist es toll, bez\u00fcglich des areals die nachricht zu h\u00f6ren, dass die bezirksverordnetenversammlung von fhain-xberg f\u00fcr dessen bestandsschutz gestimmt hat, aber am ende w\u00e4re auch der bau von townhouses auf das gleiche hinausgelaufen: ein besitzer sichert sich das filetst\u00fcck und vermietet m\u00f6glichst teuer. dies ist bereits aktuell der fall, was die clubs auf dem gel\u00e4nde in die zwangslage versetzt, m\u00f6glichst profitabel zu wirtschaften &#8211; mit bekannten konsequenzen.<br \/>\nnat\u00fcrlich w\u00fcnsche ich killekill alles gute zum sechsten. aber da in der situation keiner so wirklich gl\u00fccklich werden kann, w\u00e4re es nur konsequent, sich andere, meinetwegen kleinere orte zu suchen, wo der inhalt am ende mehr z\u00e4hlt als prall gef\u00fcllte kassen. aber gut, vielleicht bin ich auch etwas zu naiv-optimistisch, wenn ich annehme, dass die stammkundschaft einen ortswechsel ohne weiteres mitmacht. dennoch f\u00e4nde ich es besser, wenn bis zum siebenten geburtstag etwas passiert. meine lust darauf, wieder etwas regelm\u00e4\u00dfiger in den suicide zu gehen, ist mir jedenfalls vergangen, das wird mich aber dennoch nicht davon abhalten, am 11. juli dort das comeback zu feiern (wenn man mich nach diesen zeilen noch l\u00e4sst).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>da schaue ich mal rum. line-up hard ton live snuff crew live dj spider frank bean hanno hinkelbein dj flush sebastian k\u00f6kow mareen the 29novfilms visuals start 24 uhr eintritt 10 euro nachbetrachtung wird weniger eine nachbetrachtung, eher eine n\u00fcchterne analyse des status quo. aber erstmal das wesentliche. anwesend: von 22h30 bis 5h30, mehr ging&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3354","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3354"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3359,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3354\/revisions\/3359"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3354"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3354"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3354"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}