{"id":3363,"date":"2014-06-26T00:10:40","date_gmt":"2014-06-25T22:10:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3363"},"modified":"2015-10-28T16:49:47","modified_gmt":"2015-10-28T15:49:47","slug":"laerz-26-30-06-2014-fusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/06\/26\/laerz-26-30-06-2014-fusion\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 26.-30.06.2014] fusion"},"content":{"rendered":"<p>ich bin dann ab morgen mal f\u00fcr ein paar tage weg. der ausschnitt unten deutet meine ticket-option an, die das angenehme mit dem n\u00fctzlichen verbindet: bei verlosung und ticketbingo leer ausgegangen, aber im mai kam die e-mail, dass noch arbeitsamt-schichten vergeben werden k\u00f6nnen. ein paar e-mails und wochen sp\u00e4ter (genauer, am 10. juni) hatte ich dann endlich das pdf im postfach. auf der fusion wollte ich eh in den letzten jahren gerne mal arbeiten, nun erm\u00f6glicht mir das den zutritt und die ersparnis beim ticketpreis. l\u00e4sst sich schon mal gut an, und das programm ist wieder mit derma\u00dfen viel neuen namen gespickt, dass ich am montag mit dem &#8222;wo ist nur die zeit geblieben&#8220;-gef\u00fchl heimfahren werde.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=3364\" rel=\"attachment wp-att-3364\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3364\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/fusion2014.jpg\" alt=\"fusion2014\" width=\"973\" height=\"390\" data-id=\"3364\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/fusion2014.jpg 973w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/fusion2014-300x120.jpg 300w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/06\/fusion2014-900x360.jpg 900w\" sizes=\"auto, (max-width: 973px) 100vw, 973px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>da seit der 2014er-fusion und der nachlese mittlerweile fast anderthalb jahre vergangen sind (die nachbetrachtung habe ich doch schon am 28. oktober 2015 verfasst), wird es leider nicht so ausf\u00fchrlich wie in den jahren zuvor. muss ja auch nicht immer sein, werde deswegen aber auch nicht damit beginnen, das smartphone st\u00e4ndig f\u00fcr notizen zu z\u00fccken.<\/p>\n<p><strong>was ist denn so alles auf der pro-seite h\u00e4ngengeblieben?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>der gute start mit dem unverhofften upgrade bei sixt, das mir einen audi a1 bescherte. zwar die gr\u00f6\u00dfere variante als f\u00fcnft\u00fcrer, mit der man zu dritt inklusive gep\u00e4ck gut hinkommt, und im gegensatz zum vorjahr mit navi, so dass aufgrund eigener verplantheit keine ungeplanten umwege in kauf genommen werden mussten. zum schlafen taugte das flotte automobil ohne zweifel, aber aus gr\u00fcnden der ger\u00e4umigkeit beschloss ich, k\u00fcnftig die mehrkosten f\u00fcr einen kombi auf mich zu nehmen.<\/li>\n<li>wie entspannt das alles \u00fcber die b\u00fchne ging. man erinnert sich: lange diskussionen um wirklich konsequent durchgesetzte kontrolle der tickets, doppelzaun zur vermeidung unsch\u00f6ner klettergeschichten mit verlust mancher gliedma\u00dfen und dann vor ort noch ein jeton-system. im vergleich zu fr\u00fcher also um einiges mehr an kontrolle, was sich aber aus meiner sicht als gast sehr angenehm bemerkbar gemacht hat. es war zwar allerorten gut gef\u00fcllt, jedoch nicht \u00fcberlaufen. klar zogen die hauptacts wie fettes brot auf der hangarb\u00fchne einiges an leuten an, aber obwohl sie ihren slot mit der angenehmen mischung aus routine und spa\u00df an der freud \u00fcber die b\u00fchne brachten, interessierte mich das nur eher am rande.<br \/>\nvon dem jeton-system bekam man erst etwas mit, als man sich vom family-space auf den weg richtung fu\u00dfg\u00e4ngerbr\u00fccke machte, aber allzu lange warteschlangen habe ich dabei auch nicht mitbekommen. lief fast im wahrsten sinne des wortes gut hand in hand.<\/li>\n<li>wie sch\u00f6n es war, dem festival endlich mal mit arbeitskraft helfen zu k\u00f6nnen, auch wenn meine aufgabe samstag von 10 bis 16 uhr darin bestand, autos an der landstra\u00dfe zu zeigen, welche einfahrt sie nehmen k\u00f6nnen &#8211; also entweder die richtung parkplatz f\u00fcr die botschaft oder gleich richtung festivalgel\u00e4nde, wenn die leute schon ein b\u00e4ndchen hatten. ein nicht unerheblicher teil des verkehrs bestand jedoch aus den artist-shuttles, die man beim sp\u00e4testens dritten durchlauf auch alle kannte. den meisten teil der zeit konnte ich einfach nur am rand herumstehen und warten.<br \/>\ngrunds\u00e4tzlich aber klasse, weil mir dies den kauf des tickets erm\u00f6glicht hatte (und ich obendrein auch noch 40 euro wiederbekam). nicht so klasse, dass ich von denjenigen, die in den genuss der &#8222;ticket gegen arbeit&#8220;-option gekommen waren, zu dem drittel geh\u00f6rte, das sich auch tats\u00e4chlich zum einsatz gemeldet hat, so dass es dies zuk\u00fcnftig so nicht mehr geben wird. stattdessen eben das supporter-system, das in 2015 zwar mit \u00e4hnlichen problemen zu k\u00e4mpfen hatte, jedoch l\u00e4ngst nicht in dem ausma\u00df.<\/li>\n<li>die pfandk\u00e4sten an wichtigen durchgangspunkten, damit die flaschen nicht auf wege oder wiesen geschmissen werden. waren eine tolle erg\u00e4nzung zu den containern am rande der tanzfl\u00e4chen.<\/li>\n<li>das mapping der visuals auf der hangarb\u00fchne. nicht nur bei den acts, sondern gerade bei den umbaupausen mit den sich bewegenden roboteraugen inklusive dazugeh\u00f6riger sounds. dies nur stellvertretend f\u00fcr alles, was (wieder einmal) in puncto dekoration auf die beine gestellt worden ist. beim weidenwald neben dem trancefloor konnte man die tollsten ideen f\u00fcr lagerfeuer sowie skulpturen beobachten. liebe zum detail eben. ach ja, den gabba-floor habe ich noch nicht erw\u00e4hnt: telefonzelle vor dem kino, ein st\u00e4ndig laufender loop bei 180 bpm, drinnen led-strobo und so viele leute wie m\u00f6glich quetschen sich rein. war nur zu viert drin, es haben aber auch acht gleichzeitig versucht.<\/li>\n<li>damit die acts mal abgehakt sind: resom und don williams donnerstag abend auf dem querfeld. beide technoid unterwegs, wobei don seine tresor-sozialisierung sehr hat durchblitzen lassen. rennt bei mir mit sowas aber bekannterma\u00dfen offene t\u00fcren ein.<br \/>\ncristian vogel an gleicher stelle freitag fr\u00fch, der ziemlich viele perlen aus der plattentasche zog (&#8222;r.e.s.p.e.c.t.&#8220; von love inc. bspw., aber auch vieles seiner eigenen \u00e4lteren tresor-sachen). fil auf der hangarb\u00fchne freitag mittag, zwar mit \u00e4hnlichem repertoire wie in den jahren zuvor, aber hebt die stimmung immer noch ungemein.<br \/>\nextrawelt freitag nacht auf der turmb\u00fchne hatten auch was f\u00fcr sich, war aber auch ordentlich voll dort. reeps one im chai wallah habe ich leider nur zum schluss mitbekommen, aber der z\u00e4hlt zu der &#8222;den sollte man auf dem zettel haben&#8220;-fraktion &#8211; beatboxing vom feinsten.<br \/>\ndann noch die performance von cie pipototal samstag abend an der casbah und anschlie\u00dfend pinch als absoluter held auf dem querfeld. auch wenn es da schon ordentlich regnete, war das so fesselnd, dass es auch egal war, gerade etwas eingeweicht zu werden. turbostaat hinterlie\u00dfen auf der hangarb\u00fchne auch einen sehr guten eindruck.<\/li>\n<li>immer noch am nachhaltigsten in erinnerung: wie viel die fusion in diesen vier tagen zur akzeptanz einer sich anbahnenden (und dann auch eingetretenen) jobtechnischen entt\u00e4uschung\u00a0 beigetragen hat. das schlug vor (und w\u00e4hrend) der fusion bis auf das selbstwertgef\u00fchl und auf die laune durch, was auch teile des umfelds abbekamen. aber wie das gemeinsam gekl\u00e4rt werden konnte und wie egal es dort ist, inwieweit man sich irgendwie verkaufen muss, sondern stattdessen vorbehaltlos als der mensch akzeptiert wird, der man ist, war in den tagen eine erkenntnis, die mich nach der fusion einiges entspannter hat sehen lassen. mit dem mehr als einen jahr dazwischen hat sich die oben erw\u00e4hnte entt\u00e4uschung \u00fcbrigens in ern\u00fcchterung umgewandelt, aber das steht alles auf einem anderen blatt papier.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>und was gab&#8217;s f\u00fcr negative seiten?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>auf den vordersten pl\u00e4tzen tut sich aber auch nichts: seit jahren ist der running gag vorne &#8211; schon wieder kein theaterst\u00fcck gesehen.<\/li>\n<li>als zweites: die stehpisser, obwohl es an rinnen nun echt nicht mangelte.<\/li>\n<li>das wetter verdient eine gnaden-4, aber beileibe nicht mehr. hatte gl\u00fcck, dass es samstag fr\u00fch vor meiner schicht sch\u00fcttete, w\u00e4hrenddessen jedoch nicht. daf\u00fcr ging es wie erw\u00e4hnt nachts bei pinch wieder los und dauerte bis in den fr\u00fchen sonntagmorgen, was alleine deswegen \u00e4rgerlich war, weil spiral tribe quasi komplett auf der turmb\u00fchne spielten und sich da schon pf\u00fctzen gebildet hatten. ich habe die turmb\u00fchne noch nie so leer gesehen &#8211; eventuell waren es 50 leute, wenn man gro\u00dfz\u00fcgig ist. hatte aber auch seine positiven seiten: im kino habe ich mir noch &#8222;der b\u00f6se onkel&#8220; von urs odermatt angeschaut &#8211; zwar alles andere als leichtverdauliche kost, die ganz sicher zu kontroversen anregt. aber es zeichnet die fusion aus, mit sowas anst\u00f6\u00dfe in welche richtungen auch immer zu geben.<\/li>\n<li>wie eigentlich immer: zu viel verpasst zu haben, weil man eher mit herumstreunen besch\u00e4ftigt ist. filastine h\u00e4tte ich sehr gerne mal wieder gesehen, die goldenen zitronen ebenfalls (war jedoch im luftschloss aussichtslos), gleiches gilt f\u00fcr the soft moon. cgb-1 an der dubstation war auch bestimmt toll. hat man aber mal akzeptiert, dass man auf der fusion beim besten willen nicht alles mitnehmen kann, lebt sich&#8217;s auch gleich entspannter.<\/li>\n<\/ul>\n<p>wie man also sieht: es \u00fcberwiegen die positiven seiten, war ja auch nicht anders zu erwarten. man muss auch mal anerkennen, dass die erweiterten kontrollen eher dem schutz der g\u00e4ste dienen, damit dies kein f\u00fcr viele beteiligten unentspanntes festival wird (sei es wegen abgetrennter finger oder einem nur mit zen-ruhe hinzunehmenden f\u00fcllgrad am freitag oder samstag). f\u00fcr mich war es trotz der stattlichen gr\u00f6\u00dfe von 60.000 teilnehmern eine der entspanntesten ausgaben der fusion, die einfach nur besseres wetter und vor allem diszipliniertere teilnehmer bei den arbeitsamt-tickets verdient h\u00e4tte. gerade letztere sollten sich durchaus mal vergegenw\u00e4rtigen, dass das festival auch vom einsatz der besucher lebt und es eigentlich fahrl\u00e4ssig ist, dies mit f\u00fc\u00dfen zu treten. es spricht zwar f\u00fcr die fusion, hierbei erstmal einen vertrauensvorschuss gegeben zu haben, aber wenn dieser massenhaft verspielt wird, ist es nur konsequent, das arbeitssystem weiter zu formalisieren, wie es dann in 2015 passiert ist.<\/p>\n<p>ansonsten wie immer: eine klasse f\u00fcr sich. stand f\u00fcr mich mal wieder sonntag abend fest, 2015 zur\u00fcckkehren zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich bin dann ab morgen mal f\u00fcr ein paar tage weg. der ausschnitt unten deutet meine ticket-option an, die das angenehme mit dem n\u00fctzlichen verbindet: bei verlosung und ticketbingo leer ausgegangen, aber im mai kam die e-mail, dass noch arbeitsamt-schichten vergeben werden k\u00f6nnen. ein paar e-mails und wochen sp\u00e4ter (genauer, am 10. juni) hatte ich&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3363","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3363","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3363"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3363\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3872,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3363\/revisions\/3872"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3363"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3363"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3363"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}