{"id":3366,"date":"2014-07-02T20:34:56","date_gmt":"2014-07-02T18:34:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3366"},"modified":"2014-07-22T21:10:51","modified_gmt":"2014-07-22T19:10:51","slug":"berlin-11-07-2014-suicide-killekill-friends","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/07\/02\/berlin-11-07-2014-suicide-killekill-friends\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 11.07.2014] suicide: killekill &#038; friends"},"content":{"rendered":"<p>ich kehre nach fast genau einem jahr und vier monaten an den tatort zur\u00fcck.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.killekill.com\/\">killekill &amp; friends<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">club<\/span><br \/>\n00h00 daniele antezza<br \/>\n02h30 evirgen (cassegrain)<br \/>\n05h00 the marx trukker <em>live<\/em><br \/>\n06h00 stype<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">garten<\/span><br \/>\n01h00 dj atact (cassegrain)<br \/>\n04h00 dj flush<br \/>\n07h00 hks97<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n24 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\neine woche vorher war ich noch auf dem stand, dass ich im hof spielen soll, aber durch den wegfall von tin man hatte sich der wind scheinbar gedreht, so dass mein wunsch, nach zwei jahren mal wieder drinnen zu spielen, in erf\u00fcllung ging.<br \/>\num erstmal etwas weiter auszuholen: auf einer doppelgeburtstagsparty letztens (die zur h\u00e4lfte auf mein konto ging) hatte ich die erfahrung gemacht, dass ich mit vinyl, das innerhalb von einer viertelstunde zusammengesucht wird und in eine plattentasche passt, fast drei stunden ganz passabel spielen kann. f\u00fchrte mir vor augen, dass die ableton-sets meistens in ihrer dramaturgie schon durch die anordnung der clips vorgegeben sein k\u00f6nnen, wenn ich nur stur von reihe zu reihe vertikal nach unten vorw\u00e4rts arbeite. das mag am anfang des abends funktionieren, wenn die richtung eh vorgegeben ist, aber bei allem, was danach kommt, ist flexibilit\u00e4t gefragt. kann auch einer der gr\u00fcnde sein, weshalb es bei der impulse im mai nicht so lief.<\/p>\n<p>also: schluss-slot und somit die tatsache im hinterkopf, dass manche leute eh gehen wollen und es nicht unbedingt an mir selbst liegt &#8211; das \u00fcbliche halt. also gab es meinerseits nur den anspruch, es dem rest m\u00f6glichst angenehm zu gestalten und das meiste daraus zu machen. entsprechend auch die vorbereitung mit der privatparty-erfahrung: f\u00fcnf, sechs tracks f\u00fcr den anfang festlegen und den rest, den ich gerne spielen m\u00f6chte, irgendwo in den spuren von live ablegen. zwei der sechs spuren noch f\u00fcr loops reservieren, so dass sich immer irgendwie etwas \u00fcberbr\u00fccken l\u00e4sst, aber sonst durch die matrix scrollen (was mit touchable ja sehr gut geht) und schauen, was dort so schlummert. es waren dennoch \u00fcber 100 tracks, das s\u00e4he in einer plattentasche durchaus \u00e4hnlich aus.<br \/>\nzweiter teil der vorbereitung: vorschlafen. daher habe ich erst den rest von evirgen mitbekommen (techno, amtlich) und das komplette set vom trukker, der mit einem minimalen hardware-setup aus dem hause elektron eine gro\u00dfe palette hin von dubbigen sounds bis zu acid bot und dabei so viel spa\u00df hatte, dass ich ihn gerne 20 minuten l\u00e4nger machen lie\u00df. bleibt ja noch genug vom morgen \u00fcbrig, dachte ich so beim blick auf die tanzfl\u00e4che.<br \/>\nich fing wie geplant mit &#8222;procrastination&#8220; von demdike stare an &#8211; ein track, der den normalen partyg\u00e4nger normalerweise unruhig mit den f\u00fc\u00dfen scharren l\u00e4sst, weil wenige elemente erst im langsamen aufbau zueinander finden. obendrein sind es auch noch breakbeats, das klappt ja nicht immer. vorteil war aber, dass sich das sch\u00f6n mit einem drumloop aus head highs &#8222;power seat&#8220; untermalen lie\u00df. und da mr trukker eh um die 130 bpm aufh\u00f6rte, so dass das meine gew\u00e4hlte anfangsgeschwindigkeit war, konnte ich recht schnell ins set finden und das publikum gl\u00fccklicherweise ebenfalls. auch der plan mit der eher auf improvisation ausgelegten anordnung der tracks ging auf. da blieb zwar kaum zeit f\u00fcr irgendwelche effektspielereien, aber daf\u00fcr eher f\u00fcr&#8217;s mixen. einziger nennenswerter fehler: head highs &#8222;hex factor&#8220; in der mitte versehentlich neu zu starten, obwohl ich mir nur den stand in der wellenform ansehen wollte. klappt in touchable normalerweise durch l\u00e4ngeres antippen des tracks, aber da muss ich wohl noch etwas mehr routine entwickeln. war dann so etwas wie ein unfreiwilliger rewind und (ganz improvisiert) schnell wieder an der urspr\u00fcnglichen stelle. auch wieder beweis f\u00fcr die these, dass das publikum sowas in der regel nicht merkt und man sich als dj am ehesten \u00fcber so etwas \u00e4rgert. komischerweise nahm auch ich das eher mit einem &#8222;passiert halt&#8220; hin.<br \/>\n\u00e4rgerlicher war hingegen, dass der nachtmanager des suicide gegen 6h45 bei mir ankam, um mir mitzuteilen, dass um 7h00 schluss sein soll. mit halb-entgeistertem und halb-entnervtem gesicht gab ich ihm zu verstehen, dass ich gerade mal seit 20 minuten am spielen bin und das nicht ganz sein ernst sein k\u00f6nnte. er kam nach r\u00fccksprache mit dj flush mit einer neuen deadline wieder: 7h30. flush selber kam wenig sp\u00e4ter selbst auch noch an: 7h45. zwar immer noch unter meiner mindestwohlf\u00fchldauer von zwei stunden, aber doch wesentlich besser als die erste ansage. die tanzfl\u00e4che hielt ich \u00fcber die zeit auch konstant gef\u00fcllt, selbst als ich den druck etwas rausnahm und p\u00fcnktlich um viertel vor acht mit &#8222;little green apples&#8220; von christian morgenstern endete. am ende noch meine ansage ins publikum, dass sie schon etwas lauter klatschen m\u00fcssten, wenn sie eine zugabe haben wollen und somit auch ein gutes argument gegen\u00fcber dem nachtmanager, wenigstens noch einen track spielen zu k\u00f6nnen. das war dann &#8222;dleep off&#8220; von ghostleigh und somit kurz vor acht schluss.<br \/>\nsumma summarum: ein set, das die bei mir im mai gesch\u00fcrten zweifel, ob ich \u00fcberhaupt noch auf die besucher eingehen kann, gr\u00fcndlich zerstreute. h\u00e4tte trotzdem gerne mehr von dem abend gehabt. aber gut, besser als \u00fcberhaupt nicht gespielt.<\/p>\n<p>drau\u00dfen war hks97 mit langsamen, reduzierten house-sachen zugange. gefiel mir stilistisch schon ziemlich, aber man h\u00f6rte ihm deutlich an, dass es sein erstes set mit vinyl im club war. sprich: h\u00f6rte sich an wie meine clubpremiere mit vinyl &#8211; da konnte man die passenden \u00fcberg\u00e4nge auch an einer hand abz\u00e4hlen. wir sprachen im anschluss bei der staub im about blank nochmal kurz dar\u00fcber, womit ich hoffentlich ein paar lesern den wind aus den segeln nehme, welche die kommentare hier mit &#8222;immer sch\u00f6n hintenrum kritisieren, aber pers\u00f6nlich keinen mumm haben, ihm das ins gesicht zu sagen.&#8220; sprengen wollen. schluss war im garten jedenfalls auch gegen 9h30 und ich bin mit zufriedenem gef\u00fchl aus dem club, in der hoffnung, dass bis zum n\u00e4chsten mal nicht wieder mehr als ein jahr vergeht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich kehre nach fast genau einem jahr und vier monaten an den tatort zur\u00fcck. killekill &amp; friends club 00h00 daniele antezza 02h30 evirgen (cassegrain) 05h00 the marx trukker live 06h00 stype garten 01h00 dj atact (cassegrain) 04h00 dj flush 07h00 hks97 start 24 uhr eintritt 10 euro nachbetrachtung eine woche vorher war ich noch auf&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6,7],"tags":[],"class_list":["post-3366","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","category-werbung"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3366","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3366"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3366\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3384,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3366\/revisions\/3384"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3366"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3366"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3366"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}