{"id":3433,"date":"2014-09-11T23:06:35","date_gmt":"2014-09-11T21:06:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3433"},"modified":"2014-10-03T18:16:57","modified_gmt":"2014-10-03T16:16:57","slug":"berlin-12-09-2014-berghain-electromotive-force-finest-friday","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/09\/11\/berlin-12-09-2014-berghain-electromotive-force-finest-friday\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 12.09.2014] berghain: electromotive force \/ finest friday"},"content":{"rendered":"<p>an sich hatte ich mir ja vorgenommen, im september zu pausieren, aber der vorsatz l\u00f6st sich sukzessive in versuchung auf. keine sorge jedoch, was die nachbetrachtungen der vergangenen drei, vier, &#8230;, monate angeht: die erinnerungen sind noch pr\u00e4sent genug, dass es f\u00fcr wenigstens drei zeilen reicht.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?attachment_id=3434\" rel=\"attachment wp-att-3434\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-full wp-image-3434\" src=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/09\/electromotiveforce20140912.jpg\" alt=\"electromotiveforce20140912\" width=\"800\" height=\"1122\" data-id=\"3434\" srcset=\"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/09\/electromotiveforce20140912.jpg 800w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/09\/electromotiveforce20140912-213x300.jpg 213w, https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-content\/data\/2014\/09\/electromotiveforce20140912-730x1024.jpg 730w\" sizes=\"auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px\" \/><\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain: electromotive force<\/span><br \/>\n00h00 dj glow<br \/>\n03h00 morphology <em>live<\/em><br \/>\n04h00 ovatow<br \/>\n06h00 aux 88 <em>live<\/em><br \/>\n07h00 headnoaks<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar: finest friday<\/span><br \/>\n00h00 efdemin<br \/>\n03h30 young male <em>live<\/em><br \/>\n04h30 dj richard<br \/>\n07h00 galcher lustwerk<br \/>\n09h00 tama sumo<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n12 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>an sich sto\u00dfen mir nur zwei punkte bei dem abend etwas sauer auf:<br \/>\n1. ich war ganz sch\u00f6n sp\u00e4t dran, erst zur zweiten h\u00e4lfte von morphology. lag wieder einmal am vorschlafen und der damit verbundenen tr\u00e4gheit, wenn es nicht ganz f\u00fcr das absolute mindestma\u00df an vier stunden gereicht hat.<br \/>\n2. die h\u00f6rigkeit, was headliner angeht, kam leider auch an dem abend durch. an stelle von headnoaks w\u00e4re es mir schwergefallen, den massiven publikumsabbau nach dem ende des sets von aux 88 (von gut zu zwei dritteln gef\u00fcllter tanzfl\u00e4che herunter auf vielleicht 50 leute innerhalb von 15 minuten) nicht pers\u00f6nlich zu nehmen.<\/p>\n<p>abgesehen davon war es einer der berghain-abende, die mir mehr gaben als manche klubnacht gerade in den letzten monaten. macht sich samstags noch die strahlkraft des berghain-mythos in allen facetten bemerkbar, was zu 100m-schlangen und allgemeiner f\u00fclle drinnen f\u00fchrt, wurden dieses mal auf ein neues die qualit\u00e4ten eines freitages ausgespielt, die mit der sub:stance vor sechs jahren einzug hielten. hei\u00dft: manchmal sind im vergleich zum mittlerweile scheinbar normalen samstags-wahnsinn meinetwegen ein drittel weniger leute dort, man kann an der t\u00fcr also quasi durchgehen. daf\u00fcr findet sich im im berghain auf der tanzfl\u00e4che ohne gr\u00f6\u00dfere anstrengungen beim durchschl\u00e4ngeln ein platz auf der tanzfl\u00e4che, an dem man keine ellenbogen in die rippen bekommt.<br \/>\nobendrauf kommt noch das gr\u00f6\u00dfte sahneh\u00e4ubchen: tolle musik. das war wirklich strikt electro mit ganz seltenen geraden kickdrums an dem abend, wovon morphology mit den sph\u00e4rischen synthesizer-sounds auch den prototyp abgaben.<br \/>\novatow \/ klen hat f\u00fcr mich das set des abend geliefert. erstmal mit autechre angefangen (&#8222;eutow&#8220;), die kamen sp\u00e4ter nochmal (&#8222;second scepe&#8220;) und ansonsten jede menge, was das herz h\u00f6her und die discogs-wantlist anwachsen lie\u00df. final frontier auf underground resistance, drexciya, eine alte erik travis unter seinem i.o.s.-alias (&#8222;bum bum tot&#8220; &#8211; die wird kein g\u00fcnstiges vergn\u00fcgen, sofern die nicht bald \u00fcber irgendwelche kan\u00e4le neu aufgelegt wird), &#8222;section 2&#8220; von claro intelecto &#8211; ergo so richtig geschmackssicher, technisch ebenfalls.<br \/>\nbei aux 88 werde ich mit den neueren sachen einfach nicht warm. das ist eine aktualisierung des vertr\u00e4umten detroit-sounds mit melodischen hooklines, die bei mir nicht klebenbleiben und bei ihren black tokyo-sachen auch mit japanischem gesang aufwarten, der nicht nur an der schwelle zum kitsch kratzt, sondern sie f\u00fcr meine begriffe \u00fcberschreitet. andererseits kann man ihnen zugute halten, dass sie nicht ein und den gleichen aufguss dessen produzieren, was ihnen auf direct beat seinerzeit dazu verholfen hat, dass einige die platten wie einen goldschatz h\u00fcten. die alten gassenhauer (&#8222;my a.u.x. mind&#8220; oder &#8222;play it loud&#8220;) haben sie dann auch nicht nur einfach so abgespielt, sondern ebenfalls in \u00fcberarbeiteter version. im direkten vergleich mit morphology ziehen sie f\u00fcr mich jedoch den k\u00fcrzeren.<br \/>\nheadnoaks musste danach wie erw\u00e4hnt mit der situation umgehen, dass der gro\u00dfteil der leute nur den headliner abgewartet hatte. abgesehen davon war mir vieles, was er spielte, zu funktional und er reizte bei einigen tracks aus, dass auch unten im berghain an dem abend die neuen pioneer-plattenspieler standen, die bis zu 50% pitchbar sind, weshalb alles bis zum schluss so um die 138 bpm tempo hatte &#8211; auch die &#8222;no ufo&#8217;s&#8220; von model 500. passte in dem fall nicht zwingend, ist aber auch jammern auf hohem niveau.<\/p>\n<p>da es mich an dem abend eigentlich nur im berghain hielt, kann ich nur etwas zu tama sumo oben sagen &#8211; nicht ohne zu erw\u00e4hnen, dass am pult ein kleiner umbau stattfand. dort befindet sich jetzt direkt neben dem eingang eine kette, so dass die djs sich nicht erst durch die erste reihe an groupies k\u00e4mpfen m\u00fcssen, sondern jetzt direkt zum arbeitsplatz gelangen k\u00f6nnen. tama selbst hatte die noch gut versammelte meute fest im griff, so dass ich mir nach 10 uhr, als ich wieder aufbrach, auch keine sorgen machte, dass sie den rest ebenfalls gut meistern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>ergo: ein musikalisch und auch stimmungstechnisch wertvoller abend, der wieder einmal zeigte, dass es nicht auf den f\u00fcllgrad, sondern vielmehr am interesse und engagement der leute liegt, wenn es gut werden soll. und es ist immer wieder sch\u00f6n zu sehen, dass das berghain mit solchen gelegenheiten die leute anzieht, die auf den sound gewartet haben und das entsprechend zu honorieren wissen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>an sich hatte ich mir ja vorgenommen, im september zu pausieren, aber der vorsatz l\u00f6st sich sukzessive in versuchung auf. keine sorge jedoch, was die nachbetrachtungen der vergangenen drei, vier, &#8230;, monate angeht: die erinnerungen sind noch pr\u00e4sent genug, dass es f\u00fcr wenigstens drei zeilen reicht. berghain: electromotive force 00h00 dj glow 03h00 morphology live&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3433","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3433","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3433"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3433\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3467,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3433\/revisions\/3467"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3433"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3433"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3433"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}