{"id":3460,"date":"2014-10-02T22:09:52","date_gmt":"2014-10-02T20:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3460"},"modified":"2014-11-19T08:57:45","modified_gmt":"2014-11-19T07:57:45","slug":"berlin-04-10-2014-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2014\/10\/02\/berlin-04-10-2014-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 04.10.2014] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>teil 2 von 2. mike dearborn war ende letzten jahres schon mal zu gast und hat wohl einen ziemlich guten job gemacht. ich hatte von ihm so ein paar mittelpr\u00e4chtige sachen auf majesty in erinnerung, die seine verdienste auf djax zwar nicht schm\u00e4lern k\u00f6nnen, mich aber seinerzeit haben skeptisch sein lassen, ob er austauschbaren sound spielt. in dem rahmen kann ich aber schwer nein sagen. mich freut auch sehr, dass die drei jungs von livity sound nach dem freitags-showcase anfang des jahres die tagesschicht bestreiten d\u00fcrfen, und generell l\u00e4sst das programm eher auf musik- als auf hype-interessierte schlie\u00dfen. karenn nehme ich sowieso gern mit.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00 janina<br \/>\n04h00 karenn <em>live<\/em><br \/>\n05h30 mike dearborn<br \/>\n08h30 pev<br \/>\n11h00 asusu<br \/>\n14h00 kowton<br \/>\n17h00 somewhen<br \/>\n20h00 echoplex <em>live<\/em><br \/>\n21h30 thomas hessler<br \/>\n00h30 marcel fengler<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00 dinky<br \/>\n04h00 generation next <em>live<\/em><br \/>\n05h00 steffi<br \/>\n09h00 domenico &amp; harri<br \/>\n13h00 the 2 bears<br \/>\n16h00 damon lamar<br \/>\n19h00 joe<br \/>\n22h00 soundstream<br \/>\n01h00 plo man<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n14 euro<\/p>\n<p><u>nachbetrachtung<\/u><br \/>\nauch auf die gefahr hin, dass ab hier niemand mehr weiterliest, nehme ich das fazit dennoch vorweg, weil der eindruck auch nach sechs wochen (schreibe diese zeilen am 19. november 2014) der gleiche ist: das war mit einer der besten berghain-sonntage 2014.<\/p>\n<p>eingestempelt: 4:00 uhr, ausgestempelt bzw. bei der t\u00fcr verabschiedet: 21:00 uhr.<\/p>\n<p>das lag nicht so sehr an karenn. die beiden waren zwar gut und wie immer recht flott unterwegs. noch dazu verdient ihr improvisationstalent mit hardware inkl. modularsynthesizer respekt, aber so richtig zwingend fand ich nur kurze phasen. k\u00f6nnen sie definitiv besser.<br \/>\nmike dearborn legte einen sch\u00f6nen trockenen anfang hin (erinnerte etwas an &#8222;spastik&#8220;), verkaufte sich auch ansonsten ordentlich. dazu muss ich jedoch sagen, dass ich schlimmsten tribal-techno erwartete, aber er bediente sich rege beim &#8222;big room dj tool techno&#8220;-fach. kann da keine tracks rausgreifen bzw. benennen, dazu hat mich zu wenig interessiert und nach einer stunde fand ich steffi oben wesentlich unterhaltsamer und abwechslungsreicher.<\/p>\n<p>die lorbeeren geb\u00fchren ganz klar den drei livity-jungs, insbesondere pev und asusu. gerade bei den beiden zeigte sich, wie sich die spreu vom weizen trennen l\u00e4sst (was sich direkt am montag danach auch im berghain-forum nachlesen lie\u00df). dabei machten es beide f\u00fcr meine begriffe richtig: erstmal etwas nach dem gusto der stammkundschaft spielen und zeigen, dass man durchaus eine techno-grundausbildung genossen hat. pev spielte bspw. &#8222;quo vadis&#8220; von g-man, asusu einiges von robert hood \/ the vision oder sandwell district, garniert mit ein paar tools von pris auf resin. das war schon als techno-set sehr brauchbar, aber dann kamen die so richtig spa\u00dfigen abschnitte mit den breakbeats, w\u00e4hrend denen ich nur fr\u00f6hlich etwas wie &#8222;endlich mal ein hauch von sub:stance an einem sonntag!&#8220; denken konnte. damit schufen sie platz auf der tanzfl\u00e4che. poser oder zaung\u00e4ste trollten sich, der rest auf der tanzfl\u00e4che wusste dahingegen, weshalb er blieb. die entscheidung, jedem seinen eigenen slot zu geben und sie nicht wie im februar als team auflegen zu lassen, war im nachhinein auch goldrichtig. so hatte jeder gen\u00fcgend zeit f\u00fcr den eigenen aufbau und es wirkte alles wesentlich schl\u00fcssiger.<br \/>\nkowton war von den dreien noch der am ehesten massenkompatible, indem er nur den anfang mit breakbeats bestritt, danach jedoch strikt mit gerader bassdrum spielte, dabei jedoch auch viel geschmack bewies und mir mit dem zenker brothers-remix von stennys &#8222;eternal restriction&#8220; auf ilian tape einen sch\u00f6nen floh ins ohr setzte (was f\u00fcr ein bass&#8230;).<\/p>\n<p>derweil werden sich einige panorama bar-j\u00fcnger oben gefragt haben, was das werden soll. als ich nachmittags oben war, lief jedenfalls strikt disco auf langsamem tempo. f\u00fcr die connaisseure wahrscheinlich ein genuss, aber ich habe die tanzfl\u00e4che nachmittags selten so leer gesehen (ca. zur h\u00e4lfte). das \u00e4nderte sich auch abends gegen 19 uhr nicht wesentlich.<br \/>\nmein fall war es auch nicht ganz, dennoch ging ich mit einem gef\u00fchl durch den club, dass sonntag tags\u00fcber endlich mal etwas raum f\u00fcr experimente geschaffen wurde &#8211; und zwar auf beiden floors.<\/p>\n<p>somewhens berghain-deb\u00fct fand ich unterhaltsam &#8211; nicht mehr, nicht weniger. war eher melodisch, auch viel von ostgut ton oder mdr, somit im allgemeinen berghain-konsens. &#8222;born slippy&#8220; fand ich zum abschluss schon sehr fein.<br \/>\nechoplex gab mir hingegen gar nichts. das lag auch nicht unbedingt an den bald 17 stunden auf den beinen, sondern auch an der zuweilen komischen art des cuttings, das nur selten wirklich im takt lag und auch an der big room-offensive. ja, mir ist das mittlerweile und insbesondere nach so einer zeitspanne im club einfach zu wenig &#8211; gerade nach dem, was so um den mittag herum im berghain passierte.<\/p>\n<p>auch wenn sich die gelehrten, bzw. berghain-fanboys und musikliebhaber dar\u00fcber streiten m\u00f6gen: f\u00fcr vielfalt, anspruch und tanzbarkeit waren die sets von pev und asusu ein absoluter segen. das kann so gerne nochmal passieren und steht dem berghain besser zu gesicht als das, was abends bei echoplex so zu h\u00f6ren war. kann nur hoffen, dass der mut zum (vermeintlichen) risiko in der form weiter gepflegt wird.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>teil 2 von 2. mike dearborn war ende letzten jahres schon mal zu gast und hat wohl einen ziemlich guten job gemacht. ich hatte von ihm so ein paar mittelpr\u00e4chtige sachen auf majesty in erinnerung, die seine verdienste auf djax zwar nicht schm\u00e4lern k\u00f6nnen, mich aber seinerzeit haben skeptisch sein lassen, ob er austauschbaren sound&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3460","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3460","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3460"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3460\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3497,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3460\/revisions\/3497"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3460"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3460"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3460"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}