{"id":3726,"date":"2015-06-25T16:53:24","date_gmt":"2015-06-25T14:53:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3726"},"modified":"2017-07-30T17:31:43","modified_gmt":"2017-07-30T15:31:43","slug":"laerz-25-28-06-2015-fusion-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2015\/06\/25\/laerz-25-28-06-2015-fusion-festival\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 25.-28.06.2015] fusion festival"},"content":{"rendered":"<p>ich habe ja noch gar nicht kundgetan, dass ich dank erfolgreicher wunschkandidatur dabei sein kann. und auch wenn die nachbetrachtung vom letzten jahr noch aussteht, werde ich zusehen, dass die eindr\u00fccke sich nicht \u00fcberlappen.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung (vom 30. juli 2017)<\/span><\/p>\n<p>damit der abstand von zwei jahren nicht noch gr\u00f6\u00dfer wird, sollte der 2015er-jahrgang wirklich langsam mal abgehandelt werden. das fazit f\u00e4llt schon mal so vorhersehbar aus wie bei einem berghain-besuch: es lohnt sich irgendwie immer &#8211; daf\u00fcr ist der standard einfach zu gut. ich bef\u00fcrchte jedes jahr, dass es in irgendwelchen belangen schlechter wird, aber eine konstante ist wirklich die arbeit im detail. damit meine ich nicht nur die kleinen neuen installationen oder floors, sondern auch die infrastruktur. wie immer: besuch nicht bereut, im gegenteil: die abreise montag bedauert und sich schon auf das n\u00e4chste jahr gefreut.<\/p>\n<p>also rekonstruiert anhand von programmheft und fotos, wie schon f\u00fcr 2014 nicht im detail mit dem tagesablauf, sondern licht- und schattenseiten.<\/p>\n<p><strong>was war denn toll?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>erneut von sixt hochgestuft zu werden, so dass es dieses mal ein bmw 321d-kombi wurde. etwas sehr nobel, damit vorzufahren, aber dieses fahrgef\u00fchl mit der tempoanzeige in der windschutzscheibe ist so ein kleines detail, an das man sich echt gew\u00f6hnen kann. keine sorge, etwas gewissensbisse hatte ich bei der antikapitalistischen ausrichtung des festivals schon.<\/li>\n<li>zu einer der tollen neuerungen in puncto floors (auch wenn es kein richtiger war) geh\u00f6rte das content. das war die sammelstelle f\u00fcr vortr\u00e4ge, diskussionen und auch workshops.<br \/>\ndort hatten sie unter anderem <strong>fil<\/strong> am donnerstag abend untergebracht, der sich in seiner gewohnt schnodderigen berliner mundart erstmal dar\u00fcber auslie\u00df, dass er am rande der landstra\u00dfe anstatt auf einer der hauptb\u00fchnen spielte. es waren im vergleich zu den vorjahren auch weniger leute da, aber der qualit\u00e4t seiner show tat dies keinen abbruch. eher im gegenteil.<br \/>\nich hab dort auch weite teile des samstages zugebracht, weil die panels dort einfach zu interessant waren (und dabei ton steine scherben bei den triebwerken verpasst). in reihenfolge:<\/p>\n<ul>\n<li>eine diskussion mit vertretern des holzmarktes, vom mensch meier, des kulturkosmos (vertreten durch eule), des molochs in hamburg und des zuckerwerks in bremen mit dem titel <strong>subkultur im kapitalismus<\/strong>. in puncto professionalit\u00e4t oder abgekl\u00e4rtheit war der holzmarkt sowie der kulturkosmos alleine durch die erfahrung hierbei den anderen ein paar schritte voraus.<\/li>\n<li>anschlie\u00dfend ein vortrag von <strong>berthold seliger<\/strong> unter dem titel &#8222;das gesch\u00e4ft mit der musik&#8220;, der f\u00fcr viele veranstalter wahrscheinlich altbekannte schwierigkeiten und das system hinter den online-ticketanbietern offenbarte.<\/li>\n<li>um das trio zu komplettieren: das <strong>zentrum f\u00fcr politische sch\u00f6nheit<\/strong>, das wenige wochenenden zuvor in berlin &#8222;die toten kommen!&#8220; veranstaltet hatte und sich selbst sowie vergangene aktionen vorstellte. hier war der andrang auch am gr\u00f6\u00dften.<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li>die leute trotz regen (dem einzigen \u00fcbrigens, den ich das festival \u00fcber mitbekam) bei <strong>r\u00f8dh\u00e5d<\/strong> freitag fr\u00fch am freidrehen, dem sie zwar um kurz nach 7 uhr fr\u00fch bei vollem schwung einfach den saft abdrehten, aber nach fast zehn minuten ging&#8217;s wieder weiter. ich hab nach wiederaufnahme allerdings den weg zur\u00fcck ins camp angetreten. reichte auch, nachdem da schon gut 12 stunden hinter mir lagen &#8211; mit umherlaufen zwischen:\n<ul>\n<li>der turmb\u00fchnen-er\u00f6ffnung mit <strong>steve bug<\/strong> (da hat die erste halbe stunde gereicht)<\/li>\n<li>dem content mit <strong>fil<\/strong><\/li>\n<li><strong>ben ufo<\/strong> und <strong>vrilski<\/strong> auf dem querfeld (gerade ersterer fordernd und \u00fcberzeugend)<\/li>\n<li><strong>anne clark<\/strong> bei den triebwerken (damit habe ich sie auch endlich mal gesehen, war f\u00fcr mich im festival-rahmen auch passend &#8211; auf ein konzert mit ihr w\u00fcrde ich nicht gezielt gehen)<\/li>\n<li><strong>mark ernestus<\/strong> im karl kutter (gro\u00dfartig, aber leider nur eine halbe stunde sitzend gesehen)<\/li>\n<li><strong>broken note<\/strong> in der tubebox (sch\u00f6n, dass sie sich den breakcore-donnerstag dort nicht nehmen lassen, aber die publikumsreaktionen sprachen eh f\u00fcr sich)<\/li>\n<\/ul>\n<\/li>\n<li><strong>feine sahne fischfilet<\/strong> bei den triebwerken. nachdem sie anno 2013 schon ungl\u00e4ubig das treiben auf dem roten platz beobachtet hatten, muss das wohl die n\u00e4chste eskalationsstufe gewesen sein.<\/li>\n<li>unerwartet gut (da mir von den produktionen der letzten jahre nicht mehr so zusagend): <strong>distance<\/strong> im wechsel mit <strong>j:kenzo<\/strong> auf dem querfeld freitag abend.<\/li>\n<li>auf empfehlung hingegangen und mich im nachhinein ge\u00e4rgert, was ich all die jahre verpasst habe: <strong>asian dub foundation<\/strong> bei den triebwerken samstag abend. man mag ja annehmen, dass bands nach mehr als zehn jahren im gesch\u00e4ft m\u00fcde werden, aber das war richtig mitrei\u00dfend.<\/li>\n<li>der moment, an dem sich am festival-ende der landebahn ein paar dutzend leute um eine feuershow sammelten, was sich im laufe der n\u00e4chsten stunde zu einem tross entwickelte, der mit lauter folklore von einer installation zur n\u00e4chsten ging, was in einer recht gro\u00dfen feuerwerksinstallation endete, steht sinnbildlich f\u00fcr einen so fusiontypischen &#8222;was war das denn geiles?&#8220;-moment, der einem einfach so passiert.<\/li>\n<li><strong>pete<\/strong> im line-up und dass er auf der turmb\u00fchne sonntag fr\u00fch bei aufgehender sonne zun\u00e4chst gewohnt bretterte, aber vers\u00f6hnlich mit &#8222;at les&#8220; von carl craig oder &#8222;education&#8220; von mala aufh\u00f6rte. f\u00fcr seine ma\u00dfst\u00e4be solide, aber was mich erfreute, war das echo im nachhinein, da viele leute genau so etwas auf der turmb\u00fchne vermisst hatten.<\/li>\n<li><strong>the notwist<\/strong> als eines der letzten konzerte auf dem roten platz am sonntag abend. f\u00fcr das schlafentw\u00f6hnte gehirn war das eine seelenmassage par excellence, die den abschied am montag nicht gerade hat leichter fallen lassen. gro\u00dfes kino war das.<\/li>\n<li>der kleine, mehr oder weniger geheime floor neben dem sonnendeck. auf vielleicht zwei quadratmetern zu &#8222;de do do do de da da da&#8220; von the police zu pogen, auch wenn man kurz zuvor noch zu &#8222;fast car&#8220; von tracy chapman geschunkelt hat und dabei zusehen, wie sich zu den bereits 15 anwesenden noch drei weitere leute reinquetschen lassen &#8211; kann man sich echt nicht ausdenken, sowas.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>und was war nicht so gut?<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>wieder kein theaterst\u00fcck gesehen, wie jedes jahr.<\/li>\n<li>wildpisser, auch wie jedes jahr.<\/li>\n<li><strong>stimming<\/strong> als abschluss auf der turmb\u00fchne. kam mir eher einer prozession gleich, in der die melancholie so dominierte, dass wir die turmb\u00fchne vor dem eigentlichen ende verlie\u00dfen. ein gl\u00fcck zeigten <strong>the notwist<\/strong> sp\u00e4ter, wie man dies richtig zelebrieren kann.<\/li>\n<li>einem gewissen richie rich auf der tanzw\u00fcste im line-up nicht gen\u00fcgend beachtung geschenkt zu haben, mich zu wundern, <strong>richie hawtin<\/strong> auf dem festival unter den g\u00e4sten zu sehen und im nachhinein zu erfahren, dass er unter diesem alias quasi nach r\u00f8dh\u00e5d nebenan gespielt hat. da h\u00e4tte ich meine entscheidung, ins camp zu gehen, nochmal besser \u00fcberdenken sollen.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ich habe ja noch gar nicht kundgetan, dass ich dank erfolgreicher wunschkandidatur dabei sein kann. und auch wenn die nachbetrachtung vom letzten jahr noch aussteht, werde ich zusehen, dass die eindr\u00fccke sich nicht \u00fcberlappen. nachbetrachtung (vom 30. juli 2017) damit der abstand von zwei jahren nicht noch gr\u00f6\u00dfer wird, sollte der 2015er-jahrgang wirklich langsam mal&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3726","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3726","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3726"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3726\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4504,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3726\/revisions\/4504"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3726"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3726"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3726"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}