{"id":3790,"date":"2015-08-21T01:59:06","date_gmt":"2015-08-20T23:59:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3790"},"modified":"2015-10-21T16:47:03","modified_gmt":"2015-10-21T14:47:03","slug":"london-21-08-2015-the-nest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2015\/08\/21\/london-21-08-2015-the-nest\/","title":{"rendered":"[london \/ 21.08.2015] the nest"},"content":{"rendered":"<p>ein paar nummern kleiner als das fabric (oder sollte es &#8222;die&#8220; fabric sein?), n\u00f6rdlich von hackney \/ shoreditch, wo ich heute gerade war, und das einen kreativ-quirligen eindruck macht. zwar sind die anzeichen daf\u00fcr da, dass sich die kreativen in unmittelbarer n\u00e4he des finanzdistrikts erstmal austoben k\u00f6nnen, bevor auch dort die gentrifizierungsspirale so richtig in schwung kommt (wenn sie es nicht schon ist), aber the nest ist davon noch einen weiteren schuss entfernt. mag man nicht f\u00fcr m\u00f6glich halten, wie man drei, vier stra\u00dfenz\u00fcge weiter bereits in einem v\u00f6llig anderen stadtteil zu stehen scheint.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.ilovethenest.com\/\" target=\"_blank\">the nest<\/a><br \/>\nredshape <em>live<\/em><br \/>\npacific state<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n22 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n10 gbp<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">adresse<\/span><br \/>\n36 stoke newington road<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nberlin hat london ja wenigstens eines voraus: die \u00f6ffentlichen verkehrsmittel fahren zum wochenende in berlin nachts durch. das sollte in london mitte september 2015 eingef\u00fchrt werden, hat aber u.a. im august zu tariflich bedingten streiks gef\u00fchrt, die gerade in london f\u00fcr alle sp\u00fcrbar sind, da die tube dort das meistgenutzte und auch effizienteste fortbewegungsmittel ist. aktuell (mitte oktober 2015) ist immer noch unklar, wann dies starten soll.<\/p>\n<p>es l\u00e4sst sich aber definitiv nicht bestreiten, dass dies (zusammen mit der sperrstunde) das nachtleben nach vorne verlagert &#8211; so auch zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr mich, im osten londons untergebracht, aber gut an die tube und die overground angeschlossen, so dass der hinweg zum nest mit einmal umsteigen kein problem war. das dauerte vielleicht eine halbe stunde, aber ich war eben schon vor mitternacht dort, und somit auch unter den ersten 20 g\u00e4sten.<\/p>\n<p>das nest selbst ist gem\u00fctlicher und auch nicht so aufgekratzt wie das fabric. wer fast zehn jahre zur\u00fcckbl\u00e4ttert, kann hier eintr\u00e4ge zu parties im mal pais finden, das es damals (jedoch schon seit geraumer zeit nicht mehr) in der friedrichshainer sonntagstra\u00dfe gab. die aufmachung hat mich sehr daran erinnert: ein langgezogener kellerschlauch mit kleinen s\u00e9par\u00e9es zum plaudern, wenig variationen beim licht, gut dimensionierte anlage. auch vom menschenschlag her fand ich es angenehmer als im fabric. zwar ist das publikum eher jung, zuweilen auch gestylt, aber nicht zu sehr von sich selbst eingenommen. auch hier jedoch allseits pr\u00e4sente smartphone-kameras, und bei redshape (wie zu erwarten der h\u00f6hepunkt des abends, spielte er doch h\u00e4rter als gewohnt) hatte ich auf der tanzfl\u00e4che den eindruck, meinen platz eher verteidigen zu m\u00fcssen. so recht genie\u00dfen konnte ich es direkt da vorne also nicht, aber der r\u00fcckzug in richtung bar ging immer noch.<br \/>\npacific state fand ich nicht wirklich spektakul\u00e4r: es ist ein veranstalter\/-dj-duo, das wahrscheinlich durch die veranstaltungen an auftritte kommt. jung sind sie beide (sch\u00e4tzungsweise anfang 20), brennen sicherlich auch auf neuigkeiten sowie die musikhistorie, aber nur bei dem gr\u00f6\u00dferen der beiden (blonde haare, seitenscheitel) fand ich sowas wie eine klare linie im set. bei dem kleineren, dunkelhaarigen (der von anfang bis gut nach mitternacht alleine spielte) war mir dies zu sehr kraut und r\u00fcben, inklusive unpassend zusammengemixter harmonien &#8211; grob fand das alles im (acid-)house-kontext statt. nach redshapes set machten sie noch zu dritt eine stunde lang weiter, was dann schon fast lupenreiner techno \u00e0 la berghain war. komischerweise passte dies (trotz oder gerade wegen der spontaneit\u00e4t) ganz gut.<\/p>\n<p>ganz guter laden also, den man durchaus besuchen kann, wenn einem unbedingt nach ausgehen ist. so richtig beeindruckt war ich davon jedoch nicht. gutes mittelfeld jedenfalls.<br \/>\nauf dem heimweg fragte ich mich jedoch, ob das fahrrad (wie in amsterdam) nicht manchmal doch das bessere fortbewegungsmittel w\u00e4re. mangels fahrender tube bleibt einem um 4 uhr zur sperrstunde nichts anderes als die nachts fahrenden busse, wodurch sich eine strecke von 8 km bis zur dusche bzw. zum bett mal eben auf eine stunde summieren kann, da es keine direktverbindung gibt und man daher zwei mal umsteigen muss. gut, das taxi w\u00e4re noch eine option, aber alleine war es mir das definitiv nicht wert.<br \/>\ngeklappt hat es auch so, und zum ausn\u00fcchtern ist das f\u00fcr manche wahrscheinlich auch nicht verkehrt, aber wenn man bspw. im westen londons wohnt, \u00fcberlegt man sich das ohne nacht-tube sicher drei mal, ob man sich das wirklich antun m\u00f6chte. kann der stadt also nur gut tun, wenn sie endlich ihren betrieb aufnimmt. das wird zwar nur teilweise geschehen, mit der option, im jahr 2017 weitere linien nach den instandsetzungsarbeiten hinzuzunehmen. aber besser als nichts.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>ein paar nummern kleiner als das fabric (oder sollte es &#8222;die&#8220; 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