{"id":3909,"date":"2015-12-12T16:33:19","date_gmt":"2015-12-12T15:33:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3909"},"modified":"2017-07-10T22:36:59","modified_gmt":"2017-07-10T20:36:59","slug":"berlin-12-12-2015-berghain-klubnacht-elf-jahre-berghain","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2015\/12\/12\/berlin-12-12-2015-berghain-klubnacht-elf-jahre-berghain\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 12.12.2015] berghain: klubnacht &#8211; elf jahre berghain"},"content":{"rendered":"<p>es kommt mir fast wie gestern vor, die nachbetrachtung zum zehnten abgeschlossen zu haben (ist auch was wahres dran, war gut und gerne ende oktober), da wird der laden auf einmal schon 11 jahre alt. wie im letzten jahr mit dem elektroakustischen salon, bei dem ich trevor jackson wohl leider verpassen werde. daf\u00fcr mit mike dunn eine der lebenden legenden in der panorama bar.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">klubnacht &#8211; elf jahre berghain<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00 jeff deringer<br \/>\n04h30 trade <em>live<\/em><br \/>\n06h00 speedy j<br \/>\n11h00 juho kusti<br \/>\n15h00 abe duque<br \/>\n17h30 len faki<br \/>\n20h30 dvs1<br \/>\n00h30 answer code request \/ kobosil<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00 dan beaumont<br \/>\n04h00 portable <em>live<\/em><br \/>\n05h00 soundstream<br \/>\n09h00 jinj\u00e9 <em>live<\/em><br \/>\n10h00 maya jane coles<br \/>\n13h00 swoose &amp; cromby<br \/>\n17h00 mike dunn<br \/>\n20h00 kim ann foxman<br \/>\n00h00 massimiliano pagliara<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">elektroakustischer salon<\/span><br \/>\n06h00 circlesquare<br \/>\n10h00 trevor jackson<br \/>\n14h00 the black dog<br \/>\n18h00 polar inertia<br \/>\n22h00 steffi<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n18 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nes lief auf zwei besuche hinaus. der erste eher kurz von 2 bis 6, der zweite dann aber etwas l\u00e4nger von 16 bis 1 uhr. und der ehrlichkeit halber war der erste auch eher vom zwanghaften versuch, sich wachzuhalten, gepr\u00e4gt. das lag aber nicht an stimmung oder musik, sondern einzig an einem konditionellen tief.<\/p>\n<p>sei es wie es sei: es hat daf\u00fcr gereicht, sich ein bild machen zu k\u00f6nnen. jeff deringer ist neben black madonna ein weiterer vertreter aus der smart bar in chicago. spielte mit ableton live, lie\u00df auch manchen berghain-konsens-track der letzten jahre nicht aus (&#8222;running&#8220; von dvs1 bspw.), wirkte aber insgesamt etwas statisch. eine etage weiter oben bei dan beaumont ging es schon etwas melodischer zu, so dass er portable eine ganz gut gef\u00fcllte tanzfl\u00e4che \u00fcbergeben konnte. bei &#8222;ganz gut gef\u00fcllt&#8220; ist nebenbei bemerkenswert, dass es drinnen auf beiden etagen trotz gro\u00dfen andrangs vor der t\u00fcr bei regen immer noch sehr human zuging.<br \/>\nbei portable verstand ich fast die welt nicht mehr. da produziert jemand so sch\u00f6n melancholische, intime house-chansons, r\u00e4umt damit auf perlon-n\u00e4chten ab, aber die zu drei vierteln gef\u00fcllte panorama bar leerte sich bis zum ende seines sets gut zur h\u00e4lfte. wenn man mich fragt, ist das ihm absolut nicht anzulasten &#8211; fand es im gegenteil bewundernswert, wie er trotz jonglieren zwischen seinen ger\u00e4tschaften stimmlich und vom timing her sicher blieb. falsche zeit? abwandern der ersten touri-schicht? alle wollten nach unten? wahrscheinlich ein bisschen was von allem.<br \/>\nach ja, unten: trade. wer angenommen hatte, dass das kopflastige modular-wissenschaft wird, hatte nur halb recht. vom energielevel her war das so treibend wie das erste karenn-set an ort und stelle (woran ich pariah und blawan heute immer noch messe und was sie so bisher nicht mehr erreicht haben). einzig meine kondition kam mir hier dazwischen, so dass ich eher zuh\u00f6rte, bzw. im sitz im bereich der klobar mit 136 bpm im hintergrund wegnickte &#8211; schade, dies. sollte es ein n\u00e4chstes mal geben, werde ich vorab f\u00fcr mehr schlaf sorgen.<\/p>\n<p>zur\u00fcck zu abe duque, den ich bislang noch nicht wirklich zielgerichtet geh\u00f6rt hatte. auch er spielte \u00fcberraschenderweise mit ableton live, aber damit ist der direkte vergleich zu jeff deringer m\u00f6glich, den mr duque klar f\u00fcr sich entschied. zwar spielte er manche tracks zu kurz an, bzw. mixte zu schnell hinein, um dann auch wieder zum urspr\u00fcnglichen track zur\u00fcckzukehren. aber &#8222;where&#8217;s your child&#8220; geht ja immer, und der rest spielte sich in \u00e4hnlich acid- oder bassline-lastigen regionen ab.<br \/>\nder rest bis 1 uhr war ein stetiges umherschwirren, ohne irgendwo wurzeln zu schlagen. das klappte am ehesten noch bei mike dunn, dem gro\u00dfes lob erstens f\u00fcr seine makellose technik und zweitens f\u00fcr seine auswahl geb\u00fchrt, die sich nicht nur auf chicago und seine homies ende der 1980er oder anfang der 1990er beschr\u00e4nkte, sondern auch zeitgem\u00e4\u00dfen techhouse (wovon mir alles nichts sagte) oder auch &#8222;burnin'&#8220; von daft punk umfasste. eine legende, die den sprung ins jetzt geschafft hat, sozusagen. auch bei kim ann foxman blieb ich sehr gerne l\u00e4nger, alleine weil sie mit &#8222;novelty waves&#8220; von biosphere anfing und auch sonst ohne grenzen das spielte, wonach ihr war. dadurch kam ich zum ersten mal seit der e-werk-schlie\u00dfung anno 1997 mal wieder dazu, &#8222;monkey say, monkey do&#8220; von westbam im club zu h\u00f6ren.<br \/>\ndie halle gab es auch noch, aber die empfand ich als ein wenig hell und nicht so gem\u00fctlich wie zu neujahr 2015 oder auch zum geburtstag vor einem jahr. etwas frisch war es dort auch, was sich aber besserte, je mehr leute dort waren. insofern reicht es f\u00fcr dort und beim rest der floors eigentlich nur f\u00fcr streiflichter: the black dog konsequent mit ambient, bei polar inertia blieb ich tats\u00e4chlich auch mal l\u00e4nger, weil ich das sehr gut fand (&#8222;goodnight vienna&#8220; von lfo wiedererkannt), len faki fand ich beim durchgehen auch erstaunlich okay f\u00fcr meinen geschmack. (endlich mal) \u00fcberraschend gut war f\u00fcr mich dvs1, dem ich ja sonst gerne mal statische funktionalit\u00e4t vorwerfe. aber diesmal spielte er melodischer, mal mehr, mal minder treibend und hielt mich damit auch gerne mal 20 minuten bei laune. war deshalb so kurz, weil es da schon sonntagstypisch ordentlich voll wurde und ich den anderen ihren spa\u00df bei fortw\u00e4hrendem k\u00f6rperkontakt lassen wollte.<br \/>\nsteffi zeigte in der halle w\u00e4hrenddessen, dass auf sie als resident wirklich \u00fcberall verlass ist. da liefen dann auch tracks mit beats, u.a. &#8222;pete standing alone&#8220; von boards of canada, gefolgt von einem der vielen bj\u00f6rk-remixe. das, was ich von massimiliano oben mitbekam, ging ziemlich in die richtung aktueller legowelt-sachen, aber in anbetracht einer weiteren arbeitswoche und der f\u00fclle war es f\u00fcr mich an der zeit, das gratulieren dem rest bzw. der sonntagabend-schicht zu \u00fcberlassen.<\/p>\n<p>sch\u00f6ner geburtstag, bei dem trade, portable, polar inertia, kim ann foxman, (endlich mal) dvs1 und mike dunn f\u00fcr mich die h\u00f6hepunkte waren. w\u00e4re zwar hier und da gerne l\u00e4nger geblieben (bspw. bei steffi), aber ich hatte mich schon fr\u00fch mit der tatsache angefreundet, einfach im club meine runden zu drehen und mal hier und mal da zu schauen.<br \/>\ndie halle war mir zwar ein bisschen zu hell, musikalisch aber wie immer eine bereicherung und vor allem nahm sie etwas den druck aus der herrschenden f\u00fclle. ich f\u00e4nde es mittlerweile an der zeit, dass die t\u00fcr sonntagabend etwas fr\u00fcher den einlassstopp verh\u00e4ngen k\u00f6nnte. zwischen 20 und 2 uhr ist das unten im berghain eher ein permanentes suchen von l\u00fccken oder durchlassen von leuten. zwar ist es bewundernswert, dass das der guten stimmung keinen abbruch tut (und vielleicht w\u00fcrde ich auch anders dar\u00fcber reden, wenn ich frisch angekommen w\u00e4re), aber etwas weniger w\u00e4re hierbei mehr.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>es kommt mir fast wie gestern vor, die nachbetrachtung zum zehnten abgeschlossen zu haben (ist auch was wahres dran, war gut und gerne ende oktober), da wird der laden auf einmal schon 11 jahre alt. wie im letzten jahr mit dem elektroakustischen salon, bei dem ich trevor jackson wohl leider verpassen werde. daf\u00fcr mit mike&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[56,29,57,60,58,59,61],"class_list":["post-3909","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-abe-duque","tag-berghain","tag-mike-dunn","tag-portable","tag-the-black-dog","tag-trade","tag-trevor-jackson"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3909"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4442,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3909\/revisions\/4442"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3909"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3909"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3909"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}