{"id":3917,"date":"2015-12-26T10:24:50","date_gmt":"2015-12-26T09:24:50","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=3917"},"modified":"2016-01-19T10:39:59","modified_gmt":"2016-01-19T09:39:59","slug":"berlin-26-12-2015-berghain-holy-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2015\/12\/26\/berlin-26-12-2015-berghain-holy-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 26.12.2015] berghain: holy klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>auftakt einer berghain-woche, schlie\u00dflich wird ja noch das jahr gewechselt. davor erstmal aufw\u00e4rmen, findet jedoch nicht wie in den letzten jahren nur in der panorama bar, sondern eine etage tiefer statt. mit am interessantesten wird f\u00fcr mich wohl, wie viele extra den weg nach berlin auf sich nehmen. das aufgebot ist (wie so h\u00e4ufig) ja nicht ohne.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\">holy klubnacht<\/a><\/p>\n<p><u>berghain<br \/>\n<\/u>00:00 sa pa<br \/>\n04:00 ateq <i>live<br \/>\n<\/i>05:00 edward<br \/>\n07:00 dj dustin<br \/>\n10:00 moritz von oswald<br \/>\n12:00 polo<br \/>\n17:15 ateq<br \/>\n19:00 vrilski <i>live<br \/>\n<\/i>20:00 levon vincent<br \/>\n23:00 konstantin <i>b2b<\/i> prince of denmark<\/p>\n<p><u>eintritt<br \/>\n<\/u>12 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nangekommen: ca. 9:30<br \/>\ngegangen: ca. 3:30<\/p>\n<p>was sich als tats\u00e4chlich sehr entspannter sonntagvormittag anlie\u00df, wurde abends zum mittlerweile gewohnten massenauflauf, der so bis ungef\u00e4hr 2:00 anhielt. ab da entspannte sich die lage auch wieder und konstantin r\u00fcckte von den funktionalen tracks mit relativ austauschbaren sequenzen ab, die er gegen fiesere, sich subtil ins hirn schraubende nummern eintauschte. leider muss hier die beschreibung reichen, abgeschaut habe ich davon nichts.<\/p>\n<p>die restlichen 30 house-lastigen minuten mit dustin waren zum ankommen definitiv das richtige. der einzige vorwurf, den ich moritz von oswald im anschluss (spielte mit ableton live) machen w\u00fcrde (z\u00e4hlt aber zur kategorie &#8222;haar in der suppe suchen&#8220;), w\u00e4re der zu forsche start, da er direkt mit techno begann. klang nach alten robert hood-sachen, von denen sp\u00e4ter im set auch welche auftauchten. er nahm in der zweiten stunde wieder etwas druck heraus, daher dachte ich mir, dass der umgekehrte aufbau an sich ganz passend gewesen w\u00e4re. aber allen unkenrufen zum trotz: es bleibt f\u00fcr mich das beste set w\u00e4hrend der ganzen zeit, da er zum einen neben einigen maurizio-sachen die seinerzeit im tresor etablierte berliner und detroiter schule pr\u00e4sentierte, sie jedoch zugleich mit von dubstep beeinflussten tracks zu kombinieren wusste. da lief etwas vom &#8222;unbalance&#8220;-album von 2562 als letzter track und wenig zuvor &#8222;vancouver&#8220; von martyn, und es harmonierte alles hervorragend miteinander. wenn man also die tatsache ber\u00fccksichtigt, dass er eher weniger f\u00fcr das auflegen bekannt ist, hat er das echt bravour\u00f6s und in jeglicher hinsicht stilsicher gemeistert.<br \/>\nperfekt harmonisch aufeinander abgestimmte tracks und \u00fcberg\u00e4nge gab es erst recht bei polo, bei dem ich keinen zweifel mehr daran hatte, dass melodien nach &#8222;big room dj tool techno with white noise&#8220; der neueste schrei sind. kleines problem nur: f\u00fcr mich ist beides auf dauer nichts. als jemand, der bislang eher wenig m\u00fche auf harmonielehre aufgewendet hat, muss ich jedoch nicht ohne neid anerkennen, dass das mixtechnisch mit vinyl ganz gro\u00dfe klasse war. einzig den tracks fehlte abseits der melodiesequenzen gerne mal etwas richtig treibendes, so dass altgediente klassiker aus den 1990ern wie &#8222;marauder&#8220; von dj hmc (der fast bei jedem meiner berghain-besuche l\u00e4uft) und (endlich mal) &#8222;higher states of consciousness&#8220; von josh wink bei mir die besten eindr\u00fccke hinterlie\u00dfen. geschmackliche fragen mal au\u00dfen vor lassend: es passte perfekt zum raum und zur zeit, und da pom pom durch abwesenheit gl\u00e4nzte, konnte er auch gleich mal eine gute stunde l\u00e4nger spielen.<br \/>\nateq danach zur \u00fcberbr\u00fcckung bis vrilski: f\u00fcr mich kein gro\u00dfer ausrei\u00dfer nach oben oder unten, ich hab da aber auch eher geplauscht. vrilski selber wie auf dem nachtiville: bedingungslos treibend, auch mal mit breakbeats, nutzten damit die steilvorlage, dass der club sich wieder mehr als ordentlich gef\u00fcllt hatte.<br \/>\nlevon vincent war danach f\u00fcr mich der zweite favorit nach herrn von oswald &#8211; alleine weil er mit &#8222;sacred cycles&#8220; von lazonby begann (was vor ihm schon mal marcel fengler getan hatte, aber die nummer wird auch nicht alt). im gegensatz zu polo hielt er mich mit stilistischer bandbreite eher bei laune &#8211; da lief dann der westbam-remix von fad gadgets &#8222;collapsing new people&#8220; oder sp\u00e4ter auch &#8222;acid creak&#8220; von spokesman. konstantin wie bereits erw\u00e4hnt: eher funktional, w\u00e4hrend der prince of denmark zwar an seiner seite zu sehen war, jedoch h\u00f6chstens an den cdjs tracks heraussuchte und konstantin das mixen \u00fcberlie\u00df. da ich eh mal wieder viel l\u00e4nger als geplant dort war, dachte ich mir jedoch konsequenterweise, dass man gehen sollte, wenn es am sch\u00f6nsten ist. auch wenn sich die von vielen so gesch\u00e4tzte entspannte stimmung zum schluss da gerade einstellte, kann man das auch an anderen abenden wieder haben.<\/p>\n<p>in kurzform: ein weitestgehend entspannter besuch, bei dem f\u00fcr mich moritz von oswald und levon vincent f\u00fcr mich als klare gewinner hervorgingen und die fehlende panorama bar ganz gut musikalisch ausgeglichen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>auftakt einer berghain-woche, schlie\u00dflich wird ja noch das jahr gewechselt. davor erstmal aufw\u00e4rmen, findet jedoch nicht wie in den letzten jahren nur in der panorama bar, sondern eine etage tiefer statt. mit am interessantesten wird f\u00fcr mich wohl, wie viele extra den weg nach berlin auf sich nehmen. das aufgebot ist (wie so h\u00e4ufig) ja&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-3917","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3917","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3917"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3917\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3939,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3917\/revisions\/3939"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3917"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3917"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3917"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}