{"id":400,"date":"2007-06-08T17:56:59","date_gmt":"2007-06-08T15:56:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=400"},"modified":"2007-06-08T18:07:32","modified_gmt":"2007-06-08T16:07:32","slug":"einkaufe-vom-02-juni-2007","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2007\/06\/08\/einkaufe-vom-02-juni-2007\/","title":{"rendered":"eink\u00e4ufe vom 02. juni 2007"},"content":{"rendered":"<p>der anfang, den stapel an aufgelaufenem vinyl abzuarbeiten, muss ja irgendwann gemacht werden, also fange ich direkt mit den erwerbungen vom vergangenen samstag am paul-lincke-ufer an. davon einiges an nachholbedarf.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/976974\">substance &#038; vainqueur<br \/>\nremixes chapter 1<br \/>\n[scion versions sv 03]<\/a><br \/>\nan den zwei-monats-takt k\u00f6nnte man sich tats\u00e4chlich gew\u00f6hnen, zumal bislang wirklich keine katalognummer entt\u00e4uscht hat. das ist auch hier nicht der fall, allerdings kann man sich auch fragen, was bei hochkar\u00e4tern wie den british murder boys und sleeparchive schon anbrennen kann.<br \/>\nerstere nehmen sich den chain-reaction-klassiker &#8222;<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/7397\">emerge<\/a>&#8220; in zwei versionen vor, von denen die erste auch gleich mehr \u00fcberzeugt. entspannten dubtechno gibt&#8217;s da selbstverst\u00e4ndlich nicht, sondern vielmehr den gewohnten gebrochenen 4\/4-takt, der das original nicht nur erahnen l\u00e4sst, und dadurch mit einer gewissen portion funk in die beine f\u00e4hrt. der zweite remix haut vom beat her eigentlich in die selbe kerbe, allerdings ist der auch das einzig erw\u00e4hnenswerte. hervorragend geeignetes tool dennoch.<br \/>\nsleeparchive wieder in bester form, obwohl er &#8222;immersion&#8220; (die b-seite der <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/826884\">sv 01<\/a>) im grunde genommen kaum antastet, sondern schlicht und ergreifend die echo-chords umgruppiert. klasse ist das dennoch, weil man den remix dadurch direkt hinter dem original spielen kann, um das ende des warm-ups einzul\u00e4uten oder wenn man einfach eine version des tracks haben m\u00f6chte, die den spannungsbogen in einem techno-set zu fortgeschrittener stunde nicht unterbricht.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/938905\">surgeon<br \/>\nwhose bad hands are these? (part 2)<br \/>\n[dynamic tension dtr009]<\/a><br \/>\nso ist das eben, wenn man sich fragt, ob aus dem techno-bereich \u00fcberhaupt noch neue impulse kommen k\u00f6nnen oder man nicht besser beraten w\u00e4re, auf die sachen zwischen 1991 und 1997 zur\u00fcckzugreifen, wenn man sachen mit einer von stumpfheit befreiten h\u00e4rte spielen m\u00f6chte: auf einmal kommen wieder platten heraus, welche all diese bedenken wegb\u00fcgeln. sicherlich ist das zu polemisch, es gab in der zwischenzeit gen\u00fcgend sachen, die auch den plattendreher mit anspruch zufriedenstellten, und auch birmingham war eine gr\u00f6\u00dfe, auf die man sich immer irgendwie verlassen konnte, aber was surgeon hier aufbietet, sind ganz gro\u00dfe kaliber &#8211; zwar auch von ihm selbst, aber sp\u00e4testens bei monolake f\u00e4llt einem nichts mehr ein, au\u00dfer dass man tracks wie diese in dunklen r\u00e4umen unter strobogewitter spielen will. am liebsten sofort.<br \/>\nneu ist auch nicht, dass er eine ader f\u00fcr dubstep hat &#8211; das zeigten bereits seine letzten sets. insofern verwundert es nicht, dass seine wahl auf vex&#8217;d als remixer f\u00e4llt, und die machen mit ihrer dunklen, aber dennoch warmen note ebenfalls alles richtig.<br \/>\ninsofern eine platte, an der kein techno-dj mit restverstand in diesem jahr vorbeikommen wird.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/971486\">brother from another planet \/ .xtrak<br \/>\n7th city classics vol. 1<br \/>\n[7th city scd 022]<\/a><br \/>\nlaut discogs kommen in der serie noch zwei platten nach, &#8222;<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/18583\">planet earth<\/a>&#8220; wird aber nicht dabei sein, um evtl. aufkeimende vorfreude gleich im keim zu ersticken.<br \/>\nclaude young mit &#8222;acid wash conflict&#8220;, eher minimal als acid, dennoch mit dem funk versehen, der damalige minimale platten im gegensatz zu den meisten heutigen erscheinungen auszeichnete.<br \/>\ndie b-seite mit &#8222;multiplexor&#8220; von todd sines in co-produktion mit daniel bell, dessen handschrift hier auch mehr als deutlich erkennbar ist. war einer der tracks, die ich mir als deckshark im berghain (bei fiedel) abgeschaut habe. die &#8222;<a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/24836\">packet burst<\/a>&#8220; wird dennoch in meiner wantlist bleiben, weil ich von der sorte tracks einfach nicht genug bekommen kann. f\u00fcr diejenigen, die gerne wissen wollen, wie spannend drei spuren (bass, hihat, sequenz) \u00fcber f\u00fcnf minuten klingen k\u00f6nnen, kommt der nachhilfeunterricht hier allerdings goldrichtig.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/971880\">redshape<br \/>\nsteam ep<br \/>\n[delsin dsr\/rds3]<\/a><br \/>\nich wei\u00df echt nicht, ob es an der vorarbeit durch seinen live-act im berghain liegt, dass mir alles hier zusagt, aber f\u00fcr mich steht fest, dass die platte auf gro\u00dfen floors mit entsprechender beschallung richtig z\u00fcnden kann, weil das beinahe schon hymnische thema des titeltracks (dessen namen man dann auch gleich w\u00f6rtlich nehmen sollte) nichts anderes zul\u00e4sst. &#8222;light&#8220; ist als beatlos-melodi\u00f6ser track wunderbar als intro einzusetzen, &#8222;munch&#8220; d\u00fcrfte manchem dj mit den versetzten hihats die schwei\u00dfperlen auf die stirn treiben, bleibt aber dennoch der am ehesten universell einsetzbare track. warum ich &#8222;plush&#8220; auf einmal mit tokioter skylines assoziiere, kann ich mir auch nicht erkl\u00e4ren. liegt vielleicht an der asiatisch angehauchten melodie der sequenz.<br \/>\nehe ich mir an philosophischen exkursen die z\u00e4hne ausbei\u00dfe: die platte hat die <a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/845715\">music man<\/a> als meinen favoriten abgel\u00f6st.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/686798\">redshape<br \/>\ntelefunk<br \/>\n[styrax leaves strx leaves 09]<\/a><br \/>\nim nachhinein \u00fcberf\u00e4lliger nachkauf, obwohl ich sie mir bereits zwei male angeh\u00f6rt, aber immer wieder zur\u00fcckgestellt hatte. wei\u00df auch nicht wieso. vielleicht war ich seinerzeit noch zu sehr darauf fixiert, das neue in der immer auf&#8217;s extremere durchexerzierten disharmonie zu suchen. auch egal, weil er es hier bravour\u00f6s schafft, alte chicagoer (beats) und detroiter (fl\u00e4chen) schule zu verbinden, das aber mit netten gimmicks zu bereichern wei\u00df, so dass man die platte am ende eigentlich schon wegen der perfekten produktion haben muss.<\/p>\n<p><a target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.discogs.com\/release\/959853\">unknown artist<br \/>\n99<br \/>\n[wooling woo099]<\/a><br \/>\nhaken wir die a-seite als minimal-tool ab, was als track f\u00fcr zwischendurch ganz ok, aber mit sicherheit nicht mehr ist.<br \/>\ndie b-seite hatte marcel dettmann bei meinem letzten berghain-besuch gespielt und ich nicht genau hingeschaut, so dass ich bei dem roten licht erst dachte, es k\u00f6nnte eine wagon repair sein. demn\u00e4chst am besten l\u00e4nger als f\u00fcnf sekunden hinschauen oder am besten gleich den dj fragen, dann muss man nicht erst zuf\u00e4llig bei den us-neuheiten rumst\u00f6bern, um das label grob wiederzuerkennen.<br \/>\nm\u00fcsste so 11 uhr morgens gewesen sein, als der track lief &#8211; wei\u00df ich auch nicht mehr so genau. minimal gibt&#8217;s zwar auch hier, aber dieser eine sich \u00fcber die gesamte laufzeit erstreckende metall-blecherne sound, der immer passgenau zwischen den beats sitzt, sorgt daf\u00fcr, dass der track schleppend und fordernd zugleich wirkt, was gerade um die uhrzeit extrem hypnotisch wirkt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>der anfang, den stapel an aufgelaufenem vinyl abzuarbeiten, muss ja irgendwann gemacht werden, also fange ich direkt mit den erwerbungen vom vergangenen samstag am paul-lincke-ufer an. davon einiges an nachholbedarf. substance &#038; vainqueur remixes chapter 1 [scion versions sv 03] an den zwei-monats-takt k\u00f6nnte man sich tats\u00e4chlich gew\u00f6hnen, zumal bislang wirklich keine katalognummer entt\u00e4uscht hat.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[3,2],"tags":[],"class_list":["post-400","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-frisch-eingetroffen","category-musik"],"modified_by":null,"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=400"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/400\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=400"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=400"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=400"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}