{"id":4136,"date":"2016-06-30T00:21:47","date_gmt":"2016-06-29T22:21:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4136"},"modified":"2017-07-30T17:47:15","modified_gmt":"2017-07-30T15:47:15","slug":"laerz-29-06-03-07-2016-fusion-festival","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2016\/06\/30\/laerz-29-06-03-07-2016-fusion-festival\/","title":{"rendered":"[l\u00e4rz \/ 29.06.-03.07.2016] fusion festival"},"content":{"rendered":"<p>wie letztes jahr: die nachbetrachtung f\u00fcr das vorjahr steht noch aus (daf\u00fcr ist die f\u00fcr 2014 immerhin fertig), aber die vorfreude ist (wieder einmal dank erfolgreicher wunschkandidatur) riesig. ein bisschen wehmut schwingt mit, weil 2016 auch f\u00fcr die fusion in ihrem 20. jahr eine z\u00e4sur wird, indem der j\u00e4hrliche modus verlassen wird, so dass sie fortan alle zwei jahre stattfindet. aus logistischen gr\u00fcnden ist das aber nachvollziehbar und nimmt den stimmen hoffentlich ein bisschen wind aus den segeln, die dem festival beim wachstum in den letzten jahren selbstbereicherung vorgeworfen haben.<\/p>\n<p>die nachbetrachtung folgt dann irgendwann so im juli 2017.<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung (30. juli 2017)<\/span><\/p>\n<p>an sich hatte ich das mit dem anvisierten datum eher kokett gemeint, werde aber nun doch von der realit\u00e4t \/ dem arbeitsalltag eingeholt. nun ja, keine weiteren ausreden, sondern n\u00e4gel mit k\u00f6pfen gemacht.<\/p>\n<p>also zun\u00e4chst mal richtiggestellt: die fusion nimmt 2017 eine auszeit, es ist kein auf alle zwei jahre beschr\u00e4nkter rhythmus. es wei\u00df zwar noch niemand, wie sie sich 2018 pr\u00e4sentieren wird. aber wie schon in den letzten jahren (ihr ahnt es) war bereits bei der r\u00fcckfahrt klar, dass das wochenende um die sommersonnenwende auch 2018 freigehalten wird. auf den letzten monat r\u00fcckblickend kann ich schon mit fug und recht behaupten: die hat schon echt gefehlt dieses jahr.<\/p>\n<p>also mal schauen, was die erinnerung anhand von fotos und festivalplan so freilegt&#8230;<\/p>\n<p><strong>toll war:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>es entwickelt sich wirklich zu einem running gag, aber im positiven sinne: wieder einmal bei sixt hochgestuft zu werden. dieses mal zu einer wei\u00dfen mercedes c-klasse, deren helle ledersitze so viel stil hatten, dass ich nur hoffte, dass es nicht regnen wird und ich im wagen nicht unn\u00f6tig viel schmutz hinterlasse. ist alles nicht passiert. die fahrt auf den family space \u00fcber den rad-\/fu\u00dfg\u00e4ngerweg inklusive s\u00fcffisanten kommentaren wie &#8222;auf die karre wirst du aufpassen m\u00fcssen&#8220; wird im ged\u00e4chtnis bleiben. und ja, ein anteil von schlechtem gewissen ebenfalls.<\/li>\n<li>nach all den jahren ein klapprad dabei zu haben, inklusive licht und schloss. jeder, der entweder hinter den bachstelzen oder wie meine wenigkeit seit jahren beim family space campt, wird die schweren beine am samstag kennen. es bot sich dieses mal die chance, sich ein klapprad ausleihen zu k\u00f6nnen, dessen einziges manko daraus bestand, dass sich der sattel nach hinten klappte. das f\u00fchrte aber erstens zu lustigen techniken, den wieder beim fahren in die waagerechte zu bringen, und zweitens hatte das gute st\u00fcck einen gep\u00e4cktr\u00e4ger. das hilft beim transport von getr\u00e4nkekisten ungemein.<br \/>\nunn\u00f6tig zu erw\u00e4hnen, dass es die entscheidungen, sich mal kurz wieder zur\u00fcck zum camp zu begeben, erstaunlich erleichtert. ein nachteil zwar, dass ich dadurch gar nicht im content oder der casbah zu finden war, aber auf der haben-seite steht die erfahrung, dass man selbst samstag nacht mit dem fahrrad ganz klasse \u00fcber das gel\u00e4nde kommt, ohne sich unbeliebt zu machen &#8211; ein bisschen umsicht nat\u00fcrlich vorausgesetzt. ich kann&#8217;s wirklich nur jedem empfehlen, dessen campinglager mehr als 500 meter entfernt liegt.<\/li>\n<li>weniger ein running gag, sondern mittlerweile so eine verl\u00e4ssliche konstante wie das festival selbst: <strong>fil<\/strong>. nach dem content anno 2015 dieses mal wieder auf dem roten platz am freitag mittag und damit auch wieder vor der anzahl an leuten, die er verdient.<\/li>\n<li><strong>modeselektor<\/strong> haben nach einigen jahren eines der besten turmb\u00fchnen-schlusssets hingelegt, das ich mir vorstellen konnte. zugegeben: das setting war auch super, mit teilen des line-ups neben ihnen auf dem pult tanzend, das wetter, die beleuchteten raupen von 2010 \u00fcber der b\u00fchne. aber der eklektizismus, mit dem sie von besinnlichen nummern wie &#8222;king in my empire&#8220; von rhythm &amp; sound in kurzer zeit zu &#8222;the vamp&#8220; von outlander, direkt gefolgt von &#8222;the bells&#8220; kamen, war einfach beispielhaft. \u00fcberzogen auch mal eben um anderthalb stunden.<\/li>\n<li><strong>hgich.t<\/strong> in der tubebox. das hatten einige andere schon eher vorausgesehen, so dass eine menschentraube davor stand und nur nach dem prinzip &#8222;einer raus, einer rein&#8220; verfahren wurde. klappte aber zu den letzten takten von &#8222;tutenchamun&#8220; noch, und da war noch nicht schluss.<\/li>\n<li><strong>serge<\/strong> im querfeld, der als herrscher \u00fcber das clone-imperium eh aus dem vollen erfahrungsschatz seit den 1980ern sch\u00f6pfte.<\/li>\n<li><strong>feine sahne hitfilet<\/strong> in der r\u00e4uberh\u00f6hle. wenn ich mich nicht irre, war es ein trompeter und der drummer einer mittlerweile doch recht bekannten deutschen punkrock-combo, die dort am freitag abend soul und r&amp;b wie von den jackson 5 spielte und bei treibhaustemperaturen richtig viel spa\u00df hatten.<\/li>\n<li><strong>youth man<\/strong> in der datscha, mit einer frontfrau, f\u00fcr die das wort &#8222;energieb\u00fcndel&#8220; erfunden worden ist. hardcore-punk, sch\u00f6n laut vorgetragen und sie gerne beim pogo in der menge. f\u00fcr mich eine der \u00fcberraschungen der fusion.<\/li>\n<li>eine andere: <strong>sasha perera<\/strong> im kolkata (ehemals karl kutter), die zeigte, dass stile wie trap oder footwork auch bei sonnenaufgang inklusive crowdsurfing funktionieren k\u00f6nnen.<\/li>\n<li>vor ihr an der seeb\u00fchne genossen: <strong>pinch<\/strong>. erstmal gut, die leute nach tanith mit techno zu k\u00f6dern und sich dann zu dubstep und grime zu steigern. nat\u00fcrlich: highlight.<\/li>\n<li>gar nicht mal schlecht: <strong>rampue<\/strong>, der die tanzw\u00fcste samstag abend er\u00f6ffnete. klar z\u00e4hlt melodischer techhouse nicht zu dem, was ich mir in den warenkorb packe, aber im festivalkontext war da absolut nichts auszusetzen. hat das set mit seinem &#8222;sympathy for the devil&#8220;-bootleg am schluss ganz einfach mal eben selbst gekr\u00f6nt.<\/li>\n<li>das mapping auf der r\u00fcckseite der turmb\u00fchne.<\/li>\n<li><strong>pant\u00e9on rococo<\/strong> bei den triebwerken. leider nicht komplett mitbekommen, aber bei der stimmungsgarantie f\u00fcr eine der n\u00e4chsten ausgaben auf den zettel gesetzt.<\/li>\n<li><strong>dakhabrakha<\/strong> auf dem roten platz am samstag nachmittag. ukrainische folklore, von den stimmen getragen. etwas besinnlich, aber bei der innenpolitischen situation im land w\u00e4re alles andere nicht authentisch gewesen.<\/li>\n<li><strong>oliver huntemann<\/strong> sonntag nachmittag auf der turmb\u00fchne. eine unaufgeregte rave-stimmung war das. erinnere mich nur an &#8222;die schallplatte&#8220; von wassermann, in dem stil verlief auch das set.<\/li>\n<li><strong>giegling<\/strong> sonntag fr\u00fch auf der tanzw\u00fcste. da habe ich zumindest mehr als eine stunde verbracht. in jedem fall war konstantin mit von der partie, der andere k\u00f6nnte sa pa gewesen sein. passte aber ebenfalls zur morgenstimmung.<\/li>\n<li>wieder einmal der kleine &#8222;geheimfloor&#8220; neben dem sonnendeck. dort im ged\u00e4chtnis neben &#8222;smells like teen spirit&#8220; geblieben: &#8222;fick die uni&#8220; von der antilopen gang. kannte ich bis dahin echt nicht, hat aber nicht zuletzt wegen der textsicherheit der anderen g\u00e4ste beim herumspringen ganz sch\u00f6n viel spa\u00df gemacht. dann noch die fast verzweifelten anfragen des &#8222;barkeepers&#8220;, ob nicht jemand sein telefon anklemmen wolle, um die einmalige chance wahrzunehmen, ein dj auf der fusion zu werden.<\/li>\n<li><strong>scheissediebullen<\/strong> im schuhkarton samstag nachmittag. alleine wegen des namens hingegangen, sch\u00f6n harten punk geh\u00f6rt, der sich auf bandcamp sogar richtig melodisch anh\u00f6rt. vor ort war das einige spuren brachialer.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>nicht so toll war:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>wieder kein theaterst\u00fcck gesehen, aber nach dem f\u00fcr 2017 g\u00fcnstigen termin beschlossen, mit der at.tension ernst zu machen. jetzt muss das auch nur noch hier mit dem ticket klappen.<\/li>\n<li>wer die stehpisser vermisst: wird&#8217;s sicher gegeben haben, aber da ich mit fahrrad unterwegs war, habe ich sie nicht so sehr wahrgenommen. sehr positiv \u00fcbrigens, dass vermehrt auf komposttoiletten gesetzt wird.<\/li>\n<li><strong>robert babicz<\/strong> auf der turmb\u00fchne. gut, fan von ihm werde ich in diesem leben wohl echt nicht mehr, aber nach den jahrzehntelangen erfahrungen als live-act mag man ja annehmen, dass er harmonien und dramaturgien aus dem handgelenk beherrscht. hatte bei der gelegenheit aber nicht den eindruck.<\/li>\n<li>kein mir bekannter breakcore-act in der tubebox donnerstag nacht. auch im bassline circus habe ich das vermisst, der nach einem jahr aussetzen wieder an bekannter stelle stand und somit h\u00e4tte einspringen k\u00f6nnen. auch da habe ich viel zu wenig zeit verbracht, was aber eher an meiner koordination lag.<\/li>\n<li><strong>acid pauli<\/strong> auf dem sonnendeck verpasst zu haben.<\/li>\n<\/ul>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>wie letztes jahr: die nachbetrachtung f\u00fcr das vorjahr steht noch aus (daf\u00fcr ist die f\u00fcr 2014 immerhin fertig), aber die vorfreude ist (wieder einmal dank erfolgreicher wunschkandidatur) riesig. ein bisschen wehmut schwingt mit, weil 2016 auch f\u00fcr die fusion in ihrem 20. jahr eine z\u00e4sur wird, indem der j\u00e4hrliche modus verlassen wird, so dass sie&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-4136","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4136","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4136"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4136\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4505,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4136\/revisions\/4505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4136"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4136"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4136"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}