{"id":4170,"date":"2016-08-05T00:46:43","date_gmt":"2016-08-04T22:46:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4170"},"modified":"2016-08-13T00:44:47","modified_gmt":"2016-08-12T22:44:47","slug":"olganitz-05-08-08-2016-nachtdigital","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2016\/08\/05\/olganitz-05-08-08-2016-nachtdigital\/","title":{"rendered":"[olganitz \/ 05.-08.08.2016] nachtdigital"},"content":{"rendered":"<p>mehr festivals au\u00dferhalb berlins werden es dieses jahr nicht. beim line-up beweisen sie viel mut f\u00fcr experimente, verzichten bei der 19. ausgabe nahezu vollst\u00e4ndig auf die gro\u00dfen festivalbekannten und bieten daf\u00fcr den kennern und \/ oder neugierigen etwas. ich werde es dennoch erst hinzuf\u00fcgen, sobald der festivalplaner in meine h\u00e4nde gewandert oder irgendwo etwas im netz aufgetaucht ist.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/nachtdigital.de\" target=\"_blank\">nachtdigital no. 19<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">open air<\/span><br \/>\n<strong>freitag, 05.08.2016<\/strong><br \/>\n19h00 nina<br \/>\n21h00 onetake<br \/>\n<strong>samstag, 06.08.2016<\/strong><br \/>\n00h00 aisha devi<br \/>\n01h00 gabe gurnsey<br \/>\n02h00 erika<br \/>\n03h00 bmg<br \/>\n05h00 carlos souffront<br \/>\n07h00 derek plaslaiko<br \/>\n09h00 bryan kasenic<br \/>\n<em>11h00 pause<\/em><br \/>\n17h00 weber<br \/>\n18h00 tm404<br \/>\n19h00 lawrence<br \/>\n20h00 dj richard<br \/>\n<strong>sonntag, 07.08.2016<\/strong><br \/>\n00h00 steevio &amp; suzybee<br \/>\n01h00 dj stingray<br \/>\n03h00 steffen bennemann<br \/>\n05h00 diwa<br \/>\n07h00 dj so<br \/>\n09h00 solar<br \/>\n<em>11h00 ende<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">the tent<\/span><br \/>\n<strong>freitag, 05.08.2016<\/strong><br \/>\n21h00 jennifer cardini<br \/>\n<strong>samstag, 06.08.2016<\/strong><br \/>\n00h00 borusiade<br \/>\n01h00 jens-uwe beyer<br \/>\n02h00 manamana<br \/>\n<em>05h00 pause<\/em><br \/>\n22h00 robag wruhme<br \/>\n<strong>sonntag, 07.08.2016<\/strong><br \/>\n01h00 felix laband<br \/>\n02h00 red axes<br \/>\n03h00 soundstream<br \/>\n<em>06h00 ende<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">lake<\/span><br \/>\n<strong>samstag, 06.08.2016<\/strong><br \/>\n12h00 brenz hold<br \/>\n14h00 tolouse low trax<br \/>\n15h00 good news<br \/>\n<em>17h00 pause<\/em><br \/>\n<strong>sonntag, 07.08.2016<\/strong><br \/>\n11h00 mr ties<br \/>\n<em>15h00 ende<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">ambient floor<\/span><br \/>\n<strong>freitag, 05.08.2016<\/strong><br \/>\n21h00 feinrippmarcel<br \/>\n<strong>samstag, 06.08.2016<\/strong><br \/>\n00h00 brenz hold<br \/>\n04h00 leafar legov<br \/>\n05h30 emrauh<br \/>\n07h00 brother louie &amp; michelson<br \/>\n11h00 onetake &amp; steffen bennemann<br \/>\n14h00 drama<br \/>\n18h00 neele<br \/>\n20h00 elli &amp; chriso<br \/>\n23h00 bifiboy<br \/>\n<strong>sonntag, 07.08.2016<\/strong><br \/>\n00h00 birds &amp; tapes<br \/>\n01h00 jing<br \/>\n02h00 christian<br \/>\n03h00 arf<br \/>\n05h00 nina<br \/>\n07h00 good news<br \/>\n09h00 derek plaslaiko<br \/>\n<em>10h00 ende<\/em><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nda in der reisegruppenauswertung am montag schon eine punktevergabe gefragt war, nehme ich gleich am anfang die spannung: insgesamt 7 von 10. liest sich h\u00e4rter als es ist, ich mag nur keine gebrochenen zahlen hierbei und f\u00fcr eine 8 h\u00e4tte es nicht gereicht.<\/p>\n<p>was sorgt f\u00fcr punktabz\u00fcge?<\/p>\n<ul>\n<li>der flooraufbau im zelt und da vor allem das licht, wobei der feiergraben mit den neonr\u00f6hren die messlatte im letzten jahr schon sehr hoch gelegt hatte. die w\u00fcrfel hinter den djs h\u00e4tten einiges an potential f\u00fcr mapping-visuals hergegeben, was aber nur ansatzweise genutzt wurde. die r\u00fcckseite der turmb\u00fchne auf der fusion gab da f\u00fcr meine begriffe vor, wie es laufen sollte. insgesamt fand ich es im zelt zu hell und vom licht her zu statisch. zwischen hell und dunkel wurden keine wirklich krassen akzente gesetzt, aber vielleicht war ich nur zu den falschen uhrzeiten dort. auch die visuals ans \u00e4u\u00dfere des zeltes beschr\u00e4nkten sich auf projektion zweier bilder (eines f\u00fcr freitag auf samstag, eines f\u00fcr samstag auf sonntag).<\/li>\n<li>die musikalische dramaturgie in der nacht von freitag auf samstag. gegen die ersten sets l\u00e4sst sich absolut nichts sagen. das ambient-warm-up von nina auf der hauptb\u00fchne, das man so gar nicht als erstes set wahrnahm sowie onetake im anschluss, der sich auch mal traute, pinch &amp; mumdance auf tectonic zu spielen, lie\u00df f\u00fcr die folgenden stunden vieles hoffen. gleiches f\u00fcr jennifer cardini im zelt, die ich mir das erste mal f\u00fcr mehrere minuten am st\u00fcck gegeben habe und einen astreinen spannungsbogen von langsameren tracks zu hits \u00e0 la &#8222;jam the maze&#8220; von house syndicate darbot. beides vielversprechend, aber aisha devi erschloss sich mir auf der hauptb\u00fchne mit ihren danebenliegenden vocals so gar nicht und auch borusiade nahm nach der vorlage f\u00fcr meinen geschmack zu viel dampf aus dem kessel.<br \/>\ndas wurde durch gabe gurnsey (in acid-house-tradition), erika (techno mit electro-einschlag, sehr aufger\u00e4umter sound) und bmg (der sich auf chicago eingeschossen hatte) auf der hauptb\u00fchne besser. aber die frische nacht, diese eine f\u00fcr mich stimmungsabflauende stunde zwischen 0 und 1 sowie eh wenig schlaf in der vorigen nacht f\u00fchrten gegen 4h00 zur entscheidung, das auto als schlafst\u00e4tte aufzusuchen. manamana hatten das zelt dort (ganz heimspiel) zwar fest im griff, aber richtig motivieren konnten sie mich auch nicht.<\/li>\n<li>rein subjektiv und der organisation absolut nicht anzukreiden: das unbest\u00e4ndige wetter, wobei sich das auf wenige regenschauer und vor allem auf die k\u00e4lteren n\u00e4chte beschr\u00e4nkte. aber der schauer am sonntag hielt mich schon etwas davon ab, wieder auf&#8217;s gel\u00e4nde zu wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>was rei\u00dft es daf\u00fcr nach oben?<\/p>\n<ul>\n<li>kaum zu glauben, aber ich fand die inszenierung der hauptb\u00fchne, die f\u00fcr mich immer etwas zu hoch war, das erste mal richtig gelungen. permanente visuals von zwei beamern, der gro\u00dfteil der lichter unter und hinter den acts, aber trotzdem wirkte es nur ganz selten so, als ob die k\u00fcnstler damit in den vordergrund ger\u00fcckt werden sollten. vielmehr verschmolzen sie mit den restlichen lichtern und den visuals, so dass sie teil des gro\u00dfen ganzen visuellen geschehens auf der b\u00fchne wurden, das sich auch auf die linke und rechte flanke erstreckte.<br \/>\ndavon abgesehen war der samstag abend mit dj richard bereits ganz gro\u00df, der mir in den ersten 20 minuten schon leid tat, weil der eine technics st\u00e4ndig sprang, was schon bei der ersten platte (&#8222;the afterlife&#8220; von ron trent) nervte &#8211; am meisten wohl ihn selbst. sp\u00e4ter noch die &#8222;apathism&#8220; von heiko laux pr\u00e4sentiert zu bekommen, freute mich aber ungemein. auch sonst keine scheuklappen, zwischen wave, ebm, acid und techno wechselnd, das war sehr gelungen. dj stingray setzte danach f\u00fcr mich noch locker einen obendrauf, auch wenn er einen harten kern an tracks immer wieder spielt, so ist die art und weise, wie er sich und die musik pr\u00e4sentiert, ein musterbeispiel an understatement bei gleichzeitig gr\u00fcndlicher zerlegung der tanzfl\u00e4che durch stetig angezogene temposchrauben. f\u00fcr mich das set des wochenendes. steffen bennemann \u00fcberraschte mich danach mit &#8222;trac-x&#8220; von circuit breaker, wobei das zur 150-bpm-vorlage zuvor schon passte.<br \/>\ndj so, solar und auch weite teile von lawrence habe ich leider verpasst, wobei ich bei letzterem gar nicht wusste, dass er gerade spielt, als ich mir die platte als souvenir mitgenommen habe. \u00fcber ersteren habe ich aus zweiter und dritter hand jedoch nur gutes geh\u00f6rt.<\/li>\n<li>die neue position des ambient-floors, den man zugegebenerma\u00dfen etwas suchen musste: links vor dem eingang am zaun entlang befand sich die insel vor einer riesigen wiese. damit gab es keine st\u00f6rungen von den anderen beiden floors wie der haupt- oder der seeb\u00fchne wie in den letzten jahren, so dass man sich dort in aller ruhe auf den sound konzentrieren konnte. bin aber auch dort nur einmal durchgelaufen.<\/li>\n<li>der klub animadiso, der mit eurodance, dem besten der 1990er und vor allem &#8222;danza kuduro&#8220; von lucenzo und don omar als klubtanz, den der dj alle viertelstunde spielte und die animateure nach bester gro\u00dfraumdissentradition alle mit bester laune choreographierte. genau wie das rave-quiz vor zwei und beim karaoke vor einem jahr brachte das genau die portion humor bzw. selbstironie hinein, die das nachtdigital so liebenswert machen. das speed-dating im anschluss trieb das alles mit \u00fcberspitzt gutgelaunt-ernster moderation auf die spitze. und ja, ich hab&#8217;s ausprobiert, dabei leider tm404 auf der hauptb\u00fchne verpasst. daf\u00fcr\u00a0wei\u00df ich nun, dass ich drei runden beim limbo \u00fcberstehen kann. nur gegen eine ger\u00e4uschkulisse von 30 leuten auf zwei b\u00e4nken anzuschreien, wurde auf dauer anstrengend.<\/li>\n<li>auch wenn ich es nicht in eine der h\u00e4ngematten bei der insel des gl\u00fccks geschafft habe: sch\u00f6n gro\u00df war der bereich dieses mal.<\/li>\n<li>erstaunlich hoher anteil an \u00f6kotoiletten.<\/li>\n<li>&#8222;leg dein ohr auf die schiene der geschichte&#8220; von freundeskreis war als letzer track im wruhme-set ein mehr als passender kommentar zum aktuellen weltgeschehen. \u00fcberhaupt gar nicht schlecht, der herr, in seinen letzten 20 minuten.<\/li>\n<li>mr ties am see sonntagnachmittag. manche m\u00f6gen seine filterspielereien am rotary-mixer als kaschierung mangelnder mixk\u00fcnste abtun. da ich es ja bekannterma\u00dfen nie zu einer homopatik geschafft habe, war dies das erste mal, dass ich ihn geh\u00f6rt habe, und obwohl es hittig war, geh\u00f6rt schon was dazu, innerhalb von einer stunde von &#8222;around the world&#8220; von daft punk oder &#8222;vamos \u00e0 la playa&#8220; von righeira zu veritablen techno-nummern wie &#8222;turkish bazar&#8220; von emmanuel top zu kommen. klar, dass dabei ecken und kanten auftreten k\u00f6nnen, aber das war f\u00fcr mich ein w\u00fcrdiger abschluss.<\/li>\n<\/ul>\n<p>jedoch keine\u00a0frage, ob die 7\/10 f\u00fcr ein wiederkommen n\u00e4chstes jahr reicht: nat\u00fcrlich ist das erste augustwochenende 2017 dick im kalender angestrichen. auch wenn der freitag insgesamt ein ganz sch\u00f6ner d\u00e4mpfer war, riss der samstag das f\u00fcr mich wieder raus. und bei einem festival so viel experimente mit namen zu wagen, bei denen man schon als sammler oder regelm\u00e4\u00dfiger partyg\u00e4nger dabei sein muss, gibt noch mehr sympathiepunkte f\u00fcr ein ohnehin schon liebenswertes festival, das einen jahr f\u00fcr jahr neugierig darauf macht, welche\u00a0idee\u00a0sie f\u00fcr das n\u00e4chste mal\u00a0haben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>mehr festivals au\u00dferhalb berlins werden es dieses jahr nicht. beim line-up beweisen sie viel mut f\u00fcr experimente, verzichten bei der 19. ausgabe nahezu vollst\u00e4ndig auf die gro\u00dfen festivalbekannten und bieten daf\u00fcr den kennern und \/ oder neugierigen etwas. ich werde es dennoch erst hinzuf\u00fcgen, sobald der festivalplaner in meine h\u00e4nde gewandert oder irgendwo etwas im&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[109,108,112,107,111,110],"class_list":["post-4170","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-dj-richard","tag-dj-stingray","tag-jennifer-cardini","tag-nachtdigital","tag-onetake","tag-robag-wruhme"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4170","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4170"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4170\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4179,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4170\/revisions\/4179"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4170"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4170"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4170"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}