{"id":4239,"date":"2016-11-01T16:43:53","date_gmt":"2016-11-01T15:43:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4239"},"modified":"2016-11-20T10:37:17","modified_gmt":"2016-11-20T09:37:17","slug":"tokio-02-11-2016-grassroots-19th-anniversary-party","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2016\/11\/01\/tokio-02-11-2016-grassroots-19th-anniversary-party\/","title":{"rendered":"[tokyo \/ 02.11.2016] grassroots: 19th anniversary party"},"content":{"rendered":"<p>irgendwie ganz gutes timing, dass der artikel \u00fcber tokyos audiophile spielst\u00e4tten k\u00fcrzlich auf <a href=\"https:\/\/www.residentadvisor.net\/features\/2724\" target=\"_blank\">residentadvisor<\/a> erschienen ist. und da der 3. november in japan feiertag ist (bunka no hi &#8211; feiertag der kultur), kann man auch mittwochs ohne schlechtes gewissen ausgehen. purer zufall, dass der im artikel erw\u00e4hnte dj nobu zum jubil\u00e4um des ladens spielen wird. hat im berghain bislang mit ihm nie geklappt, aber sein soma-podcast h\u00f6rt sich vielversprechend an.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.grassrootstribe.com\" target=\"_blank\">grassroots 19th anniversary party<\/a><br \/>\ndj nobu<br \/>\nhikaru<br \/>\nya\u25b3ma<br \/>\nconomark<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">adresse<\/span><br \/>\n1-6-12 koenji minami, suginami-ku, tokyo, 166-0003<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">start<\/span><br \/>\n23 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nwenn jemand ein paradebeispiel f\u00fcr das etikett &#8222;wohnzimmerclub&#8220; sucht, ist das grassroots die goldrichtige adresse.<\/p>\n<p>meine gr\u00f6\u00dfte sorge bestand nach den erfahrungen mit dem suchen und finden von zuvor ausgesuchten orten in tokyo darin, dass ich kurz vor mitternacht und vor ende der schichten f\u00fcr die u-bahn-fahrer mitten im mir unbekannten koenji stehe und den club nicht finde. zu widerspr\u00fcchlich waren die angaben, die diverse kartenanbieter per app angeboten haben, auch wenn die sich auf einen gewissen bereich in der n\u00e4he des u-bahnhofs konzentrierten. aber die aufnahmen von street view lie\u00dfen auf ein wohngebiet schlie\u00dfen, und da hatte ich schon meine zweifel, dass gerade dort ein club seit fast 20 jahren bestehen k\u00f6nne.<br \/>\nes war dann wie so h\u00e4ufig: viel sorge um nichts. raus aus der station richtung norden, und kaum f\u00fcnf minuten sp\u00e4ter waren leise b\u00e4sse zu vernehmen. hinter einer offenen t\u00fcre sa\u00df jemand hinter einem improvisierten kassenschalter. ich fragte nur &#8222;is this grassroots?&#8220;, erhielt daf\u00fcr ein &#8222;bingo!&#8220; mit gro\u00dfem l\u00e4cheln zur\u00fcck und war nicht mal eine minute sp\u00e4ter oben.<\/p>\n<p>der gesamte club d\u00fcrfte inklusive toilette 30 quadratmeter umfassen. da es sich um ein spitz zulaufendes haus handelt, nimmt der laden automatisch die form eines keils an, an dessen spitze man eher sitzen oder seine siebensachen ablegen kann.<br \/>\nmir stach sofort die deko ins auge. ein bisschen schwarzlicht und angemalte f\u00e4den erinnerten an goa-parties hierzulande, ein wenig holzromantik aus dem kater gab&#8217;s dazu, aber so richtig prominent sind die an h.r. giger erinnernden stahlkonstruktionen rund um das dj-pult. f\u00fcr&#8217;s auge gab&#8217;s also permanent was an dekoration zu sehen, und die besucher trudelten auch zwischen mitternacht und 1:30 uhr ein, so dass es auf der tanzfl\u00e4che recht schnell so voll war, dass ich lieber auf einer der sitzgelegenheiten verblieb.<\/p>\n<p>dj nobu habe ich (und das entbehrt nicht einer gewissen ironie) schon nicht mehr geh\u00f6rt, da ich mir jetlag- und arbeitstagsbedingt 5 uhr als grenze gesetzt hatte &#8211; da fahren die u-bahnen wieder. aus dem grassroots und auch dem contact ein paar tage sp\u00e4ter meine ich, das ph\u00e4nomen ausgemacht zu haben, dass die japaner gerne im club wegnicken, bevor es heimw\u00e4rts geht. es sa\u00dfen jedenfalls ein paar am rande, ohne dass sie in irgendeiner form bel\u00e4stigt worden sind.<br \/>\nconomark, ya\u25b3ma und hikaru d\u00fcrfte die reihenfolge gewesen sein, wovon alle mit vinyl spielten und ya\u25b3ma mir am besten gefiel, da sie zwischen deep house und technoiden tracks keine 20 minuten brauchte, um die meute dort heranzuf\u00fchren. auch wenn die techno-phase eher kurz war und es ziemlich schnell wieder housig wurde, war das technisch und vom bogen her locker am besten. bei hikaru habe ich sp\u00e4ter noch die &#8222;shades of jae&#8220; von moodymann als einzigen track des abends erkannt, der irgendwie immer geht.<\/p>\n<p>das alles hinterlie\u00df den eindruck einer sehr guten wg-party, auf der die musik etwas, aber nicht zu laut lief. als ich ging, hatte ich nicht den eindruck, dass es bald vorbei sein w\u00fcrde (wenn ich das auf facebook richtig gelesen habe, war um 15 uhr schluss). wundert mich bei so einer famili\u00e4ren angelegenheit auch nicht.<br \/>\nsollte man also kein problem mit angedeutetem h\u00fcftschwingen auf engerem raum zu house-music haben und einfach einen netten abend verbringen wollen, wenn man eh schon l\u00e4nger in der stadt ist: sollte man machen. war gleich von der ersten minute an zu sp\u00fcren, dass eine menge liebe zum detail in den laden geflossen ist und es sich bei den machern um idealisten handelt, die einfach nur gute musik vorspielen und andere daran teilhaben lassen m\u00f6chten. und sowas ist per se unterst\u00fctzenswert. als techno- und club-sozialisierter fand ich&#8217;s im contact dann aber doch besser.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>irgendwie ganz gutes timing, dass der artikel \u00fcber tokyos audiophile spielst\u00e4tten k\u00fcrzlich auf residentadvisor erschienen ist. und da der 3. november in japan feiertag ist (bunka no hi &#8211; feiertag der kultur), kann man auch mittwochs ohne schlechtes gewissen ausgehen. purer zufall, dass der im artikel erw\u00e4hnte dj nobu zum jubil\u00e4um des ladens spielen wird.&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-4239","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4239","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4239"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4239\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4258,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4239\/revisions\/4258"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4239"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4239"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4239"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}