{"id":4243,"date":"2016-11-04T04:18:53","date_gmt":"2016-11-04T03:18:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4243"},"modified":"2017-05-21T15:18:57","modified_gmt":"2017-05-21T13:18:57","slug":"tokio-04-11-2016-contact-outis-music-showcase-supported-by-broad","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2016\/11\/04\/tokio-04-11-2016-contact-outis-music-showcase-supported-by-broad\/","title":{"rendered":"[tokyo \/ 04.11.2016] contact: outis music showcase supported by broad"},"content":{"rendered":"<p>morgen sind dort \u00e2me und dixon dran, wo sich wieder das berliner schn\u00f6seltum einschleicht. auch wenn es charmant w\u00e4re, sie bei einem ausw\u00e4rtsspiel zu erleben, wird das wahrscheinlich auch gut voll. daher am wochenende lieber sightseeing und sich heute abend auf ein italienisches techno-potpourri freuen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.contacttokyo.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">outis music showcase supported by broad<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">studio<\/span><br \/>\n22:00 tatsuoki<br \/>\n00:00 claudio prc<br \/>\n02:00 the gods planet <i>live<br \/>\n<\/i>03:00 dino sabatini<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">contact<\/span><br \/>\n22:00 reimei<br \/>\n23:40 dew<br \/>\n01:10 go max \u525b\u7530 group <em>live<\/em><br \/>\n02:00 aoki takamasa<br \/>\n04:30 kannabi<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">dauer<\/span><br \/>\nvon 22 bis 6 uhr<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\nvon 22 bis 23 uhr:\u00a0\u00a52000<br \/>\nab 23 uhr:\u00a0\u00a53500, f\u00fcr gh s-mitglieder sowie leute unter 23:\u00a0\u00a52500<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">adresse<\/span><br \/>\nshintaiso building b2f, 2-10-12 dogenzaka, shibuya-ku<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nda ich eh schon beim disk union in shibuya weilte, um dessen angebot an gebrauchten schallplatten zu durchst\u00f6bern (und dabei die seinerzeit im hardwax str\u00e4flicherweise nicht mitgenommene &#8222;galaxy 2 galaxy&#8220; auf ur vorzufinden), war es auch nur konsequent, gleich in der ecke zu bleiben. tokyo ist ja nun nicht gerade klein, aber hat man sich auf einen der bezirke festgelegt, sind die wege nicht sonderlich lang &#8211; nur etwas verworren. nach jetzt einer knappen woche habe ich jedoch langsam den dreh heraus. problem ist nur, dass viele f\u00e4den f\u00fcr mich bislang in shibuya zusammenliefen, es aber auch noch andere &#8222;kieze&#8220; zu entdecken g\u00e4be. da die f\u00fcr mich dort relevanten plattenl\u00e4den aber weitestgehend abgeklappert sind, lassen sich die priorit\u00e4ten auch wieder anders setzen.<\/p>\n<p>nicht nur aus organisatorischen, sondern auch aus finanziellen gr\u00fcnden war&#8217;s dennoch gut, schon so fr\u00fch in richtung contact aufzubrechen. es liegt tats\u00e4chlich etwas versteckt im parkhauseingang neben dem ntt docomo-geb\u00e4ude, aber wenn man mit einem offenen auge f\u00fcr offene t\u00fcren durch die stadt geht (einer der gro\u00dfen lerneffekte, den man von hier mitnehmen sollte), verpasst man das auch nicht. keine diskussion wegen des geringeren eintritts, kurzes durchleuchten der tasche und auf den pass wird auch geschaut. ist aus london bereits bekannt, von daher auch kein problem.<br \/>\nrunter geht&#8217;s dann zwei stockwerke, und dort pr\u00e4sentiert sich ein zwar sauberer club, der im vergleich zu dem rotzigen berliner do-it-yourself-charme zwar heller und sauberer, dabei (irgendwie so wie tokyo an sich) aber nicht steril oder charakterlos ist. holzfu\u00dfboden allerorten &#8211; bis auf den raucherbereich, den klos und dem raum mit den schlie\u00dff\u00e4chern. letzteres empfand ich als tolle alternative zur garderobe: 400 yen zahlen, davon sind 100 pfand. schl\u00fcssel abziehen, am besten nicht verlieren, und daf\u00fcr kann man so oft an seine sachen wie man m\u00f6chte. gut, bei der gr\u00f6\u00dfe des raumes kann es schwierig werden, wenn mehr als zehn leute zugleich auf die idee kommen, &#8222;mal schnell noch was nachzuholen&#8220;, war aber zumindest an dem freitag nicht der fall.<br \/>\ndie klos (auch wie \u00fcberall in tokyo) sind beispielhaft: zwei kabinen, nochmal zwei behindertengerechte, jede mit eigenem waschbecken. auf den ersten blick mutet der grundsatz etwas seltsam an, keine alkoholischen getr\u00e4nke mit auf den hauptfloor mitnehmen zu d\u00fcrfen &#8211; deswegen steht auch extra jemand vor dessen eingang und l\u00e4sst diejenigen umkehren, die das nicht begriffen haben. auf den zweiten blick f\u00fchrt das jedoch zu bedeutend weniger arbeit f\u00fcr das putzpersonal am ende des abends. im gegensatz zu dem scherben- und bierlachen-potpourri, das man in berlin so kennt, l\u00e4sst sich am ende einer party im contact fast vom boden essen. auch im kleineren floor bei der bar war jemand sofort mit dem wischmop zu stelle, als ein drink umgekippt war. die rauhen, unverputzten w\u00e4nde und das nicht allzu aufdringliche inventar des clubs f\u00fchren jedoch dazu, dass man sich nicht wie in einer klinisch reinen umgebung vorkommt. das contact hat im vergleich zu den meisten europ\u00e4ischen clubs zwar einen etwas gehobeneren stil, aber es ist einer, der durchaus mit gr\u00f6\u00dfen wie dem trouw mithalten kann. zumindest f\u00fchlte ich mich in den ersten minuten im contact \u00e4hnlich wohl.<br \/>\ndas publikum ist eigentlich ein repr\u00e4sentativer querschnitt dessen, was einem als tourist in tokyo begegnet: junge leute in anz\u00fcgen, die wahrscheinlich gerade von der arbeit kommen, der angeschickerte tourist, der als erstes \u00fcber die tanzfl\u00e4che steuert, normales partypublikum ohne viel hintergrundwissen und dann noch die connaisseure. auch hier: etwas stylisher als in berlin, hatte aber den eindruck, dass eher einheimische anwesend waren, was schon mal daf\u00fcr spricht, dass die nachfrage in tokyo vorhanden zu sein scheint. etwas voller h\u00e4tte es sein k\u00f6nnen, gut zwei drittel waren gef\u00fcllt, aber das f\u00fchre ich mal auf die tatsache mit \u00e2me und dixon am n\u00e4chsten abend zur\u00fcck. auch hier gehen die leute erst nach mitternacht aus, aber dennoch brachte das die f\u00fcr mich positive seite mit sich, jederzeit beim tanzen platz haben zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>dann w\u00e4re da noch der sound. auf beiden floors kommt kinoshita \/ rey audio zum einsatz, und dieser satte, von warmen b\u00e4ssen unterlegte sound unter stetiger kontrolle des tontechnikers fiel mir mit als erstes so positiv auf, dass ich mich nicht ge\u00e4rgert h\u00e4tte, wenn meine elacin nicht dabei gewesen w\u00e4ren (waren sie aber). selbst auf dem leiser beschallten barfloor klangen minimalere platten wie im set von aoki takamasa (tats\u00e4chlich eines der besten sets des abends f\u00fcr mich) sch\u00f6n druckvoll. was go max \u525b\u7530 group dort veranstalten wollten, leuchtete mir aber nicht so recht ein. gro\u00dfe synthesizer sch\u00f6n und gut, aber nicht ineinanderpassende basslines und improvisiertes bassspiel dazu lie\u00dfen den roten faden f\u00fcr mich arg vermissen. f\u00fcr mich leider bei den live-acts unteres drittel.<br \/>\nda lief zur gleichen zeit bei claudio prc sowie bei the gods planet auf dem hauptfloor einiges mehr ineinander. als k\u00e4ufer taugt mir dieser trippige sound zwar nur sehr vereinzelt etwas, aber wenn es (wie beim set von donato dozzy im berghain neulich) so gut pr\u00e4sentiert wird, bin ich der letzte, der sich gegen das tanzen wehrt. auch dino sabatini hatte gute momente im set, besonders zum schluss, als er noch percs &#8222;wooden art&#8220; im modern heads jumpler-remix (shazam sei dank, dass ich dann doch mal eine stroboscopic artefacts kaufen werde) spielte. f\u00fcr mich stach jedoch tats\u00e4chlich das warm-up von tatsuoki heraus. sch\u00f6n abstrakt, erst zum schluss hin tanzbarer, wobei es da erst um mitternacht war und die g\u00e4ste nun schwungweise eintrafen. er machte das also genau richtig und spielte sich (und anderen interessierten) experimentiellere tracks \u00fcber die anlage vor. davon erkannt: &#8222;&#8230;but the branch is weak&#8220; von shackleton, shazam sei erneut daf\u00fcr dank: &#8222;misty sunset over hackney&#8220; von guillam. war ein echter genuss, ihm auf dem sessel hinten auf der empore zuzuh\u00f6ren.<\/p>\n<p>schluss war zumindest auf dem hauptfloor recht p\u00fcnktlich um kurz nach 6. wie lange es noch auf dem kleineren weiterging, kann ich nicht sagen. nach fast einem tag auf den beinen stand mir sehr der sinn nach dem heimweg.<br \/>\n\u00e4ndert aber alles nichts daran, dass ich&#8217;s musikalisch sowie stimmungstechnisch \u00fcberaus ansprechend fand. zumindest ist mein ersteindruck vom contact so positiv, dass man als techno-interessierter durchaus vorbeischauen sollte, wenn man eh gerade hier ist. das booking sieht f\u00fcr die n\u00e4chste zeit auch sehr ansprechend aus, so dass ich ihnen nur w\u00fcnschen kann, dass es sich auf lange sicht auch tr\u00e4gt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>morgen sind dort \u00e2me und dixon dran, wo sich wieder das berliner schn\u00f6seltum einschleicht. auch wenn es charmant w\u00e4re, sie bei einem ausw\u00e4rtsspiel zu erleben, wird das wahrscheinlich auch gut voll. daher am wochenende lieber sightseeing und sich heute abend auf ein italienisches techno-potpourri freuen. outis music showcase supported by broad studio 22:00 tatsuoki 00:00&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[],"class_list":["post-4243","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4243","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4243"}],"version-history":[{"count":6,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4243\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4412,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4243\/revisions\/4412"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4243"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4243"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4243"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}