{"id":4297,"date":"2016-12-31T12:09:59","date_gmt":"2016-12-31T11:09:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4297"},"modified":"2018-01-07T22:41:22","modified_gmt":"2018-01-07T21:41:22","slug":"berlin-01-02-01-2017-berghain-silvester-2016-erste-klubnacht-2017","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2016\/12\/31\/berlin-01-02-01-2017-berghain-silvester-2016-erste-klubnacht-2017\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 01.\/02.01.2017] berghain: silvester 2016 \/ erste klubnacht 2017"},"content":{"rendered":"<p>liebgewonnene rituale pflege ich gerne. obwohl ich prurient sehr gerne geh\u00f6rt h\u00e4tte, wird das wohl nichts. visiere stattdessen nachmittag bis nachmittag an. im ablauf erw\u00e4hne ich daher gleich den 2. januar 2017 mit, nicht ohne zu erw\u00e4hnen, dass man mit dem silvesterstempel am 2. nochmal eintritt zahlt, sobald man nach 23:59 uhr am 1. januar nochmal rausgeht, um sp\u00e4ter wiederzukommen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">silvester 2016 \/ erste klubnacht 2017<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n<em>sonntag, 1. januar 2017<\/em><br \/>\n01h00 fiedel<br \/>\n05h00 ben klock<br \/>\n09h00 etapp kyle<br \/>\n12h30 dvs1<br \/>\n16h00 kobosil<br \/>\n21h00 somewhen<br \/>\n<em>montag, 2. januar 2017<\/em><br \/>\n01h00 answer code request<br \/>\n05h00 anthony parasole<br \/>\n09h00 norman nodge<br \/>\n13h00 pete<br \/>\n17h00 len faki<br \/>\n21h00 boris<br \/>\n01h00 marcel dettmann<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n<em>sonntag, 1. januar 2017<\/em><br \/>\n01h00 muallem<br \/>\n05h00 roi perez<br \/>\n09h00 nitam<br \/>\n13h00 margaret dygas<br \/>\n17h00 nick h\u00f6ppner<br \/>\n21h00 efdemin<br \/>\n<em>montag, 2. januar 2017<\/em><br \/>\n01h00 honey dijon<br \/>\n04h00 virginia<br \/>\n08h30 tama sumo<br \/>\n13h00 gerd janson<br \/>\n17h00 ryan elliott<br \/>\n21h00 steffi<br \/>\n01h00 nd_baumecker<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">lab.oratory<\/span><br \/>\n<em>sonntag, 1. januar 2017<\/em><br \/>\n05h00 chris cruse<br \/>\n09h00 soundstream<br \/>\n12h00 october<br \/>\n15h00 marcus marr<br \/>\n18h00 s<span class=\"running_order_name\">kateb\u00e5rd<br \/>\n22h00 discodromo<\/span><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">elektroakustischer salon<\/span><br \/>\n<em>sonntag, 1. januar 2017<\/em><br \/>\n07h00 the orb<br \/>\n11h00 prurient<br \/>\n14h00 martyn<br \/>\n17h00 drama<br \/>\n22h00 massimiliano pagliara<br \/>\n<em>montag, 2. januar 2017<\/em><br \/>\n02h00 barker &amp; gonsher<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt an der abendkasse<\/span><br \/>\nsilvester: 36 euro<br \/>\nerste klubnacht: 18 euro (f\u00fcr stempelinhaber von silvester: 15 euro)<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><\/p>\n<p>fazit vorab: das beste silvester seit dem letzten silvester, aber auch f\u00fcr mich anlass, das feierverhalten zu reflektieren.<\/p>\n<p>gerade mit dem taktisch g\u00fcnstig auf den montag gelegten freien tag stand im voraus f\u00fcr mich fest, dass es \u00fcberl\u00e4nge geben kann. nicht unbedingt einstellung alter rekorde, aber 20 stunden hatte ich mir schon vorgenommen.<br \/>\nam ende waren es aufgerundete 24 stunden &#8211; brutto in jedem fall, da man gegen 16h45 sonntags in der ticketschlange fast anderthalb stunden warten musste, bis man drinnen war. auff\u00e4llig: die lockerheit der t\u00fcr. da bekam jeder mit stempel oder ticket locker-flockige, aber dennoch bestimmte fragen gestellt, und auch drinnen an der garderobe war zwar alles gesch\u00e4ftig, aber nicht unbedingt stressig. mag wohl die nach einem dutzend jahren trotz aufstockung und einzelner wechsel beim personal anerworbene routine sein.<\/p>\n<p>eine gewisse routine stellt sich auch als silvestergast ein, zugegeben. das bereits vorab, indem ich mit der maxime hingegangen bin, nur zu schauen,\u00a0was der abend so bringen kann und neugierig auf die halle zu sein. erster eindruck, als ich drinstand: hmmm, ziemlich minimalistisch im vergleich zum vorjahr, wo die projektion der pfadfinderei an der r\u00fcckseite geradezu monumental wirkte. dieses mal laserprojektionen in klaren geometrischen rechteckigen formen. fand ich anfangs fast schon zu puristisch, aber das reifte im verstand schnell &#8211; erst recht, da diese vermeintliche k\u00fchle durch die zahlreichen beleuchteten blumenvasen zwischen den liegefl\u00e4chen einen warmen kontrast bekam. das haar in der suppe war nur, dass die halle an sich etwas zu k\u00fchl war, um dort l\u00e4nger zu bleiben. fand ich insbesondere bei barker &amp; gonsher schade (erkannt: &#8222;?&#8220; von mark pritchard relativ zu beginn und &#8222;nine&#8220; von &#8222;amber&#8220; aus der feder von autechre relativ zum schluss &#8211; das war gegen 12 uhr montagmittag), aber auch massimiliano pagliara sammelte mit &#8222;falling&#8220; von julee cruise (richtig, twin peaks) pluspunkte.<\/p>\n<p>auch die panorama bar sah ich nur gelegentlich, wobei nick h\u00f6ppner dort beim ankommen einen gewohnt echt guten job machte.<br \/>\nefdemin war mir sp\u00e4ter auf dauer zu trocken, honey dijon konnte mich auch nicht so abholen, das klang f\u00fcr mich bei virginia nach mehr hand und fu\u00df.<\/p>\n<p>neben der halle immer der grund, zu neujahr hinzugehen: das lab. und das begeisterte\u00a0dieses mal schon bei skateb\u00e5rd, aber erst recht bei discodromo. letztere hatten am ende mal eben 16 stunden absolviert und nutzten diese auch, um verschiedene stile zu durchstreifen, von denen italo-disco nur einer war. ein edit von &#8222;running up that hill&#8220; am montagvormittag, bei dem zuvor noch oldschool-uk-breakbeats und in der nacht noch ziemlich technoide chicago-sachen liefen, und das alles sch\u00f6n logisch ineinander verwoben &#8211; da griff mal wieder die ausgelassene stimmung mit der spielfreude ineinander.<\/p>\n<p>beim berghain gab&#8217;s f\u00fcr mich eine l\u00e4ngere durststrecke. kobosil bretterte zwar nicht so erbarmungslos wie im jahr zuvor, hatte aber auch eine spielzeit, zu der das auch nicht so geboten gewesen w\u00e4re. stattdessen wavig und mit ebm-einschlag, womit er die leute (inklusive mir) richtig gut mitnehmen konnte. daher war der ausflug zu nick h\u00f6ppner auch eher kurz.<br \/>\nzu somewhen war ich schon eher im lab oder der halle zu finden, kehrte aber mit vorfreude kurz vor 1 zu answer code request zur\u00fcck. dieser kam jedoch auch eine gute dreiviertelstunde nach anpfiff nicht so recht aus dem knick. das tempo eher gem\u00e4chlich, was ja an sich kein fehler ist, aber um die zeit h\u00e4tten die leute es wahrscheinlich gerne zwei g\u00e4nge h\u00e4rter oder treibender gehabt. er deutete in der zeit nicht mal an, dass sich in puncto spannung in absehbarer zeit etwas \u00e4ndern k\u00f6nnte, immerhin ein paar dickere kickdrums zwischendurch zum anf\u00fcttern w\u00e4ren ja schon in ordnung gewesen. schade, er kann es sonst besser.<br \/>\ndas ganze lief (muss ich als nicht allzu gro\u00dfer fan zugeben) mit mehr groove und dynamik bei anthony parasole besser ineinander. norman nodge wie h\u00e4ufig gerne mal ravig, und dann gab es ja noch den herrn aus dem hardwax.<br \/>\nich hatte mir ja vorab schon vorgenommen, einfach nur so lange zu bleiben, wie es die kondition zul\u00e4sst und bei durchwachsener tagesform seinerseits auch mal vor ende seines sets zu gehen. am ende lief es darauf hinaus, dass ich die zweite h\u00e4lfte auf der tanzfl\u00e4che stand und mich zum weitertanzen zwang. nach fast 24 stunden im club und davon 16 auf den beinen kann es schon mal vorkommen, dass die knochen erholungsbedarf anmelden. durch das set wollte ich&#8217;s aber wissen, und er gl\u00fccklicherweise auch wieder. klare zweiteilung: die erste h\u00e4lfte von der ihm eigenen h\u00e4rte mit den endlich wieder durchdringenden bassdrums gepr\u00e4gt, in der zweiten nahm er druck heraus und setzte einzelne akzente (u.a. mit &#8222;british murder boys&#8220; von surgeon, kombiniert mit &#8222;lyot&#8220;, auch die ersten takte von depeche modes &#8222;blasphemous rumours&#8220; waren zu h\u00f6ren). das war zum ausklingen-lassen des besuchs zwar sehr gut, ich hatte aber zu beginn des sets gemerkt, dass gerade diese kompromisslose h\u00e4rte wohl das notwendige adrenalin freisetzt, das die lahmer werdenden beine vergessen l\u00e4sst.<br \/>\nnichtsdestotrotz: bester mann, nat\u00fcrlich. ich will nicht unn\u00f6tig \u00fcbertreiben, aber inmitten der immer noch bei mir herrschenden techno-sinnkrise war das set ein\u00a0heller lichtstrahl, nach dem ich gerne heimw\u00e4rts gekrochen bin.<\/p>\n<p>in kompaktform: die favoriten pro floor sind f\u00fcr mich klar &#8211; pete, discodromo, barker &amp; gonsher, nick h\u00f6ppner, wobei auch kobosil noch gesondert erw\u00e4hnt werden sollte.<br \/>\nneujahr bleibt damit an ort und stelle f\u00fcr mich immer noch ein pflichttermin, wobei es hier im nachhinein kl\u00fcger gewesen w\u00e4re, erst zur klubnacht am 2. aufzutauchen. der gr\u00f6\u00dfte teil des rummels ist dann bereits vor\u00fcber und die quote an stammg\u00e4sten h\u00f6her, so dass es f\u00fcr alle (inklusive personal) auch angenehmer wird. was jedoch (wie im jahr zuvor) hervorzuheben ist: ich empfand es zu keinem zeitpunkt als \u00fcberf\u00fcllt. klar lag das an lab und halle und sicher war man auch nicht alleine im club. aber auch dies ist bei anl\u00e4ssen wie diesem schon vorher klar.<\/p>\n<p>auch wenn es bei der in diesem jahr erreichten etappe ein ambitioniertes ziel w\u00e4re, nicht neujahr an sich, sondern den tag danach noch in vollen z\u00fcgen mitzunehmen, muss ich mich (um den bogen zur einleitung mit der reflektion meines ausgehverhaltens zu schlagen) fragen, ob es mir der erholungsprozess wirklich wert ist.<br \/>\nals ich dienstag gegen 10 uhr auf dem weg zur arbeit mit der s-bahn vorbeifuhr, waren die jalousien bei der panorama bar noch unten, und nach dem, was man so h\u00f6rt, hat marcel dettmann unten bis 14 uhr gespielt. klar fuhr ich mit etwas wehmut vorbei, aber da gab es auf der anderen seite die erfahrung mit den beiden finalsets vom november \/ dezember (freddy k \/ ben klock) im hinterkopf. beide male stand ich montagfr\u00fch im laden mit halb schlechtem gewissen, weil ich einen freien tag ausgerechnet daf\u00fcr verwendet hatte, mit halb gutem gewissen, weil diese f\u00fcr&#8217;s berghain typischen schlussmomente schon aufblitzten. letzteres \u00fcberwiegt f\u00fcr mich, wenn neben dem publikum auch noch die musik stimmt. \u00fcber die publikumskonstellation mache ich mir keine sorgen, nach meinen beobachtungen gibt es schon einen harten kern an den gleichen leuten, die stets bis montagmittag dort zu finden sind. bei dem aktuellen zustand von techno bzw. der von mir empfundenen stagnation, in der sich vieles \u00fcber diverse sets an einem abend wiederholt, ist es f\u00fcr mich mittlerweile eher dem zufall \u00fcberlassen, tats\u00e4chlich ein set zum schluss abzubekommen, das mich \u00fcberrascht bzw. \u00fcber mehrere stunden auf dauer fesselt.\u00a0dadurch hat es beispielsweise marcel dettmann zu meinem vize-lieblingsresident gebracht (auch in kombination mit ben), aber kaum ist man aus dem studium im arbeitsleben, fangen die taktischen \u00fcberlegungen an. demnach muss sich das schon lohnen, den montag freizunehmen &#8211; das war fr\u00fcher noch einfacher, als sonntagnachmittag\/-abend schluss war.<\/p>\n<p>ich h\u00e4tte dies gerne weniger taktisch und vor allem ist mir momentan nicht danach, die besuche stets \u00fcber die 20-stunden-grenze kommen zu lassen. um das ende von 2016 war die kombination aus alldem auch anlass f\u00fcr den entschluss, das ausgehverhalten zu hinterfragen und anzupassen.<br \/>\ngut, der plan, die wochenenden im januar au\u00dferhalb von clubs zu verbringen, hat r\u00fcckwirkend, wo ich diese zeilen am 28. januar schreibe, mit kurzbesuchen im blank, der renate und auch zur staub ja wirklich toll geklappt. was aber wichtiger ist: die marathonstrecken mit 16+x stunden sollen nicht zur regel werden. weniger ist in hinblick auf konzentrationsf\u00e4higkeit hier definitiv mehr, daher reicht es gut und gerne aus, das berghain lieber von sonntagfr\u00fch bis -abend mitzunehmen und nach 12 stunden einen haken zu machen. weiterhin\u00a0bin ich gespannt darauf, was die freitage an ort und stelle in 2017 zu bieten haben (u.a. giegling ende m\u00e4rz). das br\u00e4chte zwar unter umst\u00e4nden wieder durchmachen nach einer arbeitswoche mit sich, l\u00e4sst aber mehr raum zur erholung. ausschlie\u00dfen m\u00f6chte ich das erneute herantasten an diese langstrecken nicht (im gegenteil: das wird schon wieder passieren), aber nach bald 20 jahren in clubs kann ich auch mal auf den m\u00fcden kopf h\u00f6ren und einfach gehen. man verpasst sowieso immer irgendwas, genauso wiederholen sich tolle momente &#8211; da muss also nichts in die l\u00e4nge gezogen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>liebgewonnene rituale pflege ich gerne. obwohl ich prurient sehr gerne geh\u00f6rt h\u00e4tte, wird das wohl nichts. visiere stattdessen nachmittag bis nachmittag an. im ablauf erw\u00e4hne ich daher gleich den 2. januar 2017 mit, nicht ohne zu erw\u00e4hnen, dass man mit dem silvesterstempel am 2. nochmal eintritt zahlt, sobald man nach 23:59 uhr am 1. januar&hellip;<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_lmt_disableupdate":"","_lmt_disable":"","footnotes":""},"categories":[5,6],"tags":[229,29,36,187,48],"class_list":["post-4297","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-stadtleben","category-terminkalender","tag-barker","tag-berghain","tag-discodromo","tag-nick-hoeppner","tag-pete"],"modified_by":"stype","_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4297","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=4297"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4297\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":4626,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/4297\/revisions\/4626"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=4297"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=4297"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=4297"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}