{"id":4390,"date":"2017-05-12T20:57:37","date_gmt":"2017-05-12T18:57:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/?p=4390"},"modified":"2019-06-24T15:05:02","modified_gmt":"2019-06-24T13:05:02","slug":"berlin-13-05-2017-berghain-klubnacht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.dissonanzstudien.de\/blog\/2017\/05\/12\/berlin-13-05-2017-berghain-klubnacht\/","title":{"rendered":"[berlin \/ 13.05.2017] berghain: klubnacht"},"content":{"rendered":"<p>die anlage in der panorama bar soll ein update erfahren haben. das werde ich mir zwar auch anh\u00f6ren, aber hauptaugenmerk liegt auf samuel kerridge.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.berghain.de\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">klubnacht<\/a><\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">berghain<\/span><br \/>\n00h00 efdemin<br \/>\n04h00 samuel kerridge <em>live<\/em><br \/>\n05h00 cleric<br \/>\n09h00 gerald vdh<br \/>\n13h00 kangding ray<br \/>\n17h00 ben klock<br \/>\n22h00 len faki<br \/>\n02h00 eric cloutier<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">panorama bar<\/span><br \/>\n00h00 candy pollard<br \/>\n04h00 new jackson <em>live<\/em><br \/>\n05h00 dj tennis<br \/>\n09h00 joakim<br \/>\n12h00 john daly<br \/>\n15h00 oracy<br \/>\n19h00 nitam<br \/>\n22h00 kasper bj\u00f8rke<br \/>\n02h00 maceo plex<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">eintritt<\/span><br \/>\n16 euro<\/p>\n<p><span style=\"text-decoration: underline;\">nachbetrachtung<\/span><br \/>\nauch wenn der besuch nicht so kurz war (4 bis 19 uhr), kann ich das musikalische recht flott abhandeln, weil die vorab erhofften qualit\u00e4tsgaranten auch tats\u00e4chlich lieferten. allem voran samuel kerridge, der eines der kompromisslosesten sets gespielt hat, die ich samstags in den 12einhalb jahren dort mitbekommen habe. die erste viertelstunde konsequent unter 120 bpm und ohne richtige kickdrum, sondern eher dronig (der erste track von &#8222;fatal light attraction&#8220; war mit dabei), filterte damit ein drittel des publikums aus und gab dem rest insbesondere in den letzten 20 minuten die brachiale offensive, inklusive live dazugemischter schrei-samples von sich selbst. kein einziger 4-to-the-floor-rhythmus, was die sache nochmal interessanter machte. h\u00e4tte die letzten fast zehn minuten noch gut damit in die l\u00e4nge ziehen k\u00f6nnen &#8211; so war der schluss etwas abrupt.<br \/>\ndas anlagen-update f\u00fcr die panorama bar besteht aus der r\u00fcckkehr zu line-arrays und einer anderen verteilung der subs. hersteller ist studt akustik, die subs stehen sich jetzt quasi gegen\u00fcber: die altbekannten in einem der s\u00e9par\u00e9es, die anderen direkt vor den fenstern. da einer der gebuchten leute den pioneer djm im tech-rider hatte, von denen die neueren generationen ja ganz annehmbar klingen, gibt&#8217;s erstmal nur &#8222;weniger wuchtig, aber transparenter als zuvor&#8220; als urteil. bei den sets ist oracy eindeutig hervorzuheben. er war der grund, weshalb ich doch l\u00e4nger als 12 stunden bleiben wollte, um w\u00e4hrend des sets zu entscheiden, ob ich w\u00e4hrenddessen gehe oder nicht. dazu gab er jedoch keinen anlass. house mit und ohne vocals, es konnte auch etwas poppiger werden (ned flanders &#8211; memory loss. da wird&#8217;s sp\u00e4testens beim vocal offensichtlich, von welchem soundtrack-gassenhauer er sich hat inspirieren lassen, und ep-titel sowie -cover setzen da noch eine krone drauf.), anthony shakir geht sowieso immer, vor allem wenn&#8217;s noch &#8222;soundblaster&#8220; von der guten alten gigolo ist, sp\u00e4ter noch electro mit &#8222;space ships&#8220; von jeremiah r. hatte trotz stil\u00fcbergreifendem ansatz einen tollen flow, der mir vorher bei john daly fehlte, aber das mag auch dessen tagesform gewesen sein. joakim hatte zwischen deep house und disco eine halbvolle tanzfl\u00e4che vor sich, was ich aber den gesamten abend \u00fcber in der panorama bar jedoch als ganz angenehm empfand. unten war&nbsp;das bis zu ben klock noch genauso, das \u00e4nderte sich aber bis 17 uhr schlagartig. zwar h\u00f6rte sich das, was er spielte, beim durchlaufen recht ungewohnt melodisch an, aber mir war nicht danach, mir das vom rand anzuschauen oder einen platz irgendwo im get\u00fcmmel zu ergattern, um zu schauen, ob mich das l\u00e4nger mitrei\u00dft &#8211; daf\u00fcr war&#8217;s oben bei oracy einfach zu kurzweilig.<br \/>\nauch wenn ich kangding ray das letzte mal an ort und stelle besser fand, spielt er \u00fcber die gesamtzeit betrachtet noch im oberen mittel mit. u.a. mit &#8222;dune&#8220; von seinem album, das mich letztens tats\u00e4chlich dazu gebracht hat, etwas auf stroboscopic artefacts zu kaufen oder &#8222;encipher &amp; decipher&#8220; vom wirklich guten barker &amp; baumecker-album letztes jahr. aber sonst war&#8217;s insbesondere bei gerald vdh als auch cleric nicht mehr als solider berghain-techno, bei dem letzterer zwar &#8222;amphetamine&#8220; von drax ltd zum schluss spielte. aber auch der track scheint wieder in mode gekommen zu sein&nbsp;und als reminiszenz an die 1990er wohl gerne mal hergenommen zu werden. f\u00fcr mich war&#8217;s gen\u00fcgend anlass, im garten und vor allem der s\u00e4ule zu verweilen, womit ich endlich bei den umbauma\u00dfnahmen w\u00e4re.<\/p>\n<p>systematisch vorgegangen:<br \/>\ndie garderobe hat ein neues wandgem\u00e4lde: <a href=\"https:\/\/www.residentadvisor.net\/news.aspx?id=38874\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer\">&#8222;vertigo&#8220; von norbert bisky<\/a>, der schon f\u00fcr das b\u00fchnenbild bei &#8222;masse&#8220; verantwortlich war. daf\u00fcr wurde die wand dunkelgr\u00fcn gestrichen und das gem\u00e4lde verteilt sich \u00fcber kleinere einzelbilder, die jeweils von der gegen\u00fcberliegenden garderobe angestrahlt werden. damit wirkt zumindest die rechte seite der garderobe nicht mehr so kahl, wohingegen die panele mit den plattencovern auf der linken seite immer noch nicht ersetzt worden sind. daf\u00fcr ist die improvisierte l\u00f6sung mit den vorh\u00e4ngen dort den bekannten glast\u00fcren mit stahl gewichen. mal schauen, ob sich da noch was tut.<br \/>\nwer sich noch an die trennwand zur garderobe richtung toiletten \/ garten erinnert: die gibt es nicht mehr. stattdessen steht da jetzt eine couch, dahinter geht es zur treppe richtung oberen teil der garderobe (den ich \u00fcbrigens an dem abend nicht ge\u00f6ffnet gesehen habe).<br \/>\nim garten ist der riesige phallus verschwunden, daf\u00fcr stehen dort jetzt die betonb\u00e4nke aus der ehemaligen s\u00e4ulenhalle, womit ich beim kern angelangt w\u00e4re. es war ja viel vorab \u00fcber die s\u00e4ule zu lesen oder zu h\u00f6ren: zu helle klos, zu wenig r\u00fcckzugsorte zum cruisen oder f\u00fcr die heterop\u00e4rchen. gelobt wurde aber das licht sowie die galerie.<br \/>\nf\u00fcr mich ist es im vergleich zu vorher eine deutliche verbesserung. die mehrzahl an klos war definitiv notwendig, weil deren mangel in der darkroom-holzkonstruktion zuvor schon einigen die stimmung verdorben haben d\u00fcrfte. das licht dort war bis zum s\u00e4ubern am mittag auch halb abgedunkelt und f\u00fcr mich vollkommen ok so. keine ahnung, warum danach flutlichtartiges licht herrschen musste. mit den saloon-t\u00fcren zu den kabinen habe ich auch kein problem.<br \/>\ngenerell werden die ecken in der halle nun wesentlich besser als vorher ausgenutzt. am ende das dj-pult in der mitte, flankiert von zwei treppen, die nach oben zur galerie f\u00fchren. wenn man dort oben ist, finden sich&nbsp;auch diverse spielwiesen, die unten etwas fehlen. habe mich auch gefragt, wie das im clubbetrieb mit musik und den sitzfl\u00e4chen am rande mancher s\u00e4ule funktionieren soll, aber als erg\u00e4nzung bzw. entlastung zur klubnacht&nbsp;ist der raum ein absoluter zugewinn. meinem eindruck nach war die gesamte zeitdauer \u00fcber dort mehr los als zu den klubn\u00e4chten vor dem umbau, was die anzahl der leute angeht. das d\u00fcrfte auch noch zunehmen, wenn sich herumspricht, dass man an der dortigen bar, die nun komplett nach rechts gewandert ist, so gut wie gar nicht warten muss. auch f\u00fcr gespr\u00e4che empfiehlt sich die s\u00e4ule, da die glast\u00fcren \/ w\u00e4nde dazu f\u00fchren, dass von oben zwar noch wahrnehmbar ist, welcher track gerade l\u00e4uft, aber man muss nicht mehr lauthals gegen den bass ank\u00e4mpfen. das m\u00fcsste also auch einen parallelbetrieb von berghain und s\u00e4ule ganz gut gew\u00e4hrleisten.<\/p>\n<p>kurz und pr\u00e4gnant zusammengefasst:<br \/>\nsamuel kerridge und oracy unbestrittene h\u00f6hepunkte, joakim und kangding ray oberes mittelfeld, sonst musikalisch nichts nennenswertes. die s\u00e4ule ist ein echter zugewinn, bei der wahrscheinlich noch etwas feinarbeit betrieben wird. aber es war definitiv eine gute entscheidung, den raum in der form richtig ausnutzen zu wollen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>die anlage in der 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